[Blog] Meine kapitalistische Zukunftsvision oder: The Day after |
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Hans Wurstsuppe |
Interessant ist es wohl, liest sich auch gut, der Inlandteil ist lupenreine Debatte, dann wird es aber stellenweise lächerlich.
Dank Marshallplan flossen Teile des Geldes, die zum Wiederaufbau gebraucht wurden, außerdem kamen den Europäern teils dringend benötigte amerikanische Produkte ins Haus. Es wurden aber keinesfalls Trümmerfrauen aus Amerika eingeflogen, noch brachte der Marshallplan Ideen, die zum Aufschwung unerlässlich waren. Deutschland bekam nicht einmal die Hälfte von dem, was Frankreich und Großbritannien einsackten, auch Italien bekam mehr. Das Wirtschaftswunder, das in diesen Staaten im Vergleich zu Deutschland keines wahr, wurde allerhöchstens erleichtert, aber ist bestimmt keine Folge dessen. Hätte dank fehlendem Marshallplan die Infrastruktur länger brach gelegen, wäre es vielleicht verzögert gekommen, weniger bedeutend gewesen, aber gewiss nicht ausgeblieben. Klar, der Plan war "Schutz vor dem Kommunismus", aber durchaus eine vertretbare Geste, vor allem im Hinblick auf die Basen, die man auf deutschem Boden unterhält. Diese siehst du gleich als (komplette?) Besetzung.... Ich wohne ~50km von der Airbase Ramstein entfernt, in der nächsten Stadt hatten die Amerikaner ein (mittlerweile verlassenes) Viertel für sich, in Kaiserslautern gehört ihnen (gefühlt) die halbe Stadt. Sie sind dank ihrer enormen Kaufkraft gern gesehen, und selbst wenn sie ihren Bedarf innerhalb ihrer Basen nahezu komplett decken, macht es keinem was, da man sie ja dann nicht sieht. Sie haben sich gewiss keine Landschaften für ihre Präsenz ausgesucht, die in Deutschland großen Wert besaßen. Klar, die Sicherheitsvorkehrungen rund um die ihre Gelände, zB auch das Hospital in Landstuhl, an dem ich früher täglich vorbeifuhr, sind für deutsche Augen ungewohnt, aber man kann und muss damit leben. Die einzigen, die sich hier und anderswo davon gestört fühlen, sind die Leute, von denen du dich so gerne abgrenzen tust. Das würde dir auch in dem Fall sehr gut tun. Lachen musste ich dann über die Aussicht, dass sich China, die USA oder Ostblockländer um die Westeuropa streiten werden. Das werden wir beide nicht mehr erleben, denn a) Westeuropa hat, abgesehen von den Vermutungen rund um Grönland, (fast) keine Rohstoffe mehr, daher sind wir für die USA uninteressant. b) unser technischer Fortschritt schmilzt unaufhaltsam, welchen Nutzen sollte ein Land wie China, das jährlich 40000 Ingenieure ausbildet, aus uns ziehen? Die Chinesen waren lange Zeit das am meisten entwickelte Volk, da wollen sie aus eigener Kraft wieder hin, und das wird ihnen wohl gelingen. Der Konflikt mit der USA wird sich wenn, dann über den Pazifik abspielen. Ich glaube aber nicht, dass sich diese Länder bekriegen, dazu sind sie wirtschaftlich zu abhängig voneinander. Würde China nicht im großen Stil amerikanische Staatsanleihen kaufen, müssten die USA tiefe Einschnitte machen. d) Das tun sie im sozialen Bereich aber jetzt schon, weil sie im Irak nicht vorankommen und ihr Haushalt eine einzige Katastrophe ist. Überhaupt, die Republikaner sind nicht auf ewig gewählt, aber selbst wenn, sieht die kriegerische Roadmap anders aus: es brodelt plötzlich wieder so richtig in Afghanistan und der ölreiche Iran macht nach wie vor Ärger. Die politische