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uisge beatha - der whisky-thread

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Arthur Dent
slaìnte *grins*

angeregt durch die tatsache, dass ich gestern eine flasche malzwhisky bekommen habe und inspiriert durch kantas wein-thread mach ich mal 'n whisky-thread auf.
gibt's sonst noch whisky-trinker hier? (ich red jetzt nich von whisky cola! *lol*)

ich trinke gerne schottischen malzwhisky (single malt), zum beispiel Macallan, Bunnahabhain, Glen Morangie. mein absoluter lieblingswhisky war der Glenrothes von 1984, aber den gibt's leider nicht mehr und der 1987er war nicht mehr ganz so lecker.

zur zeit hab ich hier 'ne flasche 'Ben Bracken' neben mir stehen, ein 12 jähriger speyside whiskey den LIDL kürzlich für schlappe 16 euronen angeboten hat. vermutlich verbirgt sich dahinter ein 12-jähriger Tamnavulin.
mal testen: riecht wenig spritig (kann den geruch gerade nicht gut erkennen, weil ich kein vernünftiges whisky-glas hab) schmeckt anfangs etwas scharf, leicht ölig, etwas rauchig, etwas süßlich, warmer abgang und hinterläßt einen leichten lakritzgeschmack.
ganz lecker für 'n günstigen.

mal als tip: wenn ihr mal 'n richtig guten whisky probieren wollt, nehmt nicht die üblichen whisky-becher. besser ist ein sherri oder grappa glas, notfalls tuts ein cognac-schwenker, am allerbesten ist ein sogenanntes 'nosing glas' (sieht so ähnlich aus wie 'n grappa-glas, nur 'n bischen größer), da kann man besser schnuppern. und der geruch ist beim whisky die halbe miete. deshalb soll man auch kein eis in den whisky tun (frevel!).

wenn man mag, kann man etwas wasser in den whisky schütten (stilles quellwasser oder kranwasser), aber das kann den geschmack heftigst verändern (ob zum guten oder schlechten sei dahingestellt, dafür gibt's zu viele verschiedne whiskies), aber bei einem 'fassstarkem' whisky (also einer, der nicht auf die üblichen ca. 40% herunter verdünnt wurde) würd ich auch zu wasserbeigaben tendieren.

wie sagt der schotte: never drink your whisky with water and never drink your water without whisky *lol*

whisky ist übrigens gälischen ursprungs; von uisge beathe = wasser des lebens (usige = wasser, regen)

ein paar whisky-links:

ein paar whisky-infos auf deutsch
The Scotch Malt Whisky Society
scotchwhisky.com
whisky web hier sind auch infos vom guru michael jackson (nee, nich der *zwinker*) zu finden.

RaveN
gibt's sonst noch whisky trinker hier? (ich red jetzt nich von whisky cola)


wir würden uns auch so nicht einig werden, weil ich ausschliesslich bourbon whiskey trinke (jim beam), und den auch nur mit cola.

ich habe schon so einige whiskeys getest, darunter viele billige.

aber an den geschmack von jim beam kommt kein anderer whiskey ran.

"das ist kein jim beam!"

*sauf*

Arthur Dent
mit bourbon-trinker hab ich kein problem, aber mir geht's hier ums genussvolle trinken und da passt whisky cola nicht rein, sorry.
wenn ich mir'n schönen whisky hinstelle, ist das nix zum betrinken, sonder wirklich zum genießen.

Jemand
Ich trinke sehr gerne und mit Genuß Whisky. Am liebsten schottischen Single Malt. Laphroaig ist eine sehr gute Marke die ich besonders mag. Der Geschmack wird oft mit jodartig-torfig-rauchig beschrieben. Aber ich trinke auch gerne mal einen amerikanischen Whisky. Ein Bourbon mit seinem süßlichen, eher fruchtigen, estherartigem Geschmack kann auch etwas ganz nettes sein, wenn auch völlig anders als schottischer Whisky.
Whisky in eine Cola zu kippen hat nichts mehr mit Whisky zu tun. Ein Gemisch aus Zuckerwassser, starken Aromen, Gewürzen und einem Haufen Chemikalien mit einem im Fass gelagerten Destillat zu mischen und dessen Geschmack damit völlig zu überdecken -das ist schlimmer als würde man einen alten 100-Euro-Wein zu einer Feuerzangenbowle verarbeiten. Es bleibt der Geschmack von Cola mit undefinierbarem Alkoholgeschmack. Furchtbar. Etwas für Halbwüchsige die gerne Cola trinken und unbedingt betrunken sein wollen und den Alkohol irgendwie runterbekommen wollen ohne ihn richtig zu schmecken. Vergleichbar mit diesem Alko-Pops Zeug.

