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Unfall... Und was danach?

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Dipdido
Hey... ich verfasse den post hier noch innem ziemlich Schockzustand, und da ich ja einige von euch so halbwegs kenne und weiß das ihr gut mit solchen Infos umgehen werdet und auch wisst was angebrahct ist und was nicht, dacht ich mir: Postest du es doch mal hier.

Worauf genau ich hinaus will werde ich am Ende posten, aber wie mir die Gednaken gekommen sind jetzt erstmal: Um halbvier ungefähr hat eine Freundin meiner Eltern hier angerufen udn mit meinem Vater gesprochen. Diese Freundin hat auch 2 Kinder, einen 18-jährigen und einen 16-jährigen, ich slebst bin 17, also genau "zwischen" ihnen. Hab mich mit beiden auc gut verstanden, da war zwar nie ne richtige Freundschaft, aber wenn ich mal mit meinen Eltern da war, dann hab ich immer was mit den beide gemacht und mich auch immer total gut verstanden. Mit dem jüngeren auch das erste Mal zusammen gekifft und er hat mir ein paar mal was verkauft. Naja, jedenfalls hatte der jüngere jetzt einen Snowboardunfall, so gegen Mitte Januar.

Er lag eine Woche im Koma und liegt auch jetzt immer noch auf Intensiv. Er ist halbseitenquerschnittsgelähmt, kann weder sprechen, noch schlucken. Die "Programme" die auf seinem Stammhirn gespeichert waren, sind wohl gelöscht. Wer sich etas mit dem Aufbau des Gehirns beschäftigt hat, weiß wohl wovon ich rede. Ob er alles wieder lernen kann wissen die Ärtzte selber nicht, weil nicht klar is ob entscheidende Nervenbahnen durchtrennt worden sind, oder einfach "nur" alle Bewegungsprogramme gelöscht sind.

Nachdem ich jetzt einige Zeit darber nachgedahct hab sind mir die Frage gekommen:

Wie wird es wohl sein wenn ich ihn das nächste mal sehe? Ich weiß gar nicht wie ich mich verhalten soll... Früher war er der lockere Typ ziemlic reif für sein Alter, kam immer gut mit Erwachsenen ins Gespräch und war auch super nett zu allen. Und jetzt? Hilflos? Ich weiß gar nicht wie ich, oder besser man, da reagiert.

Ich möchte auch nicht das das jetzt an diesem Beispiel festgemacht wird, sondern mehr generell... Wie verhält man sich Menschen gegenüber die so einen "Schlag" erleiden?
Ich hoffe das es ihm bald besser geht, das er wieder alles erlernen kann...

Ausserdem wollt ich generell auf die Sache eingehen: Was kann passieren durch einen Moment Überheblichkeit oder Leichtsinn? Durch bspw. einmal besoffen Auto-fahren? Man gefährdet sich selbst, und beim betrunken-faren auch noch andere Verkehrsteilnehmer... Ist es das wirklich wert? Ein Leben aufs Spiel zu setzen, oder gar mehrere. Damit sollen sich natürlich nicht alle angesprochen fühlen, aber ich denke einige wissen was ich meine. Lasst euch das mal durch den Kopf gehen und denkt auf der nächsten Party mal drüber nach: Lieber mal 20 Euro fürs Taxi zahlen oder versuchen das Geld einzusparen dafür aber sich und andere in eine unnötige Gefahr bringen?
Auch mir wird das eine Lehre sein. Solche Momente sind nochmal viel einschneidender wenn man sie so "direkt" erlebt... Ich hoffe ihr wisst was ich meine, danke schonmal für antworten.

Achja, ich möchte euch bitten keine Beileidungen(sagt man das so?) zu posten, damit komme ich nicht gut klar. Dankeeschön:-)



pommespuppe
Ich kann da nur von mir sprechen und wie ich mich in solchen Situationen meist vehalte (die Tochter einer Freundin meiner Mutter hatte eine Gehirnhautentzündung und ist seitdem körperlich und geistig behindert). Ich glaube, das Beste, was du machen kannst, dich dem Menschen gegenüber nicht verstellen.
Das Gespräch in etwa in die Richtung leiten, in der du früher mit ihm auch gesprochen hast. Natürlich ist auch ein gewisses Feingefühl gefragt.
Aber, ihm einfach das Gefühl geben, das sich für dich nicht viel verändert hat, auch wenn er jetzt auf Hilfe angewiesen ist. Ich behaupte einfach mal, das sowas mehr helfen wird, als andauernd deine Hilfe anbieten zu wollen.
Denn meist ist es so (diese Erfahrung habe ich gemacht), bist du zu hilfsbereit, führst du dem Betroffenen deutlich vor Augen, wie hilflos er jetzt ist.

Ich glaube einfach, sich so natürlich verhalten wie möglich ist fast das Einzige, was da wirklich hilft.

