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Therapie Austausch von Erfahrungen

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Mr. Kp
Hallo . *grins*

Erstmal eine Erklärung zu dem was ich mit dem Titel ausdrücken möchte.

Mir ist natürlich klar das das ein sehr persönliches Thema ist und somit niemand "verpflichtet" ist sich dazu zu äussern. *meditier*

Ich gehe zur Zeit zu einer Beratungsstelle für Jugendliche, weil ich zur Zeit und Depressions ähnlichen Zuständen wandel. Die anscheinend durch die Beendigung der Beziehung zu meiner damaligen Freundin ausgelöst wurden.

Das soll bitte jetzt nicht als Schuldzuweisung verstanden werden. Ich habe diesen Weg selber gewählt.


Zu meinen Erfahrungen:

Da ich leider nicht aus dem Loch komme in dem ich mich befinde, habe ich mich dazu entschlossen eine Therapie bzw. Sprechstunden mit einem Psychologen zu halten. Dies tue ich jetzt seit ungefähr

4 Wochen je 1 Sitzung pro Woche.

In den Gesprächen geht es darum sich mit mir selbst auseinander zusetzen. Mich sozusagen selbst zu erkennen, weil wie sich raus gestellt hat bin ich ein absoluter Gegensatz-Mensch.

Ich finde es persönlich auch nicht schlimm zusagen das ich zum Therapeuten gehe. Warum auch? Ich erhoffe mir einfach das er das WIRRWARR was ich in meinem Gefühlsleben habe und was sich auch sehr negativ auf mich auswirkt, eine klare Linie, einen Weg zufinden.

Mein Kopf und meine Gefühle handeln ohne das mein "Ich" es kontrollieren kann. Das macht sich einfach in sofern bemerkbar das mein Kopf dauernt alles und jedes etwas analysiert und dazu sofort wieder Gedanken entstehen lässt die sofort einfach weiter gedacht werden, ohne das es aufhört.

Und das nicht mal beim Schlafen. Ich träume sehr viel und kann mich meistens auch noch an viele Träume erinnern. Also gibt es auch kaum "Stille" in meinem Kopf.

Bei meinen letzten Gespräch sind wir, mein Therapeut und ich, auf dieses nicht aufhörende Denken gekommen. Er hat einen kleinen "Test" gemacht, vollkommen simpel.

Er meinte das ich einfach mal an "Nichts" denken soll. Das Resultat war das ich fast 5 Minuten damit verbracht habe nachzudenken was das "Nichts" ist. Also eine Art Reaktionstest darauf.

Mein Thera mein auch das ich ein großes Suchtpotential in mir beherberge gegenüber Drogen und das ich sehr darauf achten sollte. Ich konnte ihm da auch nur zustimmen.

Ich möchte auch nochmal darauf hinweisen das das NICHT durch den Cannabis-Konsum verursacht oder verstärkt wurde. Das ist eine reine Kopfsache bei mir. *oberlehrer*


Nun gut.

1. Ich möchte gerne von euch wissen wie ihr, wenn ihr den eine hattet, die Sprechstunden/Therapie empfunden habt.

2. Was haltet Ihr allgemein von solche Institutionen?

3. Hattet Ihr vielleicht auch schon mal eine "schwere Zeit" und wenn ja wie habt ihr sie gemeistert? Von wem habt ihr euch helfen lassen?


Und nein ich bin nicht *monster* *irre*!*wieher*

gez. Mr. Kp

 [user:3433]

tucanIJah
N'abend,

besuch jetzt auch schon seit Anfang Mai diesen Jahres meine Therapeutin, 1x die Woche, jeden Dienstag Morgen für eine Stunde. Warum ich dort hingehe? Die meisten hier werden's schon gelesen haben : Zum einen hab ich einen Hang zu Depressionen und zum anderen nen gestörtes Essverhalten, kurzum Magersucht. Zur Zeit empfinde ich die Stunden eher als Knebel, was wohl daher kommt dass ich seit geraumer Zeit einen "Vertrag" mit meiner Therapeutin laufen hab, der von mir verlangr pro Woche 800g zuzunehmen. Da ich letzt Woche nur 500g und diese Woche 0 g geschafft hab macht mir meine Therapeutin halt richtig schön Druck und Stress, es kommt lediglich das Thema Zunahme und Essen zur Sprache, die anderen Dinge die man Vorher immer thematisierte werden links liegen gelassen... Und ich hab durch die erhöhte Menge an Futterkrams eh schon nen kopflichen Overdoze was das Thema Essen angeht. Hab meine Nahrungszufuhr seit nen paar Wochen schon um einiges aufgestockt, jedoch scheint mein Körper doch schon um einiges mehr zu benötigen als ich früher dachte und sich auch wohl recht schnell anzupassen. Heute wurd mir dann halt auch noch aufgebrummt täglich 2 Trinkpäcken hochkalorische Flüssignahrung zu mir zu nehmen, und das is ne Sache die ich ganz und gar nich ab kann.
Aber ich tendier offtopic zu werden...
Parallel zu diesen Stunden liefen in den letzten Wochen auch noch 2 Stunden mit meiner Mum zusammen da sie wohl auch eine recht große Rolle in meinen Depressionen einnimmt, diese Stunden widerrum empfand ich als verdammt nützlich und gut, genau so wie die Stunden in denen nicht nur das Mampfen Thema ist.

