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G7 Protest

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marymary
Am Samstag, 10.02.07 findet die Demo gegen den G8 Gipfel statt. Bzw gegen das Treffen der Finanzminister der G7 in Essen, da niemand weiß, was dort passierenwird, soll.

http://www.g7-protest.de/

Geht von Euch jemand hin oder interessiert das hier niemanden?


Freaky FourfingaZ
Ein wirksamer Schuldenerlass für die Länder der „3.-Welt“ wird von diesen G7-Finanzministern abgelehnt. Der medienwirksam inszenierte „Schuldenerlass“ aus dem Jahr 2005 reduzierte die gesamten Zahlungen von 300 auf „nur noch“ 299 Mrd. US $ für das Jahr 2006.


Ich versteh nicht, warum die Schulden der 3. Welt erlassen werden sollen. Im Kapitalismus wird kein Geld verschenkt. Was wäre denn, wenn die Staaten keine Schulden mehr hätten? Sie würden anfangen eigene Vermögen anzuheufen und selbst Kapitalismus spielen.

Das ist doch im Kleinen das selbe. Wenn ich mir einen Kredit bei einem Kredithai nehme und kann den nicht bezahlen, dann kommt der auch und pfändet.

Wurden die Staaten angelogen? Wird der Kredit früher zurückgefordert als vereinbart? Werden jetzt mehr Zinsen/Zinseszinsen gefordert als vereinbart?
Da haben sich Einige Staatsmänner ihre Positionen gefestigt, zum Teil Krieg gespielt und jetzt soll die Zeche geprellt werden.

Was imho sinnvoll wäre, die Kredite samt Zinsen bis zu einem festen Zeitpunkt einzufrieren, aber mehr nicht.

marymary
Die können das Geld sowieso nicht zurückzahlen. Hinzu kommt, dass das meiste in den Regimes kleben bleibt und nicht, wie im Ursprung gedacht, es der BEvölkerung zu gute Kommt.
Das Problem bei der Entwicklungshilfe ist, das viel in falsche Stellen inverstiert wird und vor Ort nicht ausreichend geholfen wird.
Was nützt es tausende von Kondomen zu verteilen, wenniemand weiß, wofür sie sind oder wie man sie anwendet?

Lucy van Pelt
Genau das ist das Problem: Die Dritt-Welt-Staaten werden dieses Geld nie zurückzahlen können. Was dazu vielleicht noch passt...
2000 haben sich alle UNO-Mitgliedsstaaten auf 8 Milleniumsziele geeinigt, die zu einer zukunftsfähigen und nachhaltigen Weltentwicklung beitragen sollen.
Ich denke, dass auch dies nur erreicht werden kann, wenn die Schulden erlassen werden...

Die Millenniums-Entwicklungsziele

MDG 1: Beseitigung der extremen Armut und des Hungers: Die Zahl der Menschen, die von weniger als einem US-Dollar pro Tag leben, soll um die Hälfte gesenkt werden. Der Anteil der Menschen, die unter Hunger leiden, soll um die Hälfte gesenkt werden.

MDG 2: Verwirklichung der allgemeinen Primärschulbildung: Alle Jungen und Mädchen sollen eine vollständige Grundschulausbildung erhalten.

MDG 3: Förderung der Gleichheit der Geschlechter und Ermächtigung der Frauen: In der Grund- und Mittelschulausbildung soll bis zum Jahr 2005 und auf allen Ausbildungsstufen bis zum Jahr 2015 jede unterschiedliche Behandlung der Geschlechter beseitigt werden.

MDG 4: Senkung der Kindersterblichkeit: Die Sterblichkeit von Kindern unter fünf Jahren soll um zwei Drittel gesenkt werden.

MDG 5: Verbesserung der Gesundheit von Müttern: Die Müttersterblichkeit soll um drei Viertel gesenkt werden.

