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Der Jamaika-Fred

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Hans Wurstsuppe
Aus aktuellem Anlass ein neuer Versuch.

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  • Reiseberichte

  • Fragen und Antworten

  • Diskussionen jeglicher Art zu Land und Leuten

  • Presseartikel über Jamaika



  • Am Anfang werden nochmal ausgewählte Stellen aus dem bereits vorhandenen, aber tödlich verunglückten Bock auf Jamaica? zusamengetragen.

    Frage: Ist auswandern nach Jamaika einen Versuch wert?

    Kommt ganz drauf an was du dort machen willst - aber einen Versuch ist Jamaica IMMER Wert.

    Ich war dort n halbes Jahr (fast) bei nem Freund der schon 13 Jahre dort wohnt (voll integriert als Weiser) mit Frau & Kindern - und war schwer begeistert von den Menschen dort (Arm aber Fair) natürlich gibt es auch Kriminalität (besonders gegen Weise - weil die meistens einfach mehr Geld im Sack haben) aber Angst (oder Vorsicht) muss man eigendlich nur Alleine und Nachts und in Kingston haben.
    [...]
    In Jamaica wird auch Patios (sprich: Padwa) gesprochen ein Slang den man aber mit der Zeit recht gut versteht.

    Dauernde Aufenthaltsgenehmigung setzt einen guten Job oder eine "Urkunde" vorraus die einen zum Eigentümer von Land macht.(Kann sein das es noch ein paar andere Kriterien gibt)


    Quelle: Boogeyman



    Was möchtest du den aufbauen?

    Eines vorweg, ohne genügend Geld läuft da gar nichts, schon gar nicht als weißer.

    Es soll aber tatsächlich ein paar geben die bis dato durchgehalten haben, obwohl mir persönlich keiner bekannt ist. Wäre ich an deiner stelle würde ich ein anderes land wählen, eines das nicht so nahe an den usa liegt. Fakt ist das dank der lieben ammis alles sehr teuer ist, das land selbst aber sehr arm.
    Ein weiteres problem ist, das du als weißer grundsätzlich eine steuer oder nennen wir es teuerungszuschlag auf sämtliche waren erhältst, mit ein wenig glück bezahlst du dann aber trotz alledem nur das doppelte des üblichen preises *grins*

    Auch das sogenante "lehrgeld" fällt hier horrent aus.
    Ich kenne jemanden dem haben sie innehalb von nur einem monat alles abgenommen und er durfte bei der botschaft betteln gehen. So mancher hatte aber glück und hatt dies gar nicht mehr erlebt *gnicker*

    Auf jeden fall überlege dir gut was du tust und schaue dir auch einmal andere läander an.
    Ich garantiere dir : wenn du schon in deutschland nicht klarkommst kommst du in Jamaica
    erst recht nicht klar !!!

    Aus dem Stand könnte ich dir eine sehr lange liste gescheiterter mir bekannter existenzen aufzählen und scheitern geht schnell , dann heißt es wieder ab nach deutschland und rumheulen was jamaica doch für ein sch... land ist.
    Zurück muß ein gescheiterter auf jeden fall, denn glaube nicht das du von irgendwem dort auch nur eine banane geschenkt bekommst.

    Aber ich sage immer : probieren geht über studieren, aber planlos geht nix !!


    Quelle: Leroy.Irving


    Äehm, da ich auch schon (aber nur kurze Zeit) auf Jamaika war kann ich denen die das hier lesen nur schreiben: Haltet Euch an die Ansage von Leroy.Irving!

    Gerade was das Geld anbetrifft isses als Weisser dort schwer das ähnelt dann schon fast "Spießrutenlaufen" und denkt immer daran das Jamaika für die Amis sowas wie unser Mallorca ist(von der Distanz + den Urlaubern).

    Es gibt genug korrekte Leute dort aber man muss sie besonders in Tourigegenden suchen...ich hatte gottseidank welche entdeckt..;)


    Quelle: MadMann


    Dass der Whity gerne abgezockt wird, wissen wir ja schon dank Leroy.Irving. Gibt es da nicht so eine Art Patentrezept dagegen, oder halt einfach Möglichkeiten, sich schadloser aus solchen Affären zu ziehen?