Zu meiner Meinung eines Seelenklempners : Find's definitiv nicht dumm sowas mal über sich ergehen zu lassen. Wo ist denn auch das Problem? Wenn ich Bauchschmerzen hab' und nicht weiss was ich dagegen tun soll geh ich doch auch zum Arzt, und wenn ich 'nen Problem mit dem Kabelfernsehen hab' ruf ich nen Techniker, warum also keinen Experten konsultieren wenn etwas mit meinem "Ich" nicht stimmt. Zudem ist die eigene Psycho wohl ein weitaus kostbareres Gut. Natürlich kann es schwer sein sich einzugestehen dass dort oben etwas anders läuft als bei manch einem genossen, jedoch bringt's auch nichts es zu ignorieren. Der Punkt liegt wohl darin es sich selber einzugestehen, und auch zu akzeptieren dass es ohne Hilfe von Ausserhalb verdammt schwer ist aus sowas rauszukommen.

Kann mir zudem auch vorstellen dass nahezu jedem nen Besuch in solch einer Instutition mal gut tun würde, man erhält eine ganz andere Perspektive was seine Handlungen angeht, wird auf Fehler eines Selbers aufmerksam die man vorher nie gesehen hätte.

Naja, soweit erstmal von meiner Seite her,

greetz

nIJah

Mr. Kp
Erstmal danke an euch beiden. Wirklich vielen Dank.

@ [user:3433]

Schade zu hören das du so schlechte Erfahrungen gemacht hast. Ich kann mehr oder weniger verstehen was du meinst.

Es ist einfach eine extrem Auseinandersetzung mit sich selbst und ich finde es toll das du es auch ohne Hilfe geschafft hast. Ich kann verstehen was du mit diesem "sich eingeengt" meinst und es ist nicht besonders leicht damit umzugehen.

Was NIjah schon angesprochen hat, das man sich Dinge eingestehen muss ist wirklich schwierig irgendwie. Man ist sein eigener Feind und Freund sozusagen zu gleich. Ich hoffe auf jeden Fall das es dir in deinem weitern Leben einfacher fällt. Und danke nochmal.

@ tucanIJah

Es ist sicher ätzend wenn jemand nicht versteht das da einfach noch andere sachen die einfach für dich wichtig sind und nicht beachtet werden sozusagen. Das ist wirklich ätzend, weil es einfach nicht weiter hilft, weil es immer präsent ist und es nicht los werden kann, weil einfach jetzt bei dir z.B. der Thera nicht versteht das dir noch andere Sachen auf der Seele liegen als das Essen.

Sich Sachen einzugestehen ist sicher eins der schwierigsten Dinge die es gibt. Und du hast Recht manchmal brauch man einfach eine Person die objektiv die Sache analysieren kann. Bloss ich denke bei mir ist es so das da Sprache schon fast nicht mehr ausreicht um dem Gegenüber verstehen zu geben was ich meine.

Es freut mich das du Vorschritte machst und ich hoffe das es auch weiter bergauf geht. Muss ja irgendwie.

Ich wünsche dir alles Gute und das es sich bei dir schnell lösen lässt. Sachen die einen belasten im Inneren können sich auch ganz schnell auf das Äussere auswirken.

Danke nochmal für deinen ausführlichen Post.

gez. Mr. Kp

Don Merino / Motorschaf
Nun, ich hab vor einigen Jahren auch ne Therapie gemacht..bei mir ging es damals in erster Linie drum, nen Weg zu finden, mit meinen Schul"kameraden" von damals fertigzuwerden. Mobbing is so n abgegriffener Ausdruck...sagen wir, sie ließen keine Gelegenheit, mich auf jede erdenkliche Art und Weise fertig zu machen, sei es handgreiflich, oder sei es mit Worten.
Wie dem auch sei, ich war dummerweise noch nie aufs Maul gefallen, und so hab ich sie meinen Hass halt auch regelmäßig spüren lassen, was natürlich nicht dazu geführt hat, dass ich weniger aufs Maul bekommen oder seltener miese Sprüche zu hören bekommen hätte bei allem was ich im Unterricht von mir gab.
Nun, diesem Teufelskreis galt es zu entrinnen.