MDG 6: Bekämpfung von HIV/AIDS, Malaria und anderen Krankheiten: Die Ausbreitung von HIV/Aids soll zum Stillstand gebracht und zum Rückzug gezwungen werden. Der Ausbruch von Malaria und anderer schwerer Krankheiten soll unterbunden und ihr Auftreten zum Rückzug gezwungen werden.

MDG 7: Sicherung der ökologischen Nachhaltigkeit: Die Grundsätze der nachhaltigen Entwicklung sollen in der nationalen Politik übernommen werden; dem Verlust von Umweltressourcen soll Einhalt geboten werden. Die Zahl der Menschen, die über keinen nachhaltigen Zugang zu gesundem Trinkwasser verfügen, soll um die Hälfte gesenkt werden. Bis zum Jahr 2020 sollen wesentliche Verbesserungen in den Lebensbedingungen von zumindest 100 Millionen Slumbewohnern erzielt werden.

MDG 8: Sicherung der ökonomischen Nachhaltigkeit: Ein offenes Handels- und Finanzsystem, das auf festen Regeln beruht, vorhersehbar ist und nicht diskriminierend wirkt, soll weiter ausgebaut werden. Auf die besonderen Bedürfnisse der am wenigsten entwickelten Länder muss entsprechend eingegangen werden. Die Schuldenprobleme der Entwicklungsländer mit niedrigen und mittleren Einkommen müssen durch Maßnahmen auf nationaler und internationaler Ebene umfassend und wirksam angegangen werden, damit ihre Schulden auf lange Sicht tragbar werden.


Quelle: http://www.ecohimal.org/uno.htm

Freaky FourfingaZ
Man muss ja drauf hinarbeiten, dass diese Staaten selbstständig werden. Wie will man denn den 3.Welt Staaten helfen, der Hungersnot langfristig entgegen gehen, wenn man davon ausgeht, das sie nie wirtschaftlichen Aufschwung erleben? Soll man bis zum jüngsten Tag Enwicklungshilfe leisten?

Ich denke schon, dass die Länder in der Lage sein könnten, irgendwann ihre Schulden zubegleichen.

MDG 8: Sicherung der ökonomischen Nachhaltigkeit: Ein offenes Handels- und Finanzsystem, das auf festen Regeln beruht, vorhersehbar ist und nicht diskriminierend wirkt, soll weiter ausgebaut werden. Auf die besonderen Bedürfnisse der am wenigsten entwickelten Länder muss entsprechend eingegangen werden. Die Schuldenprobleme der Entwicklungsländer mit niedrigen und mittleren Einkommen müssen durch Maßnahmen auf nationaler und internationaler Ebene umfassend und wirksam angegangen werden, damit ihre Schulden auf lange Sicht tragbar werden.


Genau das! Sie müssen auf lange sicht tragbar werden. Aber nicht verschwinden.
Man muss in diesen Ländern für wirtschaftlichen Aufschwung sorgen. z.B. könnte man die Zollabgaben senken. Importe aus der 3.Welt werden viel höher verzollt als Waren die z.B. aus EU-Staaten kommen.

Ich mein, wir geben immerhin 0,25%(?) unseres BIP für Entwicklungshilfe aus. Warum sollen die Staaten, die diese Gelder momentan benötigen, nicht ihre Schulden begleichen, sobald sie wirtschaftlich dazu in der Lage sind? Wenn man davon ausgeht, das sie es nie sind, dann ist das ein Faß ohne Boden...

schmock ING.
z.B. könnte man die Zollabgaben senken. Importe aus der 3.Welt werden viel höher verzollt als Waren die z.B. aus EU-Staaten kommen.


