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Javanoth |
für phlanze ;)
Stephen King – Der Dunkle Turm: Stephen King, weltweit wohl bekannt als Meister des Horrors, dessen Bücher weltweit eine Auflage von über 100 Millionen erreicht haben. Zahlreiche Bücher wurden bis heute schon verfilmt, darunter Meisterwerke wie „The Green Mile“ und „The Stand“. Vor nahe 20 Jahren begann Stephen King mit der Arbeit an einem Werk welches ihn, laut seiner eigenen Aussagen, bis in seine Träume verfolgte. Sein privates Nemesis und zugleich seine Erlösung. Die Saga um den Dunklen Turm. In diesem Werk finden sich alle von Stephen Kings erschaffene Welten wieder, alle Teile fügen sich zu einem ganzen zusammen, bilden ein Zentrum rund um einen sagenhaften Mythos. Bis heute (Nov. 2002) sind bereits 4 Romane erschienen, die sich mit der Suche des letzen Revolvermannes nach dem Dunklen Turm beschäftigen. Fantasy vermischt sich mit Horror in einer postapokalyptischen Welt, welche auch die unsere sein könnte… In der Welt des dunklen Turmes, Mittwelt, zieht der letzte Revolvermann, Roland, eine Art Ritter für das Recht, auf der Suche nach dem Dunklen Turm, welcher den Mittelpunkt aller Universen bildet, durch die Land, immer weiter auf der Suche um seine sterbende Welt zu retten. In einem Land, welches auf beängstigende Weise der unseren ähnelt und auch wieder nicht, begegnet er Magier, Vampiren, Dämonen, erlebt das sterben seiner Welt, und findet Wege in unsere eigne Welt. Eine monumentale Story voller Magie, Fantasy und Grauen. Ein Meisterwerk von einem Meister. Story (Vorsicht Spoiler): Schwarz: Im ersten Band ist Roland auf der Suche nach Walter dem Zauberer, dessen Meister, Marten, den Weg zum dunklen Turm kennt. Er folgt dem Mann in Schwarz in die Wüste, zur letzen Stadt der bekannten Baronien, Tull, wo er den sorgsam gelegten Fallen des Magiers gerade noch entgehen kann. Durch einen Zauber unter Mitwirkung der fanatischen Hexe xxx schafft es der Mann in Schwarz die Bevölkerung zu beherrschen und gegen den Revolvermann aufzuhetzen und so greifen diese ihn in ihrem Wahn an. Roland, der letzte seiner Art, bleibt nichts anderes übrig seine Waffen zu nutzen und die Menschen zu vernichten. Sein Können, die Waffe der Revolvermänner zu führen, die wunderschönen Colts mit den Sandelholzgriffen, ermöglicht ihm das Überleben… doch als er Tull verlässt und weiter in die Wüste zieht, den Spuren Walters folgend, blicken nur die leblosen Augen der Menschen von Tull in den leeren, kaltblauen Himmel. Segen und Fluch, Revolvermann, liegen nahe beieinander. Das waren die Worte der alten Hexe aus Tull und sie sollten sich noch oft im Leben Rolands beweißen. So zieht er weiter, begegnet in der Wüste einem einsamen Eremiten, welcher sein Essen mit ihm teilt und ihm den Weg weiter zu dem fernen Gebirge weist, zu welchem auch der Mann in Schwarz zieht. Tag für Tag kommt der Revolvermann seinem Feind näher, immer weiter. Als er zu einem verlassenen Farmhaus kommt, trifft er auf den Jungen Jake, der sich in dem Haus versteckt. Jake weiß nicht, woher er kommt, offensichtlich denkt er, er sei ermordet worden… Vom Mann in Schwarz. Der Revolvermann beschließt den Jungen mit sich zu nehmen, doch zuvor entdeckt er im Keller des Hauses ein Orakel, welches ihm eine erschreckende Prophezeiung spricht: „Der Junge wird der Schlüssel zum Mann in Schwarz sein“. Die Bedeutung dieser Worte ist dem Revolvermann nicht klar und als die beiden dann weiter ziehen, in Richtung des Gebirges, dessen gigantische Felswände am Horizont im Dunst verschwimmen, folgt ihm der Schatten dieser Prophezeiung. Nachdem die beiden ungleichen Gefährten die Wüste durchquert haben, treffen sie am Fuß des Gebirges auf einen Steinkreis in welchem ein Sukkubus sein Unwesen treibt. Von diesem erfährt der Revolvermann den Preis für seine Begegnung mit dem Mann in Schwarz. Weiter, weiter ziehen sie, hinauf in die Berge bis sie zu einem Tunnel kommen, schon seit uralter Zeit stillgelegt. Hier finden sie einen Wagen, betrieben durch die Muskelkraft der beiden und so folgen sie dem Mann in Schwarz in die Tiefe des Berges hinein. Je tiefer sie kommen, desto Unwirklicher wird alles. Es scheint so, als wäre der Tunnel ein Relikt der alten Zeit, ein Tunnel für eine Eisenbahn, denn sie kommen dabei an einem verfallenen, unterirdischen Bahnhof vorbei. Doch schließlich begegnen sie den langsamen Kriechern. Kreaturen, früher einmal Menschen, nun degeneriert zu abscheulichen Wesen, die sich nach der Wärme des Fleisches der beiden Gefährten sehnen. Ein erbitterter Kampf in den Stollen entbrennt, bis sie den Schwarzen Mann eingeholt haben. Doch als die beiden die Brücke queren, bricht diese in sich zusammen. Der Junge Jake stürzt ab, doch Roland kann ihn an der Hand fassen. „Rette den Jungen und du wirst mich nie mehr fangen, opfere den Jungen und wir werden einen Palaver halten“, sind die Worte des Mannes in Schwarz. „Du kanntest den Preis…“ Besessen von seiner Suche, zerrissen durch seine Zuneigung zu dem Jungen, trifft der Revolvermann die Entscheidung und lässt Jake in die Tiefe stürzen. Die letzen Worte des Jungen sind „Ziehe weiter, Revolvermann. Es gibt noch andere Welten als diese…“ So treffen der Revolvermann und der Mann in Schwarz aufeinander und halten einen Palaver. Dabei legt Walter dem Revolvermann das Taro für seine Zukunft und deutet ihm diese. Die Karten welche er dabei legt sind: Der Turm, der Tot; der Seemann; der Hängende Mann; die Frau der Schatten; der Gefangene und das Leben. Danach wirkt Walter einen Zauber und Roland schläft ein und erwacht ca. 100 Jahre später. Vom Mann in Schwarz ist nur noch der hämisch grinsende Schädel übrig. Roland zieht weiter nach Westen und kommt an einen endlosen Ozean… Hier endet das erste Buch aus der Saga des dunklen Turmes: Meinung zu Schwarz: Man bemerkt es schon. Vor 20 Jahren wurde dieses Buch geschrieben, der Schreibstil ist noch etwas holprig und unbeholfen, nicht desto trotz fühlt man sich sehr schnell von