Ich wünsche ihm aber ganz viel Kraft und das nicht alle Bewegungsabläufe aus dem Gedächntis verbannt sind!
Und dir wünsche ich genau so viel Kraft (und auch Mut), wenn du ihn das nächste Mal siehst!!!

Auch wenn sich der Threat nicht auf deinen Freund / Bekannten bezieht, würds mich doch interessieren und freuen, wenn uns weiterhin auf dem Laufenden hälst, wie es ihm geht, was er für Fortschritte macht und vor allem, wie es dir erging, als du ihn dann das erste Mal wieder gesehen hast.

In diesem Sinne....

Liebe Grüße
die Puppe


Dipdido
Jop, das werde ich auf jeden Fall machen, sobald ich genaueres erfahre und ihn auch vielleciht nochmal sehe(in letzer zeit hatten wir ziemlich wenig kontakt, ist schon ewig her das ich ihn das letze mal gesehen hab) werde ich euch das miteilen :-)

pommespuppe
fast vergessen:

Ist es das wirklich wert?........Lieber mal 20 Euro fürs Taxi zahlen oder versuchen das Geld einzusparen dafür aber sich und andere in eine unnötige Gefahr bringen?

Definitiv NEIN!
Ich glaub, da braucht man keine großen Erklärungen anbringen.


marymary
Erst einmal möchte ich sagen, dass cih es gut finde, dass dich dieser Unfall etwas gelehrt hat und dich reifer denken lässt.
Dann finde ich es ziemlich schrecklich. Wenn ich bedenke, ich gehe meinem Hobby nach und bin danach nicht mehr so, wie vorher. Ein hartes Schicksal und ich weiß nicht, ob ich so leben könnte.
In jedem Freundes oder BEkanntenkreis passiert so etwas in der Art.
Manchmal glaube ich, es ist eine Art Zeichen an alle und wer sich nichts davon annimmt, dem widerfährt ähnliches.
Bei uns gabs meinige, die BEtrunken oder drauf gefahren sind und immer ließ ein unschuldiger Insasse sein Leben. Da gibts die fürchterlichsten GEschichten, die alle wahr sind.
Aber Eigenverschulden hin oder her, ich glaube nicht, dass man es beeinflussen kann. Wenn es so sein soll, dann passiert es auch. Was das Ganze weder abschwächt, noch es schlimmer macht.
Es ist einfach diese Unberechenbarkeit. Du weißt nie, ob du morgens um 8 aus dem Haus gehst und abends so wieder zurück kommst, wie du gegangen bist.
Deswegen denke ich immer, man sollte jeden Tag genießen und sich darüber im Klaren sein, dass uns, denen es gut geht, die Sonne aus dem Arsch scheint.
Dankbarkeit.

Diese Situation ist für denjenigen sehr sehr schwierig, der den Unfall hatte, weil auch er weiß, dass er vorher anders war. Und auch für sein Umfeld. Viele können damit nicht umgehen und wenden sich ab. Andere verstellen sich.
Ich denke, man sollte so sein, wie man sich vorher auch verhalten hat. Vielleicht ein bißchen einfühlsamer.
Ich könnte mir vorstellen, wenn mir so etwas passieren wuerde und ich ware noch bei verstand und meine Freunde würden mich besuchen kommen, ich könnte weder Mitleid noch guten Zuspruch gebrauchen. ICh würde vermutlich daran zu Grunde gehen, zusehen zu müssen, wie das Leben der anderen normal weiterverläuft während meins zu stagnieren scheint.
Mir würden die Dinge durch den Kopf gehen, die ich vorher machen konnte, auf die ich plötzlich, ohne das mich jemand gefragt hat, ob ich es möchte,verzichten müsste, die ich nie wieder ausführen werden könnte.
Vielleicht beginnt man aber auch, ganz anders zu denken. Wie du schon meintest. Vielleicht ärgert man sich dann, dass man nie bewusst genießen konnte. Oder dass man Chancen nicht wahr genommen hat.
Aber ich denke ebenso, ich wäre froh über jeden, der mich noch so sieht, wie ich war. Für den ich denselben wert habe, wie vor einem solchen Unfall.
Ich würde wollen, dass man mich auch weiterhin besuchen kommt, mich teilhaben lässt.
Ob es jemand ist, der körperlich eingeschränkt ist oder jemand der obdachlos ist, für diese Gruppen von MEnschen ist es ohnehin viel schwieriger zu existieren, in einer Welt, wo es auf Schönheit und Ansehen und Status ankommt. In der Ignoranz vorherrscht und sich die Wenigsten Gedanken darüber machen, was wäre wenn. Es sist oberflächlich, aber viele denken nun mal nicht daran, dass ihnen so etwas passieren könnte.
Natürlich sollte man auch nicht jeden Tag über so etwas nachdenken, weil es wieder den Genuß einschränken könnte oder eben traurig macht. Aber es gehört, so hart es klingen mag und so schwer es zu akzeptieren ist, zum Leben dazu.