Sven
Ich habe mich kürzlich erst mit einem knetler ein wenig über Single Malts unterhalten, denn diesen trinke ich noch lieber (aber nicht öfter) als einen guten Wein. Mit der Idee bist Du mir übrigens zuvorgekommen, Arthur *zwinker*

Nun denn, möchte ich mich mal an der Degustation beteiligen. Meine Wahl fällt auf einen 1984er Coal Ila, da er momentan das Glanzstück meiner Sammlung darstellt. Es handelt sich um einen Islay, also aus der südlichen Region Schottlands. Auch wenn ich für gewöhnlich die Highlands bevorzuge, habe ich diesen dennoch sehr lieb gewonnen.

Coal Ila bedeutet soviel wie "Klang der Insel" und diesem Namen wird er vollstens gerecht. Das Exemplar, dass gerade vor mir steht, wurde im zarten Alter von 15 Jahren abgefüllt und besitzt den für Islays typischen salzigfrischen, grasigen Geruch. Darüber hinaus besitzt diese Brennereiabfüllung 43% Alkoholgehalt. Das Etikett ist handnummeriert.

Wie Arthur schon erwähnt hat, verwendet man für Malt Whiskys idealerweise ein tulpenförmiges Glas, da sich darin der Duft am besten entfalten kann. Ich bevorzuge ein schlichtes Rieslingglas. Da passt auch ein ordentlicher Schluck rein. Geschmacklich erinnert der Coal Ila tatsächlich an Salz, aber auch an den Geruch von Erde, Gras und sogar Steinen, so wie es nach einer regnerischen Nacht kurz nach der Morgendämmerung riecht. Einfach fantastisch eben. Der Alkohol nimmt gegenüber dem rustikalen und torfigen Charakter einer eher devote Position ein, man bemerkt ihn fast gar nicht. Ein sehr heimtückischer Single Malt sozusagen. Jedoch besitzt er einen extrem langen Abgang, den man noch nach einer viertel Stunde im Rachen spürt.

Schade, dass ich keine Zigarre hier habe.

RaveN
Etwas für Halbwüchsige die gerne Cola trinken und unbedingt betrunken sein wollen und den Alkohol irgendwie runterbekommen wollen ohne ihn richtig zu schmecken. Vergleichbar mit diesem Alko-Pops Zeug.


mit 33 bin ich wohl nicht mehr halbwüchsig und ich trinke sonst gar keine cola.
und betrunken zu werden, ist auch nicht unbedingt mein primäres ziel.
ich geniesse die perfekte mischung.

ist schliesslich alles geschmackssache.

*grins*

Arthur Dent
Laphroaig ist eine sehr gute Marke die ich besonders mag.
der laphroaig ist ein sehr guter whisky, aber ich kann ihn nicht immer trinken, denn das sind mir irgentwie zuviele verschiedene geschmäcker auf einmal. aber wer mal seine geschmaksknospen testen will, der nehme einen laphroaig. das ist echt irre, wie viele verschiedene geschmäcker in dem whisky drinstecken. *grins*

@ Sven: der heisst caol ila *zwinker*

*nochmal nachschenk* *grins*

The Who
Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass ich leider viel zu selten guten lohnenswerten whisky trinke....

und dass, obwohl ich den Geschmack, besonders wenn es ein etwas edlerer tropfen ist, durchaus sehr angenehm finde....

Und Nein, jack Daniels und Jim Beam sind für mich kein wirklichen Whiskies....
Soviel Faible hab sogar ich....

Am liebsten ist mir ein eher malziger geschmack, wobei ich keine weiteren Geschmacksnuancen und etwaige blumenhafte Aromen aufgrund der Tatsache, dass ich Laie bin, leider nicht erkennen kann.

