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Weg vom Öl - aber wie?

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Hans Wurstsuppe
Die Energiewende wird nur klappen, wenn fossile Quellen teurer sind
Die Grünen laufen sich langsam, aber strategisch geschickt für die Bundestagswahl 2006 warm. Bei ihrer Klausurtagung in Sachsen-Anhalt zurrten sie gestern eines ihrer zentralen Zukunftsthemen fest. "Weg vom Öl" ist die Politstrategie der nächsten Jahre überschrieben, auf deren Grundlage eine ökologische Finanzreform bewerkstelligt werden soll. Das ist modern, das ist grün, dass ist gut so. Ist es aber auch ehrlich?

Das muss man den Grünen lassen: Ihrer Förderpolitik ist es zu verdanken, dass die Bundesrepublik heute weltweit anerkannter Vorreiter in Sachen regenerativer Energietechnologie ist. Sicherlich hat an dieser Erfolgsgeschichte auch die Regierung Kohl einen gehörigen Anteil - obwohl das destruktive Geschrei von der Oppossitionsbank das heute oft vergessen macht. Dennoch löste erst das grün inspirierte Erneuerbare-Energien-Gesetz den heutigen Nachfrageboom bei alternativer Energiegewinnung aus. Eine Politik des "Weg vom Öl" kann nur funktionieren, wenn zuverlässige und wirtschaftlich konkurrenzfähige Alternativen zur Verfügung stehen. Die Grünen sind dabei, diesen Teil der Aufgabe mit Bravour zu lösen. Allerdings ist auch dem politischen Personal klar, dass Alternativen erst dann angenommen werden, wenn es einen Handlungsdruck gibt. Das gilt auf dem traditionell konservativen Energiesektor in besonderem Maße. Deshalb wurde einst die Ökosteuer eingeführt. [...]
NICK REIMER


Quelle: http://www.taz.de/pt/2005/01/15/a0077.nf/text


Ein interessanter Kommentar von Nick Reimer.

Was meint ihr, wie soll dieser Weg aussehen?

Ich finde, wir müssen die erneuerbaren [bzw. alternative(meinetwegen auch nahezu unbegrenzt/ schnell nachwachsend)] Energien weiter fördern, hier kann und muss Deutschland auf Dauer Vorreiter bleiben. Es schafft Arbeitsplätze und macht ein gutes Gewissen, denn durch Umweltschutz kann die Welt nur gewinnen.

Und zum Atom-Ausstieg und ausgehenden Kohlenvorkommen:
soll dieses Bild allgegenwärtig werden?
Windräder

Zwürfel - Rated R
regenerativer Energietechnologie
*ohje* *schauder*

Da stellen sich mir jedesmal die Nackenhaare auf. Soetwas gibt es nicht! rein physikalisch betrachtet...

Zum Thema: weg vom Öl, eine wunderbare Foderung. Ich bin sogar wirklich dafür, aber es müssen die richtigen Alternativen her.

In der Doku Hanf - Eine Pflanze mit vielen Gesichtern (momentan verlinke ich gerne auif den Fred*grins*) wurde über den alternativen Brennstoff Hanf berichtet. In den 40er Jahren wurde ein entsprechender Motor entwickelt. Hanf ist eine schnell nachwachsende Pflanze...

Das wäre eine Möglichkeit...


Ich finde, wir müssen die erneuerbaren Energien weiter fördern, hier kann und muss Deutschland auf Dauer Vorreiter bleiben. Es schafft Arbeitsplätze und macht ein gutes Gewissen, denn durch Umweltschutz kann die Welt nur gewinnen.


Ersetze erneuerbar durch alternative(meinetwegen auch nahezu unbegrenzt/ schnell nachwachsend) und ich unterschreibe diese Aussage.

