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city of god

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kingston-yard der liebeskr..
http://www.filmspiegel.de/filme/cityofgod/cityofgod_1.php

brauche unbedingt jemandem zum reden über diesen genialen film. habe mir am wochenende die dvd gekauft (hatte schon mal einen trailer gesehen und war echt froh ihn durch zufall gefunden zu haben!) und kann noch nicht richtig glauben was ich da seh. diese brutalität, diese autenzität ich bin wirklich begeistert und hoffe jemand teilt meine meinung oder auch nicht, wäre aber froh wenn jemand drüber diskutieren möchte!

danke schon mal im vorraus!

euer kingston...


Pasteur
der film ist beeindruckend und sehr gut geschnitten. die schauspieler sind auch überzeugend. hast du mal das making of angeschaut, wie sie z.b. "löckchen" mental vorbereiten? tolle leistung!

was ich dem film aber ankreiden würde, ist dass er ein sehr pauschales bild der favelas darbietet. für einen außenstehenden scheint es, als hätte dort all die jahre pausenlos die gewalt regiert. dies wird definitiv übertrieben dargestellt, es macht sich halt gut im film. ein friedliches leben ist in den favelas durchaus möglich.

mieser typ
hübsche Verpackung, allerdings inhaltlich, meiner Meinung nach, absolut wertlos.
2 Tote pro Minute sind definitiv zu viel.

 [user:16163]

kingston-yard der liebeskr..
naja ich denke die anzahl der toten wird für mich mit dem satz im film "es sah aus wie in vietnam" gerechtfertigt..aber ich denke es ist ansichtssache, für mich wirkt die brutalität und erbarmungslosigkeit eindringlicher wenn auch tote kinder in den straßen liege, auch wenn das etwas doof klingt.

naja und das auch ein friedliches leben durchaus möglich ist, fand ich sah man immer an den läden oder fremden wohnungen die in kurzen szenen zusehen waren...

was ich etwas schade fand ist das auf den fotographen so wenig eingegangen wurde, ich dachte es würde mehr mit der tatsache des fotographen an sich gearbeitet...aber für 10€ im saturn ist das eine der besten anschaffungen seit langem für mich...zumal ich versuche mein dvd sammlung klien aber fein zuhalten *freu*

Odonata
was ich dem film aber ankreiden würde, ist dass er ein sehr pauschales bild der favelas darbietet. für einen außenstehenden scheint es, als hätte dort all die jahre pausenlos die gewalt regiert. dies wird definitiv übertrieben dargestellt, es macht sich halt gut im film. ein friedliches leben ist in den favelas durchaus möglich. Pasteur


Da muss ich Pasteur ein absolutes word aussprechen!
Ich habe mir den Film vor 2 Jahren gekauft und nun schon einige Male gesehen. Ich finde es einerseits gut, dass er so schonungslos ist und zeigt, was für viele Leute ein teil der bitteren Realität ist. Allerdings befürchte (bzw. weiß ich es *lol*), dass dadurch für viele Leute die üblichen Brasilien-Klischees verstärkt werden: ganz viele Straßenkinder und viel gewalt. Natürlich ist das vielerorts tasächlich so, doch man sollte sich immer bewusst sein, dass es auch ein normales Leben in den Favelas geben kann.
Allerdings finde ich es wiegesagt auch gut, dass er so schonungslos ist an manchen Stellen- ziemlich heftig fand ich persönlich die Stelle, wo sich die großen an den Zwergen rächen wollen und der eine Junge gezwungen wird so nem Knirps in die Hand(?) zu schießen, da er sonst selbst an- bzw. abgeschossen wird.
Was ich auch sehr krass finde, ist, wie Löckchen (diese dt. Übersetzungen für die Namen sind echt der Hammer *grins*) schon als Kind so richtig psycho und blutsdrünstig ist- ich finde es genial, wie das Kind diese Rolle rüberbringt. Allgemein ein großes Lob an die Schauspieler, die ja wirklich aus der Gegend kamen und vorher keinerlei Vorkenntnisse in der Schauspielerei hatten. Da muß man auch den Leuten die mit den Kids gearbeitet haben ein großes Lob aussprechen!
Alles in allem wirklich ein sehr guter, knallharter Film.


Nattulv
Ich fand ihn echt gut....hab ihn auf Deutsch mit englischen Untertiteln oder andersherum (k.a., war breit) gesehen...

Locke
Ich find den Film auch gut. Und auch wenn dort jede Minute Menschen sterben, empfidne ich es anders als bei so B-Movies. Ist schon etwas länger, als ich ihn sah, aber er hat mich bewegt. Meiner Meinung nach ein sehr gut gelungener Film!

