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Skandal, ein Totenkopfbild!

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 [user:10141]

muh?!
Das war in Armeen wohl schon immer so

da wurden alle die aufgaben auch noch gepfählt!

*schock*echt dass du so denkst*schock*

THChefkoch
Ich finds auch übertrieben, sowas ist doch nicht so schlimm...
Ich hab aber auch noch nicht viel davon mitbekommen, ist ja was anderes, ob sie die Schädel so gefunden haben, oder ob sie sie ausgegraben haben...

 [user:10141]

muh?!
Nur hab ich hier (wieder mal) das Gefühl das man (Presse) aus der Aktion unbedingt einen Skandal herausquetschen will...


dann lies nicht bild. in meiner tageszeitung(ö) wurde es nur kurz erwähnt.

 [user:10141]

Natural-Born-Chiller
Es ist nicht schlimm, es ist übertreibung???

Wisst ihr eigentlich noch, aus welchem grund dt. Soldaten, in ein Land geschickt wurden, welches nach 20 Jahren krieg mit der UdSSR, schon völlig zerstört war und dann ohne jegliche Rechtfertigung von den Amis noch komplett platt gemacht wurde??

(warum ich denke das die Invasion der Amis in Afga. nicht gerechtfertigt war:
Ihr Argument war , das das Land einem Kriegsverbrecher Unterschlupf gewährt...
Ok so weit, so gut, aber nachdem ende des 2. Weltkrieges war es die USA die vielen, schlauen Köpfen, aus Geheimdienst, Militär und Forschung des Nazi-Regimes, ein neues, sorgenfreies Leben in den USA ermöglichte, selbstverständlich als gegenleistung für ihr Wissen.
Und wer jetzt der grössere Kriegsverbrecher war, Bin Laden oder die Schergen des 3. Reiches, kann sich jeder selber überlegen)

Es ging darum, das land wieder aufzubauen, den menschen, nachdem Ende des Taliban-Regimes, neue, humane Werte zu vermitteln, den graben zwischen Islamischer und westlicher Welt zu zuschütten!!

Und dazu gehört bestimmt nicht, das man Tote schändet, egal welcher Nationalität sie waren, in dem man ihre Totenschädel zum posieren benützt, seinen schwanz reinsteckt oder sonst irgend etwas.
also die Totenruhe, sollte für jeden halbwegs zivilisierten Menschen selbstverständlich sein und erst recht wenn man ein Land repräsentiert und eine humane Aufgabe zu leisten hat. Und wenn den Soldaten, die Aufgabe nicht gefallen hat, niemand hat sie gezwungen zum Bund zu gehen!!!





muh?!
[user:10141]: was meinst du mit:
c.) das (ö) las ich dann mal unkommentiert
? *abstink*

Proletheus
Das ganze rührt aus der irrigen Annahme, man könne Soldaten auf so einen Krieg richtig vorbereiten, ohne sie dabei zu Vollidioten zu machen.

Dass diese mangels entsprechender Erfahrung, Disziplin und humanitären Werten angesichts der "völlig überraschenden" Gegenwehr geistig versagen ist kein Wunder.

Was erwartet man von Menschen, in deren Land man bewaffnet eindringt und für die allein schon die Anwesenheit bewaffneter "Ungläubiger" im eigenen Land ein Affront ist? Freudiges Winken?

tribbä
Also ich muss [user:10141] da recht geben.
Ich persönlich würde zwar vermutlich nie auf die Idee kommen menschliches Gebein für humoristische Zwecke zu gebrauchen, und ich finde das auch nicht besonders schön. Aber jetzt da so einen Skandal draus zu machen ist schon eher lächerlich. Es kommt mir so vor als hätte die Presse halt nach langer Suche endlich ihren deutschen Kriegsskandal gefunden. Da gab es doch tatsächlich wieder diese lächerlichen Sondersendungen in denen dann ein Reporter vor Ort die "neusten Erkentnisse" präsentiert.
Und alles nur weil ein paar Bauernburschen, die sich freiwillig in den Krieg schicken haben lassen (und ohne jemanden beleidigen zu wollen, aber das sind vermutlich nicht immer die hellsten) und jetzt unter einem enormen Druck stehend ein bisschen den Blick für Anstand verloren haben.
Wie gesagt, das Ganze ist nicht sonderlich erfreulich, und die Typen gehören ein bisschen abgewatscht, aber jetzt so ein Trara drum zu machen ist übertrieben.
Vor allem wenn man sieht was z.B. die Amis gemacht haben. Könnt ihr euch erinnern das im deutschen Fernsehen Sondersendungen liefen als die Amis Gefangenen gefoltert und misshandelt haben?
Oder besser noch! Ich bin gespannt ob heut Nachmittag eine Sondersendung läuft, denn sicherlich werden auch heute Gefangene gefoltert.

