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Tischplatte |
Es geht um folgendes. Ich hab hier n Blues in C-Dur vor mir liegen. Die möglichen Akkorde zur Begleitung sind also (soweit ich weiß) C7, F7 und G7. Wenns falsch ist korrigiert mich bitte, ich bin mir eigentlich kein bisschen sicher.
Jetz kommt meine eigentliche Frage, die sich an diejenigen richtet die Ahnung von Musiktheorie haben. Welche Skalen kann ich zum Improvisieren benutzen und wie find ich das selbs heraus. Ich hab vermutet, dass es ganz plump die Bluesskala in C,F und G ist, aber ich glaub das ist nich so ganz richtig. Ich weiß, dass die Frage nich umbedingt im allgemeinen Interesse steht aber ich hoffe man kann mir trotzdem helfen. |
[user:2511] |
Madman |
also die Begleitakkorde in C, G und F müssten schon korrekt sein.
Ich hab zwar nur wenig Ahnung von Blues, aber ich vermute mal stark, dass du da dann auch die Skalen zum Improvisieren verwenden kannst. Wieso glaubst du denn, dass das nicht richtig ist? |
Tischplatte |
Die Melodie des Blues lässt sich nicht in den entsprechenden Skalen spielen.
Aber schonmal soweit vielen Dank. |
Don Merino / Motorschaf |
Hatten Leute wie Muddy Waters und ihre Bands nen großen Plan von Musiktheorie? Ich glaubs fast nich.
Von daher, alder, einfach draufhauen und rumprobieren, bis es gut klingt. Das gehört, finde ich nämlich, irgendwie zum Blues dazu. |
Madman |
hmm also willst du das quasi in eine andere tonart transponieren? |
Tischplatte |
naja, aber zumindest hatten se imense Ahnung vom Blues, was ich nich Behaupten kann.
ich denke eigentlich nich. Aber ich bin mir wie bei allem nich sicher. Es interessiert mich auch im Allgemeinen wie ich zu bestimmten Akkordfolgen improvisieren kann. Da mussen doch irgend ne Regel geben. Wie siehts denn aus mit Kirchentonleitern. Könnten die mir weiterhelfen? |
Madman |
hmm mit kirchentonleitern kenn ich mich nicht so gut aus...
und transponieren bedeutet ,einfach gesagt, eine melodie in ner anderen tonart spielen. hmm und improvisationsregeln... öhmm fallen mir auch nicht wirklich welche ein, außer versuchen in der tonart zu bleiben. ansonsten könntest du mal in nem musikgeschäft schauen, ob du ne ansprechende bluesschule findest, manche haben auch n teil mit improvisationsübungen. |
Tischplatte |
ich werd mich morgen nochma dransetzen. Werds nochmal mit der Bluesskala in C F und G beschäftigen. Vielleicht passt das ja doch. Wenns ich aufnehmen sollte kann ichs ja ma uppen.
Jetz wo ich meine neue Gitarre hab klingt das wenigstens nach was. *g |
ganjamann on funk |
ich spiel den ganzen tag gitarre und kann manchmal gar nicht mehr aufhören. es ist eine sucht. klänge als droge
ach hier:http://www.planetguitar.net/workshop/scales/scale06/ vielleicht hilft das was |
yamcanadian |
Bei C als Tonika sind F und G als Stufen IV und V richtig, jopp, die 7er muessen allerdings nicht zwingend sein, hoert sich aber schon "bluesiger" an.
Was hier gesagt wurde stimmt mehr oder weniger: Sicher sind die absoluten Profis (Muddy Waters wurde ja schon genannt) auch voellig ohne Theorie und feste Skalen tollen Blues zu zaubern - fuer nen Anfaenger, vor allem aber fuer jemanden der noch nicht seit 10 Jahren jeden Tag seine SRV-Sammlung rauf und runter hoert ist es doch zu Beginn leichter, sich an Skalen orienterien zu koennen. Da bieten sich eigentlich 3 "Grundformen" an: 1.Pentatonik-Skala, schoen leicht aber auch erstmal mit wenig Spannung, wenn du dir jedoch kleinere Ausreisser von diesem "Grundstamm" gestattest kannst du schon schoene Sachen hinkriegen 2.Dur/Moll-Skalen + die 7en, 6en, 9en oder 13en die evtl im Akkord noch sind 3.Modes Fuer die Molltonarten kannst du die dorische, aeolische oder phrygische Skala benutzen. Befindest du dich in einer Dur-Tonart, so sind das ionisch, lydisch, mixolydisch. Was ist ein Mode? Einen Mode gibt man an mit 1.dem Grundton, 2.der Stufe des Modes. Es gibt: 1.Ionisch 2.Dorisch 3.Phrygisch 4.Lydisch 5.Mixolydisch 6.Aeolisch 7.Lokrisch (wobei uns das erstmal nicht interessiert). Der Trick beim Modus besteht darin, dass man ueber einen festen Grundton den Tonvorrat einer anderen Tonleiter spielt, was dem Gesamtklang Modi-eigene Charakteristika verleiht. A-Dorisch waere also der Tonvorrat von G-Dur ueber den Grundton A, A-Phrygisch der Tonvorrat von F-Dur ueber A, und so weiter. Ueber C7 koennte man z.B. Lydisch spielen, damit waere man beim Tonvorrat von G-Dur ueber den Grundton C. Zur Illustration, der Tonvorrat waere das hier http://www.tiefpass.de/gfx/cLydisch.gif , die lydische Skala als Tabulatur (in F, du musst dann entsprechend um einen Bund pro Halbton verschieben): http://www.planetguitar.net/lickderwoche/Lick19/flydisch.gif Lass dich davon erstmal nicht verwirren, Modi sind zu Beginn weder wirklich wichtig noch leicht zu verstehen - versuch zuerst ein Feeling zu entwickeln, dann hoert sich auch die Pentatonik schon viel besser an. Mit der Zeit kannst du dich dann jeweils 1-2 Wochen mit jedem Mode beschaeftigen um seine Charakteristika zu "lernen", dann wirst das im Schlaf dudeln koennen ;-) Gruss |
Tischplatte |
danke yamcanadian genau das wollt ich hören.