Ich war selbst schon in der Glenfiddich Destillery, die einzige in der m.W. auch gleichzeitig in am selben Standort hergestellten Eichenfässern gekeltert oder "bottled" wird (oder wie auch immer das beim whisky heisst...)

ich trinke allgemein aber auch andere, durchwegs etwas teurere Spirituosen sehr gern, so 2 gläschen die woche sind es dann schon. Es geht nix über ein hochwertiges Destillat (bis zu 4 fach gebrannt) von Fruchtauszügen der verschiedensten Geschmacksrichtungen. Besonders toll ist es dann noch, wenn es seltene einheimische Gewächse sind, die dem brand als Grundlage dienen. Wenn ich nur an diesen Duft denke... Haselnussgeist, Vogelbeerbrand, Mispelbrand... echt edle Tropfen.
*schwärm*
*duftzufächel*
*schnupper*
*schwärm*
*schwelg*
*trink*
*einen Moment nicht auf dieser Welt bin*
*hach*

Mit dieser Art von Alkoholkultur kann ich mich durchaus anfreunden bzw. bin es schon. Vielleicht sollte ich doch auch mal dem Whisky etwas mehr Aufmerksamkeit schenken.

Welche Tropfen könnt ihr empfehlen?

Arthur Dent
für den anfänger kann ich guten gewissens den Bunnahabhain empfehlen, der sollte so um die 30 euronen kosten und ist nicht übel. ist ein islay, schmeckt eher wie ein speyside.
oder den Macallen.

noch besser: wenn du vor ort mal die möglichkeit haben solltest, an einem whisky-tasting teilzunehmen, dann tu's

Oxygen
Ich liebe Maltwhisky. Leider kenne ich mich nicht mit Marken aus und trinke eigentlich nur mal ein Gläschen, wenn ich im Irish Pub sitze - ist ja leider auch nicht so ganz billig.
Mein letzter war ein "Oban", soweit ich mich erinnern kann. Aber mehr als "sanft" kannich dazu nicht sagen ... und das sind doch die meisten mir bekannten Maltwhiskys.

Whisky-Cola schmeckt mir nicht und Bourbon mag ich nur an Vanilleeis *zwinker*

Sven
Sven: der heisst caol ila

Stimmt *grins*

*auch nochmal nachschenkt*

Jemand
In Irish Pubs gibt es vor allem Irische Whiskeys. Der ist auch nicht übel, aber im Geschmack (auch aufgrund der doch deutlich anderen Herstellung) anders als schottischer. Ihm fehlt das Raucharoma praktisch völlig.

Kantakukuruz
Hier meldet sich noch ein Laphroaig-Fan. *grins* Der ideale Whisky, um Leute eines besseren belehren, die nur billigen Fusel kennen und glauben, sowas schmecke scharf und sonst nach nix. Ist ja aber einer von der eher teuren Sorte.

Für "alle Tage" finde ich Tullamore Dew ganz ok. Ein irischer Whiskey, kein Single Malt, aber trotzdem durchaus mit einem angenehmen Aroma. In Irland hab ich mir mal die etwas bessere Version davon gekauft. (10-jährig, wenn ich mich richtig erinnere) Das war wirklich eine feine Angelegenheit. In Deutschland ist diese Variante leider selten zu finden und dann ziemlich teuer. Aber Ryanair sei Dank kann es ja durchaus günstiger sein, mal kurz zum Whiskey-Shoppen auf die Grüne Insel zu fliegen... *grins*

^BAT^
Ich bin auch für Jim Beam und Mais-Whiskey
übrigens, wenn mich nicht alles täuscht, unterscheidet sich amerikanische mit englischen um ein "e" also:

Bourbon: Whiskey
Scotch: Whisky

Ich habe nun auch schon so einiges probiert, u. a. auch einen Caol Ila, kann sein, dass es derselbe Jahrgang war, oder auch älter
1984er Caol Ila

und ich kam zum Entschluss, dass ich sie Leichenwasser nenne, natürlich lieb gemeint. Der torfige Nachgeschmack führte mich zu dieser Titulierung. Ansonsten finde ich, dass Scotch und Konsorten sehr nach Alkohol schmecken, was ich von einem Bourbon nicht behaupten kann. Bourbon schmecken mild.
Welcher auch sehr nett ist, ist Canadian Club, auch sehr mild.