    Quelle: ich


    Wird schwierig, nach 2 Wochen Jamaika hatten sich dann bei mir schon so Floskeln wie "Don´t bother me!" "Go away!" oder sogar "Pi** off!" eingebürgert. Is normal überhaupt nicht mein Fall sowas aber wenn dich dein Gegenüber als Geldscheisser bzw. Opferlamm sieht habe ich für meinen Teil kein Problem damit. Scheint nen Unart dort zu sein den ich war auch auf der DomRep. und die Leute haben dort beileibe nicht mehr Geld eher viel weniger haben aber noch nichtmal halb so gestresst. Aber wie gesagt das betrifft halt die Regionen wo Touris sind aber woanders kommt man ausser als Rucksacktourist oder so nicht hin vermute ich.

    Quelle: MadMann


    Abgesehen von Ganja, Guiding etc. - was waren so die skurrilsten "Dienstleistungen", die man dir für "some bucks" angeboten hat?

    Quelle: ich


    Skuril war da eigentlich nicht viel. Aber diese Pentranz mit der du belästigt wirst macht es aus...du kannst den Jungs wirklich 5mal sagen du hast kein Interesse und sie lassen trotzdem nicht locker(erst wenn sie ein paar Dollars in der Hand haben)...wie ein Leierkasten und das hat mich teilweise echt aggressiv gemacht ;). Jaaa, was haben sie angeboten mmh. Touren zu den "GanjaFields", Sich selber (wenns Frauen waren), Essen Trinken Ramsch etc. sogar die Jungs die uns mit dem Bus zum Hotel gebracht haben waren so dreist und haben Geld verlangt (obwohl es kostenlos war!) Habe natürlich nicht gelöhnt..;) Aber du wirst auch angelabert ohne das Sie etwas zu verkaufen haben...hrhr.

    Quelle: MadMann


    Kleiner Tipp an alle die auf die Insel wollen...
    nehmt euch Zeit mit (viel Zeit).

    Ihr werdet sehen das sich das Verhältniss der Menschen euch gegenüber mit der Zeit ändert.(Bei mir war es so nach 2 Monaten ) Die Insel ist nicht soo groß und man trifft hin und wieder die selben Leute an verschiedenen Plätzen auf der Insel.(Denen natürlich auch aufgefallen ist das man bereits geraume Zeit da ist (und somit schwer ein 0815 Touri sein kann)

    Wenn ich mich in meinem Hotel (Gott bewahre!!!) und 100 Meter drumrum beweg , von den Menschen dort nichts wissen will ,mit meinem eigenen Geld bezahle , meine Speisen esse und ausschliesslich mit anderen "Whiteys" rumhänge brauchts mich nicht zu wundern wenn die Einheimischen mich auch "nur" für einen doofen weissen Touri mehr halten.

    Also ich hatte nach so 3 Monaten mit keinerlei "dummen" Sprüchen mehr zu kämpfen sondern eher mit Annerkennung wie lange ich denn noch meinen Europäischen Standart vernachläsigen wolle .. :)

    Im Allgemeinen sind die Menschen dort sehr nett (wenn sie einen dann tolleriert haben).Und in einem Land wo schätzungsweise fast jeder irgendwie mit am Tourismus verdient darf`s mich nicht wundern wenn man sich erst nach einer Weile die Mühe macht den Menschen kennenzulernen der hinter meiner weisen Fasade steckt.

    Ach ja .. und soooo gefährlich ist Kingston nun auch wieder nicht.(Man sollte deshalb trotzdem vorsichtig sein und nie mehr als ca 30 U$ in einheimischer Währung mit sich haben.(von denen man sich im Ernstfall gern trennt)

    Was sollen die Menschen dort auch anderes denken ? Sie selber sind den ganzen Tag damit beschäftigt was auf den Teller für die Familie zu bekommen und die "Whiteys" geben am tag so viel Geld aus wie dort einer im GANZEN Monat verdient.

    Das diese Situation zu "Feindseeligkeiten" führen kann ist klar.

