 Hans Wurstsuppe |
Aus aktuellem Anlass ein neuer Versuch.
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Fragen und Antworten
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Presseartikel über Jamaika
Am Anfang werden nochmal ausgewählte Stellen aus dem bereits vorhandenen, aber tödlich verunglückten Bock auf Jamaica? zusamengetragen.
Frage: Ist auswandern nach Jamaika einen Versuch wert?
Kommt ganz drauf an was du dort machen willst - aber einen Versuch ist Jamaica IMMER Wert.
Ich war dort n halbes Jahr (fast) bei nem Freund der schon 13 Jahre dort wohnt (voll integriert als Weiser) mit Frau & Kindern - und war schwer begeistert von den Menschen dort (Arm aber Fair) natürlich gibt es auch Kriminalität (besonders gegen Weise - weil die meistens einfach mehr Geld im Sack haben) aber Angst (oder Vorsicht) muss man eigendlich nur Alleine und Nachts und in Kingston haben.
[...]
In Jamaica wird auch Patios (sprich: Padwa) gesprochen ein Slang den man aber mit der Zeit recht gut versteht.
Dauernde Aufenthaltsgenehmigung setzt einen guten Job oder eine "Urkunde" vorraus die einen zum Eigentümer von Land macht.(Kann sein das es noch ein paar andere Kriterien gibt)
Quelle: Boogeyman |
Was möchtest du den aufbauen?
Eines vorweg, ohne genügend Geld läuft da gar nichts, schon gar nicht als weißer.
Es soll aber tatsächlich ein paar geben die bis dato durchgehalten haben, obwohl mir persönlich keiner bekannt ist. Wäre ich an deiner stelle würde ich ein anderes land wählen, eines das nicht so nahe an den usa liegt. Fakt ist das dank der lieben ammis alles sehr teuer ist, das land selbst aber sehr arm.
Ein weiteres problem ist, das du als weißer grundsätzlich eine steuer oder nennen wir es teuerungszuschlag auf sämtliche waren erhältst, mit ein wenig glück bezahlst du dann aber trotz alledem nur das doppelte des üblichen preises
Auch das sogenante "lehrgeld" fällt hier horrent aus.
Ich kenne jemanden dem haben sie innehalb von nur einem monat alles abgenommen und er durfte bei der botschaft betteln gehen. So mancher hatte aber glück und hatt dies gar nicht mehr erlebt
Auf jeden fall überlege dir gut was du tust und schaue dir auch einmal andere läander an.
Ich garantiere dir : wenn du schon in deutschland nicht klarkommst kommst du in Jamaica
erst recht nicht klar !!!
Aus dem Stand könnte ich dir eine sehr lange liste gescheiterter mir bekannter existenzen aufzählen und scheitern geht schnell , dann heißt es wieder ab nach deutschland und rumheulen was jamaica doch für ein sch... land ist.
Zurück muß ein gescheiterter auf jeden fall, denn glaube nicht das du von irgendwem dort auch nur eine banane geschenkt bekommst.
Aber ich sage immer : probieren geht über studieren, aber planlos geht nix !!
Quelle: Leroy.Irving |
Äehm, da ich auch schon (aber nur kurze Zeit) auf Jamaika war kann ich denen die das hier lesen nur schreiben: Haltet Euch an die Ansage von Leroy.Irving!
Gerade was das Geld anbetrifft isses als Weisser dort schwer das ähnelt dann schon fast "Spießrutenlaufen" und denkt immer daran das Jamaika für die Amis sowas wie unser Mallorca ist(von der Distanz + den Urlaubern).
Es gibt genug korrekte Leute dort aber man muss sie besonders in Tourigegenden suchen...ich hatte gottseidank welche entdeckt..;)
Quelle: MadMann |
Dass der Whity gerne abgezockt wird, wissen wir ja schon dank Leroy.Irving. Gibt es da nicht so eine Art Patentrezept dagegen, oder halt einfach Möglichkeiten, sich schadloser aus solchen Affären zu ziehen?
