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MAUT-System zur Überwachung, Willkommen in 1984

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 [user:2214]

marymary
Herzlich willkommen im Satellitenstaat
MIr ist ebenfalls zum Kotzen zu Mute
Ich finde die Mautklamotte sowieso voll daneben, schließlich zahlen wir Steuern, die ursprünglich auch fuer die Autobahnen genutzt werden sollten.
zudem kommt das erhöhte Kontrollmaß
Langsam aber sicher entwickeln wir uns dahin, dass alles kontrolliert werden kann

Payback, Pässe, Stadtteilvideoüberwachung

Natürlich, angst haben nur di edie etwas zu verbergen haben.....

Immerhin ein argument, was bei den meisten zieht

Daniel
So fehlerbehaftet das Mautsystem zum Start war (und wahrscheinlich immer noch nicht optimal läuft), soso umfassend Effektiv kann es sein.
Und es könnte sogar ein richtiger Exportschlager für die 100%ige Überwachung werden.

Was mit dem Mautsystem alles möglich ist, ist sehr erschreckend.
Man kann rein Theoretisch jedes Kraftfahrzeug komplett überwachen. Wohin es fährt, wann es fährt,...
Ich habe sogar die leise Befürchtung, dass sich solch eine totale Überwachung auch noch damit begründen lässt, dass jeder nur die Kilometer zahlen solle die er gefahren ist. Dabei könnte es ja ganz individuelle Abrechnungen geben: Nachts ist der km billiger als zur Hauptverkehrszeit, Schnäppchenstrecken...

Das schlimme daran ist ja, dass diese Technologie bereits vorhanden ist, und die Bevölkerung Schritt für Schritt an eine totale Überwachung herangeführt wird.

Dazu fällt mir ein Zitat aus einem Katasrophen-Film ein (sinngemäß):
"Wenn du einen Frosch in einen Topf mit kochendem Wasser wirfst, springt er sofort wieder heraus. Wenn du ihn aber aber in lauwarmes Wasser gibst, und dieses langsam zum Kochen bringst, wird er bis zum Schluss drin sitzen bleiben."

Bisher sehen die erfassten biometrischen Daten auf den neuen Reisepässen auch noch harmlos aus. Aber wenn man bedenkt, was damit schon in naher Zukunft möglich ist:
Mit einer stationären Kamera (Wie es sie ja heute schon auf großen Plätzen gibt) könnte man nur anhand des Gesichts und einer speziellen Software die persönlichen Daten eines jeden Bürgers erfassen, der nur an dieser Kamera vorbei läuft.
Mit einem Netz solcher Kameras in einer Stadt könnte man jeden Schritt den jemand außerhalb seiner Wohnung macht überwachen.


*angst*

 [user:11963]

Kantakukuruz
fazit:

mein zukünftiges leben ist bald auf video erhältlich.


Weiteres Fazit: Immer lächeln.
*hey*

Hille
das war doch von Anfang an klar.
im Ernst, genau davor wollte ich auf der Website stoppt-stolpe.de warnen, hab dann leider den Arsch nicht hochgekriegt. warum sonst bitte hat man dieses überteuerte und unnötig komplizierte System eingeführt, obwohl Mitbewerber für einen Bruchteil des Kosten pünktlich ein funktionierendes System abliefern hätten können? das war von Anfang an vorgesehen.

die werden auch nicht nachgeben und das Thema solange servieren, bis wir es schlucken. könnt Ihr Euch drauf einstellen, dass jetzt ausdauernd Beispiele an die Öffentlichkeit gezerrt werden, wo es doch so nützlich gewesen wäre, hätte man drauf zugreifen können.

so ist das heute mit der staatlichen Überwachung, die mitunter unbestreitbaren Vorteile überzeugen irgendwann die Masse und über Missbrauchsmöglichkeiten wird möglichst nicht geredet. es kann halt nicht sein, was nicht sein darf, fertig aus. in unseren Behörden und die Politiker - alles nur ehrliche Menschen, die nie ihre Befugnisse zweckentfremden würden. ausnahmslos, alles klar...

"Wenn du einen Frosch in einen Topf mit kochendem Wasser wirfst, springt er sofort wieder heraus. Wenn du ihn aber aber in lauwarmes Wasser gibst, und dieses langsam zum Kochen bringst, wird er bis zum Schluss drin sitzen bleiben."
nettes Sinnbild.

 [user:2981]

Hans Wurstsuppe
Da schreien sie alle wieder im Chor: "Freiheit stirbt mit Sicherheit!"

Weder haben sie das Personal, um den privaten Reiseverkehr von nicht groß auffällig gewordenen Bürgern auf "Ungereimtheiten" wie häufige Hollandfahrten zu durchleuchten, noch haben sie vor, es in Zukunft einzustellen.