    Und wegen Adressen zum Pennen -> Bitte per SMS ! (und auch nicht an jeden) Ich will mich schliesslich auch mal wieder dort blicken lassen)

    Wäre aber für manche Jamaica unerfahrenen besser weil die Ansprechperson ein Deutscher ist der schon 13 Jahre dort wohnt.(und dir Orte zeigt wo man KEINEN Touri sieht).

    Und wegen aufdringlichen Starssenhändlern: zu denen sagte ich immer "Nee danke ich hab besseres und billigeres Gras als du dabei - Wieviel willst du kaufen ?" - Und seid versichert das man danach nicht mehr so schnell angelabert wird.

    Ausserdem hab ich dort "Whiteys" gesehen & gehört die die schlechte Meinung der Jamaicaner uns gegenüber mehr als rechtfertigen.(Hab in dem ganzen halben Jahr nur ein mal einen anderen Weissen gesehn der den "öffentlichen" Bus benutz hat (obwohl der etwa nur 5% vom Taxipreis kostet))

    Ja aber da müsste man sich ja mit den Menschen dort befassen (was die meisten Touris ja gar nicht wollen) Die bleiben lieber unter sich und wundern sich wieso das die Einheimischen auch machen *???*
    [...]

    Ich hab eigentlich die ganze Insel gesehen aber hauptsächlich hab ich mich in "Orange Bay" & Cousins Coave aufgehalten.(zwischen Lucea und Negril).

    Seltener war ich in gößeren "Städten" wie Montego Bay , Kingston , Ocho Rios oder Negril (wahrscheinlich die gröste Touri Stadt auf der Insel).

    Auch das Landesinnere (Cockpit Country) nähe der "Blue Mountains" wo der geile Kaffee herkommt ist äusserst sehenswert.

    Zu den Preisen kann ich dir nicht so viel sagen weil ich bei einem Freund gewohnt hab (also umsonst).
    Im Allgemeinen ist die Insel echt nicht groß und man kann sie innerhalb von 2 - 3 Monaten etwas genauer ansehen.Falls du vor hast dort Urlaub zu machen und du wirklich was von der Kultur und den Menschen aufnehmen willst , geh in KEIN Hotel sondern miete dich als Untermieter bei einem Einheimischen ein(dort ziemlich gänig das nur ein "Gast" im Haus ist).

    Und glaubt mir - die Idee nach dort auszuwandern hatte ich auch schon - aber man sollte schon sehr genau wissen auf was man sich in der 3ten Welt einlässt.


    Quelle: Boogeyman



    Und wie soll ich das anstellen, wenn ich dort niemanden kenne?

    Sich ab dem Flughafen durchzufragen oder von Haus zu Haus tingeln wird sicher schiefgehen, man könnte leicht übers Ohr gehauen werden.


    Quelle: ich


    ...yo btw. weil ich wohl der einzige bin/war der was vonnem Hotel geschrieben hat möchte ich noch hinzufügen das es sich um ein 1* oder warns doch 2* Hotel (*???* *gg*) handelte, da waren sogar Jamaikaner als Gäste am Start und es war und wird wohl nie wieder so billig sein da es ein paar Monate nach der Aktion vom 11.09 in New York war. Da war die Insel wie leergefegt und die Preise so günstig wie nie...yo 1-2 Einheimische habe ich wie erwähnt ja auch kennengelernt nur war ich halt nur 2 Wochen dort...

    Jamaika ist wirklich ein tolle Insel und hat sehr schöne Flecken. Nur ist halt nicht jeder dort gechilled und ein BobMarley-Double wie die meisten in Dschörmenie denken. :)


    Quelle: MadMann


    Das war eigentlich so gemeint wie : "Kuck dir die Leute an solange du in einem Hotel wohnen musst (weil du niemanden Anders kennst) versuch sie dann privat kennenzulernen und wohn dann bei ihnen (natürlich erst auf ihre Einladung hin).

    So wie Überall anders auf der Welt auch. - erst kennenlernen dann mit ihnen rumhängen wenn sie "cool" sind(und das auch wollen).*cool*

    Und die Leute die sich kennen müssen,die treffen sich auch.


