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yamcanadian |
Das ist der heutige Leitartikel des Wall Street Journal - uebersetzt von Spiegel.de Find ich interessant mal zu lesen, was deren Sicht der Sache ist. |
s |
Letzten Sonntag war auch ein interessantes Editorial über die europäischen Terroristenversteher im WSJ. Eigentlich lese ich die Zeitung nicht so gerne, aber manche Dinge erfährt man sonst kaum:
Ähnlich die Geschichte Deutschland/Sudan, Europa/Iran, Europa/Flüchtlinge, etc: Europe's 'Moral Outrage' |
[user:4666] |
yamcanadian |
Ich muss sagen ich wuerde mich generell ungern einem konservativen Artikel anschliessen. Ich gebe dem Artikel nichtmal im Kern recht. Aber es ist doch schon ziemlich was dran - zumindest wenn's um die europaeische Faehigkeit, sich ueber die moralischen Standards anderer aufzuregen, geht, waehrend man selbst fleissig gegen ebd. moralischen Standards verstoesst.
Ich dachte das Zitat kaem aus Deutschland. Scheint wohl einiges von verloren gegangen zu sein. Ueberhaupt finde ich interessant, wie sich an diesem kleinen Punkt ein ganz anderer, viel groesserer entzuendet; nur weil in der europaeischen Presse tatsaechlich die anti-amerikanischen (ich sage ja lieber amerika-kritischen) Stimmen deutlich ueberwiegen, ist die Wahrnehmung der meisten Europaer wirklich "die moralisch voellig verwesenden Amerikaner ordnen die Welt ihren missionarischen Vorstellungen unter". Obiger Satz wuerde wohl fast ueberall in Europa als absolute "Wahrheit" gelten, niemand wuerde es wagen, das in Frage zu stellen, bei jedem hat sich dieses Bewusstsein tief eingebrannt - das ist absolut mehrheitsfaehig. Die selben Menschen, Homo Erectus,nur auf einem anderen Kontinent, gefuettert mit anderen Medien (man kann sie auch anti-europaeisch nennen, wenn ich mir das so ansehe), halten das genaue Gegenteil fuer richtig. Gedanklich Unabhaengigkeit Fehlanzeige? |
s |
Kritik setzt aber doch vorraus, dass man Ahnung von dem zu kritisierenden hat. Das ist in den seltensten Fällen der Fall, auch in den deutschen Medien. Wenn man sich z.B. anschaut was Michael Naumann regelmässig für ein Zeug verzapft, dann kann man sich eigentlich nur mit Grausen abwenden. Und der war immerhin mal Kulturstaatsminister, was ziemlich bezeichnend ist.
Quelle: IHT
Und wie, denn nachgedacht wird nicht, hauptsächlich wird nachgeplappert. Wozu auch, ist doch alles völlig offensichtlich. Besonders beliebt, gerade bei jungen Leuten:
Aus dem selben Artikel. Diese Liste lässt sich wohl endlos fortsetzen. Umwelt kaputt? Die Amis, wegen Kyoto. Arbeitslosigkeit? Die Amis, alles Heuschrecken. Terrorismus? Richtig, die Amis, wegen dem Öl. Schlechte Unis? Die Amis, weil sie gute Unis haben. Extrem nervig, finde ich. Das Sprichwort kenne ich übrigens aus Lucky Luke (:D), da wird behauptet es wäre mexikanisch. Wäre aber schon ein Zufall, dass sich das auf Deutsch so trefflich reimt. |
tribbä |
erschrecken finde ich, das im ersten artikel den yamcanadian gepostet hat ganz offen über foltermethoden gesprochen wird.
