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Kiffen statt Saufen=Krebs statt Aids ?

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Haken
Ich bin seit nunmehr 3 Jahren-mal mehr mal weniger- Alkohol-abhängig.
Doch solange ich das Saufen mit Kiffen "kompensieren" kann(ich kiffe natürlich nicht nur deshalb),hab ich auch gar kein Verlangen nach Alkohol.
Darum dachte ich mir, ich könnte ja versuchen vom Saufen aufs Kiffen "umzusteigen" und letzteres nach und nach auf ein gesundes Level herabsenken.
Hat diesbezüglich schon jemand von Euch Erfahrungen gemacht und wenn ja,welche?

Anis
Wieso kommst du von Saufen auf Aids? *???*

 [user:12273]

Steinlaus
In diesem Fall wäre es schon wieder Drogen-Missbrauch, weil du mit dem Kiffen das Saufverlangen kompensierst, also abzuraten.


Und wo der Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und HIV ist, bleibt auch mir schleierhaft.



*???*


Hast du bereits proffesionelle Hilfe in Anspruch genommen?

 [user:11963]

Kantakukuruz
Na, das mit Krebs und Aids meint er anscheinend nur symbolisch. So wie man sagt, dass man "die Wahl zwischen Pest und Cholera" hat.

Was mich interessieren würde: Haken, was verstehst du unter "mal mehr mal weniger- Alkohol-abhängig"? Wenn du "nur" mehr oder weniger regelmäßig zu viel säufst, dann könntest du das eventuell mit viel Selbstkontrolle und einigen Veränderungen in deiner sonstigen Lebensweise in den Griff kriegen.

Wenn du wirklich alkoholkrank bist, dann ist das eine echte und ernst zu nehmende Krankheit, an die man besser einen Spezialisten ranlässt, als sich selbst mit irgendwelchen "Hausmittelchen" zu kurieren.

In jedem Fall solltest du mal zu ner Suchtberatung gehen. Schon mal um zu wissen, was mit dir eigentlich los ist.

Haken
Ich meinte das nicht so wörtlich(ich meinte Kiffen statt Saufen=wählen zwischen Krebs und HIV? Also das bessere von 2 Übeln?)
Und zum Thema prof. Hilfe:Ich hatte welche genommen,nachdem ich aufgrund meines Alkoholkonsums ausgemustert wurde... *abstink*
Doch es hiess man könnte nicht viel für mich tun,solange es nich schlimmer würde,da ichNOCH NICHT die typischen Symptome von Alkoholismus aufweise(die wollten echt warten, bis es schlimmer ist...).
Dann lebte ich ein Jahr auf der Strasse und hatte echt anderes im Sinn als mir"helfen zu lassen".
@steinlaus: ich hab auch schon vorher gekifft,und zwar weils mir einfach was gegeben hat und nicht um zu kompensieren(war evtl. ungünstig formuliert) und das hat sich nicht geändert-dazu kommt noch,dass es mir-wie oben erwähnt-mein Alkohol-Verlangen nimmt...(zitat ich weiss nichtmehr welcher film:manchmal muss man eben drogen nehmen um von anderen drogen runterzukommen)So ist es eben nicht,Mary Jane hilft mir bloß dabei...ist das so verkehrt?! *schmoll*

@Kanta:d.h.:mal in schlimmerem,mal in weniger schlimmem Ausmaß

Steinlaus



Na ja es ist gefährlich sich nicht des Rausches wegen zu berauschen... das ist das signifikante am Missbrauch.


Wie wär es denn mit dem Blauen Kreuz oder ähnlichen Selbsthilfegruppen?

Haken
@Steinlaus:
Das versuche ich doch zu sagen;ich"berausche"mich doch"des Rausches wegen"-das mit dem alk ist ja nur ein positiver Aspekt bzw.Nebeneffekt!
(Außerdem ists ja nicht so, dass ich wie son ultra-fertiger Berber den ganzen Tag nur besoffen in der Ecke liege.)

Steinlaus
Achso, habs so verstanden das du Rauchst um nicht zu trinken.

aya47
hi,

also demnach wärst du grade mal 2 monate und 11 tage älter als mein sohn. und wie hast du es da geschafft, schon +/- 3 jahre alkoholiker zu werden? ab 15 ???

dazu müsste man mehr über deine familienverhältnisse wissen. aber es scheint doch wirklich eher professionelle hilfe zu sein, danach du mal suchen solltest, finde ich.

und eine sucht durch eine andere zu ersetzen, heißt nicht frei zu sein. frei zu sein heißt nichts brauchen zu müssen, nichts, ohne dem man nicht leben könnte... unabhängig und selbsterhaltungsfähig, sollte das nicht der wunsch jedes menschen sein ?