Ich würde mir also überlegen, so wie du es schon getan hast, was ich mit der Person gemeinsam hatte, in welchem Verhältnis ich zu ihr stand und würde mich bemühen dieses Verhältnis in der Form und auf ähnliche Art und Weise aufrecht erhalten. Über glkeiche Themen sprechen und sich eben nicht sofort anmerken lassen, wie geschockt man darüber ist. Ich denke, das würde den jenigen sehr verletzen und ihm Hoffnung nehmen.
Es ist schwierig weil man ein Zwischending aus Behutsamkeit und guter Laune, so wie Show bilden muss. Zumal man sich nicht vorstellen kann, wie der jenige aussehen wird. Und am Blick eines MEnschen oder an einem Gesichstausdruck sieht man, was der gegenüber denkt und fühlt.
Mit ein bißchen Einfühlsamkeit wirst du bestimmt die richtigen Worte finden und wenn die erste Barriere, das neue Aufeinandertreffen geschafft ist, entspannt sich sicher auch die Stituation und derjenige, der im Krankenhaus liegt, wird das Gespräch ja auch mitlenken. So kannst du dich eigentlich erst vor Ort richtig darauf einstellen.

Ich denke auch, es gehört sehr viel Mu dazu. Viele wenden sich in solchen Situationen ab, von dem Betroffenen und den Angehörigen. Das ist denke ich, genau das Falsche.
Die Betroffenen fühlen sich dann erst Recht wie Aussetzige und in solchen Situationen ist Zusammenhalt und Beistand gefragt.

Naja das ist, was ich so - kurz gefasst- darüber denke. IChhoffe das kommt nicht falsch rüber.
Ich wünsche Dir viel Kraft für dieses Treffen und ebenso Stärke und Mut.

mary

Dipdido
Hey, wollte mich nochmal hier zu melden, hab in letzer Zeit öfter an diesen, damals von mir eröffneten, Fred gedacht und imemr überlegt ob ich nochmal was dazu sagen soll.

Mittlerweile haben wir ihn einmal besucht. Das war so gegen Mitte März würde ich schätzen, vielleicht aber auch später. War mit meinen Eltenr und seinem Vater dort und naja, zu diesem Zeitpunkt gings ihm schon etwas besser, aber immer noch verdammt beschissen. Die Rechte Seite immer noch fast vollkommen gelähmt und mit der linken Hand hat er die antworten ja, nein, entsprechend mit daumen hoch, daumen rutner gegeben. Auch nen nuscheliges Ja konnte er schon weider sagen und kauen+Schlucken ging auch schon wieder halbwegs.
Ich hab bei dem Treffen kaumw as gesgat, war selber totla geschockt und naja, irgendwie fallen mir solche Situationen verdammt schwer.
Am ende hat mein Vater dann gefrgat ob wir ihn nochmal besuchen dürfen und da hat er mit nein "geantwortet".
Das war natürlich schon irgendwo hart zu "hören" aber irgendwo ja auch verständlich, immerhin hatten wir ihn wirklich lange nicht mehr gesehen und naja er muss sich ja auch blöd fühlen so hilflos da im Bett zu liegen...
Teilweise hat er wohl auch seinen besten Kumpel rausgeworfen weil er einfach extreme Stimmungsschwankungen hatte.

Naja und seitdme hab ich ihn auch nicht mehr gesehen, hab blos hin und wieder mal mit der Mutter/dem Vater telefoniert. Zwischenzeitlich hatte er wohl ne ziemlich üble Depression, hatte einfach keinen richigen Lebenswillen mehr...
Dennoch ham sich die motorischen Fähigkeiten zunehmend verbessert udn mittlerweile hat er wohl wieder mit nem Gehtraining angefangen, auch sprechen geht wohl wieder einigermaßen.

Irgendwo ist das schonmal ganz gut zu hören, aber dennoch, der Gednake schwirrt immer in meinem Kopf: Er wird nie mehr der alte sein...
Aber ich denke er wird das packen, er war immer ein sehr selbstbewusster Typ udn ich denke seine Freunde stehen auch noch zu ihm... Auch das er die Phase mit dem fehlenden Lebenswillen überstanden hat, stimmen mich positiv. Zurzeit schreibt er wohl sehr viel auf... Ich glaube das würde ich auch machen... Ich bin gespannt wann ich ihn wohl das nöchste mal sehen werde, und wie ich mich dann ihm gegenpber ihm verhalten werde. Ich denke ohne meine Eltern würde das schon was besser gehen...

Naja wollte euch mal auf nen aktuellen Stand bringen, ich hoffe ihr seid mir nicht böse das ich soalnge nichts zu dem Thema geschrieben hab.

Liebe grüße und genießt euer Lebn solang ihr es könnt!
Dipi
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