der Erzählung gefesselt, gerade der Charakter des Revolvermannes mit den hellblau strahlenden Kannoniersaugen tragen einiges dazu bei, der Geschichte Charakter zu verleihen. Viele Dinge die im Buch erwähnt werden, bleiben ungeklärt, z.B. warum die Welt des Revolvermannes im Sterben liegt, oder warum er der letzte seiner Art ist. Viele dieser Fragen werden in den nächsten Büchern erläutert und geklärt. Vielleicht ist dieses Buch am Anfang etwas schwer zu lesen, die Motivation zu halten fällt einem schwer, da man wenig Ahnung hat, worum es wirklich geht. ABER!! Wenn man die Saga weiter verfolgt, lösen sich die Fragen langsam auf und der Aha Effekt ist gigantisch. Im Nachhinein ist das Buch dann gleich um einige Punkte besser… Drei: Erschöpft und Niedergeschlagen von den Ereignissen in den Höhlen aus dem ersten Teil, erwacht der Revolvermann, nahtlos an die Story von Schwarz anschließend, am Strand des Meeres wieder auf. Er weiß, der Mann in Schwarz, der nun Tot ist, hat ihm gesagt, er solle nach Westen ziehen und das würde er machen. So bündelt er seine Sachen und beginnt seine Reise nach Westen, immer am Strand entlang. Doch schon bald entpuppt sich dieser Weg als mörderisch denn, als der Revolvermann, geschwächt durch den Wasserverlust und durch das wenige Essen das er noch besitzt, am Strand niederfällt und einschläft, erwacht er alsbald wieder durch die rasenden Schmerzen in seinem rechten Fuß. Im Schlaf hatten sich monströse Krabben zu ihm geschleppt und angefallen. Schnell versucht der Revolvermann zu entkommen, jedoch geschwächt und verletzt, verliert er dabei Zeigefinger und Mittelfinger der rechten Hand. Ein schwerer Verlust, auch wenn der Revolvermann mit beiden Händen gleich gut schoss, doch alle anderen Arbeiten verrichtete er mit rechts. Schon bald merkt der Revolvermann, nun außer Reichweite der Krappenwesen, die, wie in einer magischen Andacht beim heranrollen der Wellen ihre gigantischen Scherenhände erhoben und die seltsam klagenden, fragenden, laute „Taktaktok“ ausstießen, das sich die Wunden wohl entzündet hatten. Je weiter er sich nun an dem Strand weiter schleppt, desto schlimmer setzt ihm das Fieber zu, das sich von seiner rechten Hand hoch über den Unterarm in Richtung seines Herzens auszubreiten beginnt. So glaubt er auch, das er seinen Fieberträumen erlegen sei, als er mitten auf dem Strand eine Tür sieht. Frei in der Luft schwebend. Als er diese schließlich erreicht, erkennt er auf der Türe die Aufschrift „der Gefangene“. Roland wirft einen Blick in die Türe und erkennt, dass es sich hier um ein Tor in das Gehirn, die Persönlichkeit eines anderen Menschen handelt. Eddie Dean, ein kleiner Junkie aus New York, der 2 kg Koks im Flugzeug zu schmuggeln versucht. Erst noch verwirrt von dem Erkenntnis dringt Roland in das Bewusstsein des Mannes ein und erkennt, dass er so „nach Vorne kommen“ kann und die Kontrolle über den Körper übernehmen kann. Die Flugbegleiterin, die bemerkt, das sich die Augenfarbe von Eddie von einem sanften Braun in das eiskalte, helle Blau des Revolvermannes ändern, sobald Roland nach Vorne kommt, ist das alles nicht geheuer. Als das Flugzeug dann landet, berichtet sie dem Kapitän das sie denkt, das es sich bei Eddie um einen Terroristen handelt. Eddie sperrt sich im Flugzeug WC ein und in diesem Augenblick tritt der Revolvermann zum ersten mal nach Vorne als Eddie auch bei Bewusstsein ist. Der Revolvermann hat schon bemerkt, dass Eddie ein Junkie ist und bringt ihm nichts als Verachtung entgegen. Doch er weiß, dass er Eddie noch brauchen wird, denn der Weg zum Dunklen Turm folgt dem Ruf des Kah’s. So hilft der Revolvermann Eddie das Kokain in seine eigene Welt zu bringen. Als schließlich die Flughafenpolizei Eddie festnimmt, besitzt er kein Koks mehr und wird, nach einem langen Verhör auch wieder freigelassen. In dieser Zeit, wo Roland Eddie beobachtet, erkennt er, das in dem Jungen mehr steckt. Denn trotz dem Bedürfnis sich selbst einen Schuss zu setzen und der Angst, die Roland in ihm spürt, bleibt er fest und hart. Die entkommt Eddie der Flughafen Polizei und die beiden machen sich auf den Weg zu der Übergabe der Drogen. Eddie wird von einem skrupellosen Typen erpresst, der seinen Bruder in der Gewalt hat und so mache sie sich auf, zu diesem Treffen. Eddie überlistet den Dealer und im Badezimmer des Hotels wo sie sich befinden, kommt auch Roland in diese Welt und beide erledigen die Männer und schließlich auch noch den Dealer selbst. Doch alles hat seinen Preis und so findet Eddie seinen Bruder nur mehr Tot vor. Der Revolvermann bietet Eddie die Möglichkeit an, ihm in seine Welt zu folgen. Eddie, aller seiner Wurzeln beraubt willigt ein, und so ziehen sie wieder nach Mittwelt. Als die beide aus der Türe treten, verschwindet die Türe und zurück bleibt nur der Endlose Strand und das „Taktaktok“ der Krappenwesen. In Eddies Welt der 80er Jahre hatte Roland noch ein paar Aspirin geschluckt, so das die Entzündungen langsam wieder zurückgehen und die Reise auf dem Strand weiter gehen kann. Roland weiß, noch zwei Gefährten wird er auf diese Art und Weise finden, auf die gleiche Art und Weise wie er auch Eddie gefunden hat. Auf ihrer weiteren Reise beginnt beginnt Eddie unter den Einwirkungen der Entzugserscheinungen des Kokain Entzugs mehr und mehr zu leiden und der sonst fröhliche Charakter des Jungen Mannes leidet darunter. Der Revolvermann unterrichtet ihn in dieser Zeit in den Tugenden der Revolvermänner, denn er erkennt, das Eddie das Zeug zum Revolvermann hätte und auch, weil er ihn an seinen Einstigen Gefährten Cuthbert erinnert, einem Spaßvogel und Sorgefrei. Über das Schicksal seines ehemaligen Freundes schweigt sich Roland jedoch aus. Bald beginnt die Endzündung Rolands wieder zu schwellen, hatte das Aspirin ihn doch nur kurzweilig geschützt und das Fieber schüttelt ihn schon bald, als sie eine weitere Türe erreichen. Die Herrin der Schatten. Eddies Hass auf den Revolvermann ist in der Zwischenzeit weiter und weiter gestiegen, da