"Löckchen ist tot! Ich bin jetzt Locke! Locke der Boss!"

*zwinker*

 [user:16869]

Odonata
wo wars noch mal Brasilien

In Rio de Janeiro ist diese Stadt Gottes.

auf den wahren Ereignissen in (wo wars noch mal Brasilien?) Brasilien beruht wo wirlich andauernd einer abgeknallt wird.


Da muß ich Dir glatt widersprechen- genau das meintenPasteur und ich ja:
was ich dem film aber ankreiden würde, ist dass er ein sehr pauschales bild der favelas darbietet. für einen außenstehenden scheint es, als hätte dort all die jahre pausenlos die gewalt regiert. dies wird definitiv übertrieben dargestellt, es macht sich halt gut im film. ein friedliches leben ist in den favelas durchaus möglich.





 [user:16869]

kingston-yard der liebeskr..
nein nein mit der gewalt und den drogen das ist schon alles so richtig nur meinten sie das eben nur diese seite zu sehr bleuchtet wird....man zeigt zu wenig die friedliche seite, die fleißig arbeitenden menschen die ihrem gewohnten altag entgegen gehen...und so!

Odonata
hehe also doch ne düstere Legende um den film interresanter zu machen?[user:16869]


*abstink* Hab ich geschrieben, dass das alles eine große Lüge ist? Lese es Dir nochmal richtig durch, dann verstehste vielleicht auch, was kingston-yard der liebeskrieger kurz und bündig zusammengefasst hat...
Denn, Du sagst:
Brasilien beruht wo wirlich andauernd einer abgeknallt wird.


Und genau auf diese falsche Einschätzung bekommen wohl viele Leute, nachdem sie den Film gesehen haben- natürlich ist er authentisch, jedoch zu einseitig. Allerdings ist diese Einseitigkeit in Ordnung, da Zé's Geschichte nun mal Thema des Filmes ist und nicht das Leben in einer Favela allgemein. Ich finde es nur schade, wenn das von vielen Leuten fälschlicherweise als Tagesordnung für das ganze Land gesehen wird.

Jetzt klar, was ich meinte *???*

kingston-yard der liebeskr..
also ich persönlich habe diese erfahrung nicht gemacht....für mich ist klar des es auch noch die andere seite gibt und ich würde nie so schwarz-weiß malen aber ich versteh sehr gut was du meinst und ich kann mir auch vorstellen das viele dann eben dieses schlechte bild von brasilien haben...und zu dem muss man sagen das sich das ganze immer noch in einer art ghetto abspielt...!

Locke
Ich denke der Film hat gerade die Absicht diese Seite von Brasilien aufzuzeigen. Ich habe oft das Gefühl, das viele Menschen Brasilien nur als Touristenland sahen, in dem wenig Gewalt herscht. Diesen Menschen hat der Film dann natürlich auch mal die andere Seite Brasiliens gezeigt, von der Armut und den Ghettos! Genau das ist meiner Meinung nach auch die Absicht des Filmes.

Natürlich ist es sclecht, wenn die viele dann denken, dass dort nur Gewalt herrscht. Beide Extreme sind falsch.

Odonata
Ich denke der Film hat gerade die Absicht diese Seite von Brasilien aufzuzeigen.

Sag ich doch *???*

Allerdings ist diese Einseitigkeit in Ordnung, da Zé's Geschichte nun mal Thema des Filmes ist und nicht das Leben in einer Favela allgemein.


I-ack [Golden]

nein nein mit der gewalt und den drogen das ist schon alles so richtig nur meinten sie das eben nur diese seite zu sehr bleuchtet wird....man zeigt zu wenig die friedliche seite, die fleißig arbeitenden menschen die ihrem gewohnten altag entgegen gehen...und so!


Man zeigt sehr wohl die fleissig arbeitenden Menschen. Primär ging es aber auch nicht um fleissig arbeitende Menschen. Ein Film stellt kein Leben dar höchstens nen Ausschnitt davon.


kingston-yard der liebeskr..
dann lies richtig ich schrieb
man zeigt zu wenig die friedliche seite, die fleißig arbeitenden menschen

 [user:16163]

I-ack [Golden]
dann lies richtig ich schrieb
man zeigt zu wenig die friedliche seite, die fleißig arbeitenden menschen


Jou richtig lesen kann ich.


Primär ging es aber auch nicht um fleissig arbeitende Menschen. Ein Film stellt kein Leben dar höchstens nen Ausschnitt davon.