    Quelle: Boogeyman


    Schade, dass der Wikipedia-Artikel zu <wiki>Jamaika</wiki> noch so schmal ist.
    Doch schaut mal hier
    Menschenrechte

    Insbesondere die Menschenrechtssituation von Homosexuellen ist in Jamaika als äußerst dramatisch zu kennzeichnen. (Observer)
    Artikel 76 des Gesetzes über "Straftaten gegen die Person" ahndet Analverkehr (theoretisch auch zwischen Mann und Frau) als "abscheuliches Verbrechen der Sodomie (buggery)" mit bis zu 10 Jahren Gefängnis, verbunden mit schwerer Zwangsarbeit. Akte körperlicher Intimität zwischen Männern werden nach Artikel 79 mit bis zu 2 Jahren Haft bestraft, verbunden mit der Möglichkeit, zu schwerer Zwangsarbeit verurteilt zu werden. In neueren jamaikanischen Reggae-Songs wird darüber hinaus regelmäßig zur Ermordung von Homosexuellen aufgerufen. Homophobe Gewalt kommt recht häufig vor. Nach Angaben von Amnesty International haben in den letzten Jahre in Großbritannien mehrere Jamaikaner alleine aufgrund ihrer Homosexualität Asyl erhalten.

    War das alles, oder gibt es da noch andere für uns Europäer bedenkliche Einschränkungen der persönlichen Identität?

    Und was gibt es eigentlich zur Polizei auf Jah Island zu erzählen?


    @Flabber

    Stimmt schon das die sog Battyman`s (Homosexuelle) auf der Insel nicht so beliebt sind.Zu der Polizei kann ich nur sagen: VORSICHT die mögen einem manchmal cool rüberkommen aber innerhalb von Sekunden kann die Situation komisch & unüberschaubar werden.Ich persönlich hatte keine Probleme - hab aber schon oft davon gehört das andere "Whiteys" Probleme hatten (die man mit Kohle meistens lösen konnte)


    Quelle: Boogeyman


    Soweit Auszüge aus dem sehr lebhaften, leider Offtopic zerlaberten Fred.


    Der cannabislegal-Link zur Situation auf der Insel



    Presseartikel:

    Jamaika-Spezial, taz 5.3.2005
    Me cool man!
    Rum, Ganja, karibische Strände, Rastaman und immer wieder Bob Marley. Die Insel unter der karibischen Sonne steht zu ihren Klischees. Nur Trench Town gibt es nicht im Programm: zu gefährlich für Touristen. Denn: We're belly full but they're hungry. Eine Reise zu touristischen Highlights von Jamaika. [...]


    Quelle: taz


    Starkult mit Gras und Duftstäbchen
    Fossy, der Tour Guide, führt Fans durch den Geburtsort Bob Marleys. Der
    in äthiopischem Marmor ruhende Musiker bringt ein paar Dollar mehr. [...]
    Das wohl Auffälligste an Nine Miles ist die kleine rot, gelb und grün gestrichene Grundschule am Ortseingang. Ein Schild verweist auf die Cedella-Marley-Grundschule, benannt nach der Mutter des einzigen berühmten Sohnes dieser Einöde, Bob Marley. Kaum angekommen möchte man schon wieder umkehren. Zumal links fast hämisch ein Schild auf einer hohen Mauer verkündet: "Sie sind bereits am Eingang vorbeigefahren." - "Hey whity, give me some bucks." [...]


    Quelle: taz


    Sundowner auf Jamaika
    Weiße Sandstrände und immer Sonne - dafür ist die drittgrößte der Karibikinseln berühmt. Der höchste Berg Jamaikas, der Blue Mountain im Osten, ist 2.256 Meter hoch. Die schönsten Strände liegen an der Nord- und Westküste. 230 Kilometer lang ist die Insel, auf der 2,7 Millionen Menschen wohnen. Fast alle sind Nachkommen von Sklaven aus Afrika.
    Anreise: Direktflüge z. B. von Frankfurt am Main oder Düsseldorf nach Montego Bay, Flugzeit ca. 11 Stunden. Deutsche Staatsbürger benötigen einen mindestens noch 6 Monate gültigen Reisepass.
    Währung: Jamaika-Dollar. Zahlungen in US-Dollar möglich.
    http://www.jamaika-info.de; http://www.urlaubswissen.de/reise_ziele/jamaika/jamaika.htm


    Quelle: taz


    Ein sehr nachdenklich machender Artikel von heute, vor allem im Bezug auf die Polizei:
    Kein Paradies unter karibischer Sonne
    Der Name Jamaika weckt viel positivere Assoziationen als der Begriff "Schwampel". Doch die tropische Heimat des Reggae leidet unter grassierender Gewalt, Drogenkriminalität, massiven sozialen Problemen und sehr hoher Staatsverschuldung...