er im Nachhinein seinen Entschluss bereut, seine Welt verlassen zu haben, da er sich nichts sehnlicheres Wünscht, als sich einen Schuss zu setzen und dem Cold Turkey zu entkommen. Mit diesem Hintergedanken wechselt Roland in die andere Welt hinüber und befindet sich in Odetta Walkers Geist wieder. Odetta, eine junge Schwarze, schizophren und gefährlich spürt den „blassen Wichsa“ in ihr, doch sie kann nichts dagegen tun. Roland spürt, das das zweite Ich von Odetta, Detta eine sanfte Frau ist. Jene Frau die er zu finden hoffte. Auch wird ihm so die Bedeutung der Herrin der Schatten klar. Detta wurde als kleines Kind Opfer eines Irren, der ihr einen Ziegelstein vom 5. Stockwerk eines Hauses auf den Schädel fallen hatte lassen. Seit diesem Tag befindet sich auch das böse Ich Odetta in ihr. Der gleiche Mann warf sie auch einige Jahre später vor die U Bahn, so das sie beide Beine verlor und nun im Rollstuhl saß. Roland zieht Odetta in seine Welt und die Türe schließt sich. Die darauf folgende Zeit entpuppt sich als der reine Horror, denn Odetta behält die Kontrolle über Detta und macht den beiden Männern das Leben zur Hölle. Das Fieber Rolands hatte sich in der Zwischenzeit verstärkt und so schleppt sich die Gruppe weiter über den Strand. Eddie, der langsam von seinen Entzugserscheinungen los kommt übernimmt die Essensbeschaffung, da der Revolvermann nicht mehr in der Lage dazu ist, insgeheim hofft er jedoch noch immer, in seine Welt wieder zu kehren. Schließlich erreicht die Gruppe, davon Odetta mehr unfreiwillig („Ihr ollen verfickten Blasswichsaaa“) als freiwillig die Dritte Türe mit der Aufschrift „Der Tot“. Roland erkennt, das Mort, der Mann, in den er nun wechselt, jener ist, der Detta den Stein auf den Kopf geworfen hatte und sie auch vor den Zug geworfen hatte. Während er noch im Hintergrund alles beobachtet, sieht er wie Mort einen Jungen, der täuschende Ähnlichkeiten mit Jake hat, auf eine Kreuzung schuppsen will. Roland kommt nach vorne und bezwingt den Willen des verrückten Mort und rettet so dem Jungen das Leben, auch wenn er weiß, das so der Junge nicht sterben würde und nicht in seine Welt kommen würde (Siehe Band 1, Schwarz). Während er nun die Kontrolle über Mort hat, dringt Roland in einen Waffenladen ein, wo er den Reichtum dieser Welt erkennt. Papier, ein kostbares Gut in Mittwelt wird hier weggeworfen, verbrannt, beschmutzt. Auch die Möglichkeit Patronen für seine Colts zu kaufen, die in seiner Welt händisch hergestellt wurden, lassen ihn erschaudern. So besorgt er sich die Munition, dazu noch eine Waffe für Eddie und überfällt in Morts Körper eine Apotheke um für sich selbst Medizien zu besorgen. Dabei eskaliert die Situation und ein Wachmann versucht Roland zu verhaften doch er besiegt den Mann ohne ihn zu verletzen, da er in ihm einen Irdischen Vertreter der Revolvermänner erkennt. Roland/Mort flüchtet daran in die U Bahn, jene, in der auch Odetta vor den Zug geworfen war und wirft dabei einen Blick in seine Welt durch die geöffnete Türe. So kann er erkennen, das Eddie in tiefem Schlaf versunken ist und sich Odetta gerade an ihn heranschleicht, von ihren Fesseln befreit um ihm den Schädel einzuschlagen. In diesem Augenblick kommt es zu einem weiteren Schusswechsel mit der Polizei, und Roland/Mort wird an der Brust getroffen, so das das sich dort befindende Feuerzeug entzündet. Doch Roland löscht das Feuer nicht, sondern stürmt, das irrsinnige Kreischen Morts in seinem Inneren hörend, die Treppen weiter hinunter und stürzt sich in dem Augenblick als Odetta mit dem Stein Eddies Schädel zerschmettern will, vor den Zug und ruft ihr dabei durch die Türe zu, so das sie den Tot von Mort mitansehen kann. Im selben Augenblick wechselt Roland in seine Welt zurück und erkennt, das aus Odetta/Detta Susanna Walker geworden ist. Die wahre Herrin der Schatten. Die drei ziehen nun zusammen weiter und Eddie und Susanna verlieben sich ein einander. Rolands Verletzungen heilen auch durch die Hilfe der Medizin aus der anderen Welt. Doch in seinem Inneren beginnt sich der Wahnsinn auszubreiten, denn durch das verhindern von Jakes Tot hat er ein Zeit Paradoxon entstehen lassen, so das er immer mehr und mehr an sich selbst zu zweifeln beginnt, da er nicht mehr sicher ist, ob es Jake gegeben hat oder nicht… Hier endet das zweite Buch der Saga um den Dunklen Turm. Meinung zu Drei: 16 Jahre später als der erste Teil geschrieben, bemerkt man die Literarische Verbesserung von Stephen King auf jeder Seite. Auch der Umfang das Buches, an die 500 Seiten, ist stark gestiegen. Einige Fragen werden geklärt, andere jedoch aufgeworfen. Was wird oder ist mit Jake? Warum der Tot des dritten Mitgliedes des Kadets? Auch lernt man einiges über die Welt in der Roland lebt, der Revolvermann kommt mehr ans Tageslicht, der Charakter entfaltet sich mehr. Auch das Zusammenspiel der anderen Charaktere, Roland, Eddie und Susanna ist fein ausgearbeitet, ein jeder Charakter ist wundervoll ausgearbeitet, auch wenn mir Eddie am meisten ans Herz gewachsen ist. Mit diesem Buch lässt Stephen King den Wunsch nach mehr wirklich stark werden. Einfach Wundervoll. Die Welt erlangt mehr und mehr an Farbe, die Mythen und Legenden, die Roland erzählt, erinnern unter anderem auch an die Irdische, so das ein Zwang entsteht, mehr zu erfahren. Gerade die Jesus Parabeln sind einzigartig. Apropos Jesus Parabeln… Stephen King verliert auch in diesem Buch seinen subtilen Humor nicht, verstrickt die Charaktere in gekonnte Gespräche die nie langweilig werden… ICH WILL MEHR! war mein erster Gedanke, nachdem ich das Buch fertig gelesen hatte… tot, Glas und Wolfmond habe ich leider noch nicht fertig geschrieben, wird aber nachgereicht ;) Wenn ich mal dazu komme ;) So Long, Emu... |
octron |
erstmal Danke für deine Inhaltsangabe, da find ich mich sicherlich schnell wieder in Roland's Welt ein, wenn ich zu Weihnachten "Wolfsmond" anfange -hab ja lange auf den 5. Teil gewartet und bis heute nicht bemerkt, daß es ihn schon gibt.