Das die Thematik so dargestellt wurde, darum ging's in dem Film. *abstink*

*blödvorkommmicherklärenzumüssenkomischdiesebesonnenheit*

mieser typ
Der Film hat übrigens 5 Oskarnominierungen


das ist kein Kompliment

 [user:16163]

Sven
Läuft seit 23:30 auf ARD!

Kantakukuruz
Der ARD sei Dank hab ich den Film auch gesehen.

Ich fand den Film auf jeden Fall beindruckend. Gewalt gabs da sicher ne Menge, ich hatte aber nicht den Eindruck, dass der Film da irgendwas verherrlichen will. Es gab schon Filme, bei denen ich vorzeitig aus dem Kino bin, weil ich mir die Brutalität nicht geben wollte. Hier wird durch Töten und Getötetwerden eher die Tragik der Situation deutlich.

Was mir gefallen hat, war die leise Komik. Z.B. wie der Erzähler mit der Knarre in der Hose rumläuft, endlich ein Verbrecher werden will und es einfach nicht hinkriegt, weil er schlicht zu nett ist. Oder die ganze Geschichte mit dem entlaufenen Huhn.

Überhaupt krass, wie schnell sich brutale, depressive Bilder mit solchen voller Liebe und Romantik abwechseln. Auch sonst hatte der Film viele sehr schön fotografierte Bilder zu bieten.

I-ack [Golden]
Ja, sehr beeindruckende Kamera & Schnittechnik.

Sehr schöne Beschreibung deiner Gefühle bei dem Film, bzw. eine sehr schöne Beschreibung des Film's gänzlich ohne Plot-Spoiler.


marymary
was ich dem film aber ankreiden würde, ist dass er ein sehr pauschales bild der favelas darbietet. für einen außenstehenden scheint es, als hätte dort all die jahre pausenlos die gewalt regiert. dies wird definitiv übertrieben dargestellt, es macht sich halt gut im film. ein friedliches leben ist in den favelas durchaus möglich.


es beschreibt ja nur einen bestimmten teil der leute und zeigt eben die ganz krasse seite.
dass dort keine himmlischen familien geschichten einfließen, wenn man etwas darstellen möchte, was böse ist, ist wohl jedem zuschauer klar, denke ich.
filme über afro amerikanische ghettos zeigen auch nur die gewalt unter den gangmitgliedern udn nihct wie andere, nihct gewaltsame vorortsbewohne rleben. es wird eben ein extrem dargestellt, deswegen würde ich das nihct als kritik darstellen

ein unglaublich gelungener, intelligenter film, der zum nachdenken anregt und ans geschehen fesselt

Odonata
es wird eben ein extrem dargestellt

Darauf haben wir uns ja schon geeinigt *grins*
Ich persönlich finde es eben wiegesagt etwas gefährlich, was Post #812028 beweist, dass viele das immer noch denken
Brasilien beruht wo wirlich andauernd einer abgeknallt wird Quelle:[user:16869]

Aber ich denke, sowas lässt sich nicht vermeiden.
Finde ich auf jeden Fall sehr gut, dass der Film bei uns in Dtl so großen Anklang gefunden hat- ist ja meist nicht der Fall bei Südamerikanischen (od sonstigen Nicht-Hollywood-Filmen) Produktion. Wens interessiert: ich habe bei meinen Empfehlungen noch einen brasilianischen Film empfohlen, der auch recht schonungslos aber trotzdem eben auch diese Romantik aufweist.
Cidade de Deus ist auf jeden Fall ein Film, den ich mir noch öfter anschauen werde- schade das ichs gestern nicht sehen konnte *abstink*

marymary
Ich persönlich finde es eben wiegesagt etwas gefährlich, was Post #812028 beweist, dass viele das immer noch denken


..jemand der wirklich an anderen ländern interessiert ist, weiß denke ich, dass es nihct in jeglicher hinsicht projizierbar ist.
ebenso ging ich davon aus, dass man sein gesamtes wissen nihct nur aus einem solchen film über ein land zieht um eine aussage zu treffen. aber es gibt scheinbar immer wieder ausnahmen insofern hast du / ihr vielleicht doch recht

Slimq
:) lustigste szene im film wie ich finde;) is wo locke und sein kollege noch jung sind..... vielleicht brauchst die ja noch peng peng;)

 [user:17623]

Odonata
Kommt gerade auf MDR!

Th.
Na dann anschalten, lohnt sich 100%ig!

Ein wirklich guter Film, unglaublich viele grandiose Bilder, sehr packend inszeniert.

