Der HI-Virus
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[user:2981] |
The Who |
Aids berührt die meisten Leute nun mal nicht, weil sie nicht davon betroffen sind.
So geht es auch mir. Ich mach mir persönlich über AIDS keine Gedanken. Liegt vielleicht auch daran, dass ich in einer festen Beziehung lebe und mir nicht Gedanken um die Folgen eines ausschweifenden Sexuallebens mit unter Umständen häufig wechselnden Geschlechtspartnenr machen muss. Ich glaube die meisten verdrängen es nicht bewusst, sondern nur deshalb weil Sie sich nicht damit beschäftigen müssen. Diejenigen die AIDS betrifft, haben ganze andere Voraussetzungen und Kulturkreise. Schlimm ist es z.B. in Afrika. Aber da ich mir darüber fast keine Gedanken mache berührt mich dieses Thema nicht. Ich habe aber auch kein schlechtes Gewissen dabei. |
kingston-yard der liebeskr.. |
ich muss ehrlich gestehen noch nie einen aids-kranken bewusst getroffen zu haben, glaube auch nicht dass die krankheit ihr auf dem lande so verbreitet ist.
ich habe zudem die beführchtung das es immer noch diese vorurteile von wegen das es ne schwulenkrankehit sei, es nur schwarze bekommen etc. noch recht verbreitet ist. ich sprach mal mit jemanden der meinte das man extrem bemüht ist einen wirkstoff gegen aids zu finden, es zwar sehr schwierig ist aber in 10 bis max 20 jahren es dann wohl so sein soll dass man die krankheit behandeln/heilen kann. dann wird es zwar für viele zu spät sein aber das können wir leider nicht ändern, zumindest nicht bei denen die schon erkrankt sind. ich muss aber auch noch sagen, dass es eine krankheit ist die für andere probleme einspringt. nehmen wir mal an, es würden nicht so viele menschen an aids in 3.welt ländern sterben...meint ihr denen würde es dann besser gehen? nein sie würden ehlende kripieren an hunger, krieg einfach einer überbevölkerung. ich denke man müsse nicht nur beginnen den hi-virus zu bekämpfen sondern auch die ursachen für seine verbrietung und nicht nur im bereich verhütung! edith meint meine orthographie sei mieserabel und ich müsse ganz schön selbst verliebt sein wenn ich "ich" andauernd als erstes wort verwenden muss. |
[user:2981] |
sour_mash |
Sicherlich haben wir alle schonmal einen Aids Kranken getroffen.
Die haben kein Schild auf der Stirn. Unverschämtheit |
kingston-yard der liebeskr.. |
also ich bin der meinung das die welt jetzt schon überbevölkert ist und würden nicht so viele an aids sterben wären es noch mehr, wodurch sich, denke ich, andere lebensbedrohende faktoren verstärken würden wie narungsmangel, umweltverschmutzung etc. pp.
gäbe es insgesammt weniger menschen, sagen wir nur 2/3 so viele dann wären es natürlich weniger kranke aber viel wichtiger ist es gäbe weniger möglichkeiten das sich die krankheit weiter ausbreitet... ach mist das kommt jetzt so rüber als würde ich solchen leuten den sex verbieten oder so...nein was ich sagen will, durch die unkontrolierte wachstumsrate der spezies mensch verbreitet sich auch die krankheit wesentlich rasanter. es würde zwar auhc funktionieren z.bsp. in afrika die geburt von mehreren kindern unter strafe etc. zu stellen aber das ist unmenschlich und kann ins gegentiel umschlagne. es wäre viel wichtiger das man am gesamtkonzept was ändert sonst funktioniert es sicherlich nicht. du kannst den menschen nicht kalr machen sie sollen weniger kinder gebären, brauchen sie die doch als arbeitskraft für die familie, also entweder sterben die leute weil sie aids haben oder weil sie keine kinder mehr bekommen und weniger sex haben dafür noch weniger verdienen und wiederum am narungsmangel sterben. ich denke man muss erstmal das fundament erneuern bevor man das dach neu deckt...das ganze kann natürlich gleichzeitig laufen aber zu erst das dach wird nicht funktionieren! edith meint es ging um das bewusste treffen eines aidskranken sour_mash! |
[user:2981] |
[user:14681] |
[user:2981] |
kingston-yard der liebeskr.. |
danke dir zum upic!