Entwicklung in Saudi-Arabien bleibt abzuwarten, sollte hier das korrupte, verschwenderische und immer unbeliebtere Königshaus weggeputscht werden und ein Machtapparat, der den USA kritisch gegenübersteht, das Zepter schwingen, wird dort Handlungsbedarf bestehen. Auch Russland muckt auf und sehnt sich zurück nach den Zeiten, wo man noch im Ring nach Punkten boxte, statt K.O. in der Ecke zu liegen. Die Rohstoffpreise wirken in dem Fall wie Spinat bei Popeye. Und schließlich haben wir noch das sogenannte Hinterland der USA, wo ein ebenfalls mit Rohstoffen gesegneter Hugo Chavez ganz Lateinamerika aus der Einflussnahme der USA rücken und überall linke Regierungen sehen will. Dazu kauft er demonstrativ im großen Stil Waffen, unter anderem in Russland - finanziert mit dem Geld, dass ihm die vielen Tanker bringen, die er täglich nach Norden schickt, in ein Land, dass von ihm abhängig ist, obwohl man in ihm den Teufel sieht. e) Afrika - strotzt vor Rohstoffen und schwachen Regierungen. Leider auch von hungernden Menschen, die von den Rohstoffmillionen nichts abbekommen. Das werden die Leute sein, vor denen sich Westeuropa "fürchten" muss, da sie in immer größeren Mengen versuchen werden, hier einzuwandern. Fazit: Bevor die Amerikaner Westeuropa mit "einer Militärdiktatur" überziehen, tun sie das eher mit dem Nordpol, da könnte schließlich auch Öl sein. Zudem würde ein durchbrochener Nordpol die Reiseroute für russische Öltanker enorm verkürzen. PS: Welche Ostblockländer du meinst, ist mir nicht klar, aber auch Russland sieht seine Interessen eher dort, wo es Rohstoffe gibt, als dort, wo große, alte, Fabrikgebäude stehen. Zunächst sind die erst mal genug damit beschäftigt, sich wieder das Gebiet der ehemaligen Sowjetunion untertänig zu machen, vor allem Zentralasien. Dort muss man sich mit, wem wohl, China und den USA, warum wohl, Öl und Gas, streiten... Warum seid ihr ganz Linken in Sachen Außenpolitik eigentlich so phantasievoll? |
kopfsalat |
wie bitte? auch wenns mit dem eigentlichen thema wenig zu tun hat, so ne verharmlosung kann ich nicht so stehn lassen. ich halte es auch für absolut falsch und übertrieben, die ddr auf eine stufe mit dem dritten reich zu stellen, aber du machst den gleichen fehler, wenn du sie in die selbe schublade wie die brd steckst. ich will hier keine ewig lange offtopic-disskussion starten, das wär was für nen extra fred, aber ich weise mal nur auf die menschenrechtssituation zu ddr-zeiten hin... |
[user:2214] |
Hans Wurstsuppe |
An der Stelle musste ich auch schlucken.
Vielen Dank [user:2214], dass du dich so umfassend um den großen, von mir unbehandelten, Batzen gekümmert hast. Vor allem der Nachsatz ist sowas von notwendig... |
Fruchtpfote |
Puh, war jetzt echt ne Menge zu lesen...
Was ist man eigentlich, wenn man irgendwann, ob der wirtschaftlichen Situation, nichtmehr "einer dieser Idioten die mit ihrer Arbeit, Arbeitsplätze erhalten, schaffen und mit ihrem Privatvermögen für Ansprüche der Sozialkassen/Staat haftbar sind" ist? Ist man dann schlau, weil man für mit 345 Quitschern dahinvegetieren darf? Oder sich für eine Eurone die Stunde versklavt? Oder sollte einfach jeder selbstständig sein und es gäb dann keine Arbeitslosen mehr, da ja jeder mit seiner Arbeit, Arbeitsplätze erhält, schafft und mit ihrem Privatvermögen für Ansprüche der Sozialkassen/Staat haftet? Ob das funktioniert?