    Quelle: taz


    Bisher also ausschliesslich taz-Artikel, aber wir nehmen alles. *zwinker*


    So, nochmal eine Frage, die im alten Fred unbeantwortet blieb und vielleicht hier mehr Gehör findet.
    Welche anderen Faktoren außer Ungeziefer sorgen für die Einstufung in 3. Welt und wie äussert sich das, bei Infrastruktur, Verkehr, Wasser, Müll? Wie ist das Treiben auf der Insel, was sind die grössten Umstellungen im Leben auf der Insel - abseits der Hotels. Wie siehts aus beim Häuserkauf, Häuserbau, Bürokratie, Korruption, Arbeitsmarkt?


    In diesem Sinne
    will Jah bless you?

    I-ack [Golden]
    Ach ich wollte den Link zu dem heutigen TAZ Artikel setzen aber das hast du ja schon gemacht.

    Also ich denke Jamaica ist nicht das Paradies wofür es Kiffer halten, von wegen "Third World" und so.

    Und "Jah" hat nicht nur was mit Jamaica zu tun.


    EuroWeed
    jamaika ist mir pers. zu amerikanisiert. da würde ich die DR pers. vorziehen.

    das ganja in der DR ist einfach nur göttlich.


    *kiff*

    dort sind aber tabak und blättchen teurer als 5g ganja ;)

    I-ack [Golden]
    *lol* Jamaica ist ihm zu amerikanisiert und er fährt in die Betonhochburg Dominikanische Republik.


    EuroWeed
    betonhochburg?

    ich weiss nicht in welchem urinal du abgestiegen bist aber DR != sosua

    Hans Wurstsuppe
    Dann mach halt nen Dom-Rep-Fred auf, EuroWeed.
    Hier steht darüber jetzt genug!

    RaveN
    ich habe einen artikel gefunden, der wohl ziemlichh gut hier rein passt:

    Auf der Sonnenseite des Lebens

    "Abends und am Wochenende", heißt es im Reiseführer, "ist downtown ausgestorben, dann sollten auch Touristen die Gegend meiden." Spätestens jetzt kollidieren auf der Insel einige Vorstellungen von Ganja-Glückseligkeit mit der harten Realität.

    Auf Jamaika beispielsweise laufen Gespräche so ab: Lässig nähert sich der Rastamann mit seinen verdrehten Locken, die mühsam von einer Strickmütze in den Farben Äthiopiens gehalten werden: "Hey man, where are you coming from?" (Woher kommst du?) - "From Germany." - "Oh yeah, alles gut ja!" Man bekommt den coolen Gruß, Faust gegen Faust. Und dann geht es los: "Do you want to rent a car, a bike?" (Willst du ein Auto oder ein Fahrrad mieten?) "No." - "Would you like to ride a wave runner or a bananaboat?" (Willst du einen Wellenreiter oder ein Bananaboot?) - "No." - "Oh yeah, why not? But you can drink a beer or a cocktail!" (Warum denn nicht? Du kannst auch ein Bier oder Cocktail trinken) - "No." - "Not? Do you like to smoke ganja?" (Nicht? Magst du dann Marihuana?) - "No." - "Not? Why are you here? You can go to church!" (Nicht? Warum bist du hier? Geh doch gleich in die Kirche!)

    Und so geht es weiter. Überall, am Strand, auf der Straße, egal wo man herumläuft. Spätestens nach dem fünften "Oh yeah, no problem, alles gut"-Gespräch erreicht man die Grenzen der Völkerverständigung. Und merkt, daß die vor der heimischen Hi-Fi-Anlage gepflegte Rasta- und Reggae-Begeisterung den Realitäten vor Ort manchmal doch nicht standhält.