Zum Atomausstieg: Die kalte Fusion würde mich ja schon reizen, aber man sollte Alternativen zur momentanen Atomkraft fördern. Die Frage ist nur, wie sehen diese Alternativen aus? Windkraft ist eine gute Alternative, aber welche Auswirkungen haben z.. Offshore-Parks auf die Meere? Hier muss geforscht werden. Die Sonne lässt sich in unseren Breitengraden schlecht nutzen. Wasser wäre ebenfalls eine gute Alternative.

RaveN
dazu empfiehlt sich dieser artikel.

die schadstofffreien fahrzeuge sind auf dem vormarsch.
die amis scheinen das noch eher zu kapieren, als wir blöden europäer.

*abstink*

windräder finde ich gar nicht mal so schlimm, aber die akws werden sie (leider) niemals völlig ersetzen.

aber es gibt ja auch noch andere zukunftsträchtige technologien.

*hoff*

trigg3r
vorerst atomenergie

is meiner meinung nach eine sauberere und ökologischere schnelle
und realisierbare alternative


...und dann langsam aber sicher halt wind/solar/biomasse *gnicker*
etc. die den kompletten verbrauch auch wirklich abdecken kann




Pazifist ist Fowler
man kann auch aus biomasse wasserstoff herstellen, sowas entwickelt mercedes zur zeit... => man könnte auch autos bauen, die mit wasserstoff aus hanf fahren (bzw. mit ner brennstoffzelle, bin mir nicht sicher, ob man aus biomasse wirklich reinen wasserstoff herstellen kann, könnte auch methanol oder so sein) biodiesel (aus hanf) wäre eine schnell verwirklichbare lösung, die kosten würden wahrscheinlich trotzdem weit über denen von diesel aus erdöl liegen, heutzutage funktioniert das ja auch nur wegen der subventionen...

ich bin kein freund von hybrid antrieben: einfach zu schwer. vielleicht ist es noch sinnvol einen kräftigen elektromotor als lichtmaschine und starter zu verwenden, sodass der motor bei jedem stopp ausgeschalten wird, ohne dass man das als fahrer merkt. sowas wird eh nötig, bei den ganzen elektrischen verbrauchern im auto werden die kleinen lichtmaschinen bald an ihre grenzen stoßen, das bordnetz wird wohl bald mehr als 12v haben...

ich denke auch, dass sich solarenergie auch in unseren breiten lohnen würde, wenn man die andere energie teurer macht...

 [user:11963]

 [user:10086]

Zwürfel - Rated R
Was soll mit Hanf betrieben werden, so lange es illegal ist?


Hanf wird doch jetzt schon angebaut und z.B. als Dämmstoff verwendet. Man müsste doch keinen Drogenhanf verwenden, Nutzhanf wäre auch möglich.

Pazifist ist Fowler
Nutzhanf wäre auch möglich.
nö! man braucht haschöl *hippie* *irre*

Zwürfel - Rated R
Nunja, es wird aber auch Hanföl (als Speiseöl) produziert, welches ohne Rauschwirkung ist. Dem Motor dürfte es ziemlich egal sein...


Was soll mit Hanf betrieben werden, so lange es illegal ist?


Zur Not eben legalisieren *grins* (siehe dazu u.a. Post #675177 & Post #675310)

 [user:10086]

Hans Wurstsuppe
Gerhard Schröder gibt den Umweltkanzler und sonnt sich in zunehmenden Sympathiewerten für die SPD. In seiner wohl letzten Regierungserklärung fordert er: Weg vom Öl, hin zu erneuerbaren Energien

Quelle: tickt anders zeitung


Hier der Link zur Regierungserklärung.

Was ist davon zu halten, dass die SPD das grüne Thema "Weg vom Öl" aufgreift? Sich stark machen für den alten Koalitionspartner und das bisher erreichte - oder Grünenwähler, die verzweifelt die FDP verhindern wollen und als Ausweg nur die große Koalition sehen, ködern?