littlefirefairy
In meiner Zeit als Tierarzthelferin habe ich mit meiner Kollegin Witze gemacht,
die so derb waren, dass im Bekanntenkreis nur noch Köpfe geschüttelt wurden.
Wir haben sogar ein Buch geschrieben, das nennt sich :
Geschichten aus der Tiefkühltruhe...

Was ich damit sagen will, wenn man schon so viele tote Tiere in diese Kühltruhe gesteckt hat, und gefroren wieder rausgeholt hat, entwickelt man einen ganz speziellen Sarkasmus, um damit umgehen zu können.Auch im Durchschnitt ca. ein Tier
am Tag einzuschläfern, belastet einen seelisch sehr. Man kann aber nun nicht jedesmal Heulen, also entwickelt man eine Art damit umgehen zu können, und das war bei uns halt dieser Sarkasmus.

Und ich denke dass das bei den Soldaten nicht an ders ist.
Ich finde besser wenn sie auf diese Art den Druck ablassen,
als wenn stattdessen irgendwann etwas wirklich schlimmes passiert, weil einer den Kopf verliert.
Dass die Bilder an die Öffentlichkeit geraten sind, war natürlich dumm von den Soldaten, diese Aufruhr hätten sie sich vorher denken können.

tribbä ganz Deiner Meinung, sollen sich mal um wirklich schlimme Dinge kümmern.

r0wi aka Sir_sumpf_a_lot
ich denke, dass ich die ansicht von littlefirefairy teilen kann... das ist wie sie schon sagt sicher nur eine art schutzreaktion um seelisch/psychisch nicht ganz vor die hunde zu gehen!

 [user:14681]

Fruchtpfote

Was ich damit sagen will, wenn man schon so viele tote Tiere in diese Kühltruhe gesteckt hat, und gefroren wieder rausgeholt hat, entwickelt man einen ganz speziellen Sarkasmus, um damit umgehen zu können.Auch im Durchschnitt ca. ein Tier
am Tag einzuschläfern, belastet einen seelisch sehr. Man kann aber nun nicht jedesmal Heulen, also entwickelt man eine Art damit umgehen zu können, und das war bei uns halt dieser Sarkasmus.


Quelle: littlefirefairy


Dem kann ich nur zustimmen.
Zu meinen Aufgaben beim Zivildienst im Krankenhaus gehört es auch die Verstorbenen mit ner Karre von der Station zu holen und sie in die Patho in den Kühlschrank zu bringen. Dabei müssen diese zwei mal umgebettet werden.
In den ersten Tagen als ich da das erste mal dabei war, dachte ich auch ich bin im falschen Film, als ich sah, wie die Alt-Zivis mit dieser Sache umgehen. Da kommt schonmal ein makaberer Spruch o.ä, aber mittlerweile kann ich das auch in gewisser Weise nachvollziehen.
Jeder von den Zivis weiß, dass das eine der schlechtesten Aufgaben ist, die man haben kann, aber man kann wie gesagt nicht immer heulen, umgehen damit muss man allerdings. Der Ekel vorm Anblick einer Leiche und evtl. deren Geruch weicht immer mehr einer gewissen Routine.