hab nur deinen post net ganz verstanden und versuch einfahc noch mal klar zu machen was ich meinte: um der krankheit aids herr zu werden muss nicht nur ein heilmittel gefunden werden sondern auch präventiv etwas getan werden. die geburten kontrolle ist aus oben genannten gründen ebenfalls unmenshclich wie ich finde da denn die arbeitskräfte fehlen und die menschen an hunger anstatt an aids sterben...glaube ich... beides ist furchtbar unmenschlich nur glaube ich wenn wir ein probelm beseitigen tritt das andrer problem stärker hervor also müssen effektiv beide bekämpft werden sonst bringt es der menschheit garnichts! das problem im endeffekt ist eignetlich nicht das aids furchtbar ist oder hungern sondern furchtbar und unmenschlich ist der mensch selbst und wie er mit der umwelt, den tieren und seiner eigenen art umgeht! ich glaube fast, der mensch ist das problem nicht die ergebnisse. (natürlich ist nicht jeder mensch schlecht sondern eben viele eigenschaften. aber du weist ja wie ich meine!) edith meint ich habe wärend des posts schreiben deinen post verstanden (war bissl komliziert geschrieben oder ich stand aufm schlauch) hab es aber einfach mal so belassen |
Otto Natter |
Danke für diesen Fred.
Ich persönlich mache mir schon häufig Gedanken über dieses Thema, obwohl ich niemanden bewusst kenne der betroffen ist und ich selbst ein eher maues Liebesleben habe momentan.
Wie hier schon bemerkt, ist das schlimme an der Sache einfach, dass sich viele Leute einfach nicht bewusst sind dadrüber, dass die Gefahr einfach präsent ist. Egal wie viel wir oder andere Leute reden, ein Großteil der Leute hält es für eine Krankheit der 3.Welt oder wenn in Europa bzw. gar BRD, dann nur als Krankheit der Homosexuellen oder Prostituierten. Allerdings ist, selbst wenn wir bei dieser Idee bleiben die gefahr doch da. Wie viele Männer gehen ins Bordell und verzichten auf Verhütung? Da kann es sehr wohl auch mal passieren, dass der nette Junge von nebenan sich was eingefangen hat, was er seiner Freundin weitergegeben hat und diese an den neuen Freund etc. Ich weiß auch nicht genau, was man für noch mehr Aufklärung machen kann, denn eigentlich gibt es die für Interessierte zur Genüge. Aber es ist echt wichtig dieses Thema immer und immer wieder zu besprechen- und nicht nur zum 1.12... |
Fanta I |
Die Frage ist die... Wer ist man? Ich denke, das Motto sollte lauten: Eigenverantwortung. Prävention ist die effektivste Maßnahme gegen HIV. & wenn du denkst, es wird zuwenig Aufklärungsarbeit geleistet, dann betätige dich lokal. Eine gute Sache & absolut notwendig, denn die Zahlen an Infizierten in West & Zentraleuropa zeigen es.... ...2001................2002..............2003..............2004...............2005 540.000.........600.000.........580.000........ 610.000.........720.000 ...................(übernommen von Wiki) und erschreckend.... gerade im letzten Jahr haben sich über 110.000 Menschen neu infiziert!!! Wen es interessiert, kann sich unter www.unaids.org das aktuelle PDF-File von UNAIDS in Zusammenarbeit mit der World Health Organisation runterladen. Sehr aufschlussreich... WIKI natürlich auch. Ich möchte zum Thema Aids nur eins sagen.... Ich finde es erschreckend, wie viele (auch jüngere) Leute ungeschützten Geschlechtsverkehr haben. Gerade bei einmaligen Geschichten ist mir aufgefallen, wieviele es doch lieber OHNE machen würden. Nach meinen Erfahrungen: Verhältnis hochgerechnet würde ich sagen 40:60 (tendenziell 50:50). Und das ist definitiv zu viel! Es geht mir nicht nur primär um Aids, ich frage mich, ob die Leute auch schon von anderen Geschlechtskrankheiten gehört haben Die ganz & gar nicht ungefährlich sind?!! Und es kann jeden treffen. Ich befürchte, es läuft unter Verdrängung,naja mehr Verharmlosung, denn die Aidskampagnen werden nach wie vor gepusht. Nach dem Motto: "Ich doch nicht".