Hier im Internet lässt es sich doch auch noch gut leben. Wenn privat finanzierte Organisationen oder Anwälte nicht Jagd auf Raubkopierer machen würden, wäre da immer noch keine Gefahr, die Staatsfahnder kommen ja noch nicht mal richtig bei der Kinderpornographie wirklich hinterher. Im aktuellen Spiegel steht, dass nun schon die ersten Gefängnisse teilprivatisiert werden...
Man zieht sich zurück, wo immer es nur geht.

Ich mach mir da keinen Kopf. Am Ende wird für jeden Fall eine Einzelerlaubnis nötig sein, ähnlich der Abhörung von Telefonen. Mehr als Schwerstkriminalität werden sie damit nicht verfolgen wollen/können/dürfen- brauchen wir uns davor also fürchten?

Weil hier auch über Kameras an öffentlichen Plätzen gemeckert wird: muss man dort erst einmal beraubt und/oder verletzt werden, mit Täterfeststellung, die ohne Kamera nicht möglich gewesen wäre, bis man so etwas gut heisst?

Arthur Dent
Weil hier auch über Kameras an öffentlichen Plätzen gemeckert wird: muss man dort erst einmal beraut und/oder verletzt werden, mit Täterfeststellung, die ohne Kamera nicht möglich gewesen wäre, bis man so etwas gut heisst?
Führen denn die Kameras zu weniger Kriminalität bzw. schnelleren Fahndungserfolgen? Oder verlagert sich die Kriminalität am Ende nur? *zwinker*

Das "Modellprojekt Videoüberwachung" im Ravensberger Park wurde zum 1. April 2002 eingestellt. Trotz des misslungenen Modellprojekts (laut Statistik der Polizei ist die Anzahl der "Straftaten mit erheblicher Bedeutung" um 50% angestiegen) wurde in NRW zwischenzeitlich das Polizeigesetz verschärft.

Quelle: https://www.foebud.org/video/


Und was den Mißbrauch angeht:
Videoüberwachung</wiki>>In Großbritannien, dem Land mit der größten Überwachungskameradichte der Welt, gibt es immer mal wieder Überwachungsfilme mit pikanten Szenen zu kaufen (30. Juni 2004).

Quelle: <wiki

 [user:11963]

Hans Wurstsuppe
Wenn sie sich an Stellen verlagert, die weniger im öffentlichen Interesse sind, ist es zwar nicht über den Klee zu loben, aber die Situation an sich finde ich besser.

Man sollte halt nicht mehr Kameras aufstellen, als man überwachen kann.

Mißbrauch etc. ist natürlich ein Problem, aber in Zeiten, wo immer mehr Leute mit dem Handy Videos aufnehmen können, ist man in der Hinsicht doch eh nur noch in den eigenen vier Wänden sicher.

marymary
...und nicht mal da

Arthur Dent
Wenn sie sich an Stellen verlagert, die weniger im öffentlichen Interesse sind, ist es zwar nicht über den Klee zu loben, aber die Situation an sich finde ich besser.
Du siehst ja, das in Bielefeld die Kriminalität trotz Kameras im Testzeitraum sogar erheblich gestiegen ist.
Und aus London hörte ich, dass dort, wo Viertel flächendeckend überwacht werden, nicht mehr von der Vorderseite eingebrochen wird, sondern dafür von der Hinterseite der Häuser. Was gewinnen wir damit? Nix.

Hans Wurstsuppe
anstelle von kameras könnte ja mehr personal unterwegs sein, welches wirklich ein sicherheits gefühl gibt.

Da geb ich dir absolut recht, hab aber keine Illusion. Gut, Hoffnung vielleicht, ja...

wer weiß schon was in den nächsten jahren passiert?

Man kann hoffen dürfen, dass der Staat mehr Geld zum ausgeben hat.
Ich befürchte halt, dass das Gegenteil der Fall sein wird - Optimismus war in diesem Fred bisher auch nicht gefragt...

du vertraust den falschen leuten.

Ich vertraue niemandem, hier ist alles noch Spekulation, zu der ich meine eigene Meinung habe. Würde ich zum Beispiel die Meinung der taz wiedergeben, hätte ich hier oben absolut zustimmen müssen.

Was gewinnen wir damit? Nix.

Stimmt natürlich auch wieder, Kameras alleine lösen die Probleme nicht.
Am sinnvollsten ist es nach wie vor, die Gelegenheit zu reduzieren.

Kantakukuruz
Du siehst ja, das in Bielefeld die Kriminalität trotz Kameras im Testzeitraum sogar erheblich gestiegen ist.