Die Zölle haben in ihrer jetzigen Form schon ihre Berechtigung. Sie sollen zum einen die dortige Bevölkerung vor Ausbeutung durch Großkonzernen, zum anderen auch "unsere" (funktionierende) Wirtschaft schützen. (Abwanderung zwecks günstigerer Produktion).
Die betroffenen Staaten sollen vorerst nicht auf Exporte sondern auf eine funktionierende Binnenwirtschaft hinarbeiten.

littlefirefairy
Wie kam es zu der Verschuldung der Entwicklungsländer?

Wenn Frieden die Frucht der Gerechtigkeit ist, dann ist Gerech-
tigkeit die Voraussetzung für eine friedliche Welt. Das gilt nicht
zuletzt für das Verhältnis zwischen Nord und Süd.
Bei den Entwicklungsländern kommen gleich drei Ungerechtig-
keiten zusammen:

Die Ausbeutung über die Austauschverhältnisse (terms of trade),
die Ausbeutung über die Schuldenzinsen und
die Ausbeutung über die fallenden Rohstoffpreise.

Dabei löst eins das andere aus: Weil wir, die reichen Länder, über
unsere Technologievorsprung ein Monopol besitzen, konnten
wir durch immer höhere Exportpreise die Austauschverhältnisse
zu unseren Gunsten verändern. Weil wir für die Leistungen der
Entwicklungsländer keine gerechten Preise zahlten, mußten diese
für ihre dringend notwendigen Importe Kredite aufnehmen. Weil
sie die Kreditzinsen mit Devisen bedienen mußten, waren sie zu
immer größeren Exportanstrengungen gezwungen. Weil sie dabei
mit anderen Dritte-Welt-Ländern in Konkurrenz standen, sanken
die Preise für die angebotenen Rohstoffe und Agrarprodukte, was
wieder unser Nutzen war.
Der Zwang zur Verschuldung wurde in den 70er und 80er Jah-
ren durch die explodierten Zinsen und Erdölpreise noch ver-
schärft. Der Vorteil steigender Preise für einige erdölfördernde
Entwicklungsländer traf das Gros der anderen um so härter. Ver-
stärkt wurde der Verschuldungsdruck von außen durch die Geld-
vermögensüberschüsse des Nordens wie der reichen OPEC-Län-
der, die nach Anlagen suchten. So kam es zu jenem Überschul-
dungsschub, der ab 1982 mit der Zahlungsunfähigkeit Mexikos zu
einem Medienthema wurde.





Welche Folgen hatten die Verschuldungen?

Besonders problematisch ist, daß nach Schätzungen von Insidern
allenfalls ein Drittel der gesamten Kredite für irgendwelche Inve-
stitionen verwandt wurde, dazu noch häufig für äußerst fragwür-
dige. Die restlichen zwei Drittel resultieren dagegen aus Aufschul-
dungen zur Bedienung der Altschulden. Das heißt, die Entwick-
lungsländer haben dieses Geld überhaupt nicht in die Hand
bekommen. Es wurde lediglich innerhalb der westlichen Banken
von einem Konto auf ein anderes umgebucht und der Schulden-
summe zugeschlagen. Bedenkt man ferner, daß nach Schätzungen
ein Viertel bis die Hälfte der erhaltenen Kredite und „Wirtschafts-
hilfen“ für Rüstungsimporte ausgegeben wurde, wird das Ganze
noch unerträglicher. Dies trifft in einem besonderen Maße auch
für die Verwendung der sogenannten westlichen Wirtschaftshilfe
zu, die nach einer Unterlage des IWF in den sechziger Jahren nur
zu einem Bruchteil für Waffenimporte ausgegeben wurde, in den
80er Jahren jedoch fast in voller Höhe (siehe Darstellung 71).
Sicher kann man sagen, daß zum Schuldenmachen immer zwei
gehören und niemand die Entwicklungs- und Schwellenländer zur
Kreditaufnahme zwingen konnte. Bedenkt man aber die unge-
rechten Austauschbedingungen, dann kann man daraus bereits
den Zwang zur Kreditaufnahme herleiten. Hinzu kommt noch,
daß diese Länder mit geweckten falschen Hoffnungen zu Kredit-
käufen verführt wurden. Noch leichter war es, Diktatoren und
korrupte „Demokraten“ für Rüstungskäufe auf Pump zu gewinnen.
Da bei solchen Geschäften immer der erfahrenere und damit
überlegenere Partner die Verantwortung trägt, ist die Schuldfrage
eigentlich klar.
Quelle: Helmut Creutz