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Freaky FourfingaZ |
In den Medien, wird halt fast nur über die Ansteckungs/sterbe-rate von Afrika gesprochen. Da fühlt sich der gemeine Deutsche nicht angesprochen. Im Hinterkof hat man zwar, dass man es sich auch hier einfangen kann, aber man hält die Wahrscheinlichkeit einfach für sehr gering.
Da muss ich mich auch miteinschließen. Ich selbst geh verantwortungsloser damit um, als man das wohl erwarten könnte. Klar im Bordell, sollte man immer Gummi verwenden, mach ich auch, aber auf der Straße schätze ich die Gefahr einfach sehr gering ein. Was nicht heißt, dass ich mich mit dem Thema AIDS noch nie auseinandergesetzt habe. Mir ist durchaus bewusst, dass ich mir bei jedem ungeschützten Verkehr, mit wechselnden Partnern anstecken kann. Auch ist mir die Ansteckungsrate von knapp 2500 Menschen pro Jahr bewusst. Doch um ehrlich zu sein; ich geh das Risiko ein. Klar besteht die Möglichkeit dass, ich bei jedem Verkehr, mein eigens Todesurteil unterschreib. Aber ich muss mir auch jedesmal, wenn ich in ein Auto einsteig, bewusst sein, das es die letzte Fahrt sein könnte. Da ist die Wahrscheinlichkeit einfach deutlich höher, durch ein Verkehrsunfall zu sterben als mich mit HIV zu infizieren. Das einzigste, vordem ich wirklich Angst habe, ist das ich eine andere Person unwissentlich damit infiziere. Da würde ich Schludgefühle bekommen. Auf der anderen Seite denk ich: Von mir wird niemand gezwungen, ohne Gummi mit mir zu schlafen und wenn die Frau auch ohne Gummi will, dann trägt sie in gewisser Weise ihr eigenes Risiko, so wie ich meins. Bei einvernehmlichem Sex ohne Kondom müssen sich einfach beide Parteien im klaren sein dass, das Risiko einer Infektion vorhanden ist. |
Otto Natter |
Absolute Zustimmung, Fanta I!!! |
[user:2981] |
[user:13795] |
kopfsalat |
kennt jemand den film "fickende fische"?
mir ist bei dem film bewusst geworden, wie nebensächlich, aber gleichzeitig allgegenwärtig und einschränkend die krankheit im leben eines betroffenen ist. |
Otto Natter |
[user:2981],
Fickende Fische habe ich gesehen, sehr gut gemachter Film, wie ich finde. Aber eine Frage an Dich [user:2981], in einem anderen Fred sagst Du
Das passt für mich nicht ganz zusammen. Ich denke (und hoffe), dass Du diese Aussage auf das Liebesspiel in einer Beziehung beziehst, trotzdem harter Tobak in dieser HInsicht... |
JabbaTheHut |
bei mir hier in der gegend wohnt eine aids kranke ..bzw. hiv infizierte ....sie macht ein metadon programm ..hat sich meines wissen an ner nicht "reinen" nadel angesteckt ...
ist schon hart sowas zu sehen ..dieses verfall mit zubekommen auch wenn ich sie nur manchmal sehe wenn sie mir über den weg läuft ...kenne sie nur flüchtig ...rede auch nich groß mit ihr aber es trifft mich trotzdem immer wieder dieses "Elend", ich weiss manche schreien bei dem wort jetzt auf weil es vllt das falsche wort ist , sieht . |
xmas |
mein Mitbewohner aus Kamerun geht schon garnicht mehr ans Telefon, wenn jemand aus Afrika anruft, weil er dann nur zu hören kriegt wer wieder alles gestorben ist, und Kamerun gilt noch als moderat in der Hinsicht. aus EZ-sicht ist HIV/AIDS eine Megakatastrophe: die Erwachsenen sterben weg, mit negativen Konsequenzen für die EZ aber auch das bisherige Sozialsystem. so erkranken und sterben qualifizierte Bauern, Beamte, Angestellte und Industriearbeiter. in einigen Ländern Afrikas sterben pro Jahr mehr LehrerInnen und KrankenpflegerInnen an HIV/Aids, als ausgebildet werden. oder Eltern: Millionen von Waisen und Großeltern ohne Einkommensquelle. Familien benötigen aber gerade zusätzliches Einkommen für Medikamente, Pflege, Beerdigung..
