Kündigung seitens des Arbeitnehmers |
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Doc Gonzo |
Liebe Gemeinde,
heute möchte ich mich einmal hilfesuchend an euch wenden, da ich mich in meinem derzeitigen Arbeitsverhältnis nicht mehr so recht wohl fühle. Doch bevor ich mich hier über die Gründe dafür auslassen möchte, halte ich es für sinnvoll, dieses Arbeitsverhältnis näher zu umschreiben: Vor etwas mehr als 3 Jahren begann ich eine Lehre als Groß- und Außenhandelskaufmann im Vertriebsunternehmen meines Vaters. Besagtes Unternehmen ist im Bereich Medizintechnik tätig – dies nur zur Information am Rande. Meine Lehre habe ich mittlerweile mit einer 3er Note abgeschlossen und wurde daraufhin nach einigem Hin und Her übernommen. Leider gestaltete sich diese Übernahmen nicht ganz meinen Vorstellungen entsprechend, insofern, dass sich Arbeitszeit und Entgelt nicht im (meiner Meinung nach) entsprechenden Verhältnis befinden. Anfangs war ich froh darüber, mich so dem Arbeitsmarkt und Bewerbungsstress zu entziehen und nahm daher die Verhältnismäßigkeiten billigend in Kauf. Bedauerlicherweise war dies meiner allgemeinen Motivation nicht besonders förderlich und so war es nur eine Frage der Zeit, bis sich der Unmut darüber auf beiden Seiten mehrte und sich mittlerweile am Rande der Erträglichkeit befindet. Doch genug gejammert, das wird mir nicht wirklich weiterhelfen. Kommen wir lieber zu meinem tatsächlichen Anliegen: Ich hege die Absicht, zum Jahresende hin mein jetziges Arbeitsverhältnis zu beenden und mich bis dahin um eine neue (reizvollere) Anstellung zu bemühen. Da dies meine erste feste Anstellung ist, habe ich keinerlei Erfahrung was die Beendigung eben jener angeht und meine bisherige Informationssuche gestaltete sich als nicht besonders ergiebig. Was die Kündigung von der Seite des Arbeitgebers angeht gibt es ein recht großes Angebot an Hilfestellungen im Internet – von der Gegenseite her sieht es scheinbar recht mau aus. Und deshalb frage ich nun euch: Wer hat schon einmal eine „ordentliche Kündigung“ verfasst und kann mir dabei mit Rat und Tat zur Seite stehen? Kann mir jemand ein bereits verfasstes Kündigungsschreiben zur Verfügung stellen, an dem ich mich orientieren kann? Hat jemand negative Erfahrungen auf dem Gebiet gemacht und kann mir Ratschläge geben, was es zu vermeiden gilt? |
Arthur Dent |
Wieso "Kündigung seitens des Arbeitgebers"? Wenn ich dich richtig verstehe, willst du kündigen, oder?
Zur Kündigung selbst: Schau in deinen Arbeitsvertrag, wie lange die Kündigungsfrist ist, such dir einen Termin aus, der an dem Tag, an dem die Frist endet oder später liegt und schreib los. "Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit kündige ich mein Arbeitsverhältnis mit der Fa. sowieso fristgemäß zum [Datum] Mfg Unterschrift." |
Doc Gonzo |
Oh, sorry.... hab ich doch glatt etwas cverdaddelt..... wäre einer der Mods bitte so freundlich, den Titel zu ändern in
Kündigung seitens des Arbeitnehmers"? |
[user:10283] |
[user:2214] |
Arthur Dent |
(Nur zur Ergänzung und Klarstellung) |
Dilek |
Wer kündigt, ohne Arbeit zu haben und auf Arbeitlosengeld angewiesen ist, könnte eine Sperre bekommen. Unbedingt beachten.
Nicht so, wenn es dir gekündigt wird. |
Doc Gonzo |
Davon gab es schon einige und wir sind uns da nicht wirklich einig geworden.
Manchmal muss man einen Fehler begehen, um einen größeren zu vermeiden.
Wo hast du die Info denn her? |
[user:10283] |
chill-o-matic |
Ich würde auf gar keinen Fall kündigen, bevor du nicht einen anderen Arbeitgeber hast. Es würde absolut keinen Sinn machen und ich denke nicht, das das zwischenmenschlihce Verhältnis besser wird, wenn du statt bei deinem Vater zu arbeiten arbeitslos bist. Überleg es dir auf jeden Fall gut, manchmal lassen sich Fehler vermeiden, wenn man länger überlegt. |
Arthur Dent |
Lösung: Schreib dein Zeugnis selbst und laß es dann vom Arbeitgeber unterschreiben. |
[user:10283] |
Arthur Dent |
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[user:10283] |
Doc Gonzo |
da möchte ich Edith widersprechen und sie darum bitten, für jeden Fall einen gesonderten Fred zu eröffnen, sonst entsteht hier nur Chaos und ich finde mich am Ende in meinemeigenen Fred nicht mehr zurecht.