LoneWolf
Hmm, ich persönlich bin absolut kein Freund der AKW's.
Geothermische Kraftwerke halte ich ebenfalls für eine sinnvolle Alternative, zu dem mag ich den Anblick von Windrädern, ich hätte gern ein eigenes in meinem Garten (wenn ich einen selber einen hätte).


Achja, und dank dieser regenerativen Energien konnte Deutschland das leiseste JagdU-Boot der Welt bauen......mit einer Brennstoffzelle! Nur so am Rande.

 [user:11534]

Tischplatte
Im aktuellen Spiegel ist ein sehr interessanter Artikel über den Enddarm von einer bestimmten Termitenart, der wohl so ziemlich das Leistungsstärkste biochemische Kraftwerk enthält das es gibt.
Unter anderem werden Unmengen von Methan und Wasserstoff hergestellt. Forscher versuchen auch schon das ding im Labor nachzubauen sind aber noch nicht wirklich erfolgreich.

Hille
es wird gerne so getan, als ginge es ohne Kernenergie nicht weiter.

das ist aber Blödsinn!

zuerst mal könnten alleine die deutschen Privathaushalte durch Einsparungen diverse Kernkraftwerke überflüssig machen. die meisten dieser Einsparungen reduzieren dabei noch nicht mal merklich den Komfort. es geht also eigentlich nur um ein Stop der allgegenwärtigen Verschwendung.

Geräte, die nicht gebraucht werden, ausschalten und bei Bedarf vom Netz trennen; moderne Kühlschränke verwenden, und zwar nur so große, wie man auch wirklich braucht; überall Energie-Spar-Lampen einsetzen (keine Halogen-Lampen!); nicht mit elektrischer Energie heizen.

dann sind Solar-Anlagen natürlich eine großartige Sache, für jeden, der sie sich leisten kann. damit lässt sich Strom und/oder Heizenergie sparen.

das Thema Heizen ist auch sehr wichtig. die Ölheizung ist trotz anders lautender Propaganda von vorgestern. man kann heute sehr effektiv und günstig mit Holz heizen. ein Haus sollte natürlich auch möglichst gut gedämmt sein und man sollte auch nicht mehr heizen als nötig.

bei Autos ist es ebenfalls ganz einfach, große Effekte zu erzielen:
keine übergewichtigen PS-Protze fahren, sondern der Nutzung angemessene Autos. entweder Fahrgemeinschaften bilden oder kleinere Auto fahren. Toyota hat zuverlässige Hybrid-Technik und extrem sparsame, aber leistungsstarke Diesel im Angebot.
Benzin-Motoren lassen sich auch mit Alkohol oder Gas fahren, Diesel laufen auch mit Pflanzenöl. die teilweise notwendigen Umrüstungen können sich für Pendler schnell bezahlt machen.

mir fallen noch dutzende Möglichkeiten und Argumente ein, aber Ihr könnt Euch auch einfach selbst mal im Netz umgucken.

für mich steht fest: wir müssen soweit wie möglich weg vom Öl, besser heute als morgen. nicht nur aus ökologischen Gründen, sondern vor allem auch aus wirtschaftlichen.

ich bin kein freund von hybrid antrieben
der Prius ist ein großes und sehr agiles Auto, bei einem Verbrauch von gerade mal 4,3 Liter / 100 Kilometer...

is meiner meinung nach eine sauberere und ökologischere schnell
und realisierbare alternative
solange wir den Atommüll irgendwie loswerden und in den nächsten 10.000 Jahren keine Unfälle oder Anschläge dazwischen kommen, sicher.

LoneWolf
is meiner meinung nach eine sauberere und ökologischere schnell
und realisierbare alternative
solange wir den Atommüll irgendwie loswerden und in den nächsten 10.000 Jahren keine Unfälle oder Anschläge dazwischen kommen, sicher.


Word!

 [user:1101]

Zwürfel - Rated R
Zu Autos mit Hybrid-Motoren:

Für lange Überlandfahrten lohnen sich Hybrid-Fahrzeuge kaum (fast keine Nutzung des Elektroantriebs). Im Stadtverkehr sind sie aber ideal.