Quelle: ich |
Wird schwierig, nach 2 Wochen Jamaika hatten sich dann bei mir schon so Floskeln wie "Don´t bother me!" "Go away!" oder sogar "Pi** off!" eingebürgert. Is normal überhaupt nicht mein Fall sowas aber wenn dich dein Gegenüber als Geldscheisser bzw. Opferlamm sieht habe ich für meinen Teil kein Problem damit. Scheint nen Unart dort zu sein den ich war auch auf der DomRep. und die Leute haben dort beileibe nicht mehr Geld eher viel weniger haben aber noch nichtmal halb so gestresst. Aber wie gesagt das betrifft halt die Regionen wo Touris sind aber woanders kommt man ausser als Rucksacktourist oder so nicht hin vermute ich.
Quelle: MadMann |
Abgesehen von Ganja, Guiding etc. - was waren so die skurrilsten "Dienstleistungen", die man dir für "some bucks" angeboten hat?
Quelle: ich |
Skuril war da eigentlich nicht viel. Aber diese Pentranz mit der du belästigt wirst macht es aus...du kannst den Jungs wirklich 5mal sagen du hast kein Interesse und sie lassen trotzdem nicht locker(erst wenn sie ein paar Dollars in der Hand haben)...wie ein Leierkasten und das hat mich teilweise echt aggressiv gemacht ;). Jaaa, was haben sie angeboten mmh. Touren zu den "GanjaFields", Sich selber (wenns Frauen waren), Essen Trinken Ramsch etc. sogar die Jungs die uns mit dem Bus zum Hotel gebracht haben waren so dreist und haben Geld verlangt (obwohl es kostenlos war!) Habe natürlich nicht gelöhnt..;) Aber du wirst auch angelabert ohne das Sie etwas zu verkaufen haben...hrhr.
Quelle: MadMann |
Kleiner Tipp an alle die auf die Insel wollen...
nehmt euch Zeit mit (viel Zeit).
Ihr werdet sehen das sich das Verhältniss der Menschen euch gegenüber mit der Zeit ändert.(Bei mir war es so nach 2 Monaten ) Die Insel ist nicht soo groß und man trifft hin und wieder die selben Leute an verschiedenen Plätzen auf der Insel.(Denen natürlich auch aufgefallen ist das man bereits geraume Zeit da ist (und somit schwer ein 0815 Touri sein kann)
Wenn ich mich in meinem Hotel (Gott bewahre!!!) und 100 Meter drumrum beweg , von den Menschen dort nichts wissen will ,mit meinem eigenen Geld bezahle , meine Speisen esse und ausschliesslich mit anderen "Whiteys" rumhänge brauchts mich nicht zu wundern wenn die Einheimischen mich auch "nur" für einen doofen weissen Touri mehr halten.
Also ich hatte nach so 3 Monaten mit keinerlei "dummen" Sprüchen mehr zu kämpfen sondern eher mit Annerkennung wie lange ich denn noch meinen Europäischen Standart vernachläsigen wolle .. :)
Im Allgemeinen sind die Menschen dort sehr nett (wenn sie einen dann tolleriert haben).Und in einem Land wo schätzungsweise fast jeder irgendwie mit am Tourismus verdient darf`s mich nicht wundern wenn man sich erst nach einer Weile die Mühe macht den Menschen kennenzulernen der hinter meiner weisen Fasade steckt.
Ach ja .. und soooo gefährlich ist Kingston nun auch wieder nicht.(Man sollte deshalb trotzdem vorsichtig sein und nie mehr als ca 30 U$ in einheimischer Währung mit sich haben.(von denen man sich im Ernstfall gern trennt)
Was sollen die Menschen dort auch anderes denken ? Sie selber sind den ganzen Tag damit beschäftigt was auf den Teller für die Familie zu bekommen und die "Whiteys" geben am tag so viel Geld aus wie dort einer im GANZEN Monat verdient.
Das diese Situation zu "Feindseeligkeiten" führen kann ist klar.
Und wegen Adressen zum Pennen -> Bitte per SMS ! (und auch nicht an jeden) Ich will mich schliesslich auch mal wieder dort blicken lassen)
Wäre aber für manche Jamaica unerfahrenen besser weil die Ansprechperson ein Deutscher ist der schon 13 Jahre dort wohnt.(und dir Orte zeigt wo man KEINEN Touri sieht).
Und wegen aufdringlichen Starssenhändlern: zu denen sagte ich immer "Nee danke ich hab besseres und billigeres Gras als du dabei - Wieviel willst du kaufen ?" - Und seid versichert das man danach nicht mehr so schnell angelabert wird.