der Südafrikanische Präsident ließ noch vor 5 Jahren verlautbaren, Menschen sollen keine HIV/Aids-Medikamente einnehmen, da die Krankheit nur eine Ausrede und die Medikation sie in Wirklichkeit eine Maßnahme des "weißen Mannes" darstelle, um die Schwarzen auszurotten. (wohl angelehnt an der statistischen Bobachtung, daß ein hoher Anteil der medizinisch Betreuten nach Einnahme der Medikation starb.. ^^) darüberhinaus verkündete das Gesundheitsministerium, daß HIV/Aids eine Folge von Mangelernährung wäre und forderte die Bevölkerung explizit auf ihr sexuelles Verhalten nicht zu ändern, sondern einen Löffel Olivenöl pro Tag zu essen.. irgendwie muß man sich nicht wundern, dass keine Entwicklung in Afrika stattfindet. hoffentlich kriegt der Papst mal sein Maul auf. was die Aufklärung in BRD angeht: ich habe nicht den Eindruck, daß in den vergangen Jahren soviel davon betrieben wurde wie vor 10 Jahren. |
[user:2981] |
Grenzwert |
meinst du wirklich, dass ein home-test viel ändern würde? sicher, man könnte dann schneller herausfinden ob man positiv is. wobei ich persönlich aber imernoch so naiv bin zu glauben, dass sich menschen, die sogenannten "risokofaktoren" ausgesetzt sind, aus eigenem antrieb heraus beim arzt mal testen lassen. okay, machen viele nich... aber die frage is, ob diese das trotz home-test nich vielleicht auch nich machen würden. weil der ja bestimmt was kostet, etc...
und die ursache, wieso niemand was gegen aids macht - tja, mit den viren is das so.. die generationszeit von denen is so viel kürzer als die von uns, dass sie in ihrer evolution uns immer mehrere schritte vorraus sein werden weil sie einfach viel öfter viel mehr möglichkeiten haben, zu evolvieren. daher is natürlich die prävention die einzige sinnvolle maßnahme zur zeit. und was die überbevölkerung betrifft... ich glaub, der gedankengang, dass die menschen dort kinder brauchen um ihre felder zu bewirtschaften, is schon lange überholt. die frauen bekommen kinder, weil prostitution für viele die einzige möglichkeit is, sich finanziell über wasser zu halten. die frauen bekommen kinder, weil (ja, das is sexistisch und pauschal, aber es scheint ja wohl wirklich fakt zu sein) die männer dort einfach keine kondome benutzen wollen. lösungsansätze? zb die "einschränkung" der sexualität. was soll denn bitte so schlimm daran sein, wenn es wieder sowohl in afrika als auch in europa, zur sitte wird, nur mit dem eigenen partner zu schlafen und mit diesem auch eine möglichst lange beziehung zu führen? dies sollte eine selbstverständlichkeit sein, zumindest bei der breiten masse. dieses ständige durch-die-gegend-ficken bei manchen menschen hierzulande widert mich an - und damit is man natürlich auch alles andere als ein vorbild für entwicklungsländer mit geburten- und aidsproblemen. |
[user:2981] |
Kitty, just Kitty |
Mhm...für mich ist das Thema AIDS schon eines, mit dem ich in meinem persönlichen Umfeld zu tun hatte/ habe und dementsprechend hab ich mich auch damit auseinandergesetzt.