Und um noch die Krone oben drauf zu setzen, ich trinke mit Cola.
Ich habe alle Whiskeys und Whiskys auch pur getrunken, doch ich persönlich mag es nicht und finde, dass es Geschmackssache ist.

Arthur Dent
um das noch mal klarzustellen: natürlich ist es geschmackssache, ob man lieber whisky oder whisky-cola trinkt, aber mir geht's hier schon um whisky pur (bestenfalls mit wasser).
ist auch nicht böse gemeint, aber geschmacklich ist das ja nun was völlig anderes. *grins*

^BAT^
Mir fällt gerade ein, dass es in Dortmund einen Getränkevertrieb gibt, der im ersten Moment wie ein normaler Getränkehandel ausschaut, aber.....
...hola, die Waldfee...
Wenn du da rein gehst, meinst du, du währst im Whisky-Paradies

Stendel Wilhelm oHG, Kreuzstr. 8, 44139 Dortmund, 0231 122423

Es ist quasi eine Parallel-Straße vom Ring (außerhalb des Rings), falls Interesse besteht

Arthur Dent
oh ja stimmt, der gute stendel *grins* der hat so gut wie alle whiskies da, die erwähneswert sind, zubehör wie gläser oder pitcher hat er auch und dass beste ist, zu fuß bin ich in 10 minuten da. wenn wer versorgungsschwierigkeiten hat, bescheid sagen *zwinker*

stadtplan von dortmund, unter 'adress-suche dann 'kreuzstaße 8' eingeben.

edit: nicht wundern, der laden ist auf einem hinterhof, einfach in die einfahrt mit der 'stendel'-reklame obendrüber reingehen/-fahren

^BAT^
Wie klein die Welt doch ist
*zwinker*

Ich finde diese riesigen Glasbehälter interessant, wo man schon mal die ein oder andere Kostprobe bekommt

Bist du da Stammkunde? Wirst du auch immer zum jährlichen "Umtrunk" der neuen Köstlichkeiten eingeladen?

ontopic:
Vor 2 Jahren war ich in Schottland und hatte eine Whisky-Destille besucht mit Führung....leider, leider weiß ich den Namen nicht mehr
Also, ich kann es für jeden empfehlen so etwas zu machen. Es ist wirklich sehr interessant

 [user:4144]

Arthur Dent
Bist du da Stammkunde? Wirst du auch immer zum jährlichen "Umtrunk" der neuen Köstlichkeiten eingeladen?
nee, leider nicht. ich komm da so alle jubeljahre mal rein, denn wenn ich 'n guten whisky hier stehen hab, komm ich doch so ca. ein jahr mit 'ner flasche aus. ist eben nix für alle tage :)

weist du noch wo die distille war? dann könnt ich's rausbekommen, welche es war.

ach noch was zum stendel: der bietet auch regelmäßig (afair alle ¼ jahre) whisky-tastings an.

edit: @ joe - probier mal den bunnahabhain oder den glenrothes, dann nimmst du den jonnie walker nicht mals mehr zum fenster putzen *lol*
(wobei es aber auch von jonnie walker eine recht guten malz-whisky gibt)

^BAT^
weist du noch wo die distille war? dann könnt ich's rausbekommen, welche es war.


Auch nicht
Wir sind damals mit der Abendschule zusammen gefahren im Bus. Wir haben in Edingburgh unser Hotel gehabt, aber ich kann noch nicht einmal sagen, wie lange wir dahin gefahren sind. Vielleicht habe ich noch etwas in meinen Unterlagen, aber das kann dauern, bis ich sie durchforstet habe.

Was heißt denn tasings?