Eine weitere Möglichkeit, um Energie zu sparen, wären vernünftige Isolierung und Wärmedämmung. Ein einfaches Beispiel dafür sind z.B. die USA (aber auch Kanada):

ständig laufende Klimaanlagen in schlecht isolierten Gebäuden. Um die Raumtemperatur konstant zu halten, müssen die Kimaanlagen also viel Leistung aufbringen. Das ist unnötig. (genauso wie es unnötig ist, eine Shopping Mall bei 35°C Außentemperatur auf 18°C Innentemperatur zu kühlen)

für mich steht fest: wir müssen soweit wie möglich weg vom Öl, besser heute als morgen. nicht nur aus ökologischen Gründen, sondern vor allem auch aus wirtschaftlichen.


Word!

Hans Wurstsuppe
Vor kurzem bin ich über den Begriff <wiki>Peak-Oil</wiki> gestolpert. Der Wikpedia-Artikel ist recht umfangreich, mit dem dort verlinkten Peak-Oil-Forum hat sich die taz am Donnerstag auseinandergesetzt.

Öl entfacht apokalyptisches Feuer im Netz

Auf der Internetplattform Peak-Oil-Forum sind sich die Diskutanten sicher: Weil die Reserven bald zur Neige gehen, steht der "finale" Energieschock unmittelbar bevor. Es werden nur noch die Optionen debattiert: Marschiert China in Venezuela ein?
[....]
Die Forumsmitglieder glauben an die Peak-Oil-These. Diese besagt: Die Ölförderung hat ihre Spitze fast erreicht und wird bald jährlich um 2 bis 6 Prozent abnehmen. Damit sind sie nicht weit entfernt von unabhängigen professionellen Geologen, die auf ihren Kongressen auch nur noch debattieren, ob das Fördermaximum 2006, 2010 oder erst 2013 erreicht sein wird.
[...]
Aber längst nicht jeder Beitrag ist pessimistisch. Die Ölkrise wird auch als Chance gesehen: Endlich hat sich die "auf Raubbau basierende Klimbimgesellschaft" erledigt. Wenn MBS schreibt "Die letzte Ölkrise ist es, die alles verändern wird … alles !!!", dann explodiert die Erregung eines Konsumverweigerers. Man erhofft sich von der Ölkrise die Befreiung aus einer Realität, die durch Konsum, Werbung und Informationsdesign immer unwirklicher geworden ist. Die Forumsmitglieder nehmen das Ende der "derzeitigen industriellen Verschwendungsgesellschaft" emphatisch vorweg. Sie betrachten die Gegenwart als eine Wirklichkeit, die eigentlich schon vergangen ist.


Quelle: taz, 27.10.05


Peak Oil im Internet

HAL 9000
*push*

In letzter Zeit is es ja ganz schön ruhig im K-net, daher möchte ich Eure geneigte Aufmerksamkeit mal auf

Karl-Heinz Tetzlaffs Konzept einer solaren Wasserstoffwirtschaft

lenken. Auf den Seiten geht es um die Herstellung von Wasserstoff aus FEUCHTER Biomasse, die Verteilung und Speicherung von Wasserstoff, sowie um die Folgen einer solchen Energiepolitik. Sicherlich ist die ganze Sache da etwas positivisitisch dargestellt, aber wenn man die entsprechenden Berichte in den Medien verfolgt, kann man die Verbitterung des Autoren recht gut nachvollziehen, denn exakt dieses Verfahren zur H2-Produktion wird in allen Berichten einfach weggelassen. Auch hier in diesem Fred steht, dass die Biomasse nicht mal zur Versorgung der KFZ-Flotte ausreicht. Nach Tetzlaffs Berechnungen könnte sich Europa aber locker komplett mit H2 aus Biomasse selbst versorgen.