ich bleibe aber die ganze Zeit in einer Skala oder? Also nich die ersten 4 Takte C-Pentatonik und dann die nächsten 2 F-Pentatonik, sondern durchgehend in C. Also egal welche Skala ich nehme, Grundton ist immer C. Is das so richtig? Kann ich denn auch meinetwegen die ersten drei Takte in der C- Pentatonik spielen und dann die nächsten zwei mixolydisch C spielen? |
Madman |
hmm also soweit ich weiß, kannst du die tonart schon wechseln.
es hat vielleicht nicht speziell mit dem blues zu tun, aber ich denke, dass ein paar grundlegende kenntnisse über harmonielehre nicht verkehrt wären. kannst dich ja mal hier oder hier einlesen, vielleicht findeste ja auch material zur harmonielehre im blues |
Tischplatte |
Madman beziehst du dich hierdrauf
oder hierdrauf
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Madman |
eher auf ersteres, denn das ist ja meistens so, dass man, wenn man als begleitakkord beispielsweise einen in F-dur hat, auch die melodie/ das motiv in F spielt.
und mit den modi kenn ich mich jetzt nicht so gut aus, aber auch da müsste ein wechsel (vermute ich) möglich sein |
Don Merino / Motorschaf |
Uh...für mich nicht. Ich hab keinen blassen von Musiktheorie. Aber bezogen auf Leute, die mal Gitarren- und/oder generellen Musikunterricht haben oder hatten, stimmt das vermutlich. |
phlanze |
Ich sag auch mal was ... obwohl das bei mir schon ne Weile her is, seid dem ich das letzte mal den Blues hatte.
Also ich hab immer mit den Dur/Moll-Skalen gearbeitet und ich finde am besten klingts immer noch wenn man sich ein bischen mit dem "normalen" Blues-Schema beschäftigt: Erst 4 x C dann 2 x F dann 2 x C dann 1 x G dann 1 x F und dann wieder 2 x C (mehr is Blues ja eigentlich nich). Und ich glaube man sollte generell schon die Skalen wechseln wärend dem Schema also die C-(Blues)-Skala, dann die F-(Blues)-Skala dann wieder C ... und so weiter. (Ich hoffe ich hab das alles richtig verstanden hier.) Ich stellt mir das grad nur theoretisch vor, aber ich glaube anders hat's entweder keinen Sinn - hab dich glaub ich falsch verstanden. (Oder was für einen Sinn macht das 12 Takte hintereinander in der C-Tonleiter zu verharren?) Und dann versuch einfach mal davon abzuweichen (experimentieren) und pass auf was gut und spannend klingt ... - Und dann gucktst du in der Theorie nach was du da grad gemacht hast und machst du den Anfang ... Das mit den Modes hab ich nie ganz gerallt ... aber es ist nie zu früh und selten zu spät ... Denn ich hab wieder voll Bock bekommen - zu bluuuesen ... ![]() |
[user:1082] |
yamcanadian |
"Uh...für mich nicht. Ich hab keinen blassen von Musiktheorie.
Aber bezogen auf Leute, die mal Gitarren- und/oder generellen Musikunterricht haben oder hatten, stimmt das vermutlich. " Muss ja auch nicht bei jedem so sein, wenn man da ein paar Tabs hat mit Noten die auf jeden Fall nicht ganz verkehrt klingen hat's mir persoenlich zumindest immer geholfen. "ich bleibe aber die ganze Zeit in einer Skala oder? Also nich die ersten 4 Takte C-Pentatonik und dann die nächsten 2 F-Pentatonik, sondern durchgehend in C. " Nein, das ist so nicht richtig. Normalerweise wechselt man schon die Skalen/Akkorde, wenn sich der Background aendert. Du kannst aber trotzdem weiterhin das Tonmaterial der C-Dur (Ionisch)-Skala spielen, ueber F waere das dann C-mixolydisch. Bleibt also von den Toenen her das gleiche, musst dann bloss beruecksichtigen dass der Grundton ein anderer ist. Bei Pentatonik geht das nicht, die muss man schon wechseln, allerdings sind die Unterschiede da marginal, hier ist es wirklich leichter mit Feeling und ein wenig Intervallkenntnis zu spielen als sich die minimalen Unterschiede zwischen ner F und ner C-Penta in der gleichen Lage zu merken. " Kann ich denn auch meinetwegen die ersten drei Takte in der C- Pentatonik spielen und dann die nächsten zwei mixolydisch C spielen? " Kannst du schon, ob's klingt ist ne andere Frage - probier's einfach aus, so pauschal kann dir das hier mit Sicherheit niemand sagen ;-)) Gruss |
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