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Der Schläfer

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Fruchtpfote
Der Schläfer
Der Schulhof ist voller spielender Kinder. Auch heute wird er wieder ausgelacht, gehänselt und
bespuckt. Doch heute wird es das letzte Mal sein. Das letzte Mal werden sie ihn auslachen,
hänseln und anspucken.
Er ist entschlossen!
Er greift zielsicher die Türklinke, mit der anderen Hand fühlt er das Plastik welches um seinen
Leib geschnallt ist. Er öffnet die Tür, welche ihn jahrelang am Ort seines Leidens gefangen
hielt, er läuft den Flur entlang - zuerst sehr langsam, jedoch mit immer größer werdendem
Hass. Die Jacke hält er bis zum Kragen hin geschlossen, obwohl heute ein warmer Sommertag
ist. Er geht zum Getränkeautomaten, wirft zum ersten mal sein Geld so gelassen wie noch nie
und völlig ohne Angst, von den anderen gehänselt zu werden, in den noch funktionierenden
Getränkeautomaten. Nur er weiß, dass dies seine letzte Coke® war. Er geht die Treppe hinauf
und setzt sich in eine der leerstehenden Sitzgruppen, völlig allein, völlige Ruhe... zum letzten
Mal in dieser Schule. Diese schon fast beängstigende Stille wird von dem nervenden
Vorklingeln unterbrochen, gefolgt von einem Ansturm der Schülermassen, keiner der ihn
beachtet, keiner der ihn auch nur ansieht. 5 Minuten später ist wieder völlige Ruhe, alle
verschwinden in ihren Klassenzimmern. Er setzt sich vor die Treppe, mitten auf den Gang, dort
starrt er konzentriert auf den Vertretungsplan des nächsten Tages. Nur er weiß, dass dieser Plan
nie jemanden etwas nutzen sollte. Jetzt nach ca. 15 Minuten kommt eine Lehrerin den Gang
entlang, bleibt etwa 2 Meter vor ihm irritiert stehen und fragt ihn wieso er hier sitzt. Er steht auf
ohne sie anzusehen, geht 3 Schritte auf sie zu - er steht jetzt direkt vor ihr und schaut ihr mit
einem kalten Blick in die Augen - die Lehrerin steht wie erstarrt vor ihm als er blitzartig eine
Schere aus seiner Tasche zieht. Ohne seinen Blick auch nur im geringsten zu ändern rammt er
ihr die Schere mit dem rechten Arm in die Schläfe. Ihr Blick wird leer, als wäre nichts in ihren
Augen. Aus ihrer Schläfe fließt das Blut unaufhörlich. Sie sackt zusammen und
liegt in ihrer eigenen Blutlache. Er setzt sich neben ihre Leiche als wäre nichts passiert und
warte... er warte schon sein ganzes Leben..... auf diesen Moment? Völlige Ruhe, kein Lärm
oder Lachen von anderen Menschen, diese Ruhe wird auf ewig hier sein. Plötzlich ein lauter
Schrei, er dreht seinen Kopf langsam in die Richtung aus der dieses alltägliche Geräusch kam -
dort steht eine einzelne Schülerin - sie war ihm vorher schon oft aufgefallen, was aber
anscheinend nicht auf Gegenseitigkeit beruhte. Kurz nach diesem Schrei gehen fast alle Türen
auf, mehr und mehr Schüler laufen herbei um sich an diesem grausamen Bild satt zu sehen.
Seine Augen erblicken entschlossen dieses Mädchen, welches nicht ahnen konnte, was
passieren wird.
Die Hand am Abzug wird über das Leben vieler Menschen entscheiden.
Ist nun die Zeit, diese Qualen zu leiden?
Nur er wird alle ins Verderben leiten!
NUR ER!
Ein Schall durchdringt die umliegenden Häuser. Staub wirbelt auf. Dumpfe Schreie, welche die
Qualen nur so ertragen lassen. Es war der Moment, welchen er so lange plante, nun war er
gekommen!
Doch um welchen Preis?

Quelle:
Luqui van Shudoe (ein Schulfeund von mir)
-im Unterricht geschrieben.

Doc Gonzo LiveAusLasVegas
Stammt die Geschichte von Deinem Schulfreund, oder ist er die beschriebene Person...?

Fruchtpfote
SIe stammt von ihm.


Ich mache das mal deutlich.

