Suche |
[user:2511] |
Etzel |
Wenn man in nen See ein Glas Limonade schüttet, ist es auch nicht mehr nachweisbar, aber die Information ist dennoch da, und so isses mit der Homöopathie. |
Daniel |
Ich glaube aber auch, dass bei der Homöopathie zu einem nicht unerheblichen Teil der Placebo Effekt wirkt.
Immerhin ist der Placebo Effekt wissenschaftlich anerkannt, und in einer Doku hab ich auch mal gesehen, dass sich so ziemlich jedes neue Medikament gegen ein Placebo durchsetzen muss. Und oft ist das Placebo um einiges besser als das eigentliche Medikament. Es gab ja sogar Studien mit Placebo Operationen. Das Hauptproblem liegt doch darin dass nicht nur die Wirkstoffe in einem Medikament wirken, sondern auch die Erwartung an das Medikament. Zudem spricht ja auch jeder anders auf verschiedene Medikamente an. Aber wenn solche starken Verdünnungen wirken, macht euch mal lieber Verrückt, was ihr mit den täglichen 3 Liter Wasser an "Medikamenten" zu euch nehmt .
|
[user:2511] |
Il dudo |
Ähm, also ich sag’s mal so, bei mir Zuhause bekomme ich im Prinzip (neben supergelegentlichem Antibiotika-Konsum) auch fast nur homöopathische Medikamente. Bisher habe ich jede Krankheit lebend überstanden, und bin auch selten so richtig vergrippt. Also bei leichteren Sachen würde ich auf jeden Fall sagen, dass so ein Zeug wirkt. Ich renn mal grad nach unten und schau wie mein Standard Grippemedikament heißt..
Da bin ich wieder *g* Meditonsin heißt es. Und ich würde schwören, dass es wirkt. Und selbst wenn ich es mir nur einbilde, am Ende bin ich nach ein paar Tagen immer wieder komplett gesund, und das ist ja wohl die Hauptsache. JA zur Homöopathie |
Kantakukuruz |
...kann man meiner Meinung nach genau so wenig sagen wie "NEIN zur Homöopathie". Tatsache ist: Die Homöopathie ist von ihrer Grundlage her unwissenschaftlich. Was jetzt aber nicht heißt, dass das allen Schwindel wäre. Denn ebenso Tatsache ist: Viele homöopathische Medikamente wirken ganz offensichtlich. Ob es sich dabei um Aktivierung körpereigener Abwehrkräfte oder um einen Placebo-Effekt handelt, ist eigentlich nicht relevant. Was Meditonsin und überhaupt Grippemittel angeht: Die wirken letztlich alle nicht. Es bleibt bei dem Spruch: Eine Erkältung dauert ohne Medikamente zwei Wochen und mit Medikamenten 14 Tage. Die Frage ist halt, ob einem ein Medikament hilft, dass es einem subjektiv besser geht. Echt gefährlich wirds, wenn Homöopathie-Freaks meinen, jede Krankheit mit dieser Methode heilen zu können. Sicher spricht nichts dagegen, gegen Alltagsbeschwerden was Homöopathisches zu nehmen. Aber wenn es sich um ernste Krankheiten handelt, sollte man herkömmliche Behandlungsmethoden nicht von Grund auf ablehnen. |
Fish-Vamp |
word ich hab n'homöopatischen Hausartzt un der macht das ziemlich gut... weiss genau wann was chemisches vonnöten is... (ich brauch auch recht oft antibiotika...) und ausserdem verschreibt er mir eine behandlung mit meinem Blut... Muahaha... ![]() |
Il dudo |
Natürlich nicht. Aber selbst wenn es nur ein Placebo wäre, mir doch wurscht, am Ende bin ich gesund und habe meinen Körper nicht mit Nebenwirkungschemie verseucht. Klarerweise greife ich in schlimmeren fällen auch zur normalen Medizin, aber wie oft kommt so ein schlimmerer Fall schon vor?
|
Jemand |
Es gibt keinen homöopathischen Effekt der nicht durch einen Placeboeffekt erklärbar wäre. Weiterhin gibt es -entgegen dem was man manchmal hört oder liest- keine einzige placebokontrollierte Studie welche den Kriterien für die Zulassung eines Medikamentes genügt und einen Effekt von Homöopathica nachweist.