Ausserdem hab ich dort "Whiteys" gesehen & gehört die die schlechte Meinung der Jamaicaner uns gegenüber mehr als rechtfertigen.(Hab in dem ganzen halben Jahr nur ein mal einen anderen Weissen gesehn der den "öffentlichen" Bus benutz hat (obwohl der etwa nur 5% vom Taxipreis kostet))
Ja aber da müsste man sich ja mit den Menschen dort befassen (was die meisten Touris ja gar nicht wollen) Die bleiben lieber unter sich und wundern sich wieso das die Einheimischen auch machen
[...]
Ich hab eigentlich die ganze Insel gesehen aber hauptsächlich hab ich mich in "Orange Bay" & Cousins Coave aufgehalten.(zwischen Lucea und Negril).
Seltener war ich in gößeren "Städten" wie Montego Bay , Kingston , Ocho Rios oder Negril (wahrscheinlich die gröste Touri Stadt auf der Insel).
Auch das Landesinnere (Cockpit Country) nähe der "Blue Mountains" wo der geile Kaffee herkommt ist äusserst sehenswert.
Zu den Preisen kann ich dir nicht so viel sagen weil ich bei einem Freund gewohnt hab (also umsonst).
Im Allgemeinen ist die Insel echt nicht groß und man kann sie innerhalb von 2 - 3 Monaten etwas genauer ansehen.Falls du vor hast dort Urlaub zu machen und du wirklich was von der Kultur und den Menschen aufnehmen willst , geh in KEIN Hotel sondern miete dich als Untermieter bei einem Einheimischen ein(dort ziemlich gänig das nur ein "Gast" im Haus ist).
Und glaubt mir - die Idee nach dort auszuwandern hatte ich auch schon - aber man sollte schon sehr genau wissen auf was man sich in der 3ten Welt einlässt.
Quelle: Boogeyman |
Und wie soll ich das anstellen, wenn ich dort niemanden kenne?
Sich ab dem Flughafen durchzufragen oder von Haus zu Haus tingeln wird sicher schiefgehen, man könnte leicht übers Ohr gehauen werden.
Quelle: ich |
...yo btw. weil ich wohl der einzige bin/war der was vonnem Hotel geschrieben hat möchte ich noch hinzufügen das es sich um ein 1* oder warns doch 2* Hotel ( *gg*) handelte, da waren sogar Jamaikaner als Gäste am Start und es war und wird wohl nie wieder so billig sein da es ein paar Monate nach der Aktion vom 11.09 in New York war. Da war die Insel wie leergefegt und die Preise so günstig wie nie...yo 1-2 Einheimische habe ich wie erwähnt ja auch kennengelernt nur war ich halt nur 2 Wochen dort...
Jamaika ist wirklich ein tolle Insel und hat sehr schöne Flecken. Nur ist halt nicht jeder dort gechilled und ein BobMarley-Double wie die meisten in Dschörmenie denken. :)
Quelle: MadMann |
Das war eigentlich so gemeint wie : "Kuck dir die Leute an solange du in einem Hotel wohnen musst (weil du niemanden Anders kennst) versuch sie dann privat kennenzulernen und wohn dann bei ihnen (natürlich erst auf ihre Einladung hin).
So wie Überall anders auf der Welt auch. - erst kennenlernen dann mit ihnen rumhängen wenn sie "cool" sind(und das auch wollen).
Und die Leute die sich kennen müssen,die treffen sich auch.
Quelle: Boogeyman |
Schade, dass der Wikipedia-Artikel zu <wiki>Jamaika</wiki> noch so schmal ist.
Doch schaut mal hier
Menschenrechte
Insbesondere die Menschenrechtssituation von Homosexuellen ist in Jamaika als äußerst dramatisch zu kennzeichnen. (Observer)
Artikel 76 des Gesetzes über "Straftaten gegen die Person" ahndet Analverkehr (theoretisch auch zwischen Mann und Frau) als "abscheuliches Verbrechen der Sodomie (buggery)" mit bis zu 10 Jahren Gefängnis, verbunden mit schwerer Zwangsarbeit. Akte körperlicher Intimität zwischen Männern werden nach Artikel 79 mit bis zu 2 Jahren Haft bestraft, verbunden mit der Möglichkeit, zu schwerer Zwangsarbeit verurteilt zu werden. In neueren jamaikanischen Reggae-Songs wird darüber hinaus regelmäßig zur Ermordung von Homosexuellen aufgerufen. Homophobe Gewalt kommt recht häufig vor. Nach Angaben von Amnesty International haben in den letzten Jahre in Großbritannien mehrere Jamaikaner alleine aufgrund ihrer Homosexualität Asyl erhalten. |
War das alles, oder gibt es da noch andere für uns Europäer bedenkliche Einschränkungen der persönlichen Identität?