Ich muss sagen, es hat bis zum Ende meiner Schulzeit nie ganz aufgehört, aber ich weiß nicht, ob ich ohne die Therapie je gelernt hätte, mir auch mal Dinge am Arsch vorbeigehen zu lassen, die so gesagt werden.
In den Sitzungen bei meinem Therapeuten ist es fast immer so gelaufen, dass ich eigentlich nur erzählt habe und er Fragen dazu stellte - was dann dazu führte, dass ich mir oft nach einiger Zeit in einem solchen Gespräch selbst Antworten auf meine Fragen geben und Lösungswege für akute Probleme vorschlagen konnte. Ich glaube, so etwas hilft einem wesentlich weiter als Ratschläge "von außen" zu bekommen.

Ich finde, das zeigt auch, wie wichtig es sein kann, zu reden - es kommt nicht selten vor, dass ich mich in einer Sache nicht entscheiden kann und dann erst im Gespräch mit einem Freund oder einer Freundin feststelle, dass ich ja eigentlich doch schon weiß, was ich will. Das Durcheinander an Gedanken im eigenen Kopf kann oft klare Betrachtungsweisen, wie sie erst dann entstehen, wenn man die eigene Situation jemandem erklären muss, verhindern.

Was ich generell von sowas halte?
Ich bin im allgemeinen ein großer Freund von Psychotherapie, Beratungsstellen und dergleichen - Allein schon, weil es vielen Menschen sonst an einem vertrauenswürdigen Gesprächspartner mangelt, der NICHT in die eigenen Probleme eingebunden ist. Und manchen fällt es generell leichter, einem eher unbekannten Menschen von intimen Dingen zu erzählen, so seltsam das für einige vielleicht klingen mag.
Abgesehen davon hat mein Therapeut mir definitv sehr geholfen, und ich wage zu bezweifeln, dass ein guter Freund von mir seine schweren Depressionen ohne diesen Mann überwunden hätte.

Das große Problem bei dem Thema ist, dass es augenscheinlich nen ganzen Haufen Unfähige in der Branche gibt, was dann wieder die Vorurteile füttert.

rookbom
ich bin zwar nicht bei einem therapeuten für den kopf, allerdings habe ich das gefühl, dass mein heilpraktiker (mit dem ich an meinem rücken arbeite) gleichzeitig auch einen teil der funktionen eines therapeuten übernimmt. genauso wie die anderen leute mit denen ich wegen körperlichen beschwerden zu tun hatte.

nun aber erstmal zu deinen fragen:
1. Ich möchte gerne von euch wissen wie ihr, wenn ihr den eine hattet, die Sprechstunden/Therapie empfunden habt.

ich empfinde die stunden als sehr angenehm, kommt aber sicherlich auch daher dass es im vordergrund nicht um probleme im kopf geht. allerdings empfinde ich nach den stunden nicht nur ein besseres gefühl in meinem rücken sondern gleichzeitig ein deutlich besseres gefühl mir selbst gegenüber und auch meinen umfeld. ich fühle mich also in körper und geist deutlich besser.

2. Was haltet Ihr allgemein von solche Institutionen?

im allgemeinen halte ich sehr viel von solchen Institutionen, da durch soetwas sicherlich sehr vielen menschen geholfen werden kann um ihre probleme zu überwinden und wieder ein besseres leben zu haben. allerdings kommt es ganz stark darauf an wie gut der therapeut/in ist, wenn er/sie schlecht ist dann bringt es dem patienten sehr wenig und kann unter umständen auch noch mehr schaden anrichten.
3. Hattet Ihr vielleicht auch schon mal eine "schwere Zeit" und wenn ja wie habt ihr sie gemeistert? Von wem habt ihr euch helfen lassen?

hatte sicherlich schon mehrere schwere zeiten, habe es aber zum glück mit hilfe von meinen freunden wieder geschafft mich hoch zu ziehen und habe zur zeit eine sehr gute phase. auch wenn mein rücken noch nicht ganz wieder in ordnung ist bin ich doch auf einem guten weg nicht nur geistig sondern auch körperlich wieder 100% fit zu werden! und dafür bin ich allen die mir helfen/geholfen haben sehr dankbar!

und ich wünsche allen die eine schwere zeit haben viel glück und denen die in therapie sind, dass sie mit ihren therapeut/in gut zurecht kommen und diese ihnen helfen können

 [user:10752]
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