Die Idee die hinter der Homöopathie steckt, sie stammt aus einer Zeit als CocaCola auf dem Jahrmarkt als Allheilmittel verhökert wurde und als Wunderheiler und Pfuscher aller Art Hochkonjunktur hatten, widerspricht jeglicher Logik und wissenschaftlicher Erkenntnis der verschiedensten Disziplinen. Die Homöopathie hat aber den Vorteil von einem sehr guten Ruf in der allgemeinen Bevölkerung die meist garnicht weiß was Homöopathie überhaupt ist, zu profitieren. "Ganzheitlich" ist das Zauberwort, natürlich betrachten die Homöopathen den ganzen Menschen und nicht wie die dummen (schulmdeizinischen) Ärzte nur bestimmte Symptome. Die Gedanken hinter diesem Satz lösen bei medizinischen Laien immer Begeisterungsstürme für die sog. ganzheitliche Medizin aus. Mal kurz ein paar Worte was H. überhaupt ist: Bei der H. wird eine Substanz die in einer (absolut nicht standardisierten unwissenschaftlichen und zu nicht reproduzierbaren Ergebnissen führenden) Prüfung bestimmte Symptome hervorruft (angeblich) anschließend zu einer Urtinktur verrührt. Später kann diese Substanz gegen die Beschwerden die sie (angeblich) hervorruft angewendet werden, aber in "potenzierter" Form. D.h. die Urtinktur wird 1:10 mit Wasser verschüttelt, das Schütteln muß von hand geschehen, denn darauf beruht die Wirkung des Mittels. Das ergibt die Potenz D1. Wird D1 1:10 mit Wasser verdünnt und verschüttelt (ganz wichtig: mit der Hand, der Begründer der H. schreibt auch eine bestimmte Technik vor...) ergibt sich D2 usw. D8 bedeutet also ein 100000000fach verdünnte Urtinktur. Die H. geht davon aus das die Wasserteilchen durch Verschütteln mit dem Mittel aufgeladen werden! Darum ist die H. auch immun gegen das Argument, daß in den hom. Mitteln kein nachweisbarer Wirkstoff vorhanden ist, denn schließlich ist eine Menge aufgeladenes Wasser darin. Allerdings könnte man eine ganze Reihe Argumente aufführen die diesen Ganzen Hokuspokus schon von reiner Logik sehr in Frage stellen: 1. Wie wird das Wasser bzw. der Trägerstoff "aufgeladen", wie ist das chemisch oder physikalisch zu erklären? 2. Vor allem: Das Wasser was der Homöopath benutzt ist auf seinem Weg zur Quelle und vorher schon unendlich durchgrüttelt worden, stets im Kontakt mit einer Unzahl verschiedener Verunreinigungen, genaugenommen Jahrmillionen lang. Es müßte demnach unendlichfach mit allem möglichen aufgeladen bzw. potenziert sein? 3. Woher weiiß das Wasser das es jetzt zur Potenzierung geschüttelt wird? Woher weiß mein Körper daß er jetzt potenziertes, d.h. vom Homöopathen geschütteltes Wasser bekommt und nicht einfach Wasser das durch ein rostiges Rohr gelaufen ist nachdem es auf dem Weg durch Flüsse und Bäche und die Weltmeere mit unendlich vielen Molekülen Kontakt hatte? 4. Wie soll die Wirkung des aufgeladenen Wassers auf den Körper funktionieren? 5. Woher weiß ich, daß das was als "Substanzprüfung" vor mehr als 100 Jahren einmal einmal durchgeführt wurde und zu einer vermeintlichen Substanzwirkung geführt hat nicht nur der subjektive Eindruck der Testperson war? 6. Warum werden hom. Mittel heute teilweise ohne die vom Begründer der H. vorgeschriebene und angeblich die Wirkung begründende Handschüttelung hergestellt? 7. Bzw. Worauf beruht denn die Wirkung dieser Industrie-Homöopathica wo doch die echte Homöopathie gerade auf der Verschüttelung beruht? (Es gibt natürlich Hardliner-Homöopathen die einfach die Industrie-Homöopathie als "unseriös" ablehnen). Man könnte noch eine Menge weiterer Argumtente anführen. Aber teilweise ist es einfach lächerlich sich mit diesem Hokuspokus überhaupt ernsthaft auseinandersetzen. Natürlich hilft die Homöopathie: so wie Placebos eben helfen können. Und eingebildete Kranke lassen sich damit auch wunderbar behandeln. Ich habe gerade eine heftige Erkältung überwunden, ich bin auf dem Weg zur Genesung. Hätte ich hom. Mittel genommen könnte ich jetzt sagen: "dank xy geht es mir wieder besser!". Übrigens war ich seit Jahren nicht erkältet. Hätte ich hom. Mittel genommen könnte ich sagen: "ich war jahrelang nicht krank, Dank der wunderbaren Homöopathie". |
Il dudo |
Ich werde wohl weiterhin an eine Wirkung glauben, und sollte der Placeboeffekt jetzt nicht mehr wirken, weiß ich ja wer daran schuld ist.