Arthur Dent
Was heißt denn tasings?
tasing heißt, dass ich mal wieder zu verplant war und ein 'T' vergessen hab. ein whisky tasting ist eine whisky-probe, man probiert halt verschiedene whiskies durch. oft thematisch gegliedert (z.b. nur islay-malts oder so was)
von taste = engl. für geschmack

wuslon
nachdem ich sehr sehr wenig alkohol trinken und wenn dann überhaupt nur wein, bin ich sehr wählerisch geworden was den alk angeht.

ich weiß zwar nicht ob er was besonderes ist, aber ich trinke richtig gerne den "justerini & Brooks" ist ein blended scotch whisky soweit ich weiß (alles was ich über wein weiß fehlt mir über andere alkoholikas - also klärt mich mal auf) und hat 40 umdrehungen ... schmeckt sehr weich und passt wie ich finde hervoragend zu ner grastüte.


ansonsten trink ich voll gerne mal nen whisky ... nur halt nicht diesen fusel den man überall hingestellt bekkommt ... das geilste war bisher ein 40 jahre alter single malt ... der ging die kehle runter wie öl und schmeckte auch lange lange zeit nach dem trinken noch so richtig geil nussig.

^BAT^
40 jahre alter single malt


Respekt

*staun*

hups.........schnell mal editiert
*laufrotan*

*tussi*

Arthur Dent
klick mal die links aus #1, dort kannst du schon mal 'ne menge über schottische whiskies erfahren.

kurz sieht's so aus:
blended = verschnitt. ein 'blendmaster' wählt aus 15 bis 50 verschiedenen malz- und kornwhiskies die zusammensetzung aus, alle whiskies müssen mindistens 3 jahre alt sein.

sinlge malt: hier wird nur whisky aus eine malzsorte verwendet, der könig unter den sinlge malts ist der 'single cask', dort wird nur whisky aus genau einem fass verwendet. ist das fass alle, wird dieser whisky nicht mehr angeboten. (das kann nur noch durch den 'single cask, single grain getoppt werden)

daneben gibt es noch sogenannte 'vatted malts', dafür werden einige wenige whiskies zusammengemischt, meißt nach dem motto: einen für das bouquet, einen für den 'body', einen für den geschmack und einen für die farbe. hierfür werden nur hochwertige single malts verwendet. (sinn der sache ist, über längere zeit gleichbleibende qualität anbieten zu können)

1. Das Mälzen


Gerste, frisch vom Feld, muß behandelt werden, bevor sie zum Brauen geeignet ist. Diesen Vorgang nennen die Fachleute Mälzen. Meist wird dies von den Brauereien gar nicht mehr selbst erledigt, sondern sie erhalten das fertige Malz von speziellen Malzfabriken - Mälzereien. Sogar den Berufsstand des Mälzers gibt es - Sie sehen also das dies ein Vorgang ist, der nicht mal eben schnell zwischen Frühstück und Mittag erledigt werden kann. Aber warum muß die Gerste behandelt werden? Dies hat mehrere Gründe. Zum einen werden durch das Mälzen in der Gerste Enzyme freigesetzt, aber auch Zucker (sogenannter Malzzucker) entsteht, der für die Bildung des Alkohols wichtig ist. Auch die Farbe des Bieres läßt sich über den Malz beeinflussen. Der Vorgang des Mälzens ist natürlich - wie alles am Bier - vollkommen natürlich. Nachdem die Gerste in der Mälzerei angekommen ist, gelangt sie dort in die sogenannte Weiche. In der Weiche passiert nichts anderes, als der Gerste zu ermöglichen, sich mit Wasser vollzusaugen. Wasser? Warum denn das? Ganz einfach - die Gerste wird zum Keimen gebracht, denn von der Weiche geht es direkt in Keimkästen wo die Gerste solange verbleibt, wie der Mälzer es für notwendig erachtet. In diesem Keimkästen keimt die Gerste (was wohl kaum eine Überraschung darstellen sollte). Ist der Mälzer der festen Überzeugung, das die Gerste genug gekeimt hat (Sie werden nun sich verstehen, warum Mälzen eine Wissenschaft für sich ist) muß der Keimvorgang unterbrochen werden - wir wollen ja schließlich kein Gerstenfeld in unserem Bier. Die Gerste wird also getrocknet, oder gedarrt wie der Fachmann sagt. Hierzu wird die Gerste bei 80-85°C geröstet. Und - wie Sie beim Grillen - hat der Mälzer hier die Möglichkeit die Farbe des Malzes zu bestimmen. Ein Spektrum von "Gerstenfarben" bis "verbrannt" ist hierbei möglich. Aus Gerste ist nun Malz geworden, das sich grundsätzlich von der Gerste in folgenden drei Dingen unterscheidet: die Farbe, der Geschmack und die Härte der Körner, denn Malz ist süß und weich. Zur Beurteilung des Malzes (Brauwert) gibt es eine Vielzahl von physikalischen und chemischen Untersuchungen. Die wichtigste ist ein "Probemaischen", d. h. das Herstellen einer Bierwürze mit 50 g Malz. Die Analysenwerte dieser Laborwürze sind ein direkter Maßstab für die Malzqualität.