...für jemanden der die Bücher nicht gelesen hat klingt die Story vielleicht etwas abgedroschen (besonders schwarz), aber King beschreibt mit der DT Saga eine für mich auf bizarre Weise faszinierende, schöne zerstörte Welt mit einer sehr komplexen Geschichte/ krassen Charakteren und ner Menge Querverweisen auf andere Kingbücher. Bin mal gespannt auf deine Meinung zu tot und Glas, die ich, obwohl sie ziemlich unterschiedlich sind und eines von beiden vielen Leuten nicht gefallen hat, sehr gerne verschlungen habe. |
Dr. Becks |
Wusste ich doch, dass es noch andere k.neter gibt, die DARK TOWER lesen. Habe Wolfsmond angefangen. So irgendwo S.130.
Bis jetzt sehr gut. 2004 sollen noch die letzten Bücher rauskommen. Ziemlich geil find ich auch dass Pater Callahan aus "Brennen muss Salem" drin auftaucht. Salem ist eigentlich mein Lieblings King. Lohnt sich auf jedenfall. |
Javanoth |
Tot:
Tot beginnt dort, wo Drei aufgehört hat. In den weiten Ebenen des Westens suchen Roland, Susanna und Eddy nach einem der Balken, jenem Gefüge, welches die Welten und das Universum in sich zusammen hält. Roland, der die Ausbildung von Susanna und Eddy zum Revolvermann begonnen hat, wird jedoch zunehmend mehr von seinen Träumen und Visionen des sterbenden Jungen Jakes geplagt. Auf ihrem Weg treffen sie auf einen der uralten Wächter, einem gigantischen Bären von den Menschen der Vergangenheit geschaffen um den Balken zu schützen. Doch wie auch der Rest der Welt hat dieses Wesen, eine Chimäre aus Fleisch und Maschine, der Wahnsinn, die Verwerfung erfasst und die Gemeinschaft der Drei muss das Wesen töten. In jenem Stadion zeichnet sich auch Eddys Fähigkeit des Schnitzens mehr und mehr heraus und er weiß, das er sie brauchen wird, auch wenn Roland diese Fähigkeit nicht akzeptiert. In einem seiner Träume sieht Eddy einen Schlüssel vor sich und er weiß, er muss diesen Schlüssel nachbilden... Doch für was weiß er selbst noch nicht... Hier wechseln wir in die andere Welt, in die Welt des New Yorks der 70er Jahre, wo der Junge Jake auf dem Weg in die Schule ist. Wir wissen auch, das Jake an diesem Tag sterben sollte, doch Roland hat den Mörder Jakes bereits vernichtet, so dass auch der Junge das Gefühl des Irrealen nicht loswerden kann. Immer mehr und mehr nimmt ihn seine Phantasie gefangen und er treibt rastlos durch die Straßen von New York, bis er zu einen kleinen Rätsel Laden findet, dessen Besitzer ihm ein Uraltes Rätselmagazin und das Buch "Charly Tuff Tuff" schenkt. In dem Rätselband findet der Junge einen Hinweis auf das, was er tun muss und so sucht er sich seinen Weg zu einem alten Haus, das auch schon Susanna, besser ihr früheres Ich Odetta, und auch Eddy kannten. Jenes gespenstige Haus, das schon seit Jahrzehnten leer zu stehen scheint. In einem letzen, verzweifelten Hilfeschrei bei seinem Vater versucht er die Visionen seines eigenen, doppelten Todes zu verdrängen, doch sein Vater hört den Ruf nicht und Jakes letzter Halt in dieser Welt bricht. So macht er sich auf zu jenem Haus um in die Welt zu wechseln, in der Eddy bereits an dem Schlüssel arbeitet und Rolands Nervenfieber immer engere Kreise zieht. Als der Junge in das Haus tritt und dieses ihn zu vernichten versucht, stellt auf Eddy den Schlüssel in diese Welt fertig und es gelingt ihm, Jake nach Mittwelt zu ziehen. Das Kadett hat ein weiteres Mitglied. Roland, dessen Persönlichkeit nun wieder geheilt zu sein scheint, verspricht dem Jungen, ihn nie wieder Fallen zu lassen (Siehe auch Schwarz). Auf ihrem weiteren Weg schließt sich noch ein weiterer der Gruppe an, ein Billy-Bumbler, eine Art Biber-Dachs, welcher sich mit Jake anfreundet und dieser ihm den Namen Oy gibt. So zieht die Gemeinschaft weiter, weiter nach Westen, bis sie wieder auf Zeichen von Zivilisation treffen. Ein altes Dorf, River Crossing, nur von uralten Menschen bewohnt. Einige können sich noch an die alte Zeit erinnern und erkennen Roland, als das was er ist. Sie wissen noch von jener Zeit als die Revolvermänner die Richter und Henker waren, aber auch die Friedensstifter und Weisen. So nehmen die Bewohner des Dorfes die Gruppe um Roland auf, bieten ihnen Unterkunft und Speis und Trank an. Die Alten warnen die fünf Wanderer vor jener Stadt, welche hinter ihrer kleinen Ortschaft wohnen, Lud. Der Dorfälteste überreicht Roland noch ein Jesuskreuz und bittet ihn, dieses am Fuße des dunklen Turmes zu legen, sollte er ihn jemals erreichen. Bevor die Reisenden Lud jedoch erreichen, müssen sie eine Brücke überqueren, welche zu der Stadt führt. Dort lauern ihnen einige Gesetzlose auf, welche Jake entführen, was Roland zu seinem Leid nicht verhindern kann. Erneut ist der Junge verschwunden. Roland trennt sich von Eddie und Susannah um Jake zu befreien, während diese sich auf die Suche nach dem Zug „Blaine“ machen, der letzen Monorail Eisenbahn Mittwelts die noch funktionieren soll. Roland wird von Oy begleitet und so steigt er immer tiefer hinab in den Sumpf des Verbrechens und der Auseinandersetzung der Rivalisierenden Gruppen der „Grauen“ und der „Pubes“. Der Zwist, die Krankheit welche diese sterbende Welt befallen hat wird immer deutlicher. Jake wurde von seinem Entführer zu dessen Anführer, dem wahnsinnigen „Ticktackmann“ gebracht. Roland gelingt es mit tatkräftiger Hilfe von Oy Jake zu befreien und zu fliehen. Beide erreichen den Bahnhof, wo schon Eddie und Susannah auf die beiden warten und betreten den Zug Blaine von dem sie sich erhoffen das er sie näher an