Die damalige beste Freundin meiner Mutter, die immer auf mich aufpasste wenn meine Mutter arbeiten war, ist vor einigen Jahren an AIDS verstorben. Wir haben sie damals fast täglich zu Hause bzw. dann im Krankenhaus besucht und es war schrecklich mitanzusehen wie eine Person die man gerne hat zu Grunde geht. Ich hatte nicht mit wirklich vielen verschiedenen Personen Geschlechtsverkehr, und mit den meisten davon war ich in einer festen Beziehung. Ich hatte zwar immer ne gewisse Angst vor einer Infektion, aber ich hatte nie den Mut, einen Test zu verlangen, da ich nicht wollte, dass ich schrecklich misstrauisch wirke. Außerhalb einer Beziehung, als bei nem ONS, in nem Bordell oder whatever sollte es meiner Meinung nach selbstverständlich sein, sich und den Sexualpartner mit nem Kondom zu schützen. Ich hab mich vor ein paar Monaten auf AIDS und Hepatitis testen lassen, da ich Angst hatte, dass ich meinen Partner, mit dem ich damals zusammengekommen war, mit einer Krankheit, die ich ohne mein Wissen in mir trüge, anstecken könnte. Da mich mein Hausarzt 1) schon länger kennt und 2) für so nen Test Geld verrechnen müsste wollte ich den Test bei der AIDS Hilfe machen. Ich glaube dass viele Leute in dem Punkt ähnlich denken, aber das ist, vor allem wenn man nicht in einer größeren Stadt wohnt, umständlich und ich glaube, dass manche Leute schon alleine dadurch abgeschreckt werden. Ich musste eine Stunde zur AIDS Hilfe fahren, dort wurde mir Blut abgenommen und nach einer Woche musste ich wieder dort hinfahren. Ich halte so nen Heimtest für ne gute Idee. Denn ob man mit nem positiven Testergebnis bei der AIDS Hilfestelle rausspaziert und sich vor den nächsten Zug schmeißt oder ob man das Ergebnis zu Hause erfährt und ebenso reagiert ist wurscht. So ein Heimtest wäre auf jeden Fall unkomplizierter durchzuführen als der bei der AIDS Hilfe. Alternativ könnte man ja ein Gespräch in ner Beratungsstelle vorraussetzen, bevor der Test verkauft werden darf, damit man im Fall des Falles einen Suizid eventuell verhindern kann. Hmm...aber da besteht auch wieder die Gefahr, dass jemandem das zu unständlich, peinlich, whatever ist... Zum Thema AIDS in Afrika kann ich nicht wirklich was sagen. Da muss ich zugeben, dass ich mich wirklich nicht so eingehend damit beschäftigt habe. Ich denke, das ist was, wo ich als Privatperson bzw. die meisten Leute hier in Österreich/ Deutschland nicht sooo viel tun können. Die Ausbreitung von AIDS hier bei uns einzudämmen liegt hingegen schon in unserer Hand... |
kopfsalat |
es geht nicht nur um felder, es geht um versorgung im alter, um rente in jedem bereich, nicht nur in der landwirtschaft. dieser gedankengang ist nicht überholt, hierzulande vielleicht vergessen, weil die rente zentral geregelt ist, doch unser rentensystem bricht durch den geburtenrückgang zusammen, aber das ein thema für sich.
wieviele von den 848,65 millionen afrikanern sind deiner meinung nach nutten?
die frauen bekommen kinder weil: 1. siehe oben, versorgung im alter (und zwar nicht nur aus rationaler entscheidung, sondern eingebettet in ein wertesystem in dem familie recht weit oben steht) 2. schlechtere bildung als in der ersten welt 3. schlechterer zugang zu verhütungsmitteln (nicht nur kondome) 4. einfluss der katholischen kirche . . . was du da schreibst ist wirklich ziemlich pauschal, das thema ist wesentlich vielschichtiger, als von dir beschrieben. zum thema monogamie hat [user:2981] schon was geschrieben, ansonsten wär das hier auch noch aufgetaucht. |
[user:21486] |
[user:2981] |
Grenzwert |
ich weiß, dass ich pauschalisiert hab.. natürlich sind nich alle afrikanerinnen nutten. dies sollte auch eher nur als beispiel dienen... kopfsalat, du nennst u.a. bildung und zugang zu verhütungsmitteln. und genau da muss man natürlich ansetzen.. bildung. insofern halte ich die verbesserung des bildungsstandards in den entsprechenden ländern für das sinnvollste überhaupt. und überhaupt eine gerechte globalisierung in der richtung, dass es für die menschen dort keine zwänge mehr gibt, viele kinder bekommen zu müssen. die starke ausbreitung von aids is meiner ansicht nach letztendlich "nur" eine schreckliche begleiterscheinung der verhältnisse dort, die man auch als außenstehender beobachter nich einfach so hinnehmen sollte..
monogamie, nunja.. es is in der tat bezeichnend, dass es immer die hochkulturen waren, die monogamie propagiert und in der gesellschaft manifestiert haben. neben dieser korrelation könnte es da eine kausalität geben... oder auch nich, ich bin kein gesellschaftswissenschaftler. nur finde ich persönlich nich, dass das freie ausleben der sexualität das wichtigste im leben is.
auf jeden fall... ich wollte nich so klingen, als ob ich den derzeitigen umgang mit aids für richtig halte. das testen einer ganzen gesellschaft wäre natürlich super... aber da hab ich keine ahnung, ob das finanziell und logistisch machbar wäre. wäre natürlich gut, wenn.