Nichtsdestotrotz wünsche ich der Allgemeinheit weiterhin viel Spaß a.) gar nix oder b.) Chemie einzuwerfen. Wohl bekomm's. *provokativdieMeditonsinflascheschüttelt*
|
Jemand |
Zum Thema Chemie:
Es ist absolut nicht der Fall, daß die Homöopathie nur natürlich-frische Kräuter aus der grünen Natur nimmt. Homöopathische Mittel enthalten auch "potenzierte" anorganische chemische Substanzen, auch Schwermetallsalze. Die Homöopathie verwendet also auch Verdünnungen von hochtoxischen Stoffen wie Blei-, Quecksilber- und Arsensalzen. Von toxikologischer Sicht wird dabei teilweise zu bedenken gegeben, daß "niedrige Potenzen" dieser Stoffe auf lange Zeit genommen durchaus toxische Effekte haben können. So harmlos ist die Homöopathie dann im Einzelfall nicht. Weiterhin gibt es in der Homöopathielehre noch völlig abstruse Grundstoffe: z.B. Extrakt aus Krebsgeschwüren (ein tolles Mittel gegen Krebs) oder sogenanntes Pyrogenicum (ein Stück Rindfleisch lässt man verfaulen und gewinnt daraus einen hoch-heilsamen Extrakt). Bloß gut, daß viele nicht wissen was Homöopathie ist. |
Kantakukuruz |
Wogegen nimmt man das denn? Gegen Rinderwahn? |
Madman |
Jemand |
Ich kann leider nicht sagen wogegen man dieses feine Mittel einsetzt, ich bin auch kein Homöopath.
Übrigens basiert die Homöopathie auf völlig anderen Grundsätzen als die heutige moderne Medizin und eigentlich kennt die Homöopathie keine schulmedizinischen Diagnosen. Es ist also auch wiederum ein grober Verstoß gegen die homöopathische Lehre wenn man sagt "gegen Heuschnupfen wirkt xy". Das ist eigentlich unvereinbar mit der homöopathischen Grundidee. Denn Heuschnupfen bzw. eine Pollenallergie ist eine Diagnose die aus der Schulmedizin kommt. Die Idee die hinter der Homöopathie steht ist die, daß der Homöopath sich lange mit dem Patienten beschäftigt, Symptome abfragt (wobei er anders als ein Arzt nicht auf eine schulmedizinische Diagnose hin abklärt!), daraus ergibt sich so etwas wie ein ganzheitliches Symptombild. Darum geht es und nicht um eine Diagnose aus der heutigen Medizin. Und gegen dieses Symptombild verschreibt er dem Patienten ein einziges ganz speziell auf ihn abgestimmtes Mittel. Die Homöopathie kennt keine Kombinationen (auch wiederum eine Verfälschung der eigentlichen Homöopathie heutzutage, denn es gibt zahlreiche homöopathische Kombinationsmittel). Dieses Mittel beruht auf den überlieferten "Arzneibildern", das sind die angeblichen Wirkungen von allen möglichen Stoffen in unverdünnter Form die irgendwann einmal "ermittelt" und aufgezeichnet wurden. Und Anhand dieser Arzneibilder und der unendlichen Weisheit und Erfahrung des Homöopathen ergibt sich dann das endgültige ganz individuelle Mittel in welches alle ganzheitlichen Aspekte eingeflossen sind. Meistens wird die Einnahme des Mittels an abstruse und kaum einzuhaltende Vorschriften gebunden (4 mal täglich und vor dem Essen unter der Zunge zergehen lassen oder wie auch immer). Der Homöopath hat dann auch eine gute Erklärung im Falle der Unwirksamkeit: "Haben Sie das Mittel GENAU so genommen wie ich Ihnen empfohlen habe????" |
Kitty, just Kitty |
der grundsatz der homöopathie lautet "gleiches mit gleichem bekämpfen" d.h. die substanzen die in stark verdünnter form gegeben werden rufen in höheren dosierungen eine ähnliche symptomatik wie die krankheit selber hervor.