die Mitte der Welten bringt, näher heran an den dunklen Turm. Doch Blaine’s künstliche Intelligenz hatte im laufe der Jahre der Einsamkeit immer mehr und mehr gelitten, so das der Wahnsinn, wie auch schon bei dem Wächter, die Oberhand gewonnen hat. In seinem Wahn, die komplette Stadt zu vernichten, stellt er der Gemeinschaft ein Rätsel, bei dessen Lösung er ihnen verspricht sie aus der Stadt zu bringen. Es gelingt Roland das Rätsel zu lösen, der sich an seinen alten Waffenmeister Cort erinnerte, der in der Vergangenheit immer und immer wieder die Rätselmeisterschaft von Gilead, der Heimatstadt von Roland, für sich gewonnen hat. Blaine hält sein versprechen und lässt die Stadt hinter sich, die von Blaine dennoch zerstört wird. Der Ticktackmann wird von einer mysteriösen Figur namens Flagg gerettet. Flagg scheint Maerlyn zu sein, jener große Zauberer, der dem Mann in Schwarz seinen Auftrag gibt. Blaine’s Wunsch nach dem Freitod, zusammen mit seinen Passagieren, kann nur durch eine Rätselmeisterschaft gewonnen werden. Gelingt es den Helden die Fragen des Zuges zu beantworten und im Gegenzug Blaine ein unlösbares Rätsel aufzugeben, so würde er sie verschonen... Doch was ist schon der menschliche Verstand im Gegenzug zu einer rationell denkenden Maschine, deren Funktion auf logischen Algorithmen aufgebaut ist. Ein wettlauf mit der Zeit beginnt. Meinung zu tot: Kings Welt der Revolvermänner wird immer feiner gestrickt, weitere Parallelen zu anderen Romanen von King fallen uns sofort auf. Am Ende des Buches, als jener Flagg auftaucht, der diabolische Gegenspieler in „Das letzte Gefecht“, beginnt das Herz schon ziemlich zu klopfen, man wünscht sich nur noch mehr zu erfahren, wie es weiter geht. Die gesamte Welt die beschrieben wird ist komplex, durchdacht und von einer grauenvollen Endzeit Vision geprägt und zugleich von einer zauberhaften Schönheit. King hat weitere 6 Jahre gebraucht, bis er sein eigenes Nemesis und zugleich seine Erlösung (seine eigenen Worte) weiterschreiben konnte und man merkt deutlich den weiteren Schritt zur Literarischen Perfektion (gut, das ist Ansichtssache, doch in Punkto Struktur, Flüssigkeit und Erzähldichte ist es sehr gut gelungen) Auf jeden Fall gewinnt man mehr Einblick in Rolands Vergangenheit, wie die Welt war, bevor sie sich weitergedreht hat. Es ist ein wahres vergnügen sich von einer Seite zur nächsten zu hangeln, ein jedes Detail ist einzigartig. Der dritte Teil, dessen würdige Fortsetzung man in dem Roman Glas findet. *gerade dazu die Rezension schreib* Viel Spaß, Emu… |
Javanoth |
Glas:
Das Kadett um den Revolvermann Roland befindet sich in dem Zug Blaine, welchen am Ende seiner Reise ein Endzugbahnhof wartet, wo er sich selbst zerstören will. Mit seinen Passagieren. Die einzige Chance der fünf besteht darin Blaine in einem Rätsel Wettbewerb zu schlagen, doch Blaine scheint alle Rätsel in Sekundenschnelle lösen zu können. Die Zeit drängt denn Blaine beschleunigt immer mehr. Roland, Jake und Susannah stellen immer mehr Rätsel, verwenden auch das Rätselbuch welches der Junge aus seiner Welt mitgebracht hat, doch es nützt alles nichts, bis am Ende Eddie, von Roland wegen seiner dummen Spruchrätsel verspottet, gelingt mit einem Rätsel Blaine zu besiegen. „Wie kommt ein totes Baby über die Straße? Auf einem Huhn!“. Durch diese nicht logische Frage aus dem Konzept gebracht brennen die Schaltkreise von Blaine durch und er ist gezwungen den Teil seiner Abmachung einzuhalten und entlässt die Gruppe in einer Stadt namens Topeka. Auf ihrer Reise mit dem suizidgefährdeten Zug sind sie vom Pfad des Balkens abgekommen und befinden sich nun allem Anschein nach in der Jetztzeit in unserer Welt wieder. Nur ist diese Welt und deren Bewohner von einem Grippevirus beinnahe ausgelöscht worden. Jener Welt, in der auch Randall Flagg sein Unwesen treibt. Auf ihrem weiteren Weg auf einem verlassenen Highway erzählt Roland seinen Gefährten von seiner Jugend. Roland findet während seiner Ausbildung zum Revolvermann heraus, dass seine Mutter eine heimliche Affäre mit Marten, dem Zauberer hat und dass sein Vater davon wusste. Von Verzweiflung und Hass und der Schwäche seines Vaters angewidert beschließt der Junge seinen Lehrer Cort herauszufordern um in den Stand eines Revolvermanns gehoben zu werden. In diesem Kampf muss der Schüler den Lehrer besiegen, ansonst würde er unehrenhaft in den Westen verbannt werden. Roland wählt als Waffe seinen Jagdfalken David womit er Cort überrascht. David zerhakt Cort’s Gesicht ehe es diesem gelingt das Genick des Falken zu zerschmettern. Roland stürzt sich nun auf Cort und schlägt ihn mit dessen Eisenstange nieder. So wird Roland zum jüngsten Revolvermann aller Zeiten. Am Abend nach diesem Kampf spricht Roland mit seinem Vater Stephen, welcher ihm von seiner Mutter und Marten erzählt, von seinen Plänen und seinem Wissen. Roland versteht nun, warum sein Vater diese Affäre akzeptiert hat und wird von seinem Vater, zu dessen eigenen Schutz aufgrund der Aktivitäten des guten Mannes nach Westen geschickt. In die kleine Stadt Hambry in der Baronie Mejis. Roland begleiten seine Freunde Cuthbert (Eddie erinnert den Revolvermann an den Freund aus seiner Vergangenheit) und Allen. Doch in Hambry gehen seltsame Dinge vor sich. Roland verliebt sich dort in das Mädchen Susan die jedoch dem Bürgermeister der Stadt versprochen ist. Roland und seine Gefährten geben sich als Gesandte der Hauptstadt Gilead aus, um hier eine Inventur der