    *schmök*

    Hans Wurstsuppe
    Danke RaveN, er tut es. Ich habe auch nochmal gesucht.

    Einen „Cocktail aus Chaos und Ruhe“ biete die Perle der Karibik, schrieb die „Financial Times“ einmal. Amerikaner lassen sich davon gerne betören. Sie stellen 70 Prozent der 2,5 Millionen Touristen, aus Deutschland reist wenig mehr als ein Prozent an.
    [...]
    Dennoch verzeichnete Jamaika zuletzt 1,9 Prozent Wachstum – immerhin mehr, als Deutschland zu bieten hat.


    Quelle: Handelsblatt

    Die Karibik-Insel exportiert vor allem Aluminium und Zucker und hat hier von den gestiegenen Preisen profitiert. Haupteinnahmequelle ist freilich der Tourismus. Somit steht die jamaikanische Wirtschaft auf wackligen Füßen. Kommt es zu Hurrikans in der Karibik-Region, bleiben auch die Touristen weg.

    Quelle: ard.de



    Im Kino läuft (lief) derzeit auch Almost Heaven mit Heike Makatsch. Die Kritiken auf der Seite sind bis jetzt Himmel und Hölle, sprich höchstes Lob und tiefster Verriss... War jemand von hier in dem Film?

    Christian
    http://www.zeit.de/online/2005/38/jamaika

    Guter Artikel von nem Riddim-Redakteur.

    Hans Wurstsuppe
    Palmen und Landschaften - die etwas andere Maniküre

    Lucie zeigt ihre Krallen. Und was für welche. Bestimmt vier Zentimeter lang, beginnen sie sich bereits kurz hinter den Fingerkuppen leicht zu krümmen, Tigerkrallen ähnlich. Auf dem aus dem Fingern natürlich herausgewachsenen Horn ist eine Miniaturpalme gemalt. Die Palmwedel sind fein ziseliert zu erkennen. Ein kleines Kunstwerk auf der Fläche von vielleicht drei Quadratzentimetern, umrahmt in den Landesfarben Grün, Schwarz und Gelb. "Welcome to Jamaica", lächelt Lucie den Besucher auf dem Flughafen von Montego Bay an, der fasziniert nur einen Blick für die künstlerisch verzierten Krallen der Angestellten der Einwanderungsbehörde hat.

    Die Schwierigkeiten beginnen mit dem bürokratischen Prozedere, dem sich jeder Besucher der Reggae-Insel unterwerfen muss - für Lucie. Die Angestellte der Einwanderungsbehörde mit den Tigerkrallen kämpft mit der Computertastatur, mit den technischen Bedingungen. Ein nagellanger Kampf. Ein "D", klack, ein "i", klack, zweimal "l", klack, klack. [...]


    Quelle: taz, 21.11.05, nebensachen aus kingston

    Schönes Beispiel für Lockerheit, selbst beim Staat.
    Welcher deutscher Arbeitgeber würde sich so eine Tippse leisten?

    Leroy.Irving
    So..ooooo,

    bin wieder einmal in meiner Heimat,
    genauer an meiner Geburtsstätte und wollte mal hallo sagen.
    Gehe jetzt gleich auf einen netten Liederabend *dj*
    und möchte ganz,ganz herzlich FLABBER grüßen *knutsch*

    Fragen über die Insel und ihre Bewohner werde ich nun auch wieder beantworten,

    dank Flabber ! ( aber bitter hier und nicht per sms ) (( habe von pers.bel. genug)).

    Ich wünsche auf jeden fall jedem ein schönes weihnachtsfest und einen guten Rutsch !
    ((wollte ja gerne mal hier einen Weihnachtsbaum aufstellen, aber woher ?? ))

    Nun ja muß jetzt, bis bald *yo*


    IRIE

    Leroy


    Ach ja,das Post kommt sicherlich zeitversetzt an da ich einen kumpel bat es einzustellen

    mellow
    Ich würd ihn dir Importieren, aber leider,...