Odonata
Ich möchte an dieser Stelle mal zur Serie zum Film verweisen:

habe vor ner Zeit die erste Staffel gesehen und mir heute alle 3 Staffeln gekauft und bin natürlich begeistert:

City of Men is mehr oder weniger die TV-Serie zu dem Film gewesen.

Meiner Ansicht nach realistischer und v.a weniger brutal.
Es dreht sich nicht mehr alles nur um Drogen, Gewalt und Mord.

Vielmehr der Versuch des Erwachsenwerdens in einer Favela in Rio.

Einige Bekannte aus dem Film sind dabei und viele neue Gesichter.

Meiner Meinung nach zeigt die Serie das Leben in ner Favela besser auf, als in dem Film, wo- wie in dem Fred bereits diskutiert- zu viel Wert auf die Gewalt gelegt wird.

Auch in der Serie ist beileibe nicht alles schön und einfach, aber eben etwas realistischer gestaltet.

Hat jmd die Serie gesehen?

Wenn nicht: anschauen!

Wie so oft wird leider einiges durch die Synchronisation versaut...


Boogeyman
Wer von euch hat in seinem Leben denn bitteschön schonmal sowas wie eine Favela live gesehn bzw. betreten? Oder woher nehmt ihr euer "äusserst genaues Bild" ?

- Mein Bruder hat n Haus in Brasilien und die Storys die er mir erzählt hat und die Zeitungsauschnitte sprechen ein klares Bild nämlich dieses das dort ein Menschenleben recht wenig bzw garnix wert ist und das bringt der Film wohl doch recht anschaulich rüber.

Es ist einfach Fakt das in manchen Vierteln von Rio an einem Abend mehr Menschen sterben als in L.A und New York zusammen.

Mit seinen eigenen Worten hat er es so beschrieben "Ist wie Kingston (Jamaica) als Weisser hoch 10!"

Und da ich weiss wieviel in Kingston in einer Nacht in diese Richtung passieren kann ist mir erst mal der Kiefer nach unten geklappt *angst*

Das alles dürfte den 0815 Touri in seinem All-inclusive Hotel recht wenig kümmern für den hat es nur zur Folge das er für sein Koks ein wenig mehr bezahlen muss (jaja ich weiß wieder so ein Vorurteil) Wobei es stimmt das ein nicht zu unterschätzender Teil der Kriminalität wegen Kokain stattfindet.

Wie war das? "Die Kids verkaufen den besten Koks!" -> Zitat eines weiteren Dauerurlaubers seit nunmehr über 15 Jahren.

Selbstverständlich wird in dem Film die dargestellte Gewlt recht polarisiert oder in den Fokus gerückt aber sollte das nicht ein Haupthema in diesem Film sein?!

Trotz allem ein gelungener Film.

Odonata
Wer von euch hat in seinem Leben denn bitteschön schonmal sowas wie eine Favela live gesehn bzw. betreten?


Ich habe mit 14 einige Zeit in Brasilien gelebt und war vor 3 Jahren für 2 1/2 Wochen dort auf Uniexkursion und habe dadurch sehr wohl einen Einblick erhalten.

Auch wenn ich nicht in der Rocinha in Rio war, war ich in einigen Armenvierteln (genauso übrigens in solche Viertel in Lissabon, wo Du als Fremder nicht mal tagsüber unbedingt hingehen solltest, da das schnell gefährlich enden kann) und nehme daher mein
"äusserst genaues Bild"


Ich weiß ja nicht, wo Dein Bruder lebt und was er macht, aber woher Du, bzw. er diese Erkenntnis
Es ist einfach Fakt das in manchen Vierteln von Rio an einem Abend mehr Menschen sterben als in L.A und New York zusammen.
hat würde ich mal gerne wissen.

Natürlich passiert allgemein in Brasilien viel, in Rio mehr als in manch anderer Stadt dort und in die großen Favelas würde ich als Fremder natürlich auch nicht alleine gehen- Nachts schon gleich dreimal nicht.

Dennoch ist es trotzdem nicht so, dass da jede einzelne Nacht soundsoviele Leute umgebracht etc. werden. Wie weiter oben geschrieben, leben in Armenvierteln auch genügend Leute, die zur Schule gehen, einer geregelten Arbeit nachgehen und einfach versuchen irgendwie über die Runden zu kommen- ohne sich den Drogenbossen anzuschließen.

Aber genaudas zeigt der Film eben sogut wie gar nicht, die Serie allerdings schon. Auch in der Serie erhält man Einblicke in das Leben von Jugendlichen, die vor der Wahl stehen: Schule und ehrliche Arbeit oder eben den Drogenbossen anschließen und das schnelle Geld machen und dadurch das Risiko eingehen, das 25. Lebensjahr nicht zu erleben. Aber es wird eben viel mehr vom normalen Alltag gezeigt.