Pferdebestände vor zu nehmen. Dabei entdecken sie, dass eine Gruppe, die sich selbst die Sargträger nennen und von einem Mann namens Jonas angeführt werden, für den guten Mann, Farson, arbeiten, der die Vernichtung Gileads und aller Ideale dieser Stadt herbeiführen will. Jonas, einst ein Anwärter zum Revolvermann hat nach seiner unehrenhaften Verbannung in den Westen bittere Rache geschworen und meint in Roland die Tugenden und Fähigkeiten eines Revolvermannes zu erkennen. Hambry scheint sich der Sache Farsons angeschlossen zu haben. Rhea von Cöos, eine Hexe, besitzt ein magisches Objekt aus Glas, eine Kugel die dem Betrachter Einblick in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gewährt. Doch dieses Glas ist von einem bösen Bewusstsein beseelt, welches die Gedanken des Besitzers vergiften und ihn von dessen Macht abhängig macht. Roland und seine Freunde erfahren von einem Pakt zwischen der Hexe und Jonas, welcher plant, dieses sehende Glas seine Herrn und Gebieter Farson zu überreichen. Auch die gezählten Pferde, die für Gilead bestimmt sind, sind nicht wirklich alle, die Hambry zu bieten hat. Das Kadett findet immer mehr über den Verrat heraus, welcher sich hier anbahnt. Die Lage spitzt sich zu, als Rhea herausfindet, das Susan und Roland ein Verhältnis miteinander haben. Roland und seine Freunde beschließen noch weitere Beweiße zu sammeln und dann zusammen mit Susan zu fliehen, doch es kommt anders als sie erwartet haben. Sie entdecken dass noch viel mehr Nachschub hier auf Farson wartet und ziehen dann zusammen in den Kampf gegen die Sargträger und die Männer von Farson. Dabei machen sie sich eine der Schwachstellen, ein Fehler im Gefüge von Raum und Zeit, zu nutze um ihre Feinde zu besiegen. Susan versteckt sich derweil in einer kleinen Hütte außerhalb von Hambry. Doch wie jede Liebesgeschichte endet diese auch tragisch. Durch Verrat und Betrug wird Susan, die ein Kind von Roland erwartet, getötet als Roland das sehende Glas von Rhea von Cöos erbeutet und in dessen Welt gefangen wird. Seine Freunde bringen den leblosen Körper zurück nach Gilead, berichten auch von den Geschehnissen in der Baronie Mejis. In dieser Zeit erfährt Roland viele Dinge durch das Glas, erstaunliche Dinge, deren Bedeutung er erst später erkennt. Nachdem Roland mit seiner Geschichte geendet hat, gelangen die Gefährten in der Jetztzeit zu einem gläsernen Schloss, gemahnend an „der Zauberer von Oz“. Dort begegnen sie erneut dem Ticktackmann und Flagg. Dabei gelingt es den Gefährten nicht Flagg zu stellen, doch sie erbeuten jenes Glas, dem Roland in seiner Vergangenheit bereits schon einmal verfallen war. Erneut leuchtet das Glas, ein letztes Mal für alle. Sie sehen, wie Roland seine eigene Mutter tötet, ein heimtückischer, letzter Plan der Hexe von Cöos. Dann werden sie weiter durch das Glas geschleudert, erfahren Dinge, von denen sich bald herauskristallisiert, dass es ihre baldige Zukunft sein könnte. Auch sehen sie Dinge wie das Geschenk von Rolands Mutter an ihn, seinen Gürtel. Mit dem Verlust jenes beginnt auch die Suche von Roland nach dem Dunklen Turm. Doch dies ist eine andere Geschichte, eine Geschichte für einen anderen Tag. Am Ende ihres Vision finden sich die Gefährten wieder in Rolands Welt, auf dem Pfad des Balkens. Meinung: Der bis jetzt fesselnste Teil von der Saga des Dunklen Turms. Erstmal erfahren wir etwas über Rolands Vergangenheit, über seine Freunde Allen und Cuthbert, seine große Liebe Susan, die in den vorherigen Romanen bereits erwähnt wurden, aber auf welche nie näher eingegangen wurde, vielleicht eine geschickte Methode von Stephen King Rolands Charakter näher zu beschreiben. Die Geschichte von Roland und Susan, seinen Freunden in Hambry liest sich wundervoll geschmeidig und ist trotzdem von einer gewissen Melancholie durchwoben. Man muss hier vielleicht erwähnen, das das ganze mehr wie ein Fantasy Roman klingt, untypisch für King, aber es finden sich auch unzählige Horrorelemente darin, welche uns Rolands Vergangenheit umso intensiver erleben lässt und die tragweite seiner Charaktere besser verstehen lässt. Wir verstehen Roland nun viel besser, verstehen seine Abneigung mit Gefährten zu ziehen, denn laut seiner eigenen Gedanken ist noch ein jeder seiner Lieben gestorben, durch Verrat, durch seine eigene Waffe oder etwas anderes. Eine wundervolle Geschichte, die sogar einem King Fremden Leser gefallen wird. Das war derweil mal der letzte Teil dieser Rezensionsreihe, bis ich den 5. Teil, Wolfsmond durchgeackert habe. Oder vielleicht schreibt ja auch jemand anderer ne Rezension dazu ;) |
Dr. Becks |
Vielleicht sollte man anmerken, dass diese Geschichte auf einen Gedicht basiert:
[quote] "CHILDE ROLAND TO THE DARK TOWER CAME" by Robert Browning (1812-1889) -------------------------------------------------------------------------------- 1 My first thought was, he lied in every word, 2 That hoary cripple, with malicious eye 3 Askance to watch the working of his lie 4 On mine, and mouth scarce able to afford 5 Suppression of the glee that pursed and scored 6 Its edge, at one more victim gained thereby. 7 What else should he be set for, with his staff? 8 What, save to waylay with his lies, ensnare 9 All travellers who might find him posted there, 10 And ask the road? I guessed what skull-like laugh 11 Would break, what crutch 'gin write my epitaph 12 For pastime in the dusty thoroughfare, 13 If at his counsel I should turn aside 14 Into that ominous tract which, all agree, 15 Hides the Dark Tower. Yet acquiescingly 16 I did turn as he pointed: neither pride 17 Nor hope rekindling at the end descried, 18 So much as gladness that some end might be. 19 For, what with my whole world-wide wandering, 20 What with my search drawn out thro' years, my hope 21 Dwindled into a ghost not fit to cope 22 With that obstreperous joy success would bring, 23 I hardly tried now to rebuke the spring 24 My heart made, finding failure in its scope. 25 As when a sick man very near to death 26 Seems dead indeed, and feels begin and end 27 The tears and takes the farewell of each friend, 28 And hears one bid the other go, draw breath 29 Freelier outside ("since all is o'er," he saith, 30 "And the blow fallen no grieving can amend";) 31 While some discuss if near the other graves 32 Be room enough for this, and when a day 33 Suits best for carrying the corpse away, 34 With care about the banners, scarves and staves: 35 And still the man hears all, and only craves 36 He may not shame such tender love and stay. 37 Thus, I had so long suffered in this quest, 38 Heard failure prophesied so oft, been writ 39 So many times among "The Band"--to wit, 40 The knights who to the Dark Tower's search addressed 41 Their steps--that just to fail as they, seemed best, 42 And all the doubt was now--should I be fit? 43 So, quiet as despair, I turned from him, 44 That hateful cripple, out of his highway 45 Into the path he pointed. All the day 46 Had been a dreary one at best, and dim 47 Was settling to its close, yet shot one grim 48 Red leer to see the plain catch its estray. 49 For mark! no sooner was I fairly found 50 Pledged to the plain, after a pace or two, 51 Than, pausing to throw backward a last view 52 O'er the safe road, 'twas gone; grey plain all round: 53 Nothing but plain to the horizon's bound. 54 I might go on; nought else remained to do. 55 So, on I went. I think I never saw 56 Such starved ignoble nature; nothing throve: 57 For flowers--as well expect a cedar grove! 58 But cockle, spurge, according to their law 59 Might propagate their kind, with none to awe, 60 You'd think; a burr had been a treasure-trove. 61 No! penury, inertness and grimace, 62 In some strange sort, were the land's portion. "See 63 Or shut your eyes," said Nature peevishly, 64 "It nothing skills: I cannot help my case: 65 'Tis the Last Judgment's fire must cure this place, 66 Calcine its clods and set my prisoners free." 67 If there pushed any ragged thistle-stalk 68 Above its mates, the head was chopped; the bents 69 Were jealous else. What made those holes and rents 70 In the dock's harsh swarth leaves, bruised as to baulk 71 All hope of greenness? 'tis a brute must walk 72 Pashing their life out, with a brute's intents. 73 As for the grass, it grew as scant as hair 74 In leprosy; thin dry blades pricked the mud 75 Which underneath looked kneaded up with blood. 76 One stiff blind horse, his every bone a-stare, 77 Stood stupefied, however he came there: 78 Thrust out past service from the devil's stud! 79 Alive? he might be dead for aught I know, 80 With that red gaunt and colloped neck a-strain, 81 And shut eyes underneath the rusty mane; 82 Seldom went such grotesqueness with such woe; 83 I never saw a brute I hated so; 84 He must be wicked to deserve such pain. 85 I shut my eyes and turned them on my heart. 86 As a man calls for wine before he fights, 87 I asked one draught of earlier, happier sights, 88 Ere fitly I could hope to play my part. 89 Think first, fight afterwards--the soldier's art: 90 One taste of the old time sets all to rights. 91 Not it! I fancied Cuthbert's reddening face 92 Beneath its garniture of curly gold, 93 Dear fellow, till I almost felt him fold 94 An arm in mine to fix me to the place 95 That way he used. Alas, one night's disgrace! 96 Out went my heart's new fire and left it cold. 97 Giles then, the soul of honour--there he stands 98 Frank as ten years ago when knighted first. 99 What honest men should dare (he said) he durst. 100 Good--but the scene shifts--faugh! what hangman hands 101 In to his breast a parchment? His own bands 102 Read it. Poor traitor, spit upon and curst! 103 Better this present than a past like that; 104 Back therefore to my darkening path again! 105 No sound, no sight as far as eye could strain. 106 Will the night send a howlet or a bat? 107 I asked: when something on the dismal flat 108 Came to arrest my thoughts and change their train. 109 A sudden little river crossed my path 110 As unexpected as a serpent comes. 111 No sluggish tide congenial to the glooms; 112 This, as it frothed by, might have been a bath 113 For the fiend's glowing hoof--to see the wrath 114 Of its black eddy bespate with flakes and spumes. 115 So petty yet so spiteful! All along 116 Low scrubby alders kneeled down over it; 117 Drenched willows flung them headlong in a fit 118 Of mute despair, a suicidal throng: 119 The river which had done them all the wrong, 120 Whate'er that was, rolled by, deterred no whit. 121 Which, while I forded,--good saints, how I feared 122 To set my foot upon a dead man's cheek, 123 Each step, or feel the spear I thrust to seek 124 For hollows, tangled in his hair or beard! 125 --It may have been a water-rat I speared, 126 But, ugh! it sounded like a baby's shriek. 127 Glad was I when I reached the other bank. 128 Now for a better country. Vain presage! 