Deshalb *abstink*

xmas
ach jetz is mein text weg : (

edit: daher nur ein Kommentar

angesichts der Subventionen der EUStaaten für ihren Agrarsektor (so an die 50% des EU-Budgets) wirken die Ausgaben für EZ geradezu lächerlich. und wenn man bedenkt, dass erstere maßgeblich zum Exportdefizit der Entwicklungsländer beitragen, muß man sich eigentlich schon fast schämen..

Th.
Ich versteh nicht, warum die Schulden der 3. Welt erlassen werden sollen. Im Kapitalismus wird kein Geld verschenkt. Was wäre denn, wenn die Staaten keine Schulden mehr hätten? Sie würden anfangen eigene Vermögen anzuheufen und selbst Kapitalismus spielen.

Das ist doch im Kleinen das selbe. Wenn ich mir einen Kredit bei einem Kredithai nehme und kann den nicht bezahlen, dann kommt der auch und pfändet.

Wurden die Staaten angelogen? Wird der Kredit früher zurückgefordert als vereinbart? Werden jetzt mehr Zinsen/Zinseszinsen gefordert als vereinbart?
Da haben sich Einige Staatsmänner ihre Positionen gefestigt, zum Teil Krieg gespielt und jetzt soll die Zeche geprellt werden.

Was imho sinnvoll wäre, die Kredite samt Zinsen bis zu einem festen Zeitpunkt einzufrieren, aber mehr nicht.

Das Problem ist, dass dieser Schuldenberg nicht auf den Schuldigen (korrupte Politiker, von dir erwähnte Kriegsspieler) lastet, sondern von diesen weitergegeben wird auf die Bevölkerung. Somit könnte ein Schuldenerlass für die Bevölkerung der Staaten der dritten Welt von Nutzen sein.
MMn ist das aber unwahrscheinlich, da die oben beschriebenen Unmenschen weiterhin ihr Unwesen treiben können. Wenn in den Ländern wieder Geld da ist, wird wohl Ähnliches passieren wie in der Vergangenheit.
Wie man das Problem löst? Hm, gute Frage.
*???*

Freaky FourfingaZ
@schmock ING.
Stimmt, das seh ich ein. Nur klappt das nicht, unsere jetzige Exportpolitik und ihre Binnenpolitik zu vereinen

Das mit unserer Agrarpolitik ist zum Beispiel ein Problem.Sie könen imho keine vernünftige Binnenwirtschaft betreiben, wenn wir sie mit unseren Produkten unterbieten.
Nur müsste das auch nicht so drastisch sein, wenn wir ihnen die Möglichkeit für eine vernünftige Exportpolitik schaffen würden.


marymary
...
Man muss in diesen Ländern für wirtschaftlichen Aufschwung sorgen. z.B. könnte man die Zollabgaben senken. Importe aus der 3.Welt werden viel höher verzollt als Waren die z.B. aus EU-Staaten kommen.

Ich mein, wir geben immerhin 0,25%(?) unseres BIP für Entwicklungshilfe aus. Warum sollen die Staaten, die diese Gelder momentan benötigen, nicht ihre Schulden begleichen, sobald sie wirtschaftlich dazu in der Lage sind? Wenn man davon ausgeht, das sie es nie sind, dann ist das ein Faß ohne Boden...