 [user:628]

muh?!
WORD!

besonders:
Meint ihr DIE denken: Och die posieren ja nur mit Gebeinen unserer toten Landsmänner ?? Wohl kaum, nein, die denken sich was dass für Abartige Wesen sind die die Toten nicht achten, sie schänden und eigentlich vorgegeben haben in Frieden zu kommen und ihnen helfen zu wollen, dass ein Wolf im Schafsfell da ist.

mann muss es von beiden seiten sehen!

würden aber Deutsche oder US Amerikaner, oder Israelis, in irgendwelchen arabischen, persischen Gefängnissen bzw. Konzentrationslagern so behandelt, wäre sofort Don Bush´s Killerelite auf dem Weg um den Menschen dort die Demokratie in die Herzen zu bomben, ihnen die Liebe aus den Gliedmaßen reißen, und ihre Körper in Aufopfernder Hilfsbereitschaft dem weißen Phosphor zu übergeben.

schön gesagt *meditier*

MadMann
...ich finds beschämend und da die Deutschen Soldaten nicht an aktiven Kampfeinsätzen beteiligt sind zählt für mich das Argument das sie das irgendwie verarbeiten müssen nicht. Wenn Denen da unten schlicht und ergreifend langweilig war find ichs noch erbärmlicher.

littlefirefairy
Das Problem ist, doch dass man sowas nicht verhindern kann,
ob es nun darum geht, oder was der Papst gesagt hat oder irgendwelche Karrikaturen, es wird immer Menschen geben, die sowas von sich geben oder tun.
Somit wird es auch immer Gründe geben, diese Themen aufzubauschen.
Aber ich wette dass auch deutsche Soldatenschädel gefrevelt werden,
Karrikaturen über jegliche Mächtige in der ganzen Welt vorhanden sind,
und auch geistliche Vorbilder jeder Religion Negativitäten von sich geben.

tribbä
Ich denke ich hab sehr wohl verstanden um was es geht.
In Punkt 1, lieber [user:628] , geb ich dir auch absolut recht.
Nur dieses enorme Mediale Gewese verstehe ich nicht. Die Typen bestrafen, nen Artikel dazu, der Außenminister entschuldigt sich in aller Form und gut ist. Aber nicht in allen öffentlich rechtlichen Sendern die Experten aufwarten lassen (Aber spätestens seit 9/11 ist das ja so ne Art Hobby), und jeder Komunalpolitiker schmeisst sich vor den Kameras in Pose.

Das nun die Besatzer in ein noch schlechteres Licht gerückt werden, und das diverse Gruppierungen dieses Ereignis nun leidenschaftlich ausschlachten werden um es für ihre Zwecke zu nutzen ist klar. Da interessiert es auch niemanden das die Leichen Russen waren (bekanntlich nicht der beste Freund des Afghanen), die nach einem sicherlich unschönen Tod da in ein Massengrab verfrachtet wurden, und die Gebeine nur offen da lagen weil die Afghanen den Lehm zum bauen gebraucht haben.

Die Typen die die Fotos gemacht haben sind meiner Meinung nach einfach ein bisschen hohl. (denn makaber ein Witzchen reissen wenn man alleine ist, ist immer noch ein großer unterschied) Sie haben nicht nur den Besatzern einen Imageschaden zugefügt, sondern auch Deutschland. (Wird das eigentlich im Ausland auch so intensiv behandelt dieses Thema?)
Für die Taliban, oder wen auch immer, ist das ein gefundenes Fressen.
Und für mich ist so ein Verhalten unverständlich.

Aber trotzdem finde ich es übertrieben wie die Medien damit umgehen.

Proletheus
Wird das eigentlich im Ausland auch so intensiv behandelt dieses Thema?

Wie das andere handhaben sollte wurscht sein, jeder muss erst einmal vor seiner Haustüre kehren...

chill-o-matic
word @ el samu und Holger


Es ist unglaublihc wie sehr Angst geschürt wird, die völlig überflüssig ist, denn diese Fotos erhöhen die Angst vor Terrorismus.
Es ist pervers in welchen Prioritäten berichtet wird und wie es ausgeschlachtet wird.
Es ist Irrsinnig wie sich Politik und besonders die Wirtschaft verhalten.
Solange die mediale Scheiße so weitergeht, kann es nur Bergab gehen.

Naja vllt weht ja aus Paris der Funken auf den Rest von Europa.

SmokyYoda
hab jetzt keine zeit viel zu lesen, allerdings hatten wir wegen der Schlagzeug gestern einen Kompanieappell, ausserplanmäßig.
Unser Major und Kompaniechef hat uns allen erklärt, dass, falls irgend jemand in einen auslandseinsatz kommen sollte, jedem bewusst sein sollte, dass die Presse nur auf so etwas wartet und das dem ansehen der Bundeswehr massiv schadet...