Vielleicht wäre auch ein allgemeiner "Arbeitsrecht-Fred" sinnvoll, aber Inhalt und Überschrift dieses Freds sollten doch kohärent bleiben. |
[user:10283] |
Doc Gonzo |
ja, in der Tat, ich hatte nicht mit so viel wohlwollendem Zuspruch in so kurzer Zeit und auf so ernsthafte Art gerechnet. Anfangs wollte ich noch eine Formulierung zur Verhinderung von Offtopic und getrolle einbinden, hab dies aber sein gelassen da ich zu Recht auf eueren Anstand vertraut habe.
Das hat man davon, wenn man sich mit dem Eröffnungspost Mühe gibt ![]() |
KEV |
das krieg ich oft gesagt |
Doc Gonzo |
Um wieder zurück zum Thema zu kommen:
Touché! Da lässt sich nu wirklich nicht dran rütteln. |
[user:10283] |
Doc Gonzo |
Schritt 1.: Genau das, wofür ich bezahlt werde, sprich 25 Stunden die Woche Dienst nach Vorschrift. Nix mehr mit Vollzeitarbeit auf der Basis des Familienbonus´- der ist nach 3 Monaten Daueraufdenkoppgekacke verspielt. Wenn das El Cheffo Grande nicht passt, soll er mir ne Abmahnung schreiben, bin gespannt, was die zum Inhalt haben wird.... (Arbeitnehmer weigert sich, unbezahlte Überstunden abzuleisten?)
Schritt 2.: Besuch des Berufs-Informations-Zentrum Zwecks neuorientierung, der Gedanke einer Ausbildung im Graphischen Bereich scheint mir reizvoll, mal sehen was sich sonst noch findet... Schritt 3.: 25 Arbeitsstunden = knapp 3 Werktage + Wochenende = Zeit für nen Nebenjob = hoffentlich endlich genug Kohle für eine Eigene Wohnung etc. Parallel dazu Schritt 4.: Bewerbungsstress! Weiteres lässt sich aus meiner bisherigen perspektive noch nicht voraussagen... |
Günne |
Auch wenn Du mit "El Cheffo Grande" gerade nicht auf einem freundlichen Fusse verkehrst:
sollte es soweit kommen, dass Du den jetzigen Job hinschmeisst, ohne bereits was neues Festes zu haben, versuche, Dich mit Deinem Vater darauf zu einigen, dass er Dich rauswirft (aus betrieblichen Gründen, nicht etwa wegen Fehlverhaltens!). Macht sich zum Einen auf Bewerbungen besser, wenn man mal danach gefragt wird - sieht ein bisschen faul aus, wenn man dann sagen muss: "Ach wissen Sie, bei der derzeitigen Arbeitsmarktlage dachte ich, ich finde sowieso gleich was Besseres; ich weiss ja, dass ich richtig gut bin und die drei Monate seit meiner Kündigung habe zur Selbstfindung gebraucht..." Es macht sich bei derlei Gesprächen auch um Einiges besser, wenn man (auch sich selbst) sagen kann, dass man sich die Optionen offen lassen kann und nicht auf den erstbesten Job angewiesen ist (kann einiges vom Bewerbungsdruck nehmen). Zum Anderen macht Dir das Arbeitsamt eventuell richtig Stress, wenn Du von Dir aus hinschmeisst. Geht los mit Geldkürzungen bis zum Ein-Euro-Job. Und ob der dann wirklich besser ist als bei VatterninneFima sei dahingestellt. Kurz: wenn's gar nicht mehr geht, lass' Dich (unschuldig) rausschmeissen bevor Du selber kündigst. Vorausgesetzt natürlich, dass Dein Boss/Vater da mitspielt...
Dir ist bewusst, dass Du dafür in den allermeisten Fällen das Einverständnis des (Haupt-) Arbeitgebers brauchst? |
Doc Gonzo |
Die Formulierung "aus wirtschaftlichen Gründen" soll sich da recht gut machen hab ich gehört.
Bei einer Kündigung meinerseits würde mir sage und schreibe für ein Vierteljahr alles weggekürzt werden.
Jetzt schon, danke für den Hinweis. |
<----ALX----> |
und? Haste schon was neues? Kann deine Situation gut nachvollziehen, bin in der gleichen^^
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Doc Gonzo |
Bisher nicht... Irgendwie sträubt sich in mir momentan alles dagegen, wieder in einen Arbeitsalltag in einem Büro zurückzukehren. |
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