(Hervorhebung durch den Verfasser)



Ach... hör doch auf...
*lol*

Hans Wurstsuppe
Man beachte Post #792404, Kantakukuruz. *lol*

Nee mal im Ernst, Arthur Dents Einwände sind schon berechtigt, zum Thema Kamera wäre ich dann soweit bedient.
Zum Hauptthema könnte man mich aber noch überzeugen, wer mag...

 [user:356]

 [user:2214]

 [user:2214]

Cynops
Weder haben sie das Personal, um den privaten Reiseverkehr von nicht groß auffällig gewordenen Bürgern auf "Ungereimtheiten" wie häufige Hollandfahrten zu durchleuchten, noch haben sie vor, es in Zukunft einzustellen.

Von Belgien aus ist das schon lange gaengige Praxis. Hier in Holland auch, die Nummernschilder des laufenden Verkehrs werden mit Kameras ueberwacht und die Autonummern werden dann automatisch mit dem Fahndungsregister abgeglichen, wird ein gesuchtes Fahrzeugt festgestellt wird es angehalten. Die Ueberwachung in Belgien laeuft aehnlich, die Autonummern werden an der Belgisch/Niederlaendischen Grenze ueberwacht und es wird automatisch festgestellt, wie oft dieses Auto innerhalb eines bestimmten Zeitraumes in den Niederlanden war. Ist das Fahrzeug wegen haeufiger Grenzuebertritte auffaellig schlaegt der Rechner alarm und das Fahrzeug wird kontrolliert...das machen die Belgier aber nicht heimlich sondern es ist schon lange bekannt, verstehe also nicht nicht, warum es so unmoeglich sein soll, dass die Deutschen auch bald auf diese Idee kommen...


Hans Wurstsuppe
Ein paar Fragen hierzu:

Ob 2-3 Grenzübertritte pro Jahr schon als häufig zählen würden?

Vom Zoll angehalten und durchsucht - oder von der Polizei angehalten, durchsucht und zur Urin/Blutprobe genötigt (je nachdem, wie das da von den Grünen anders gehandhabt wird)?

Da es außer Autobahnen mit Mautbrücken noch zahlreiche andere, bisher nicht per Kamera filmbare Grenzübergange gibt, müsste man die ja dann an sämtlichen Grenzstraßen hinstellen, ist das bei euch so?

Zwürfel - Rated R
Ist das Fahrzeug wegen haeufiger Grenzuebertritte auffaellig schlaegt der Rechner alarm und das Fahrzeug wird kontrolliert...


Und es wird einfach ein Generalverdacht ausgesprochen. Es ist doch meine Sache, wie oft ich eine Grenze überquere. Und was ist, wenn mein Arbeitsplatz jenseits einer Grenze liegt, deren Verlauf eh nur die willkürliche Folge einer vergangenen Idee ist, und ich deshalb häufig die Grenze überqueren muss? Es kann doch nicht sein, als verdächtig eingestuft zu werden, nur weil man eine Grenze regelmäßig überquert.

Ähnlichkeiten zum "Deutschland" vor 1871 sind da schön zu erkennen. Da meinte auch jeder Fürst, "Fremde" für verdächtig halten zu dürfen und spätestens nach 1848 waren Studenten an sich schon verdächtig. Heute sind es eben regelmäßige Grenzgänger...Schöne neue Welt

Tinschn
*angst* sind bei euch wirklich alle Grenzstraßen zu Belgien Viedeoüberwacht?! Das is doch absolut bah....

hanfling: DEM ZEBRA DEN TOD!
Off: @Post #964979
in der BRD gilt, dass sich der Bürger nicht rechtfertigen muss, sofern er nicht ernsthaft unter Verdacht ist. Dass das schon lange nicht mehr der Fall ist, wissen wir.

Und das bringt mich gleich zum Ontopic:

JEDER hier regt sich auf und keiner macht was, außer seinen Senf dazugeben.
Wie wäre es mal mit Demos, Unterschriften sammeln oder "richtigen" Aktionen?
Soll heißen, solange wir nur unser Maul auftun passiert nichts. Um es mit den Worten aus Sieben auszudrücken:
Wenn die Leute einem zuhören sollen, reicht es nicht ihnen einfach auf die Schulter zu tippen. Man muss sie mit einem Vorschlaghammer treffen. Erst dann können Sie sich ihrer Aufmerksamkeit gewiss sein!

Quelle: Sieben


Die Politiker müssen merken, dass es ohne uns nicht geht und dass wir es wirklich
nicht wollen. Wir hatten mal im Lateinunterricht eine schöne Geschichte dazu.
Es ging um das Proletariat und die Bourgeoisie.