Warum heißt der Arbeitgeber eigentlich Arbeitgeber? Gibt nicht der Arbeiter seine Arbeit und der Unternehmer nimmt sie und gleicht dieses Nehmen mit der Entlohnung aus? Edith: Ergänzung des Satzes ^^ |
pagliacci |
Wieso sollte das nicht funktionieren? |
Hans Wurstsuppe |
Ich habe diese Frage eben bei "Die Sendung mit der Maus" eingereicht. Mal sehen, was sie mir antworten, oder ob sie es sogar in die Show schafft.
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Kantakukuruz |
*gelöscht wegen mangelnder Blumenhaftigkeit der Aussage*
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Leb0rKurtbrötchen |
ich hab früher auch immer gedacht das die Arbeitnehmer die bösen Leute sind ,die mit dem Kündigungswisch reinschneien |
[user:20222] |
Trevirian (Urlaub) |
ich halte diese entscheidung für falsch [user:20222] und bitte dich, den blog-content wieder einzustellen.
mir und vielen anderen sprichst du nämlich zutiefst aus der seele und es ist sehr wichtig, so viele menschen wie möglich immer wieder aufs neue wissen zu lassen, was tatsächlich hinter den kulissen in diesem land und anderswo auf der welt vorgeht. [user:2214] hat offenbar nie in seinem leben die unmenschliche grausamkeit als ein opfer dieses systems miterleben müssen, er würde sonst sicher lebensnäher argumentieren. |
[user:20222] |
[user:2214] |
Hans Wurstsuppe |
Zwei der längsten Ontopics, die das kiffer.net je gesehen hat, aber wegen ein paar folgenden Offtopics plötzlich kneifen...
*indiehandbeiss*
Selbst, wenn diese aus dem Finger gezogenen Thesen der Wahrheit entsprechen sollten: was soll man dann bitte mit diesem Wissen anfangen, außer es in seinen Abschiedsbrief (vom Leben oder vom Land) zu schreiben? Es tut mir fast Leid, dass ich nichts als Häme dafür übrig habe. |
[user:20222] |
Hans Wurstsuppe |
Aus unserer Bedienungsanleitung:
Da dir dies alles nicht möglich war: danke fürs aufhören. |
[user:20222] |
Hans Wurstsuppe |
Ich habe keine Probleme mit dem Lesen, ich habe nur Probleme damit, dass jemand, der offenbar nur Applaus erwartet hatte, nicht weiss, wie er mit Kritik umgehen soll - und daher gleich zum Außersten greift.
Schau dir doch die Freds zur Politik mal an, natürlich sitzt hier deine "richtige Klientel" für derartiges. Und es sitzen eben auch andere da, Leute, die es kritisch sehen. Ist doch gut so, willst du ein Board voller WORD-Schreiern für deine Aufsätze haben? Wenn ich mit etwas übereinstimme, brauche ich dazu nix zu sagen, stilles geniessen und so - aber ich bin froh, wenn ich mal viel schreiben darf. Ich hatte mir von dir mehr versprochen, weil ich mich gerne mit Leuten unterhalte, die andere Thesen leben. Ich entschuldige mich für hämische Kommentare, andererseits wäre es nett gewesen, wenn du nicht so vom hohen Roß aus zu belehren versucht hättest, dann wäre die Häme nicht so herausgefordert worden. Überleg es dir nochmal - ansich will hier keiner dem anderen ans Bein pissen. |
[user:20222] |
Hans Wurstsuppe |
-edit- besser als SMS aufgehoben.
Ok. Darauf ein ![]() |
wuslon |
amen - ich bin so frei und schließe bis auf weiters auf wunsch des eröffners. |
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Im September 2003 schnitt sich ein 18-Jähriger Penis und Zunge ab, nachdem er einen Tee aus Blüten der Engelstrompete getrunken hatte. |