    Hans Wurstsuppe
    Im Reiseteil der taz war Anfang des Monats wieder ein interessanter Artikel über das Land, der auch hier mit einiger Verspätung einen Platz finden soll.

    Rent a Rasta - oder die Reise ins Glück

    Die fantastische Steilküste, die sich nach Santa Maria erstreckt, ist ein ideales Ziel für Ökotourismus. Hier in Strawberry Fields, einer ehemaligen Hippiekommune, haben sich Heidi und Kew niedergelassen. Sie leben seit 18 Jahren zusammen. Eine Ausnahme unter den gemischten Paaren Jamaikas. [...]


    Quelle: taz, 03.02.07

    Hans Wurstsuppe
    Aus einem taz-Interview mit Jamaika-Kenner Gentleman:
    Sie waren 17, als Sie das erste Mal nach Jamaika geflogen sind. Ihre Eltern waren sicher nicht begeistert?

    Gentleman: Meine Mum hat natürlich Schiss gehabt und gesagt: Ne, auf gar keinen Fall. Mein Dad hat gesagt: Zisch los, hab ein Abenteuer, es tut dir gut. Es gab diesen Kumpel von mir und es gab die Adresse von einer Farmersfamilie, also es war relativ safe. Aber ich weiß nicht: Wenn mein Sohn 17 wäre . . . Jamaika ist echt anders geworden. Es ist nicht mehr das Sunshine-Land.

    Ist die soziale Situation schlimmer geworden?

    Gentleman: Auf jeden Fall. Die Waffenpräsenz, die niedrige Hemmschwelle der Gewalt, die Korruption in der Politik. Die Leute sind frustriert, die Ghettos werden immer größer. In Kingston werden mehr Leute in einer Nacht erschossen als in L.A. und New York zusammen. Erst vor drei Wochen stand ich an einer Ecke, habe zwei Bier gekauft, da fuhr ein Typ im Auto vorbei, schoss - und zwei Leute waren tot. Doch trotz der ganzen Gewalt, die da abgeht, ist gleichzeitig so eine Liebe da, so ein Miteinander. Und eine Kreativität, die ich an keinem anderen Ort auf der Welt je gefunden habe. Das macht dich wahnsinnig: Montags denkst du: Habt ihr sie nicht alle? Und dienstags: Was für eine beispielhafte Gesellschaft!




    Ein Kommentar zur Homophobie auf Jamaika, ausgedrückt vor allem durch die bekannten Reggae- Künstler dieser Insel:

    "Lasst die Tunten in der Hölle schmoren!", singen Silbermond bei jedem ihrer Konzerte als umjubelte Zugabe. Seit Wochen stehen Tokio Hotel mit "Schieß die Schwuchtel ab!" an der Spitze der deutschen Hitparade. Und Herbert Grönemeyer feiert bei "Wetten, dass ?" ein rauschendes Comeback mit einem Remake seines größten Hits: "Männer sind nur Männer, wenn sie keine Männer küssen." Nein, keine Angst, so weit sind wir in Deutschland noch nicht. Aber so ähnlich darf man sich die Verhältnisse in Jamaika vorstellen.

    Texte dieser Preisklasse gehören zum Alltag einer Gesellschaft, in der Schwule und Lesben gefährlich leben, gewalttätige Übergriffe und Lynchmorde inklusive. Dabei ist doch die Musik so wundervoll! Anders als andere Nationen mit ausgeprägter Homophobie, von Pakistan bis Polen, hat die Karibikinsel ja einen beglückenden Einfluss auf die westliche Popmusik gehabt: Ska, Roots-Reggae und Dancehall. Aus Jamaika kommt die Blaupause für das, was wir heute Hiphop nennen. [...]


    Quelle: Wer sich nicht wehrt, hört verkehrt

    Enema Of The S!te
    Jamaica....Jamaica.......war mal dort, für ziemlich genau 1 Jahr (Brothentan Avenue 5, Kingston 13), kam zurück und stellte mir die frage - warum nicht Antigua, Trinidad, St Lucia ...........etc. die Liste ist unendlich, dort gibt`s nämlich vielleicht noch einen tick weniger gewalt, armut und verbrechen....