Und was gibt es eigentlich zur Polizei auf Jah Island zu erzählen? |
@Flabber
Stimmt schon das die sog Battyman`s (Homosexuelle) auf der Insel nicht so beliebt sind.Zu der Polizei kann ich nur sagen: VORSICHT die mögen einem manchmal cool rüberkommen aber innerhalb von Sekunden kann die Situation komisch & unüberschaubar werden.Ich persönlich hatte keine Probleme - hab aber schon oft davon gehört das andere "Whiteys" Probleme hatten (die man mit Kohle meistens lösen konnte)
Quelle: Boogeyman |
Soweit Auszüge aus dem sehr lebhaften, leider Offtopic zerlaberten Fred.
Der cannabislegal-Link zur Situation auf der Insel
Presseartikel:
Jamaika-Spezial, taz 5.3.2005
Me cool man!
Rum, Ganja, karibische Strände, Rastaman und immer wieder Bob Marley. Die Insel unter der karibischen Sonne steht zu ihren Klischees. Nur Trench Town gibt es nicht im Programm: zu gefährlich für Touristen. Denn: We're belly full but they're hungry. Eine Reise zu touristischen Highlights von Jamaika. [...]
Quelle: taz |
Starkult mit Gras und Duftstäbchen
Fossy, der Tour Guide, führt Fans durch den Geburtsort Bob Marleys. Der
in äthiopischem Marmor ruhende Musiker bringt ein paar Dollar mehr. [...]
Das wohl Auffälligste an Nine Miles ist die kleine rot, gelb und grün gestrichene Grundschule am Ortseingang. Ein Schild verweist auf die Cedella-Marley-Grundschule, benannt nach der Mutter des einzigen berühmten Sohnes dieser Einöde, Bob Marley. Kaum angekommen möchte man schon wieder umkehren. Zumal links fast hämisch ein Schild auf einer hohen Mauer verkündet: "Sie sind bereits am Eingang vorbeigefahren." - "Hey whity, give me some bucks." [...]
Quelle: taz |
Sundowner auf Jamaika
Weiße Sandstrände und immer Sonne - dafür ist die drittgrößte der Karibikinseln berühmt. Der höchste Berg Jamaikas, der Blue Mountain im Osten, ist 2.256 Meter hoch. Die schönsten Strände liegen an der Nord- und Westküste. 230 Kilometer lang ist die Insel, auf der 2,7 Millionen Menschen wohnen. Fast alle sind Nachkommen von Sklaven aus Afrika.
Anreise: Direktflüge z. B. von Frankfurt am Main oder Düsseldorf nach Montego Bay, Flugzeit ca. 11 Stunden. Deutsche Staatsbürger benötigen einen mindestens noch 6 Monate gültigen Reisepass.
Währung: Jamaika-Dollar. Zahlungen in US-Dollar möglich.
http://www.jamaika-info.de; http://www.urlaubswissen.de/reise_ziele/jamaika/jamaika.htm
Quelle: taz |
Ein sehr nachdenklich machender Artikel von heute, vor allem im Bezug auf die Polizei:
Kein Paradies unter karibischer Sonne
Der Name Jamaika weckt viel positivere Assoziationen als der Begriff "Schwampel". Doch die tropische Heimat des Reggae leidet unter grassierender Gewalt, Drogenkriminalität, massiven sozialen Problemen und sehr hoher Staatsverschuldung...
Quelle: taz |
Bisher also ausschliesslich taz-Artikel, aber wir nehmen alles.
So, nochmal eine Frage, die im alten Fred unbeantwortet blieb und vielleicht hier mehr Gehör findet.
| Welche anderen Faktoren außer Ungeziefer sorgen für die Einstufung in 3. Welt und wie äussert sich das, bei Infrastruktur, Verkehr, Wasser, Müll? Wie ist das Treiben auf der Insel, was sind die grössten Umstellungen im Leben auf der Insel - abseits der Hotels. Wie siehts aus beim Häuserkauf, Häuserbau, Bürokratie, Korruption, Arbeitsmarkt? |
In diesem Sinne
will Jah bless you? | |