Doc Gonzo LiveAusLasVegas
Ich würde sagen, der Junge braucht professionelle Hilfe....

Nichtsdestotrotz glaube ich kaum, daß es ihn erfreut, wenn sein voller Name im Internet unter einen derartigen Beitrag gesetzt wird....

 [user:11618]

Kantakukuruz
LÖSCHEN, ASCHENBECHER, IRGENDWAS


Na, langsam. Ich finde weder, dass in dem Text Gewalt verherrlicht wird noch dass dazu aufgerufen wird.

Und Diagnosen des Gesundheitszustandes des Autors sollten wir nem Arzt überlassen.

Fruchtpfote
Ich wollte den Text eigentlich nur veröffentlichen um mal zu sehen, wie andere auf sowas reagiert hätten wenn sie von einem Schulfreund sowas lesen.

agga12 ist kein Mädchen, Ich glaube verdrängen hilft da nicht viel...

...dann endet sowas wie in Erfurt....

 [user:165]

Doc Gonzo LiveAusLasVegas
Ich wollte den Text eigentlich nur veröffentlichen um mal zu sehen, wie andere auf sowas reagiert hätten wenn sie von einem Schulfreund sowas lesen.

Quelle: Fruchtpfote


Wie hast Du reagiert, Fruchtpfote?
Warum hat Dein Mitschüler Dir diesen Text überlassen, so daß Du ihn hier veröffentlichen konntest?
Oder hast Du ein photographisches Gedächtnis, so daß Du es nur einmal lesen brauchtest, um ihn hier in dem Maße zu rezitieren?


Dieses "Doch um welchen Preis" zeigt doch, dass der Verfasser den Rezipienten nicht dazu aufforden will es dem Jungen in der Schule gleich zu tun. Er will lediglich zeigen, dass sich so etwas wie Erfurt oder "Bowling for Columbine" jederzeit wiederhohlen kann und dass sich die Menschen mehr mit ihren Mitmenschen beschäftigen sollen. Denn nur so kann eine Gesellschaft funktionieren.


Quelle: [user:165]


...dann endet sowas wie in Erfurt....

Quelle: Fruchtpfote


Wie gesagt.... Professionelle Hilfe.... *hand*

Arthur Dent
also, sorry Doc Gonzo LiveAusLasVegas. ich muß mal eine lanze für den autor brechen. so schlecht finde ich die geschichte (oder genauer die Idee) gar nicht mal. und nur vom inhalt der geschichte auf den geisteszustand des verfassers zu schließen halte ich für sehr gewagt.

kritikpunkt an der geschichte: der spannungbogen hätte besser aufgebaut werden können. die story ist ziemlich "durchschaubar", aber wie gesagt, die idee ist gut. *grins*

 [user:14152]

 [user:11618]

Doc Gonzo LiveAusLasVegas
also, sorry Doc Abraxas. ich muß mal eine lanze für den autor brechen. so schlecht finde ich die geschichte (oder genauer die Idee) gar nicht mal.


Hab ich gesagt, daß ich irgendetwas schlecht finde...?
Wenn ja, zitiere mich bitte ich kann nichts derartiges finden...

und nur vom inhalt der geschichte auf den geisteszustand des verfassers zu schließen halte ich für sehr gewagt.


Ich sprach von "Professioneller Hilfe".... Interessant, was da alles hieneininterpretiert wird.... Ich wollte den Autor keineswegs als "Irren" abstempeln sondern eher darauf hinweisen, daß er scheinbar unter einer gewissen Einsamkeit leidet, gegen die man als Mitschüler (vielleicht auch als Freund...?) recht professionell angehen könnte...

bobmarleyfan
mh lieber so n kleines stück ausleben abreagieren befriedigen oder wie auch immer man das nennen mag. wie gut ist es denn so ein ventil zu suchen und kein anderes oder wie gut ist es mit sowas aufmerksam zu machen auf leute denen es so geht oder wie gut ist es eben genau am schluß noch reue einfliessen zu lassen die jemand in erfurt vielleicht garnicht mitteilen konnte weils eben schon zu spät war.

also ich finds sogesehn nicht gut oder schlecht sondern sehs als gefühlsausbruch oder gefühl auf papier was vielleicht jemand ausdrücken wollte. und obs nun fiktiv ist oder real ist doch egal. wir haben drüber geredet vielleicht wenigstens maln einfühlen versucht und das bringt doch schon alle n bisschen weiter.