Der Haken an der ganzen Geschichte ist natürlich die Verfügbarkeit der erforderlichen Technologien, also zum einen fehlen geeignete langlebige Katalysatoren für die gestufte Reformierung und zum anderen natürlich billige stationäre und mobile Brennstoffzellen. Diese Dinge sind nahezu fertig, aber wie immer entscheidet natürlich die Stückzahl über den Preis. Vor diesem Hintergrund ist z.B. das europäische Ziel, dass 2020 2-3 Prozent der neuen PKW mit Brennstoffzellen ausgerüstet sind mehr als mager. Dennoch hat Deutschland gerade wieder 500 Mio Euro an Fördermitteln für die nächsten 10 Jahre lockergemacht.

Außerdem ist natürlich wie immer so, dass aufgrund von Lobbyismus und Protektionismus alle Entwicklungen, die bestehende Wirtschaftszweige gefährden, mit allen Mitteln blockiert werden. Und durch diese solare Wasserstoffwirtschaft würden Ölpipelines, Raffinerien, Windkraftanlagen, Stromleitungen, Tankstellen etc mittelfristig wertlos.

Ok, also guckt's Euch mal an und dann geh'n wir's mal durch. Ist vielleicht auch mal ein tolles Thema für Hausarbeiten usw... Einige Fragen kann ich sicherlich auch beantworten. Bin zwar nicht vom Fach, aber habe in letzter Zeit einige Recherchen gemacht...


LG

The Who
Die alles entscheidende Frage: Was passiert mit den während der wasserstoffsynthese freigesetzten Gasen CO und CO2 (weltweit Treibhausgas Nr. 1) ?

Bis heute gibt es keine vernünftige und sichere Alternative für die Speicherung von Co2!

HAL 9000
Da Biomasse vergast wird gilt das Verfahren als "CO2 neutral", weil die Pflanzenteile auch in der Natur verrotten, und somit ihr CO2 an die Atmosphäre abgeben würden.

Und das im Synthesegas enthaltene CO wird ja im Shiftreaktor in H2 umgewandelt:

CO+H2O = CO2+H2

(ist hier alles im Detail erklärt)

Am Ende des Prozesses hat man die Option, das übriggebliebene CO2 beispielsweise unterirdisch zu speichern und somit das CO2 in der Atmosphäre abzubauen.

Hans Wurstsuppe
Ich bin bei Wasserstoff sehr skeptisch, denn die Natur wird sich schon was dabei gedacht haben, ihn in reiner Form fast nicht vorkommen zu lassen.

Da sind mir Treibstoffe wie BtL-Kraftstoff sympathischer.

Aber Danke fürs pushen, vielleicht wird ja noch was draus...

Holunder Lehmann
Aber kann man nicht inzwischen z.B. Autos bauen, die mit Wasser betrieben werden? Also, jetzt nicht mit Wasserstoff, sondern mit Wasser. Meine, sowas schon mal im Fernsehen gesehen zu haben. Im Netz hab ich dazu dieses gefunden.


Kalichakra
Was mich wundert ist, dass Hanf oben nur kurz genannt wurd, aber nicht wirklich drauf eingegangen wurde. Weil ich denk selbst dieser BtL-Kraftstoff wär mit ner Monokultur Hanf am effektivsten, da dort ja nicht nur das Samenöl verwendet wird ,sondern auch Zellulose etc. wobei ich nämlich denk mal gehört zu haben (im Sensimuseum oder so) dass Hanf auch so ziemlich den höchsten Zelluloseanteil hat, außerdem sind Vorteile gegenüber Bäumen oder so ja auch bekannt, nämlich dass es eine einjährige Pflanze ist, die auch um einiges dichter beieinander wachsen kann, die aber auch im Gegensatz zu anderen einjährigen Pflanzen wie Raps, der ja der "marktführer" bei biodiesel ist, den Boden nicht versäuert oder sonstiges, so dass Jahr für Jahr das selbe Land bewirtschaftet werden kann und keine Felder nach bebau brachliegen müssten. Wie gesagt von der Platzausnutzung gibt es auch nichts was mir bekannt ist was so effektiv wäre ,also von dichte und höhe. Was viele nicht wissen (oben wurd ja auch geschrieben das sogar mal ein extramotor entwickelt wurde) ist ja ,dass die läufigen Dieselmotoren z.T. nicht einmal ausgetauscht oder verändert werden müssten, und bei denen, die eine zu niedrige Verbrennungstemeratur haben müsste man einfach nur (relativ Kostengünstig) die Temeratur erhöhen. Dann isch die Sache ja noch die, dass Hanf ja sehr ansruchslos ist (bzw halt tiefe wurzeln hat), so dass auch Gebiete in denen sonst nix wirklich angebaut werden kann als Hanfanbaufläche dienen könnten.