Freaky FourfingaZ
Ich versteh die ganze Verwunderung nicht.
Bitte nicht falsch verstehen, ich finde den Vorfall im kompletten Umfang verabscheuungswürdig und respektlos.

Das sich die Presse auf sowas stürzt, wie ein Rudel tollwütiger Hunde und die Sache durchkaut bis zum jüngsten Tag war zu erwarten. Ist halt denen ihr Job sowas in der Luft zu zerreissen.

Ich versteh nur das allgemeine Erstaunen nicht. Dort unten herrscht Krieg!
Wer davon ausgegangen ist, dass diser Krieg zivilisierter oder "humaner" abläuft als andere Kriege, der hat sich geirrt. Heute kann man solche Aktionen aufnehmen und dadurch kommt es an die Öffentlichkeit. Ist auch gut so. Man sollte sich auch darüber empören, aber wundern? Verwundert euch die Tatsache das so etwas passiert, oder verwundert euch sowas weils deutsche Soldaten waren und die nicht so barbarisch sind wie andere Soldaten? Die Jungs werden trainiert, keine Hemmschwelle zu haben.

Dort unten, werden schlimmere Sachen mit lebenden Menschen gemacht. Auch das Foltern ist abscheulich, aber verwundern sollte es einen nicht. Wer sich darüber wundert, der ging ja vorher davon aus, das sowas nicht passiert und das finde ich blauäugig. Man sollte sich empören aber nicht wundern.


...ich finds beschämend und da die Deutschen Soldaten nicht an aktiven Kampfeinsätzen beteiligt sind zählt für mich das Argument das sie das irgendwie verarbeiten müssen nicht. Wenn Denen da unten schlicht und ergreifend langweilig war find ichs noch erbärmlicher.


Naja ich glaube nicht, dass das für die Soldaten ein Urlaub ist. Ich glaube schon, das man dort unten Bilder sieht, die man lieber nicht gesehen hätte und einen psychisch belasten.

MadMann
Naja aber ich denke es ist ein deutlicher Unterschied zum Einsatz der USA im Irak wenn du selber töten musst und evtl. siehst wie deinem Kollegen Körperteile vom Rumpf fallen als wenn du "nur" Patrouille fährst, deswegen fand ich auch den Vergleich von Holger mit Pristina nicht wirklich gut. Das eine psychische Belastung da ist will ich nicht abstreiten aber das Motiv Rache fällt halt weg.
Und wenn ich an das Bild mit dem Penis in dem Schädel denken muss ich sagen das ich mit dieser Person nicht in einem Raum sein möchte.

 [user:4149]

großerKellerkleinerkeller


Dunkler Overall, Tropenmütze mit Nackenschutz. Der Zeuge sitzt mit dem Rücken zur Kamera von BILD-TV. Er will nicht erkannt werden
Aktuelles

Toten-Schändung: Neue Schock-Fotos aus Afghanistan!
Aktuelles


BILD: Woher stammt der Schädel?

Soldat: Aus einer Kiesgrube außerhalb von Kabul.

BILD: War das ein Friedhof?

Soldat: Nein. Das kann man sich vorstellen wie eine große Kiesgrube. Dort haben die Afghanen den Lehm, den sie für ihre Ziegel benötigt haben, abgegraben. Dabei kamen diese ganzen Knochen raus. Es war kein Friedhof, keine Kultstätte!

BILD: Schildern Sie, was genau passiert ist auf der Patrouille?

Soldat: Der Patrouillenführer hat gesagt: Wir halten an.

BILD: Was geschah dann?

Soldat: Es wurde dieser eine Schädel genommen. Zuerst hat man ihn hochgehalten und ein Foto gemacht. Dann wurde er aufs Fahrzeug montiert – bis zu dem Punkt, wo der eine sein Glied rausgeholt hat.

BILD: Gab es eine Art Gruppenzwang, da mitzumachen?

Soldat: Zwang würde ich nicht sagen. Aber es war schon so: Wenn man das nicht mitmacht, heißt es: du Weichei, was stellst du dich so an.