    Wenn ich Ghetto sehen will geh ich nach Berlin
    Für Sonne flieg ich nach Italien
    Gras ist nirgendwo besser als in Holland


    Ich bleib hier !

    Boogeyman
    @Enema Of The S!te
    Ghetto in Berlin - Hör doch auf - hab selbst in Berlin gewohnt und ich denk du solltest mal nachschauen was der Begriff Ghetto denn wirklich bedeutet.

    Dazu

    "Im heutigen Sprachgebrauch mit dem Englischen Begriff Slum (Elendsviertel, Armenviertel) zu vergleichen. Die Gettos werden nicht mehr zwangsweise angelegt sondern entstehen auf natürliche Weise. Die Menschen werden nicht umgesiedelt, haben aber aufgrund wirtschaftlicher Bedingungen und/oder ethnischer Zugehörigkeit keine andere Möglichkeiten."

    Bist nicht zufällig HipHop Fan weil die das Wort ja auch so gerne "misbrauchen" -Vor allem Sido wohne im Ghetto *totlach* das dann ja wohl Reinickendorf heisst...

    *Edit*
    Enema Of The S!te Da du wie du sagst schon selbst auf Jamaica warst solltest du den Unterschied erkennen können zwischen einem "wirklichen Ghetto" wie es in Jamaica einige gibt und "sozial schwachem" Umfeld wie es zb. der Wedding in Berlin darstellt.

    Ich persönlich wohne sehr auf dem Lande weit weg von jeglicher Definition von "Ghetto" (im schönen Baden Würtemberg ) - war aber schon Monate lang auf Jamaica und habe schon in Berlin gewohnt - mir ist nur aufgestossen das sich das niemals nicht mal annähernd vergleichen lässt.

    Enema Of The S!te
    Nee Boogeyman, steh eigentlich weniger auf HipHop und schonmal garnicht auf SIDO - und dein auszug aus dem Cambridge Dictionary war mir schon bekannt, ich weiss ja nicht wo du herkommst, aber wenn ich mir wie gesagt so gegenden in berlin angucke, dann trifft das schon zu was ich oben erwähnt hatte....

    Gregor&Verena
    Hi Leute,
    ich bin seit 1 Woche wieder in Deutschland. Wir waren 6 Monate "Inselhopping" in der Karibik machen.
    Hier waren wir:

    * Tobago
    * Trinidad
    * St. Lucia
    * Dominica
    * Dom. Republik
    * Cuba
    * Jamaica

    Dom.Rep. war einfach scheisse... haben dort 2 Wochen aufm Zimmer gechillt und uns gefreut, dass wir endlich nach Cuba fliegen. Ansonsten könnt Ihr mich gerne kontaktieren falls Ihr Fragen zu den einzelnen Inseln habt. Wir haben auf jeder Insel als Backpacker gelebt und nur die letzten 5 Tage auf Jamaica in Negril (zum Glück lowseason) Strand gesehen :) ansonsten haben wir immer im Landesinneren bei Farmern gewohnt *g* also... Jamaica ist total friedlich... man sollte halt Nachts nicht nach Downtown Kingston gehen... ansonsten ist die ganze Karibik easy... nette Leute und wenig crime wenn man sich richtig verhält und selbstbewusst auftritt. Sobald die bösen Jungs merken dass man unsicher ist hat man verloren. Also immer schön mit breiter Brust und nem Lächeln losziehen...

    Bless,

    Gregor

    ThuGinPeacE
    Hi!

    Ja,Fragen hab ich,wie ist das Gras in Jamaica?*daaa*

    Gregor&Verena
    Sau lecker... wir haben bei Farmern gewohnt und es gab super viele Sorten z.B. AK47, G13, WhiteWidow, PurpleHaze, Pineapple Skunk... ausserdem gibts in Jamaica lecker Öl das ca. nach 3 Std. bei Dir ist. Der Fingerhash ist aber nicht mehr so gut wie früher. Viele Farmer ernten auch schon nach 2 Monaten, nur noch wenige bauen 3 Monate an. Das Gras das nach 2 Monaten geerntet wird ist aber auch stark und unser Farmer hat alle 3 Monate ca. 70kg rausbekommen... *yo*
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    Der Jamaika-Fred

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