HAL 9000
die Natur wird sich schon was dabei gedacht haben

*oh*
Diesel und bleifreies Super-Benzin kommen auch nicht in der Natur vor, also werte ich das mal als Joke...

Im Vergleich zu BTL-Kraftstoffen ist H2 aus folgenden Gründen effektiver:


  • der Prozeß der H2-Herstellung ist effizienter, d.h. die in den Pflanzen enthaltene Primärenergie wird zu etwa 80% als H2 "geerntet", bei BTL sind es etwa 50%

  • eine Brennstoffzelle mit Elektromotor arbeitet effizienter als ein Verbrennungsmotor

  • zur H2-Produktion kann feuchte Biomasse (komplette erntefrische Pflanzen) verwendet werden, BTL erfordert vorgetrocknetes Holz oder Stroh



Man darf auch nicht nur an den mobilen Sektor denken, sondern muß auch stationäre Anwendungen (Hausthermen) einbeziehen. D.h. BTL-Heizöl wäre deutlich teurer, als gleich das Holz zu verbrennen.
Hingegen würden dezentrale Brennstoffzellen im häuslichen Bereich zu einer "wärmegeführten" Energiewirtschaft führen, d.h. wenn man mit Brennstoffzellen heizt, erzeugt man dabei mehr Strom als man benötigt, daher gäbe es einen Stromüberschuß!

Daher wären die Windkraftanlagen dann ziemlich nutzlos.

Grenzwert
ich hab seit kurzem einen nebenjob bei einem ökostromanbieter.... daher lasst euch gesagt sein: jeder haushalt kann seinen stromanbieter selbst wählen. und es gibt in deutschland vier gute ökostromanbieter. jeder kann also einen kleinen teil dazu beitragen, die energiewende herbeizuführen - dazu auch momentan die aktion atomausstieg selber machen
der ökostrom wird übrigens größtenteils aus wasserkraft und biomasse gewonnen. der allgegenwärtige frust auf windräder sollte einen also nich von einem wechsel abhalten..

und, äh, wer genauere informationen über einen stromanbieterwechsel will, kann mich gerne kontakten - aber das soll hier keine werbung sein.

Kalichakra
@Tast.beschm.
ja aber isch die sache net die, des es selbst wenn man deins jetzt unkommentiert so stehen lässt, es logischer wär über BTL bzw Pflanzenöl irgendwann zu h2 zu gelange, da die sache doch einfach die sein wird, dass ein H2fahrzeug oder halt im häuslichen Bereich in der Anschaffung einfach noch um einiges zu teuer sind und somit sich in unmittelbar naher Zukunft nicht durchsetzen wird, während mit Biodiesel ja alle Dieselmotoren mit betrieben werden könnten und es sich durch den billigeren Preis (selbst ohne große Subventionen und gezielten MAssenanbau) eher durchsetzen könnte, so dass man zumindest vorübergehend von der Abhängigkeit zum Öl wegkommt und die Natur weniger belastet. V.a. muss sich ja jetzt nicht so gut wie jeder ein neues Auto kaufen ,bzw bleiben sie ja auch noch länger als gebrauchtwagen im Umlauf und da diese technologie ja mit einem Neukauf verbunden ist seh ich keine große Chance, dass sich die h2technologie in absehbarer Zeit richtig durchsetzt.