BILD: Was geht heute in Ihnen vor?

Soldat: Schwer zu sagen. Dumm gelaufen, Blödsinn gemacht. Sollte man nicht tun. Ich hätte es besser damals auch nicht getan. Oder wäre besser nicht mit dabei gewesen.

BILD: Gibt es irgendeine Erklärung?

Soldat: Es war sehr angespannt. Wir waren nervös. Es gab mehrmals Unglücke und Anschläge.

BILD: Ist der Einsatz in Afghanistan sehr belastend?

Soldat: Ja. Es zerrt an den Nerven, wenn man immer wieder damit konfrontiert wird, dass sowohl Leute von der eigenen Armee als auch von den alliierten Truppen regelmäßig verletzt werden. Beziehungsweise unter anderem ja auch gestorben sind. Ich vermute, dass die Hemmschwelle deshalb auch heruntergesetzt war. Dass die Angst einfach aus dem Inneren rauskommt.

BILD: Kannten sich die Soldaten in der Patrouille?

Soldat: Das war eher ein wild zusammengewürfelter Haufen. Sie haben sich schon gekannt, aber nicht gut.

BILD: Gab es einen Korpsgeist: dichthalten, nichts weitererzählen? Oder war es allgemein bekannt, was da passiert war?

Soldat: Unter den niedrigeren Dienstgraden war es durchaus bekannt. Bei denen hat das die Runde gemacht – mit Sicherheit. Die fanden das teilweise lustig. Aber es war definitiv nicht in Ordnung. Speziell für die Soldaten, die sich jetzt im Einsatz befinden, ist es eine schwierige Situation, wenn die Afghanen mit den Bildern konfrontiert werden.

BILD: Gab es denn überhaupt keine Hemmungen wenigstens gegenüber den Afghanen damals?

Soldat: Nein. Da haben immer Einheimische gegraben. Die holen da Lehm für ihre Häuser. Die Afghanen haben regelmäßig das Zeug umeinandergeworfen. Da die das nicht als besonders schlimm empfanden, hat sich die Patrouille auch nicht weiter etwas dabei gedacht. Sonst hätte es mit Sicherheit schon früher Ärger durch die Afghanen gegeben. Da war auch ein Sprachmittler bei. Den hat das gar nicht groß interessiert.

BILD: Ist es normal, dass Soldaten auf Patrouille ihre Fotoapparate mitnehmen?

Soldat: Es ist durchaus gang und gäbe in der Bundeswehr, dass im Auslandseinsatz viele Fotos geschossen werden.

BILD: Wann entstanden die Fotos?

Soldat: Das war Mitte des Jahres 2003.

BILD: Schildern Sie einmal den Alltag im Lager!

Soldat: Sehr viele verbringen die Zeit vor ihrem Computer. Manche betrinken sich, was sehr oft toleriert wurde – auch bei höheren Dienstgraden. Obwohl ja eigentlich die Zwei-Dosen-Regelung gilt. Das heißt: Man darf nicht mehr als zwei Bier am Tag trinken. Die Masse hält sich nicht dran. Viele haben ihre Freizeit auch mit Sport verbracht.

BILD: Wie lange dauert eine Patrouille?

Soldat: Einen Tag, anderthalb Tage. Dann einen Tag oder einen halben Tag Pause. Dann geht’s wieder raus, und die Anspannung ist da, ob etwas passiert – obwohl man eine gewisse Routine hat, die aber auch eine gefährliche Langeweile reinbringt.

BILD: Noch mal zu diesem Vorfall. Haben Sie eine Ahnung, wie der Schädel in die Grube kam?

Soldat: Weiß der Teufel. Da wurden vermutlich während des Krieges Unmengen an Leichen abgelagert.

BILD: Wie viele Totenköpfe lagen da?

Soldat: Kann ich nicht sagen.

BILD: Was sollte eigentlich das Foto mit dem Penis?

Soldat: Das war definitiv nur ein Showfoto.

BILD: Hatte denn keiner von denen, die dabei waren, ein schlechtes Gewissen?

Soldat: Ein schlechtes Gewissen, denke ich, hatten sie alle!