trigg3r
warum bringt der typ nich seine mitschüler anstelle der lehrerin um...die wird
ihn ja wohl eher nich gemobbt haben....verpeiler


davon abgesehn finde ich an der story auch nix weiter halbwegs bemerkenswertes....
der text lebt allein von der härte des geschilderten

Otto Natter
@trigg3r:
warum bringt der typ nich seine mitschüler anstelle der lehrerin um...die wird
ihn ja wohl eher nich gemobbt haben....verpeiler


Jap, es gibt ja schlißlich keine Lehrer, die einzelne Schüler auf dem Kieker haben und fertig machen *autsch*

trigg3r
sag ich ja ...

als lehrerkind kann ich sowas nich tolerieren...

ausserdem sagte ich "eher nicht"

Zwielichtige
Ich finde den Text nicht krank.

Ganz ehrlich?
An sowas denke ich jeden Schultag tausendmal, ich habe schon x texte darüber geschrieben, werde ich damit zu einem kranken Amokläufer?

k.aos
lest euch ma das buch "amok" von stehpen king (hat er unter dem pseudonym Richard Bachman veröffentlicht) durch. da hat er genau die selben gedanken verarbeitet. blos schon jahre vor all diesen attentaten....

ist nicht dick das buch. *yo*

Otto Natter
@trigg3er: hä? das passiert öfter als man denkt- was natürlich nicht heisst, das viele Lehrer so sind, aber genügend...

Zum Text direkt: ich finde ihn schon auch ziemlich krass und denke wie einige meiner "Vorredner" auch, dass ein Gespräch mit dem Autor nicht so falsch wäre...
Allerdings sehe ich das ähnlich wie in dem "Wohin mit den kranken Gedanken"-Fred (wo is der hin??)
es ist wohl bei vielen so, dass sie manchmal regelrechte Mordgelüste bekommen o.ä. aber inwiefern das wirklich bedrohlich ist, kann man wohl leider selten abschätzen...

trigg3r
schon klar...aber generell kann man schon sagen, das die drangsalierer auf schülerseite zu finden sind...klar gibt es auch unter den pädagogen assoziale arschlöcher...aber das entspricht wohl nicht der regel

die handlung des textes könnte man in vielfältige sets übernehmen...
dann ist es eben nich die schule, sondern der arbeitsplatz, das arbeitsamt
oder das eigene heim...

beim rest bin ich einer meinung mit meya

Arthur Dent
Ich sprach von "Professioneller Hilfe".... Interessant, was da alles hieneininterpretiert wird.... Ich wollte den Autor keineswegs als "Irren" abstempeln sondern eher darauf hinweisen, daß er scheinbar unter einer gewissen Einsamkeit leidet, gegen die man als Mitschüler (vielleicht auch als Freund...?) recht professionell angehen könnte...
naja, du hast in die geschichte ja auch einiges hineininterpretiert, oder nicht?
wie kommst du denn darauf, das der autor irgentwelche probleme haben könnte? kennst du ihn persönlich? weist du irgentwas über seine motive, diese geschichte geschrieben zu haben?
die einzige "professionelle hilfe" die ich dem autor empfehlen könnte, wäre jemand, der ihm hilft, seine schreibtechnik zu verbessern. wenn er denn lust hat, weiter zu schreiben.

lest euch ma das buch "amok" von stehpen king (hat er unter dem pseudonym Richard Bachman veröffentlicht) durch.
ja, steven king braucht dann warscheinlich auf professionelle hilfe, oder?
zahlreiche andere thriller-autoren möglicherweise auch...

 [user:11618]

phlanze
lest euch ma das buch "amok" von stehpen king (hat er unter dem pseudonym Richard Bachman veröffentlicht) durch.

Quelle: k.aos


Oder seine Kurzgeschichte "Kains Aufbegehren" ("Cain rose up") (- ich finde heftiger als "Amok").
Enthalten in der Kurzgeschichtensammlung "Der Gesang der Toten".
Erstmals erschienen im Jahre 1968; da war King auch nicht gerade alt.
(Aber ich bin zu platt um nachzurechnen wie alt er nun war ...)