Sinngemäß:
Der Kopf und der restliche Körper waren im Streit. Der Kopf war überheblich geworden und dachte er könne alles alleine aufgrund seiner Intelligenz. Der Rest hingegen fühlte sich ausgenutzt und geknechtet.
Also trennten sich Kopf und Körper und versuchten alleine über die Runden zu kommen.
Während der Kopf nun keine Energie mehr bekam, weil er sich ja nicht ernähren konnte, irrte der Körper umher und kam nicht über die Runden, da er sich selber nicht koordinieren konnte.
Im Endeffekt setzten sich Kopf und Körper wieder zusammen und sahen ein, dass der Eine ohne den Anderen nicht kann.

Die Situation, dass Kopf und Körper nichts mehr miteinander zu tun haben wollen tritt immer mehr auf.
Der heutige Körper resigniert immer mehr und will nichts mehr mit dem Kopf zu tun haben und der Kopf ist überheblich und denkt, er kann dem Körper aufzwingen was er will, ohne dass er etwas zu befürchten hat. Dass beide eine Symbiose bilden, haben sie schon längst vergessen.

Eine gute Beziehung funktioniert nur dann, wenn ein Partner den anderen auch ermahnt!

MadMann
..das mit den "kontrollierten" NL-Trips wird nicht so von statten gehen. Will mich jetzt nicht brüsten oder so, aber ich fahre schon häufiger im Jahr in die NL. Eigentlich immer über den gleichen "Grenzübergang"--->Herzogenrath.
Und es ist eigentlich immer die gleiche Art von Auto + Personen die angehalten werden. Habs auch schon mal geschafft 3mal die Grenze in jeder Richtung zu überfahren innerhalb von 1-2 Stunden. Da war die Frage des Bankangestellten "Sie sind ja öfters in den Niederlanden, Herr XXX" schon unangenehmer...*angst*
Seitdem halte ich mich mit den Bankbesuchen dort zurück...;)

Cynops
Da es außer Autobahnen mit Mautbrücken noch zahlreiche andere, bisher nicht per Kamera filmbare Grenzübergange gibt, müsste man die ja dann an sämtlichen Grenzstraßen hinstellen, ist das bei euch so?

Soweit ich weiss gibt es feste Ueberwachungsanlagen an den Autobahnen aus NL auf der belgischen seite - ob auch andere Grenzuebergaenge ueberwacht werden weiss ich nicht. Was dann passiert, wenn man auffaellt und ab wann man als "auffaellig"gilt weiss ich nicht, ich hab das ganze nur neulich in einem Bericht im niederlaendischen TV gesehen, keine ahung, wie das genau gehandhabt wird.

Es ist doch meine Sache, wie oft ich eine Grenze überquere. Und was ist, wenn mein Arbeitsplatz jenseits einer Grenze liegt, deren Verlauf eh nur die willkürliche Folge einer vergangenen Idee ist, und ich deshalb häufig die Grenze überqueren muss? Es kann doch nicht sein, als verdächtig eingestuft zu werden, nur weil man eine Grenze regelmäßig überquert.

Aus eigener erfahrung - ich arbeite in NL und fahre daher oft ueber die grenze, wenn ich zu meinen eltern fahre - weiss ich, dass es dazu keine Videoueberwachung bedarf..."auffaellig" ist man schneller als gedacht, und jedesmal auf dem Weg von der Arbeit nach Hause aelteren, schnauzbaertigen Herren erklaeren zu duerfen, warum man denn nun schon zum 11. mal innerhalb von 20 Wochen ueber die grenze faehrt ist wirklich mehr als nur sehr unangenehm.

 [user:2214]

littlefirefairy
Die Ueberwachung in Belgien laeuft aehnlich, die Autonummern werden an der Belgisch/Niederlaendischen Grenze ueberwacht und es wird automatisch festgestellt, wie oft dieses Auto innerhalb eines bestimmten Zeitraumes in den Niederlanden war. Ist das Fahrzeug wegen haeufiger Grenzuebertritte auffaellig schlaegt der Rechner alarm und das Fahrzeug wird kontrolliert..

In Belgien wird Cannabisconsum geduldet, genau wie in Holland.
Es hat unterste Priorität, das heisst unter anderem dass keine Gelder ausgegeben werden, um kiffer zu verfolgen.

Ich wohne in Belgien in der Nähe der holländischen Grenze, und da wo ich wohne gibts jedenfalls keine Videoüberwachung, ich halte das für ein Gerücht, oder gefährliches Halbwissen, oder hast Du dafür eine Quelle, Cynops?

Nickel
Uff... Leute... ich fahr eigentlich jeden zweiten Tag in die Niederlande mit dem selben Kennzeichen. Öhm... muss ich mich jetzt darauf einstellen deswegen angehalten zu werden? *angst*

Chuck Taylor
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