Quelle: http://www.bierboerse.com/entstehung/maelzen.html


bezieht sich zwar auf bier, aber am anfang ist der herstellungsprozess von whisky und bier sehr ähnlich. wird nur kein hopfen zugefügt, sonst könnte man sagen, das whisky das 'bier-pendant' zum weinbrand wäre.

^BAT^
Ich hoffe, dass ich jetzt kein Banause bin, aber ich habe gerade mal beim Bourbon geschaut und fand es ganz interessant, wie er hergestellt wird

Herkunft und Geschichte:
Um die Geschichte des amerikanischen Whiskeys zu verfolgen, müssen wir tief in die Geschichte der Besiedlung, der Neuen Welt, der heutigen USA, eintauchen.
Anfang des 18. Jahrhunderts kamen eine halbe Million Deutsche, Schotten und Iren nach Amerika. Dort begannen sie mit ihren in Europa erworbenen Herstellungsmethoden Whisk(e)y zu erzeugen. Als sie jedoch versuchten die benötigte Gerste anzubauen, mussten sie schnell realisieren, dass dieses Land nicht für den Anbau von Gerste geeignet war.
Auf der Suche nach einem passenden Ersatz, stießen sie alsbald auf, den ihnen schon aus Europa bekannten Roggen. Dies war die Geburtsstunde des amerikanischen Rye Whiskeys.
Es war vor allem der Wunsch nach einer eigenen "amerikanischen" Whiskeysorte, der die damaligen Brenner zum Mais führte. Außerdem war Mais ein Getreide, das in den dortigen Breiten wie kein anderes gedieh.
Wahrscheinlich war der Baptistenprediger Elijah Craig der Schöpfer des "Mais-Whiskeys", den er bereits 1789 brannte.


Herstellung und Geschmack:

Bourbon Whiskey
Bourbon Whiskey kann überall in den USA hergestellt werden. Er Maisanteil muss mindestens 51% betragen. Außerdem wird er, wie der Rye Whiskey, in ausgeflämmten Eichenholzfässern mindestens 3 Jahre gelagert.
Der Bourbon Whiskey überzeugt durch seine Weichheit im Geschmack. Das verwendete Wasser wirkt sich dabei, wie auch beim Scotch Whiskey, auf ihn aus.
Zur Herstellung zwei Verfahren. Bei beiden Methoden wird das gemahlene Getreide mit Wasser gekocht und anschließend auf 60°C abgekühlt.



Mais - Grundlage jedes Bourbon


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Nun wird Stärke in Zucker umgewandelt.
Nun wird bei der "Sour-Mash-Methode" der Maische ein hefehaltiger Rückstand einer vorhergehenden Destillation beigefügt. Damit wird die Gärung eingeleitet.
Bei der "Sweet-Mash-Methode" gibt man der Maische frischen Hefen hinzu.

Nun beginnt bei beiden Methoden die Destillation im "Patent-Still-Verfahren".
Um den oft sehr hohen Alkoholgehalt zu regulieren, wird dem Bourbon frisches Quellwasser hinzugefügt.
Im Gegensatz zum Scotch Whisky darf dem Bourbon kein Karamell beigefügt werden.