zustimmung. |
ko'ben |
An der Stelle schalte ich mich mal ein. Dass es keinen Home-Test gibt, hat seinen guten Grund und nichts mit Geldmacherei zu tun. 1. Die Zeit in der man infiziert ist, aber mit ELISA-Tests entweder Anti-HIV-Immunoglobine oder Viren-Proteine nachweisen kann, ist zu groß. Es wird wie ich finde den Patienten zu recht nicht zugetraut das abzuschätzen und kann ja auch manchmal nicht erkannt werden, wenn der mögliche Infektionszeitpunkt nicht bekannt ist. Das führt zu einem falsch-negativem Ergebnis. 2. Weitere Schwierigkeit ist die Klassifikation des Patienten. Dabei wird die Möglichkeit falsch-positiver Ergebnisse für jeden einzelnen Patienten anhand seiner Krankheitsgeschichte abgeschätzt. Die erste Schwierigkeit ist die schwerwiegende. Der ELISA-Tester denkt sich: nicht HIV-positiv, obwohl er es ist. Die Konsequenzen kann sich jeder ausmalen. Zur info: Bei manchen Leute beträgt diese diagnostische Lücke mehr als 12 Montate. Der Arzt kann neben dem ELISA auch einen Westernblot und eine RT-PCR durchführen, das kann niemand zuhause machen und gibt in einigen Fällen erst die gewünschte Sicherheit. Nicht immer steckt hinter den Handlungen von Pharmakonzernen Geldmacherei, sondern tatsächlich ein tieferer Sinn. |
Kitty, just Kitty |
Die Tests, die gemacht werden, wenn man zu ner AIDS Hilfe Stelle/ zum Arzt geht funktionieren aber auch mit ELISA. Da wird einem auch gesagt, dass das Ergebnis nur das anzeigt, was 3 Monate oder länger zurückliegt. Und das könnte man bei so nem Heimtest auch mitteilen (oder in die Packungsbeilage schreiben, aber man kann ja nicht vorraussetzen dass die alle lesen...) Ich meine, es ist doch nicht zu viel verlangt, wenn die/ der ApotherkerIn sagt: Dieser Test kann eine Infektion erst nach so und so langer Zeit nachweisen. |
ko'ben |
Richtig, damit wird gescreent. ELISA ist also nur der Suchtest, der häufig keine ja/nein Antwort liefert. Die Teststreifen haben manchmal ein an Vodoo grenzendes Eigenleben und von gesichertem Nachweis keine Spur. Eine Bestätigung durch Westernblot und Infektionsnachweis durch RT-PCR, wobei letzteres meist aus Kostengründen wegfällt.
Was ich mit meinen Posts klarmachen will: Es sind -soweit ich es vom momentanen Stand der Technik weiss- viel zu viele Unwägbarkeiten bei der Anwendbarkeit und Interpretation des HIV-ELISAs. So eine lebensverändernde Diagnose sollte meiner Meinung nicht so leichtfertig gestellt werden. |
[user:16869] |
[user:2981] |
kopfsalat |
naja, betrifft gleich zwei tabus, tod und sexualität... |
MadMann |
...ich will ja jetzt nicht Öl ins Feuer giessen, aber in Deutschland ist es faktisch eine Krankheit die hauptsächlich Minderheiten betrifft. ca.70% der Infizierten im Jahr 2006 waren homosexuell, 9% haben es über Drogenutensilien abbekommen und der geringe Rest sind über GV unter Heteros oder ähnliches erfolgt. Das ist momentan der Stand. Damit will ich jetzt auch keine Homosexuelle angreifen denn alleine durch die geringere Partnerwauswahl macht sowas natürlich auch schneller die Runde (natürlich auch durch bestimmte Sexualpraktiken) |
ko'ben |
Dabei bitte mitbedenken, dass HIV häufig heutzutage behandelbar ist (HAART), weshalb der Anteil an Infizierten in dieser oder jenen Minderheit über deren momentanen Umgang nicht viel bis gar nichts aussagt. Die Neuinfektionen aus vergangenen Jahren sind in diesem Anteil aufsummiert und eben wegen der erwähnten Therapien nicht vergleichbar. Interessant ist also nicht der Anteil an HIV-Infizierten, sondern die Neuinfektionsrate. Zu dieser meint das Robert-Koch-Institut anläßlich des Welt-Aids-Tages:
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