Einerseits spenden wir Gelder und auf der anderen Seite schotten wir im Rahemn der EU den Agrarmarkt ab. Wir geben den Ländern ueberhaupt gar keine Chance, weil die Zölle so hoch sind und weil wir überschuessige Waren aufkaufen lassen, von der jeweiligen Regierungen. Und dieser Preis liegt in der Regel unter dem Weltmarktpreis, was den übrigfen Ländern ihre Absatzmöglichkeiten nimmt.
Wir haben einen gut funktionierenden Binnenmark in der EU und so lange es uns gut geht, und wir unseren Bauern Preise garantieren, reden wir vom Protektionismus. Und das ist unfair.
Klar gibt es Zuschüsse für bestimmt Waren, aber die sind minimal und auf bestimmte Artikel begrenzt. Die Erzeuger erhalten direkte Beihilfen im Rahmen der Marktordnung und können die Ware zollfrei einführen, bsp. Oliven, Tabak, Hartweizen, aber auch nur, weil es in der EU nicht produziert werden kann oder nur minimal.
Wir geben diesenLändern dadurch ueberhaupt gar keine Chance, sich zu profilieren.

Und ja, es ist ein Fass ohne Boden. Ohne Industrie kein Mithalten. Ohne Binnenmarkt kein Erfolg. Korruptes Regiment = keine gerechte VErteilung der Mittel.
Eine Möglichkeit wäre Intervention. Und das ist alles andere als eine friedliche Lösung.
Wir müssten erst einmal anfangen, bereit zu sein, auf etwas zu verzichten.



Freaky FourfingaZ
Wir haben fast die selbe Meinung.
Nur denke ich, dass wenn wir bessere Rahmenbedingugen schaffen würde, wie z.B. den EU-Markt öffnen, weniger die europäischen Bauern sondern zum Teil mehr die afrikanischen Bauern begünstigen würden, es eben kein Faß ohne Boden wäre. Es wäre ein ausgelichenerer Kampf.

Deshalb denke ich, sollten die Schulden nicht erlassen werden, sondern nur solange einfrieren, bis das Enticklungsland ein entwickeltes Land ist. *zwinker*

littlefirefairy
Ums noch mal kurz zusammenzufassen:
-Erst haben die Europäer diese Länder ausgebeutet und kolonialiesiert, ihnen den Lebensraum und die Ressourcen gestohlen.
-Wir laden unseren Müll dort ab und lassen sie unsere Drecksarbeit verrichten. Wir zerstören ihre Märkte und ihre Umwelt.
-Als sie dann wirtschaftlich, gesundheitlich und politisch am Ende waren boten wir ihnen, grosszügig wie wir sind, Kredite an.
-Um die Zinsen zahlen zu können müssen sie neue Kredite mit neuen Zinsen aufnehmen.


Ich vertete die Meinung, dass wir überhaupt kein Anrecht auf dieses Geld haben,
da WIR in Wahrheit knietief in IHRER Schuld stehen

Hätten wir sie in Frieden gelassen, hätten sie diese Kredite wahrscheinlich nie benötigt.
Zumindest hätten wir und nichts vorzuwerfen.

(Wobei "Wir" natürlich als Synonym für unsere Politik der vergangenen Jahrzehnte und Jahrhunderte steht)

MadMann
naja Diskussion hin oder her..ich finde die Leute "asozial" (im wahrsten Sinne des Wortes) die jetzt angereist kommen um ein bisschen Randale bei Uns veranstalten....Millionen Kosten erzeugen + nichts erreichen. Der moderne "Hooliganismus" von heute...betrifft natürlich nur eine Minderheit aber die kommt dann in die Presse...;)

marymary
Deshalb denke ich, sollten die Schulden nicht erlassen werden, sondern nur solange einfrieren, bis das Enticklungsland ein entwickeltes Land ist


Ja aber was glaubst du wie lange das dauern wird, bis diese Länder so weit entwickelt sind, als das sie sich selbst versorgen können, Gewinn erzielen können und dann noch ausreichend, dass sie ihre Shculden zurückzahlen könnten?