die homöopathie behandelt nicht nur ein symptom, sondern wirkt ganzheitlich. aus diesem grund halt ich nicht so viel von standartsätzen a la "diese krankheit-> diese globuli" ein guter homöopathischer arzt wird einen genauer befragen und dann das geeignete mittel finden. es kann sein dass etwas, was dem einen hilft beim anderen völlig nutzlos ist. zum plazeboeffekt würd ich sagen: natürlich werden sich beschwerden besserm wenn ich ein mittel nehme, von dem ich mir besserung erwarte, aber das ist nicht die einzige wirkung der homöopathie. woher soll z.b. mein kind wissen, dass die globuli ihm gegen zahnungsbeschwerden helfen. tun sie aber. edit: da war jemand schneller als ich, also sind jetzt ein paar sachen doppelt gesagt worden. allerdings kann ich dass mit den abstrusen anwendungsvorschriften nicht bestätigen. mir hat noch nie ein homöopath gesagt, dass das mittel nicht wirkte weil ich es falsch eingenommen hätte. und außerdem "4 mal täglich und vor dem Essen unter der Zunge zergehen lassen" ist gar nicht so kompliziert.... |
Mario |
damit auch alle wissen von was du überhaupt redest:
mein persönlicher gedanke dabei ist, das ich Jemands antworten entschieden mehr traue, als den ganzen träufler und selbstheilungsmedikamentören. und ich bin froh darüber, das millionen euros an geldern in forschungs und medizinische studienprojekte gesteckt werden. |
Jemand |
Dein Kind muß auch garnichts wissen. Es genügt daß es kleine süße (aus Zucker bestehende) "Globuli" zum lutschen und eine Menge Aufmerksamkeit von Dir (und in der Situation auch vom Homöopathen) bekommt. Das alleine kann eine Menge erklären. Man braucht keinen 1:100000000 verdünnten Kamillentee in den "Globuli" um einen solchen Effekt zu erzielen. Weiterhin bist DU es der den Heil-Erfolg mit einer rein subjektiven Einschätzung beurteilst, einschließlich aller Fehler die eine subjektive Einschätzung beeinhaltet. Die entscheidende Frage bei allen diesen vermeintlichen Heilerfolgen ist die fehlende KONTROLLE: Woher weiß ich, daß ohne die Globuli nicht auch der gleiche Effekt -warum auch immer- eingetreten wäre? Woher weiß ich, daß nicht andere völlig inhaltsleere Globuli (im Fall der Homöopathie ist sowie alles inhaltsleer bzw. inhaltsgleich -von den niedrigen Potenzen abgesehen) den gleichen Effekt erzielt hätten? Woher weiß ich, daß es nicht nur ein Fehler der Einschätzung ist anstatt einer echten Besserung? Oder eine Spontanheilung? Oder eine Besserung durch andere nicht berücksichtigte Einflüsse? Oder oder oder. Übrigens ist es auch ein alter Trick aus der homöopathischen Zauberkiste ständig auch dem Patienten gegenüber lateinische Begriffe für selbst trivialste Dinge zu verwenden. (Nicht das es in der Schulmedizin nicht auch Fremdworte gibt, man vermeidet es normalerweise aber damit dem Patienten gegenüber zu protzen, schon garnicht verwendet man diese bei Dingen für die es einfache allgemeinverständliche Worte gibt). Bsp. Globuli=lateinisch für Kügelchen (Warum verdammt sagt man dann nicht "Kügelchen"?) Homöopathische Rezepte werden auch grundsätzlich auf Latein angegeben: Bsp. Sodium chloratum D18 auf deutsch: Natriumchlorid=Kochsalz in einer Verdünnung von 1:10000000000000000000. |
Cynops |
Jemand: Wenn die Wirksamkeit der homöopathischen Arzneimittel so unklar ist und wissenschaftlich nicht nachgewiesen werden kann, wie kommt es denn, dass diese Dinge überhaupt zugelassen sind? Ich meine, muss ein Arzneimittel, bevor es auf den Markt kommt, nicht ein langwieriges Zulassungsverfahren durchlaufen, in dem auch der Heilerfolg in Studien nachgewiesen werden muss?