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hanfmißbraucher |
nene, falsch tribbä... das was da erwähnt wird ist nach us-amerikanischer definition keine folter! folter ist eine verhörmethode erst, wenn dabei erhebliche schmerzen entstehen, die auch bei organversagen oder dem tod entstehen würden... hab leider nicht mehr im kopf, wer das so definiert hat, aber es ging ja in letzter zeit häufig genug durch die presse, vielleicht kann ja jemand anders hier die quelle nennen.
aber das muss man sich erstmal auf der zunge zergehen lassen... schlafentzug, schläge, wassertropfen über tage auf dieselebe stelle, waterboarding - alles keine folter, sondern innovative verhörmethoden... |
Hans Wurstsuppe |
Der Artikel oben ist in harter Holzfällermanier geschrieben, was dem harten Neocon gefallen dürfte, wenn es nicht gegen ihn gerichtet ist, schreckt uns aber schon mal grundsätzlich ab, ganz abgesehen vom Inhalt. Den Europäern Heuchelei vorzuwerfen halte ich aber nicht zu weit hergeholt, auch wenn es ihre möglichen Taten nicht entschuldigt.
Wirklich glaubhaft entkräftigt wurden die Vorwürfe an Europa aber bisher nicht. Hierzu auch ein Interview mit einem Berater von <wiki>Dubya</wiki>, der den für dieses Amt wie die Faust aufs Auge passenden Namen Richard A. Falkenrath ( ) trägt. Solange man seine Äußerungen und das ähnlich klingende Gewäsch von Frau Rice nicht als Lüge entlarven kann, muss man harte Töne wie da oben aushalten.
"Die Europäer sitzen doch mit im Boot" |
s |
Danke taz für diese nette Desinformation: Falkenrath ist schon seit gut anderthalb Jahren nicht mehr "Bush-Berater" (Ist das sowas wie "Prügel-Prinz" oder "Terror-Witwe"?).
Wieder mal exzellente Recherche. ![]() |
Hans Wurstsuppe |
Quelle? Vielleicht wird er nicht mehr dafür bezahlt, aber mit wem er noch telefoniert, weiss deine Quelle sicher nicht. Reicht doch, dass er mal Berater war, ist doch kein Kanzlerjob mit nur einem Nachfolger, so dass man dann Altberater schreiben müsste. Und dann diese Vergleiche... Bisschen arg überzogen. ![]() |
s |
Quelle
Er war mal "deputy homeland security advisor", hätte man ruhig auch schreiben können, denn den Typen kennt ja eigentlich keine Sau. Wenn alle Leute die ab und an mal mit Personen aus der Bush-Regierung telefonieren oder telefoniert haben automatisch "Bush-Berater" sind, finde ich das ein wenig übertrieben. <spekulier>Hat die taz wohl niemand wichtiges für ein Interview auftreiben können.</spekulier> |
Hans Wurstsuppe |
Gut, deiner Spekulation muss man natürlich nachgeben, aber wen wunderts.
Soso, nun ist er also bei einem unabhängigen Think-Tank. Sollte dessen Ausrichtung neokonservativ sein, reicht es der taz aber glaub auch schon, um ihn als Berater hochzustilisieren, schließlich sind es immer diese bösen Think-Tanks, welche die Hauptschuld an der Hegemonialpolitik tragen. Bush hat ja schließlich keine eigene Meinung und lässt sich alles ins Ohr flüstern. ![]() |
Locke |
Ja, das haben die Amis meiner Meinung nach nach dem 11.September eingeführt. Das ändert aber immernoch nichts daran, dass sie die Genfer Konvention unterschrieben haben. Ich musste bei dem Artikel einige Male lachen. In vielen Teilen zeigt sich wieder eine ganz schöne Arroganz der Amerikaner. Es ist einfach eine Frechheit, dass die amerikanischen Geheimdienste jeden, der irgendwie verdächtig aussieht (oder oft die, die von Gefolterten beschuldigt wurden. Ist dies Aussagekräftig? War es bei der Hexenverbrennung wenigstens nicht!) verschleppen und foltern können. Das Mindeste wäre doch, wenn die Geheimdienste von der Politik kontrolliert werden könnten. Meiner Meinung nach ist das ganze Konzept falsch! Die Terroristen, die man festnimmt und foltert, lösen Empörung in moslimischen Staaten aus. Durch diesen Hass bilden sich neue Terroristen. Wenn man ein Krieg im Namen der Demokratie, Freiheit und MENSCHENRECHTE führt, muss man diese auch einhalten. Man muss den Menschen helfen und ihnen zeigen das man was Gutes will, dann würde der Widerstand sinken. In einigen Teilen zeigt sich auch immernoch die Rechtfertigung des Irak-Krieges, der meiner Meinung nach offensichtlich nur aus opportunistischen Gründen geführt wurde. Ganz allgeimein sehe ich wenige Kriege der Amerikaner die meiner Meinung gerechtfertigt und rechtens waren. Ich glaube der letzte war der 2. Weltkrieg... |
s |
Schöne Bestätigung des Artikels aus dem ersten Post... |
s |
Lustiger Artikel im WSJ über die Zwanghaftigkeit von Merkels Handeln. 58% Prozent der Deutschen glauben, dass die Welt ohne Saddam Hussein unsicherer ist. 1/3 glaubt, das die Bush-Regierung die 9/11-Anschläge initiiert hat. Alle glauben an die sogenannten "amerikanischen Verhältnisse", die in Deutschland unter allen Umständen zu vermeiden sind.