Ewig. Und von daher kann man genauso gut hingehen udn die Schulden erlassen.
Zumal wir auch diejenigen sind, die sie abschotten.

Und weniger die europäischen Bauern subventionieren, hieße, mehr arbeitslose Bauern und Aufstände und der Lobbyismus in der Landwirtschaft ist ziemlich groß, die verschaffen sich sehr viel Macht. Das braucht man hier nicht. Nicht umsont fließen soviele Gelder in den Agrarmarkt.(ca. 50% nach Weidenfeld/Wessels)

Da lässt man lieber andere leiden, verhungern et cetera. Aber trotzdem hast du damit Recht. Nur sieht die Elite der EU das etwas anderes, wobei man zugute halten muss, dass die Subventionen nach und nach reduziert werden.


Ich vertete die Meinung, dass wir überhaupt kein Anrecht auf dieses Geld haben,
da WIR in Wahrheit knietief in IHRER Schuld stehen
ABSOLUT WORD!

So ist es!

Überhaupt die ganze Post Post #1060411 ist sehr zutreffend. Dafür würde ich dir gerne ne Tüte anbieten, aber ich im moment noch keine vergeben

@ MadMann Was meinst du?

MadMann
Was meinst du?

Quelle: marymary


Die gewaltätigen Ausschreitungen diverser "Globalisierungsgegner".....denke nicht das ich das weiter ausführen müsste.

s
Bei den Entwicklungsländern kommen gleich drei Ungerechtig-
keiten zusammen:

Die Ausbeutung über die Austauschverhältnisse (terms of trade),
die Ausbeutung über die Schuldenzinsen und
die Ausbeutung über die fallenden Rohstoffpreise.

Letztlich sind es schon immer nur die terms of trade gewesen. Früher weil die Entscheider in den LDC unfähig und/oder eigennützig waren, d.h. sie haben sich abziehen oder bestechen lassen. In Asien und Südamerika hat sich das bekanntlich seit vllt. 25 Jahren geändert. Die Bedingungen sind nicht ja nicht gottgegeben, sondern GATT/WTO, TRIPS, etc. verhandelt.
Die Afrikaner: Wenn da immer noch jährlich ein paar hundert Millionen Kredit/ODA ankommen, ein paar Tage später wieder ohne ersichtlichen Grund erstmal zurück in die Schweiz wandern und sich ansonsten (welch Wunder) keinerlei noch so mikroskopische wirtschaftliche Aktivität zeigt, dann liegt das an der dortigen Regierung. Es gibt inzwischen einen Haufen angemessen ausgebildeter locals von denen die meisten auch nichts lieber machen würden als ihrem Land zu helfen. Warum die aber ausser als "expat trotz Pass" dort nichts zu melden haben, sollte man mal die dortige Bevölkerung fragen.
Die wird afaik aber nicht in Essen erwartet.

marymary
Die gewaltätigen Ausschreitungen diverser "Globalisierungsgegner"


Die sind fuer dich asozial. So so. Wie soll man denn deiner MEinung nach auf so etwas Asoziales wie Entnationalisierung reagieren?


Freaky FourfingaZ
@ littlefirefairy
-Erst haben die Europäer diese Länder ausgebeutet und kolonialiesiert

Stimmt kolonialisert. Das braucht man nicht schön reden. Doch sie haben ihr Land wieder. Sollen noch meine Enkel dafür bezahlen, was mein Ururgroßvater gemacht hat?

ihnen den Lebensraum und die Ressourcen gestohlen.


Die haben ihren Lebensraum. Wenn du die Buren meinst, die sind ja mittlerweile Afrikaner.
Aber wir Bösen haben ihr Gold geklaut, das sonst auf dem Teller gelandet wäre...(sry für Ironie)
Da drüben sind genug Leute reich und fett geworden, die die Kohle in Rüstung etc. gesteckt haben und ihre Landsleute haben verrecken lassen. Aber wir bösen Europäer...