|
Jemand |
Das gilt nur für neu zugelassene Medikamente. Medikamente die es "schon immer" auf dem Markt gibt und "traditionell angewendete" Arzneimittel haben oft keinen nachgewiesenen Effekt. Es gibt zahlreiche Mittel, nicht nur homöopathische, sondern auch pflanzliche und genauso auch chemisch-pharmazeutische, welche keinen nachgewiesenen Effekt haben, teilweise trotz einer Reihe von Untersuchungen in denen man nach solchen Effekten gesucht hat. Und unter den Mitteln welche tatsächlich einen Effekt haben gibt es ja auch wiederum welche mit besserere und schlechterer Wirkung bzw. Wirkungs/Nebenwirkungsprofil. Man kann jedenfalls absolut nicht aus der Tatsache daß es Medikament X in der Apotheke gibt schließen, daß Medikament X auch tatsächlich wirksam ist.
Außerdem haben alle diese Mittel einen Hersteller der sie gerne verkauft. Und z.B. homöopathische Mittel sind ja ein nahzu unendlich großer Markt. |
[user:2511] |
Hille |
ein Freund von mir macht eine Ausbildung zum Heilpraktiker. der hat sowas nie erzählt, daher meine Frage: wo hast Du das her? dass Suggestion eine wichtige Rolle bei Heilprozessen spielen kann, will ich in keineswegs bestreiten: ich habe mal eine Doku zum Thema Placebo-Effekt gesehen, da wurde berichtet, dass z.B Medizinmänner mit ihren Ritualen dem Patienten heilsame Kräfte suggerieren - durchaus mit Erfolg.
mein Freund hat sich allerdings nie in dieser Form abfällig über Schulmediziner geäußert. sicher gibt es viele Spinner und schwarze Schafe, aber das ist doch bei der Schulmedizin nicht anders - da werden dann eben die Krankenkassen stellvertretend für den Patienten abgezockt. |
MadMann |
Word. Diese Einzelfälle gibt es wohl auf beiden Seiten. Ich denke das beides eine Existenzberechtigung hat, die Schulmedizin als Grundbasis der medzinischen Versorgung und die Homöopathie vielleicht als Ergänzung für Menschen die offen sind für soetwas. Und man sollte sich dann auch als Mediziner nicht dagegen wehren wenn es einen erkennbaren Erfolg hat...gefährlich wird das ganze meiner Meinung nach wenn "schwerere" Erkrankungen nur mit Homöophatischen Mitteln behandelt wird weil der Patient selber vielleicht schon einem Scharlatan aufgesessen ist. |
[user:2511] |
Salomo |
Hab den thread durch eine anti-homöopathie bemerkung von dir gefunden... hab zwar grad keine zeit/lust mir das alles durchzulesen, fühl mich aber doch berufen zu kommentieren:
Ich steh der homöopathie eigentlich auch ziemlich kritisch gegenüber, spätestens nachdem mir mal jemand erklären wollte, daß man homöpatische produkte nicht mit nem metallöffel umrühren darf und möglichst keinen kaffee trinken sollte. Ich hab allerdings eine Salbe die ganz wunderbar gegen verbrennungen hilft. Diese salbe ist eine Bachblüten rescue cream... mir war eigentlich ziemlich egal was es ist, wichtig war mir nur, daß ich mir damit meine pfoten noch so sehr verbrennen kann, es gibt keine brandblasen. Nun hab ich aber rausgefunden, daß Bachblüten arzneien nach praktiasch den gleichen prinzipien hergestellt werden wie homöopatische produkte: es werden blüten in wasser gelegt, das wird in die sonne gestellt, das wasser dann abgeschöpft und extrem verdünnt. Wissenschaftlich gesehen dürfte das Zeug nicht wirken, es wirkt jedoch und zwar auf einem Gebiet, daß durch autosuggestion nur recht wenig zu beeinflussen sein dürfte... oder hast du schonmal gehört daß die entstehung von brandblasen psychisch beeinflusst wird? Vor vielen vielen jahren war es mal unvorstellbar, daß es vor krankheit schützen könnte absichtlich die krankheitserreger zu verabreichen. Heute ist die Impfung nicht mehr weg zu