129 Who were the strugglers, what war did they wage, 130 Whose savage trample thus could pad the dank 131 Soil to a plash? Toads in a poisoned tank, 132 Or wild cats in a red-hot iron cage-- 133 The fight must so have seemed in that fell cirque. 134 What penned them there, with all the plain to choose? 135 No foot-print leading to that horrid mews, 136 None out of it. Mad brewage set to work 137 Their brains, no doubt, like galley-slaves the Turk 138 Pits for his pastime, Christians against Jews. 139 And more than that--a furlong on--why, there! 140 What bad use was that engine for, that wheel, 141 Or brake, not wheel--that harrow fit to reel 142 Men's bodies out like silk? with all the air 143 Of Tophet's tool, on earth left unaware, 144 Or brought to sharpen its rusty teeth of steel. 145 Then came a bit of stubbed ground, once a wood, 146 Next a marsh, it would seem, and now mere earth 147 Desperate and done with; (so a fool finds mirth, 148 Makes a thing and then mars it, till his mood 149 Changes and off he goes!) within a rood-- 150 Bog, clay and rubble, sand and stark black dearth. 151 Now blotches rankling, coloured gay and grim, 152 Now patches where some leanness of the soil's 153 Broke into moss or substances like boils; 154 Then came some palsied oak, a cleft in him 155 Like a distorted mouth that splits its rim 156 Gaping at death, and dies while it recoils. 157 And just as far as ever from the end! 158 Nought in the distance but the evening, nought 159 To point my footstep further! At the thought, 160 A great black bird, Apollyon's bosom-friend, 161 Sailed past, nor beat his wide wing dragon-penned 162 That brushed my cap--perchance the guide I sought. 163 For, looking up, aware I somehow grew, 164 'Spite of the dusk, the plain had given place 165 All round to mountains--with such name to grace 166 Mere ugly heights and heaps now stolen in view. 167 How thus they had surprised me,--solve it, you! 168 How to get from them was no clearer case. 169 Yet half I seemed to recognise some trick 170 Of mischief happened to me, God knows when-- 171 In a bad dream perhaps. Here ended, then, 172 Progress this way. When, in the very nick 173 Of giving up, one time more, came a click 174 As when a trap shuts--you're inside the den! 175 Burningly it came on me all at once, 176 This was the place! those two hills on the right, 177 Crouched like two bulls locked horn in horn in fight; 178 While to the left, a tall scalped mountain . . . Dunce, 179 Dotard, a-dozing at the very nonce, 180 After a life spent training for the sight! 181 What in the midst lay but the Tower itself? 182 The round squat turret, blind as the fool's heart 183 Built of brown stone, without a counterpart 184 In the whole world. The tempest's mocking elf 185 Points to the shipman thus the unseen shelf 186 He strikes on, only when the timbers start. 187 Not see? because of night perhaps?--why, day 188 Came back again for that! before it left, 189 The dying sunset kindled through a cleft: 190 The hills, like giants at a hunting, lay 191 Chin upon hand, to see the game at bay,-- 192 "Now stab and end the creature--to the heft!" 193 Not hear? when noise was everywhere! it tolled 194 Increasing like a bell. Names in my ears 195 Of all the lost adventurers my peers,-- 196 How such a one was strong, and such was bold, 197 And such was fortunate, yet each of old 198 Lost, lost! one moment knelled the woe of years. 199 There they stood, ranged along the hillsides, met 200 To view the last of me, a living frame 201 For one more picture! in a sheet of flame 202 I saw them and I knew them all. And yet 203 Dauntless the slug-horn to my lips I set, 204 And blew. "Childe Roland to the Dark Tower came." [/quote] |
Dr. Becks |
Hab jetzt auch eine deutsche Übersetzung gefunden:
[quote] ROBERT BROWNING (1812-1889) Übersetzung Edmund Ruete (1894) "Herr Roland kam zum finstern Turm." König Lear III 4. Zuerst durchfuhr mich´s: Lug ist, was er spricht, Der weißgeharrte Krüppel, dessen Blicke Voll Bosheit schielen, ob die Lüge glücke; Wie zuckt der falsche Mund, als trüg´ er´s nicht Den Hohn zu hehlen, der verdammte Wicht, Ob diesem neuen Opfer seiner Tücke ! Wozu stand er mit seinem Stab sonst da, Als daß er allen Wandrern Schlingen lege, Die gläubig ihm befragt um Pfad´und Stege ? Sein schädelgleiches Lachen hört´ ich, sah Im Geist die Krücke meine Grabschrift, ha ! Kritzeln, zum Zeitvertreib, im staub´gen Wege, Wenn ich nach seinem Wort mich seitwärts wandte Zu dem verruf´nen Ort, des Wüstenei Den finstern Turm umschloß. Doch sonder Scheu Ritt ich, wohin er wies, und in mir brannte Nicht Stolz noch Hoffnung, da er mich entsandte, Zur Freude, daß ein Ziel mir nahe sei. Zog ich durch Jahre doch die Welt entlang Und hatte nie, was ich gesucht, gefunden. Mein Hoffen war zum Schatten hingeschwunden, Dem lauter Siegesjubel fremd entklang: So duldet´ ich´s, daß Lust mein Herz durchdrang, Als ihm am Ziel sich zeigten Tod und Wunden. Wie wenn ein Kranker an dem letzten Tag Lebwohl den Freunden sagt mit Mund und Händen Und tot erscheint und fühlt, die Thränen enden, Und hört, wie einer all´ aus dem Gemach Hinausweist, frei zu atmen, da den Schlag, Der niederfiel, kein Jammer mehr kann wenden. Und man berät schon, ob bei seinen Ahnen Noch Raum für ihn sei, wann dem toten Leibe Bestattung werd´, und ob man´s rasch betreibe; Von Kränzen spricht man, Schleifen, Trauerfahnen - Und er vernimmt´s und fleht, daß er die Bahnen Solch zarter Lieb´ nicht kreuz´ - und leben bleib |