HAL 9000
@Holunder: das Wasserauto würde ich dann mal im Esotherik-Sektor einsortieren. Solange mir niemand erklärt, wie die mysteriöse Energie aus dem Äther auf die Antriebsachse des rostigen Toyota kommt, glaube ich einfach nicht daran und behaupte, dass der Typ den Äther geschnüffelt hat.

@Kalichakra, Hanf ist sicherlich eine mögliche Energiepflanze, aber welcher Mix letztlich für welche Gegend optimal ist muss sich zeigen. Da die gestufte Reformierung alle möglichen Arten von Grünzeug verarbeitet, ist man nicht auf bestimmte Rohstoffe angewiesen.

Naja, und die Kosten des Umstiegs werden sowieso auf viele Jahre verteilt. In dem europäischen Strategiepapier wird auf Seite 8 als Best-Case Szenario für 2020 angegeben, dass dann 0,4 - 1,8 Millionen der 190 Miollionen Neuwage mit H2-Antrieb ausgerüstet sein könnten. Und das ist natürlich viel zu wenig.

Außerdem muss man bedenken, dass eine Brennstoffzelle mit Elektromotor wesentlich weniger Bauteile (kein Getriebe!) und Material erfordert, als ein Verbrennungsmotor. D.h. ein Brennstoffzellenauto könnte wesentlich billiger sein.

s. das aktuelle Brennstoffzellenfahzeug von Honda




Kalichakra
"@Kalichakra, Hanf ist sicherlich eine mögliche Energiepflanze, aber welcher Mix letztlich für welche Gegend optimal ist muss sich zeigen. Da die gestufte Reformierung alle möglichen Arten von Grünzeug verarbeitet, ist man nicht auf bestimmte Rohstoffe angewiesen."

Klar ist man nicht auf Hanf angewiesen, aber wie gesagt wär mir sonst nix bekannt was so platzsparend und einjährig angebaut werde könnt wie hanf,bzw so regelmäßig, nämlich durchgängig jedes Jahr. Und zwar in jeder Gegend, seis unter optimalen klimatischen Bedingungen oder unter nicht so guten.

"Naja, und die Kosten des Umstiegs werden sowieso auf viele Jahre verteilt. In dem europäischen Strategiepapier wird auf Seite 8 als Best-Case Szenario für 2020 angegeben, dass dann 0,4 - 1,8 Millionen der 190 Miollionen Neuwage mit H2-Antrieb ausgerüstet sein könnten. Und das ist natürlich viel zu wenig. "

deswegen hab ich mich ja für eine sofortige umstellung der bisher bestehenden Dieselmotoren auf Pflanzenöl zumindest kurzfristig ausgesprochen und langfristig für H2 ,sofern die Wissenschaft dort kein langfristiges Hindernis herausfinden würde, weil diese Umstellung einfach mit viel mehr Anschaffungen/Neuentwicklungen verbunden ist.

Hans Wurstsuppe
Diesel und bleifreies Super-Benzin kommen auch nicht in der Natur vor, also werte ich das mal als Joke...

Quelle: HAL 9000

Kann man in der Tat falsch verstehen.

Aber im Gegensatz zu fossilen Treibstoffen versucht der Wasserstoff ständig, seine reine Form zu verlieren, weshalb man ihn kompliziert lagern und transportieren muss.
Oder hat sich auch hier was getan? Würde ich nur begrüßen.

Hingegen würden dezentrale Brennstoffzellen im häuslichen Bereich zu einer "wärmegeführten" Energiewirtschaft führen, d.h. wenn man mit Brennstoffzellen heizt, erzeugt man dabei mehr Strom als man benötigt, daher gäbe es einen Stromüberschuß!

Auch dann, wenn bei warmen Außentemperaturen nicht geheizt werden muss?