Das Gespräch führten Meike Scholten und Jürgen Tress (BILD-TV)



http://www.bild.t-online.de/BTO/news/aktuell/2006/10/27/afghanistan-soldat-bericht-0/afghanistan-soldat-bericht.html

Quelle:bildzeitung

Für die die über das thema nich soviel wissen haben jetzt ein paar infos.

sour_mash
Ich finde diesen ganzen Wirbel um dieses Thema auch absolut lächerlich, da gibt es andere viel wichtigere Dinge!
Aber die wichtigen Dinge sind vielleicht zu kompliziert für die Allegeminheit also zeigt man den Menschen Bilder, Bilder kann man immer verstehen,wenn auch auf seine eigene Art und Weise, und die Menschen sehen wie grauenvoll doch diese Soldaten sind.
Kaum einer denkt länger drüber nach und tut es mit"fürchterlich, Menschenverachtend" ab und gut ist.

Am nächten Tag kommen wieder Bilder in der Zeitung raus und man ändert seine Meinung sicherlich nicht zum posetiven.

Auf was ich hinaus will ist, das es eine Lapalie ist, diese Soldaten sind auch nur Menschen die genauso dumme Fehler machen wie andere doch weil es durch die Presse so gepusht wird erscheint es so manch einem viel extremer!

Solln sie doch da mit den Schädeln spielen wenns Spass macht hauptsache sie vernachlässigen dabei nicht den Grund weshalb sie da sind.

Ob dieser Grund, dieser Auftrag jetzt durch diese Aktion lächerlich rüberkommt kann jeder für sich entscheiden!

Imho ist es krank mit Schädeln rumzuspielen und jene auch noch mit den eigenen Geschlechtsteilen in Verbindung zu bringen, aber dafür bekommen sie ja nun auch ihre Strafe, ob die gerechtfertigt sein wird, sei mal dahingestellt!

 [user:11873]

sour_mash
Ich bin schockiert *abstink*

 [user:831]

Hans Wurstsuppe
So schauts aus, [user:831].

Erstmal drei Sachen aus der taz zum Thema:

(1) dass die BILD-verarschende Titelbild von gestern

(2) Karikatur von gestern

(3) Karikatur von heute


Und als Kontrast ein Interview mit einem Afghanistan-Veteran:
"Ich rieche noch immer das Blut"

MadMann
@[user:4149]

den von Dir genannten Film habe ich bereits gesehen, sehr interessante Reportage/Doku. Das einzige was man wohl erwähnen muss ist das Ruanda ein wesentlich blutigeres Szenario war/ist wie Afghanistan.


Und für alle die Leichenschändung evtl. ja auch Massenvergewaltigungen, Massaker an der Zivilbevölkerung als normal akzeptieren denen sei gesagt natürlich passiert es in jedem Krieg, es gibt aber auch das Kriegsrecht. Und gerade z.B. im Yugoslawienkrieg sind die die wirklichen Schlächter waren bzw. die Befehle gegeben haben liquidiert oder inhaftiert worden. Zumindestens auf unserem Kontinent kommt man da nicht ungeschoren davon.

Und Das die Presse es absolut überzieht ist doch eindeutig.

Proletheus
Und gerade z.B. im Yugoslawienkrieg sind die die wirklichen Schlächter waren bzw. die Befehle gegeben haben liquidiert oder inhaftiert worden.

Das würde ich gern glauben...

MadMann
also ich weiß es da ich in meinem Freundeskreis genug Bosnier, Serben + Kroaten habe....

edit
Ich rede nicht von einzelnen Soldaten sondern von Leute wie Arkan z.B.

Proletheus
Ist schon klar, ich bezweifle dennoch stark dass alle Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen wurden...dazu sind die Ereignisse zu verworren und der Hass und Verschlagenheit untereinander zu groß. Von den Verbrechen der Nato mal ganz abgesehen...

The Who
die jungs gehören auf jeden fall bestraft.

Allein schon für die dummheit so eine aktion überhaupt zu fotografieren....


MadMann
dass alle Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen wurden

Quelle: Proletheus


Zugegeben das glaube ich auch nicht.

Proletheus
Allein schon für die dummheit so eine aktion überhaupt zu fotografieren....

Wenn's danach geht: Da liegen sie voll Im Trend!