Fruchtpfote
Also da ich den Autor persönlich kenne, kann ich sagen, dass er 100% kein Außenseiter ist und mit Sicherheit auch nicht daran denkt bzw. vor hat soetwas selbst zu tun.

Er hat den Text selbst veröffentlicht im Internet. Daher habe ich den in Orginalfassung. Ich weiß nur gerade nicht, ob der Text noch online liegt.

Mich hat der Text jedenfalls ziemlich schockiert, obwohl ich ihn ebenfalls für nicht schlecht halte. Vor allem den Titel finde ich recht passend.

Genug Diskussionsstoff bietet er allemal. Und den Namen "Luqui van Shudoe" hat er sich selbst gegeben. *abrock* *abrock+*

balizicke
alllsooo *tiefluftholumdramatischeneindruckzuerwecken*

ich habe den text gelesen und finde ihn als solchen ganz gut...es zeigt doch einfach, dass manche leute eben ihre kreativen phasen in worte fassen, ohne dass da eigentlich ein tiefer psychologischer schaden dahintersteckt....
wenn maler ihre teilweise kranken bilder als kunst verkaufen, macht sich auch niemand gedanken, ob der künstler nciht professionelle hilfe in anspruch nehmen sollte!!
nur weil es momentan ein so aktuelles thema ist, sollte das nicht heissen, dass man seinen gedanken nicht freien lauf lassen darf, ohne gleich selbst als schläfer verurteilt zu werden.
das würde ja auch heissen, dass man keine geschichten über nazi-deutschland, beziehungsweise Rechtradikale verfassen darf, weil man sonst gleich als solcher eingestuft wird...
ich denke jedenfalls, dass jeder nur so "geschockt" über diese geschichte war, weil man sie im prinzip auch jeden tag auf der ersten seite seiner lokalen tageszeitung entdecken könnte.....

marymary
Ich finde, an diesem Text kann man sehen, dass sich ein "Normal Denkender" (ist ja relativ) in sämtliche Situationen reinversetzen kann sowie er sie nachempfinden kann sofern er genügend recherchiert und sich gründlich wenn auch nur gedanklich mit einem thema befasst.
Der Autor taucht in die Gedanken, die Umstände und in das Handeln wie auch In Gefühle der hauptperson ein - und das ist eine ziemliche Leistung.

Nicht jeder, der über etwas schreibt muss gleich dabei gewesen sein oder von sich selbst ausgehen. Es ist vielmehr eine Kunst seinen eigenen körper und seinen Geist zu verlassen um sich in einer anderen Person wiederfinden zu können - um nachvollziehen zu können - um darüber schreiben zu können.
Die eigenen Belange hintenanstellen und einem anderen Ich Folge leisten. Forschung betreiben und sich damit auseinanderssetzen, was in solchen Köpfen vorgeht wie indem des Akteurs in dem obig geposteten Gedanken

Die Absätze gefallen mir nicht, da sie den Text in seinem Fluss unterbrechen.
Ansonsten finde ich ihn wirklich gut.

Fruchtpfote
Die Absätze hat es durchs kopieren irgendwie verschoben, sind im Orginal anders... *zwinker*

 [user:11963]

Fruchtpfote
Es geht ja auch nicht um die Täter, sondern um diese eine fiktive Geschichte.
*zwinker*

luqui van shudoe
und hier ist er, der berüchtigte geisteskranke luqui van shudoe *autsch*

erschreckend unterschiedliche meinungen zu diesem text.


Achtung: Luqui van Shudoe sind zwei Personen, welche sich künstlerisch betätigen, was des öfteren auch den anschein erwecken kann, dass eine shizophrenie vorliegt *???*

und nun, nach dem debut kommt ein weiterer text *g*

viel spaß --> IS NE PDF, weil ja die zeilenumbrüche moniert wurden

people.freenet.de/daltonismo/esehka.pdf

die reinste verballhornung *grins*

 [user:11618]

Larry_Brent
Ich finds abgefahren *lol*

 [user:20988]

Fruchtpfote
ES EH KA würde eher in Gehirnschleim passen.
*lol*

wuslon
die erste story fand ich dann schon ehr "besser" ... die "wortspiele" der zweiten warn ganz nett - obwohl lich sie nicht so offensicihtlich gekennzeichnet hätte.

ansonsten ... nojor...
mach ma weiter - vielleicht wirds irgendwann ma was .. nix für ungut unzo

luqui van shudoe
lol
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