Wir laden unseren Müll dort ab


Das versteh ich nicht. Was für ein Müll meinst du?

und lassen sie unsere Drecksarbeit verrichten.


Auch das müsstest du mir näher erklären^^

Wir zerstören ihre Märkte und ihre Umwelt.

Das mit der Umwelt stimmt. Aber auch da, gibt es Afrikaner, die daran gut verdienen.

Die Märkte hab ich angesprochen, ist ein schwieriges Thema. Ich wüsste aber jetzt kein Allerheilmittel.

Als sie dann wirtschaftlich, gesundheitlich und politisch am Ende waren boten wir ihnen, grosszügig wie wir sind, Kredite an.


Wirtschaft: Bevor "wir" kamen, gabs dort noch keine Wirtschaft...

Gesundheit: Was meinst du damit? Die Menschen, die in Bergwerken gearbeitet haben? Oder wen haben wir gesundheitlich ruiniert? Sag bitte nicht wir haben dort AIDS eingeschleust :P

Politik: Ich denke der afrikanischen Politik, geht es besser als je zuvor. siehe Afrikanische Union (AU). Und sie wird noch besser. Afrika wächst zusammen.

Ich vertete die Meinung, dass wir überhaupt kein Anrecht auf dieses Geld haben,
da WIR in Wahrheit knietief in IHRER Schuld stehen

Hätten wir sie in Frieden gelassen, hätten sie diese Kredite wahrscheinlich nie benötigt.


Hätte man sie in Ruhe gelassen, würden trotzdem noch etlich an Hunger sterben.
Dann würds heißen: ihr hockt da in Europa mit fetten Kühlschränken und Strom und lasst die Afrikaner noch mit Speeren nach Wild jagen. man kanns nicht allen Recht machen.
Wärst du dafür, das sie noch mit Speeren jagen gehen?(das ist keine Ironie)

@marymary

Ja aber was glaubst du wie lange das dauern wird, bis diese Länder so weit entwickelt sind, als das sie sich selbst versorgen können, Gewinn erzielen können und dann noch ausreichend, dass sie ihre Shculden zurückzahlen könnten?

Ewig. Und von daher kann man genauso gut hingehen udn die Schulden erlassen.


Wird wohl sehr lange dauern. Aber das ist ja kein Grund es nicht zu versuchen und darauf hinzuarbeiten. Selbst wenn es noch zweihundert Jahre dauert, irgendwann muss der Anfang ja gemacht werden.

Und weniger die europäischen Bauern subventionieren, hieße, mehr arbeitslose Bauern und Aufstände und der Lobbyismus in der Landwirtschaft ist ziemlich groß, die verschaffen sich sehr viel Macht.


Es geht ja um die Exportsubventionen. Die Bauern bauen nicht extra für Afrika an, sondern es wird nur der überschüßige "Weizen" exportiert, von daher denke ich nicht, dass es soviele Arbeitslosen dadurch geben würde.

Da lässt man lieber andere leiden, verhungern et cetera. Aber trotzdem hast du damit Recht. Nur sieht die Elite der EU das etwas anderes, wobei man zugute halten muss, dass die Subventionen nach und nach reduziert werden.

Allen voran, der Chirac, der sich immernoch weigert an der EU-Agrarreformen was zuändern und von seinen 10 Mrd $ Subventionen einen Teil abzugeben. Das versteh ich beim besten Willen nicht.

Ist ein bisschen lang geworden. *hippie*

marymary
Na die ENgländer sind auch nicht besser mit iHrer Argumentation. Von jedem Euro den die in die EU stecken, fließen 60cent an sie zurück. Weil sie so wenig Landwirtschaft haben.