*meditier*

ps: aber krebs kann heilbar sein, und aids nicht, das ist der unterschied (ist aber trotzdem ein seltsamer vergleich)

Haken
Ja,obwohl ich eher denke,ich trinke schon seit ich 14 bin. Ich war seit meinem 12ten Lebensjahr im Internat(genau genommen eine WG und 2 Internate)und ich trank einfach gerne.es hat mir"geschmeckt" und ich hatte einfach Spass daran.
und naja, meine fam. Verhältnisse sind ziemlich zerrüttet, Eltern geschieden, mehrmals zuhause rausgeflogen,...(ja, ich bin schon arm dran...) *lol*

Und wieso ist das ein seltsamer Vergleich? Das IST gar kein Vergleich(jdfalls kein direkter).

zum thema selbsterhaltungsfähig:meinste nicht dass das etwas dramatisch formuliert ist?
Ich kann nichtmal sagen ob ich mich unfrei der Sucht wegen fühle...ich bin seit 1Jahr arbeitslos,häng jeden Tag nur rum oder schreib Bewerbungen-wahnsinnig unabhängig,was?! *grmpf*

Kantakukuruz
Sieh zu, dass du zu ner Beratungsstelle gehst. Das von wegen, dass du erst "richtig abhängig" sein musst, stimmt vielleicht für ne stationäre Therapie. Ein Gespräch bei ner Suchtberatungsstelle in deiner Nähe kannst du immer führen und dabei gemeinsam mit dem Berater rausfinden, welche Maßnahmen für dich richtig sind. Und wenn du da warst und das Gefühl hast, dass die dort doof sind oder dir nicht weitergeholfen haben, geh zur nächsten Einrichtung dieser Art. Das letzte, was dir in deiner Situation hilft, ist abwarten und so weitermachen.

Haken
ja,ich sehs ja ein...
da wäre nur noch die zu überwindende Selbstblockade... *abstink*
(und die fehlende Motivation(ich trink ja gerne))

Aber ich versuch es anzugreifen... *ohje*

Kantakukuruz
Und gerade weil du gerne trinkst, solltest du lernen (wenn nötig mit Hilfe von außen), so zu trinken, dass du Spaß dran hast, ohne dass du irgendwann dran kaputt gehst.

Also gib dir nen Ruck!

Günne
-mal mehr mal weniger- Alkohol-abhängig.

Quelle: Haken


Auch wenn die Unterscheidung sehr schwer ist, Alkoholismus ist eine Krankheit und die hat man oder man hat sie nicht. Man hat sie übrigens ein Leben lang, es gibt keine "geheilten" Alkoholiker, es gibt trinkende (nasse) und abstinente (trockene) Alkoholiker, wobei es niemals und für niemanden eine Garantie auf dauerhafte und (rest-)lebenslange Abstinenz gibt.

Es gibt in unserer Gesellschaft viele Menschen, die Alkohol missbrauchen, mal mehr, mal weniger, sowohl was die Menge anbelangt, als auch was die Dauer und die Intensität betrifft. Ein Großteil dieser Menschen entwickelt keine Abhängigkeit im Sinne des Krankheitsbildes, auch wenn hier ein "Aussteigen" genauso schwierig sein kann. Die Grenzen zum abhängigen, sogenannten "Gewohnheitstrinker" sind sehr schwer zu ziehen, zumal es auch bei "moderatem Missbrauch" zu körperlichen Schädigungen kommen kann. Andererseits kann es sein, dass man auch schon in jungen Jahren mit relativ kurzer "Trinkerfahrung" eine ausgeprägte Abhängigkeit entwickelt, die behandlungsbedürftig ist.