Und von wegen
Zeitungsauschnitte sprechen ein klares Bild
:
ich persönlich kenne keine sensationsgeilere Presse, als die brasilianische.
Teilweise übertragen die im Fernsehen live, wie die Polizei (wenn sie sich mal traut) in eine Favela eindringt und sich dann wilde Schießereien mit den Drogenbossen liefern. Das ist zwar real, dennoch werden die Aktionen durch solche Bilder so reißerisch dargestellt, dass es eben sehr schwer fällt zu glauben, dass es auch ein anderes Leben geben kann.

Boogeyman
Dazu

1

2

und ich könnte da noch ca 15 - 20 andere Links hinzufügen die ein ähnliches Bild darstellen würden.

In einem Land in dem es Statistiken gibt wieviele Menschen durch sog. "Querschläger" getötet werden kann man bestimmt auch mal locker erschossen werden ?!

Dazu noch etliche Urlaubsberichte und Erzählungen von "Einheimischen" und "Auswanderen" - die mir das in etwa bestätigt haben.

Natürlich gibt es dort auch ganz "normale" Viertel dort die aber auch nicht ungefährlich sein können.Alles in allem ist die Gewalt bestimmt nicht mehr oder weniger ausgeprägt als in anderen Ländern der sog. 3ten Welt.

Odonata
Habe ich jemals geleugnet, dass sowas passiert, bzw. dass es lebensgefährlich sein kann in einer Favela?

Nein habe ich nicht.

Aber es ging dadrum, dass der Film sogut wie nur diesen Aspekt zeigt.
Und ich sage nach wie vor: normales, alltägliches Leben gibt es auch in einer Favela.

Auch bestreiten niemand, dass oft genug Unschuldige getroffen werden.
Aber wie ich sagte:
war ich in einigen Armenvierteln (genauso übrigens in solche Viertel in Lissabon, wo Du als Fremder nicht mal tagsüber unbedingt hingehen solltest, da das schnell gefährlich enden kann)
und werde auch am Samstag nochmal für fast einen Monat hinfliegen und u.a teilweise in Armenviertel gehen. Und klar hab ich auch teilweise Angst und bewege mich dort nicht mit so einem Gefühl, wie wenn ich durch den Schwarzwald spazieren gehe. Aus dem Grund habe ich auch gar keine Lust
z.B. nach Rio zu gehen.


Das einzige was ich gesagt habe und immer noch so sehe ist, dass der Film einfach ein zu einseitiges Bild zeigt,und genau das nervt mich ebenso wie die ständige Idee, alle Brasilianer würden den ganzen Tag Caipirinhatrinkend kicken und Samba tanzen... aber wie weiter oben erwähnt ist das in dem Fall ja auch die Intention des Filmes, was in der Serie eben anders ist. Und eben deswegen mag ich die Serie lieber als den Film.

*grins*

Und übrigens:
Der Fernsehsender TV Globo zeigte Planierraupen, die Barrikaden niederwalzten. Quelle: zweiter Link von Dir
genau das meinte ich mit
ich persönlich kenne keine sensationsgeilere Presse, als die brasilianische.
Teilweise übertragen die im Fernsehen live, wie die Polizei (wenn sie sich mal traut) in eine Favela eindringt und sich dann wilde Schießereien mit den Drogenbossen liefern.


Und die deutschen Berichterstatter von Welt Online machen sich für mich nicht gerade glaubwürdiger indem sie
Complejo del Alemán
schreiben. Ein Journalist der einen Bericht über eine
Blutige Razzia in Rio de Janeiros Elendsvierteln
schreibt, sollte wissen, dass man in Brasilien nicht spanisch spricht und dass sich das
aus mehreren Hüttensiedlungen bestehenden Armenviertel Complejo del Alemán

Complexo do Alemão nennt...

edit: ebenso in Link1:
Einen Feind – und hier gilt jeder Fremde als Feind – nennen die Dealer „Alemães“, Deutsche. Denn in den meisten amerikanischen Filmen, die sie gesehen haben, waren die Bösen Deutsche.


wunderbare Rechersche...
Der Name hat damit überhaupt nichts zu tun, da es das Viertel schon seit kurz nach dem 1.Weltkrieg gibt. Ein Pole hatte Grundstücke dort gekauft und dann wurde das Viertel schnell zum Hügel des Deutschen, in Anspielung auf die äußere Erscheinung des Mannes...

spätes edit