Die EU berhindert aber durch ihre Preisgarantien, dass Ware vom Weltmarkt abgenommen wird, das ist Marktabschottung

The Who
Lieber Entnationalisierung als national befreite Zonen

marymary
Naja demnach hat man dann die Wahl zwischen Müll und Scheiße

Cheersus
Allen voran, der Chirac, der sich immernoch weigert an der EU-Agrarreformen was zuändern und von seinen 10 Mrd $ Subventionen einen Teil abzugeben. Das versteh ich beim besten Willen nicht.


Na das ist so ne Sache, die man nicht so einfach schlechtreden kann *lol*

Was würdest du denn machen, wenn dein Land verschuldet ist, die Wirtschaft zum Großteil nur aus dem Agrarbereich Einkünfte bezieht und genau dieser Sektor dann beschnitten werden soll? Ohne die Unterstützung der EU, würden die fanzösischen Bauern auch nichts mehr verdienen, und wie radikal jene Bauern Veränderungen entgegenwirken, hast du sicherlich schon mitbekommen.

Der Herr Staatspräsident hat leider keine andere Wahl...

marymary
J a und die Bauern in Frankreich gehen auf die Straße udn die gehen dort ja bekanntlich voll ab

Freaky FourfingaZ
Er muss handeln. Wie stellen die es sich denn vor? Für immer Subventionen kassieren, dass sie Wettbewerbsfähig sind?

Das sowas nicht von Heute auf Morgen geht ist klar. Das muss Stück für Stück abgebaut werden. Aber er muss doch darauf hinarbeiten, das seine Landwirtschaft auch ohne solch hohen Subventionen Wettbewerbsfähig sein kann. Klar muss auch die Sicherheit für die Abnahme der Erzeugnisse auf gewisse Weise gewährleistet werden. Aber einfach zumachen, ist finde ich keine Lösung.
Ganz ohne Zugeständisse, ist das Stagnation und wir kommen kein Stück weiter.

Aber auch Afrika, muss imho uns dann entgegekommen. Wenn wir unsere Märkte öffnen, müssen sie sich an die Tier und Pflanzenschutzbestimmungen etc. anpassen, dann wird der Markt ausgeglichener.

Cheersus
Aber einfach zumachen, ist finde ich keine Lösung.


Hast du nen Lösungsvorschlag? So, wie die Bauern in Frankreich streiken, hat er keine Alternative...

Aber auch Afrika, muss imho uns dann entgegekommen. Wenn wir unsere Märkte öffnen, müssen sie sich an die Tier und Pflanzenschutzbestimmungen etc. anpassen, dann wird der Markt ausgeglichener.


Nur damit ist es noch lange nicht getan, denn die Qualität der daraus resultierenden Produkte muss dazu einfach hochwertiger werden und das kostet auch wieder enorm Zeit und Geld (woher soll das kommen?).

Im Großen und Ganzen ist die jetzige Politk eben leider mehr oder weniger ein Teufelskreis.

Freaky FourfingaZ
Lösungsvorschlag? Nö ich mach hier nur etwas konversation *rotauge*

Spaß bei Seite: Das ist ein heikles Thema, ich möchte da auch nicht in seiner Haut stecken. Er muss auch seinen Bauern Zugeständnisse machen, aber denen auch klar machen, das da kein Weg dran vorbeigeht. Sie können nicht nur fordern, sondern müssen auch einsehen, das es das Schlaraffenland nicht mehr gibt. (Schon alleine wegen der Ostpolitik)

Ist halt ein heikles Thema, aber die Verhandlungen müssen fortgesetzt werden. Der Subventionsabbau wird kommen...


Nur damit ist es noch lange nicht getan, denn die Qualität der daraus resultierenden Produkte muss dazu einfach hochwertiger werden und das kostet auch wieder enorm Zeit und Geld (woher soll das kommen?).

Im Großen und Ganzen ist die jetzige Politk eben leider mehr oder weniger ein Teufelskreis.


Stimmt, damit ist e