Zu Dir und Deinen Fragen (ich lasse das mit Kiffen und Saufen im Vergleich zu Krebs und HIV mal komplett weg, weil ich den Zusammenhang zwischen drei Krankheiten und einer - im Regelfall und bei kontrolliertem Umgang harmlosen - Angewohnheit nicht herstellen kann):
Zuerst solltest Du Dir Klarheit darüber verschaffen, ob Du alkoholabhängig bist. Das hat in erster Linie sehr viel mit Ehrlichkeit - und zwar absoluter und unbedingter Ehrlichkeit - sich selbst gegenüber zu tun. Sei ehrlich zu Dir selber, versuche, in Dich hineinzuhören, frage Dich selbst und gib Dir eine ehrliche Antwort.
Als nächstes empfehle ich Dir den Besuch bei einem Hausarzt Deines Vertrauens. Das mag sich auf den ersten Blick etwas komisch anhören, aber wenn Du ihm Dein Problem bzw. Deine Gedanken zu dem Problem schilderst, wird er Dich erstmal anhören. Dann wird festgestellt, ob und wenn ja welche körperliche Schäden bereits vorhanden sind - dürfte in Deinem Alter wohl keine Ergebnisse (vielleicht auffällige Leberwerte) ergeben.
Der Arzt wird Dir auch weitere Anlaufstellen nennen können, seien es nun die Anonymen Alkoholiker (Startseite AA), das Blaue Kreuz (Startseite Blaues Kreuz), der Kreuzbund (Startseite Kreuzbund) oder eine andere der vielen Selbsthilfegruppen. Auch ein Blick in die Zeitung oder das Telefonbuch kann helfen, eine Gruppe in der Nähe (es gibt auch viele kleine, regionale Selbsthilfegruppen) zu finden. Bei den meisten dieser Selbsthilfegruppen ist man übrigens auch als Interessent, Fragesteller, Besucher (weiß nicht, wie ich's nennen soll) willkommen, abgewiesen wird eigentlich niemand, außer er ist volltrunken. Man kann sich das mal unverbindlich angucken, man kann jederzeit gehen, wenn's einem nicht passt, man wird zu nichts gezwungen.

Nun kommt das Herbe daran: diesen ersten Schritt, dieses erste Aufraffen, diesen ersten Arztbesuch (oder Besuch einer Gruppe) mit all seinen Konsequenzen und Folgeschritten, den musst DU machen. Diesen Schritt musst Du in Deinem Kopf machen, die Ausrede "die waren alle blöd in dieser Gruppe" oder "der Arzt hat ja schon zu, wenn ich aufstehe" zählt nicht, dann gehst Du am nächsten Tag zu einer anderen Gruppe oder stellst Dir zwei Wecker.

Sollte dann diese Befragung Deiner selbst bei ehrlicher Beantwortung - und da sind wir wieder bei dem Punkt Ehrlichkeit Dir selbst gegenüber - ergeben, dass Du ein ernsthaftes Problem mit Alkohol hast, ist es wiederum Deine eigene und ehrliche Entscheidung, wie Du weiter damit umgehen willst.

Auf keinen Fall ist es eine Lösung für ein Alkoholproblem, zu versuchen, dieses auf eigene Faust und mit - in diesem Fall - zweifelhaften Ersatzdrogen anzugehen. Ob es nun Kiffen ist oder ob Du Glücksspiel zu Deiner Ersatzdroge machst - eine Suchtverlagerung hilft Dir nicht weiter. Solltest Du ein Alkoholproblem haben, kann Dir nur professionelle Hilfe einen Weg zeigen, kiffen allein reicht da nicht.




Haken
Ich hab auf euer "Anraten"(aber aus eigenem Willen:) ) heut mal die AA`s kontaktiert und geh zum näxten ftf(face-to-face)...
mal schaun, schaden kanns mir ja net! *grins*

bei Bedarf kann ich Euch ja irgdwann mal informieren wie`s läuft/gelaufen ist...

Steinlaus



Das wäre sicherlich ein feiner Zug :)




Viel Glück.

Haken
war am freitag beim ersten f-t-f ...
hab jetz son 30Tage Programm-bis jetzt hab ichs durchgehalten... *wieher*

 [user:14681]

Haken
Ich habs nicht geschafft...hatte heute schon nen "Rückfall" *bombe*
Aber ich hass mich dafür, ist doch schon n Fortschritt*selbstverachtendschnaub* *heul*

-edit-
Mein Userpic lässt das ganze immer so komisch aussehen... *???*

-editdieZweite-
Ganz toll, ich hab ma bei denen angerufen und die meinten so:"Einfach nochmal probieren"...
Nicht gerade sehr Selbstdisziplin-fördernd... *abstink*

StS
*schüchtern fred aufweck*
nen neuen Versuch gestartet?
hoffentlich mit Erfolg gekürt...

Haken
Ja, hat sich erledigt;)
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