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marymary |
das sehe ich genauso. es gibt mit sicherheit personen, auf die rücksicht genommen werden sollten, die nihct offizielle berater oder verbündete sind, aber nicht auf jeden einzelnen, der irgend wann mal was war. . das war offenbar einfach nur schlechte recherche Die Zwanghaftigkeit ihres handelns wird in deutschen tageszeitungen gar nicht erst erwähnt.
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Locke |
Wer kritisiert, sollte es auch akzeptieren kritisiert zu werden.
Um die Beziehungen zwischen den USA und Deutschland brauch man sich keine Sorgen zu machen. Die sind beide zu sehr wirtschaftlich abhängig, dass sie sich viel zu sehr brauchen. Außenpolitisch kann man das natürlich anders sehen... |
marymary |
das sowieso nicht. eben wir sind wirtschaftlich voneinander abhängig. das war vor 60 jahren so und das wird auch so bleiben. die kanzlerin vertritt das deutsche volk und die waren gegen den krieg den bush auf dem gewissen hat. so wird sie es sich nicht leisten können, nach außen hin etwas anderes zu vertreten. die unzufriedenheit und die wirtschaftliche situation hier sowie sämtliche preiseröhungen udn streichungen sorgen für ausreichende kritik an der regierung |
tribbä |
Das hier hab ich bei Spiegel.de gefunden.
Recht interessant wie ich finde. Lasst mal hören was ihr dazu meint. Ich hoffe es ist Euch recht wenn ich diesen Fred dazu benutze. Wollt keinen eigenen auf machen, und der Titel passt ja eigentlich ganz gut... |
[user:11534] |
Hans Wurstsuppe |
Exklusiv? Schön wärs, ist man als Christ fast geneigt zu sagen...
Sehr blauäugige Aussage...
Wiederum natürlich exklusiv. Aber ändern muss man natürlich was, den Leuten andere Lösungen zu bieten wäre am besten.
Ach du Scheisse...
Liebe USA, danke dass ihr (bisher) nicht in den Iran einmarschiert seid, mit den Chinesen noch in Frieden lebt und noch keine Bomben auf Venezuela geworfen habt...
Stimmt. Aber was genau machen die deutschen Eltern deutscher Kinder besser?
Wie leben Deutsche?
Gibt es außer Drogen eigentlich noch ein Thema, zu dem noch kein Gipfel abgehalten wurde? |
marymary |
Sex mit dem Ex |
yamcanadian |
Das ist aber ein sehr wichtiges Thema... ich fordere mehr Oeffentlichkeit! |
s |
Ein sehr langer und sehr interessanter Artikel von Bruce Bawer, einem Amerikaner der seit einigen Jahren in Europa lebt:
Das ist so wahr, ich könnte heulen. :D |
yamcanadian |
Jop - unrecht hat der gute Mann definitiv nicht.
Interessante Seite btw!
UUND? |
marymary |
Könnte der naechste Wahlkampf Slogan sein. Die Partei fuer : Mehr Sex mit dem Ex Die würden bestimmt ein besseres Ergebnis erzielen, weil sie mit ihrem Thema die breite Masse mehr ansprechen als mit Mehr Kindergeld^^ |
[user:14078] |
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