Der Zusatz Straight gibt an, dass ein Whiskey aus einer einzigen Destillerie stammt und nicht mit anderen Destillaten verschnitten ist. Zum Beispiel: Kentucky Straight Bourbon Whiskey.


http://www.whiskyplanet.de/american_whiskey.html

bobmarleyfan
ich fang grad an mich in dem bereich zu bilden mir fehlte vorher einfach das geld dazu*g

probiert hab ich halt die gängigen.
angefangen von jim ( den ich nich so toll fand, merkwürdiger "abgang" )
über jack ( wesentlich besser wenn ich zwischen den 2 freunden wählen soll*g )
über dimple (da schmeckt man irgendwie die höhere qualität komisch oder einfach eher schottisch aber er hat mehr "gewicht" so nach laiengefühl )
und seit meinem irland-bzw. dublin trip trink ich gern paddy ( billig aber gut ;) *banause* )

und heute grad im moment meinen absoluten nur leider im preisfaktor versagenden ( ja preis sollte ab ner bestimmten qualität unwichtig sein aber man ist ja armer schüler/zivi ) favoriten Jameson Whiskey weil ich die Destillery besucht hab und mir der vom sanftem geschmack aber nicht fehlendem "biss" her am besten schmeckt.

ich trink wenn ich nicht auf ner party bin eh nie mit cola und dann auch bitte leicht angewärmt ohne oder eben nur mit wenig warmem wasser.

edit :
grad mal gegooglet , die version die ich hier trinke ist 6 jahre alt ( hey immerhin *g ) aber ich werd mir wohl auch mal die 12 jahre alte gönnen.
und wenn ich denn mal was davon versteh will ich auch wissen ob diese wahnsinnig gute kritik stimmt : http://www.irland-shop.info/product_info.php?cPath=80_81&products_id=382


ach überhaupt sind das ja erstmal alles standartsorten ( was doch nicht heisst das sie schlecht sind oder?naja schmeckt eh jeder(mensch) verschieden ) aber sie sind ja hier in meinem kleinen dorf überhaupt zu kriegen und wenn ich dann erfahrung und geld gesammelt hab werden inet shops getest ;).
unter so erfahrenen leuten fühlt man sich glatt genötigt dazu sich zu rechtfertigen hehe aber festzuhalten ist erstmal das mir irish whiskey am besten schmeckt.

Zwürfel - Rated R
Da im Lehrerin verteilt Drogen und missbraucht 15-Jährigen-Fred so viel über Whisky geofftopict wurde, dachte ich mir, ich buddel diesen Fred mal aus und wir unterhalten uns weiter über Whisky. Interessant finde ich schonmal eure Empfehlung, Whisky nicht aus Whisky-Gläsern zu trinken. Sollte ich mal meinem Vater sagen. Ich selbst trinke recht wenig Whisky, da ich mich erst mit dem Geschmack anfreunden musste. Antrainiert (*zwinker*) wurde ich mit Tullamore Dew und muss agen, dass er mir gefällt. Glenfiddich durfte ich auch schon genießen. Und im Irish Pub gibt es ja auch eine nette Auswahl an irischen und schottischen Whiskies. Leider weiß ich nicht mehr, welches mein letzter Whisky dort war, aber ich trinke immer ohne Eis. Mit den gängingen Bourbons kann ich nicht so viel anfangen.

Und da dies hier ein Whisky-Fred ist, stell ich nochmal 'ne Frage:

Was genau ist Southern Comfort?
Ist es ein Bourbon, ein Likör oder ein Bourbon/Whisky-Likör?

(Ich habe mich mittlerweile für letzteres entschieden...)

edit: In Rendsburg gibt es einen Laden, der über 200/250 (?) verschiedene Whiskies im Angebot hat (und sehr teure Schokolade*daaa*). Die empfohlenen "Anfänger"-Whiskies stehen jedenfalls auf meinem Einkaufszettel, wenn ich Geld über habe.

Hans Wurstsuppe
Neulich haben wir beim Opa in Landstuhl den Weinkeller aufgebrochen, da war kein Schlüssel mehr. Lauter angebrochene Schnapsflaschen haben sich auch dort gefunden, die wir dann beim Sperrmüll ein paar durchfahrenden Polen mitgegeben haben, die haben sich vielleicht gefreut. Außerdem tauchte eine ungeöffnete Flasche "Chivas Regal, 12 years old" auf, die ich mir gleich unter den Nagel gerissen habe.