denken. Vielleicht wird das mit einigen homöopatischen Mitteln eines Tages ähnlich sein. ------------------------------------------------ na gut, hab jetzt doch noch ein bisserl gelesen und muss nochmal commenten: jemand: "Weiterhin gibt es in der Homöopathielehre noch völlig abstruse Grundstoffe: z.B. Extrakt aus Krebsgeschwüren (ein tolles Mittel gegen Krebs) oder sogenanntes Pyrogenicum (ein Stück Rindfleisch lässt man verfaulen und gewinnt daraus einen hoch-heilsamen Extrakt). Bloß gut, daß viele nicht wissen was Homöopathie ist." (Sorry, find keinen quotte-knopf) Du weißt woraus penicilin entwickelt wurde? Ich meine mich zu erinnern, daß es (oder ein war es ein anderes antibiotikum?) aus schimmel gewonnen wurde. Du weisst wie Soldaten im Krieg ihre Wunen oft desinfizierten? Mit stinknormaler Menschenpisse. Nur weil stoffe vielleicht eklig scheinen (und bei Krebsgeschwüren und verfaultem fleisch ist das wohl so) heisst das nicht, daß sie kein gutes heilmittel sein können. |
Abraxas |
ja, wir hatten früher auch immer bachblüten rescue tropfen zuhause... half gegen alles (c:
Ich hab bisher noch nicht soviel mit Homöopathie zu tun gehabt, aber die wirkung von Placebo sollte man echt nicht unterschätzen, ich hab mir mal als Kind derbst die Finger verbrannt, waren verbrennungen 2. Grades mit ner Gasstichflamme (die dumme Geschichte dazu vielleicht in nem anderen Thread), ne Nachbarin hat mir dann so Globuli gegeben und gesagt dass die schmerzstillend sind, nach 20 Minuten hab ich echt keine schmerzen mehr gehabt... da war ich vielleicht 12 oder 13 oder so...hat echt was gebracht! Bei soetwas ist Homöopathie okay, bei schwereren Krankheiten wie z.B. Krebs würd ich mich dann doch auf die Schulmedizin verlassen, da ist dann Chemie die bessere Wahl imho Zur Menschenpisse: Ich frag mich wie das gehen soll, Urin ist zwar idealerweise steril, aber desinfizieren tuts net.... |
Salomo |
Naja, schmerzen stillen ist eine sache. Das kann leicht durch die psyche beeinflusst werden. Bei der bildung oder nichtbildung von Brandblasen ist das denk ich schon schwerer da psychisch drauf einzuwirken. Kanns zwar auch nicht ausschliessen da ich nicht genau genug weiß wie und warum, brandblasen überhaupt entstehen (vielleicht kann mich da ja jemand mal aufklären), aber für mich ist das bislang zumindest ein Indiz dafür, daß an einigen dieser mittelchen doch mehr dran sein kann als die homöopathie-gegner glauben machen wollen.
Und die menschenpisse... bin zwar kein mediziner, aber vielleicht liegts ja an der hohen salzkonzentrationj oder so. Vielleicht hab ich das auch falsch in erinnerung und die machens nur für die wundheilung (harnstoff wird z.B. auch in wund- / Hautcremes verwendet). |
[user:2511] |
Abraxas |
wenn du Nocebo nochmal erläutern würdest, würd ich dir vollkommen zustimmen....
Ich meinte jetzt zum Beispiel bei Kindern, die sowieso nicht wissen was sie bekommen geschweige denn was Placebo ist... bei denen kann das dann natürlich vermehrt wirken, und sie müssen von irgendwelchen Schmerzmedikamenten keine Nebenwirkungen erfahren... |
macrocosmic |
|
Abraxas |
och macro, wiki'n hätt ich selber können, wollts von dendron hören
![]() |
[user:2511] |
Abraxas |
wasn?!
Da hätt ich dann doch gern ne Quelle für, weil Leukämie durch die eigene psyche halt ich doch für ziemlich unwahrscheinlich....
edith: was ich jetzt nach kurzer suche dazu gefunden hab:
recherchier: noch ein sehr interessanter link, ich weiss aber net ganz genau worauf er hinaus will... es scheint mal ein artikel im ärzteblatt gegeben zu haben, der gesagt hat das bei geplanten KKW das Leukämie Risiko steigt... |