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[Kampagne] Du bist Deutschland!

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RaveN
<wiki>Stefan Raab</wiki> hatte letztens seinen eigenen spot zu:
Du bist Deutschland!

zu sehen gibt es den hier.
als suchbegriff Deutschland eingeben.

*knetzwinker*

 [user:14681]

Karma Police
irgendwie schafft mein PC es nicht die Videos von der Pro7 Website abzuspielen und ich weiß nicht warum :(

 [user:4149]

Karma Police
also eigentlich darf er. Na ja, mein PC ist eh merkwürdig. Hab manchmal echt das Gefühl dass der ein eigenes Bewusstsein hat *angst*

Haken
So, muss ja nicht jeder wissen... *engel*


Für die Polizisten *polizei* unter euch steht die Quelle ja im Post unter diesem hier.... *zungestreck*

RaveN
Ich bin...

seit einem Jahr arbeitslos und hab langsam die Schnauze voll mit Deutschland.

Quelle


*wieher!*

kopfsalat
[bild:9270]

 [user:16880]

VRIL
Nationalstolz, Patriotismus, Nationalbewusst sein hin oder her, das muss jeder für sich selber wissen. Finde es aber mehr als daneben, wenn man gegen Nationalstolz etc. hetzt, weil "es das ja bei den Nazis auch schon gab", "die Rechten das auch machen" etc....das Deutschland heute ist ein anderes Deutschland als das vor 70 Jahren....




Ich bin einigermassen froh in Deutschland zu kleben, öö, leben, aus drei Gründen:

[...]

Eben das in Deutschland leute als nazis abgestempelt werden, wenn sie ne deutsche fahne schwingen


Diese Fahne ist in Schwarz-Rot-Gold....wenn die Nazis früher wen mit so einer Flagge gesehen haben, wurde der vermöbelt, eingesperrt oder schlimmeres...

Übrigens:

§ 90a
Verunglimpfung des Staates und seiner Symbole

(1) Wer öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3)

1. die Bundesrepublik Deutschland oder eines ihrer Länder oder ihre verfassungsmäßige Ordnung beschimpft oder böswillig verächtlich macht oder
2. die Farben, die Flagge, das Wappen oder die Hymne der Bundesrepublik Deutschland oder eines ihrer Länder verunglimpft,

wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.


Quelle: Strafgesetzbuch

Die Fahne als nationalsozialistisches Symbol zu bezeichnen, ist sicher Verunglimpfung....

In keinem Land auf der Welt wird man schief angekuckt, angemacht, was auch immer, wenn man die Fahne seines Landes vor dem Haus hisst, etc....wieso in Deutschland? Weil wir immer noch die bösen Nazis von früher sind? Ich glaube nicht, wir haben dazugelernt...warum sollten wir uns deshalb nicht zu unserem Land bekennen? An dieser Fahne ist nichts falsches...an (gesundem, nicht übertriebenen wie von den Herren aus der rechten Ecke) Nationalgefühl/stolz ist nichts falsches. Niemand ist deswegen rechts.

Fruchtpfote

MadMann
word@VRIL

Prosciutto
Nationalsozialisten haben die Aussage "Denn du bist Deutschland" schon im Jahre 1935 verwendet (Bericht / Bild). Über dem Transparent war ein Bild von Adolf Hitler befestigt. Interessant!

yamcanadian
Wichtig find ich dabei, auf dem Teppich zu bleiben. Goebbels und Hitler haben zusammen wahrscheinlich jede im Deutschen moegliche Phrase gedroschen. Nicht jeder der auch eine drischt, ist ein Nazi. Ebensowenig sind die Veranstalter der Kampagne "Nazis" im eigentlichen Sinne. Nachdenklich werden muss man trotzdem; schliesslich handelt es sich nicht um eine zufaellige Uebereinstimmung, sondern die Kampagne dient eben dem Zweck der Unterstuetzung von patriotischen Ansichten, indem sie diesen eine Plattform in der Oeffentlichkeit gibt. Das mag zwar nicht in einem Ausmass sein wie unter der NS-Herrschaft, und nicht einmal in die exakt gleiche Richtung - dennoch geht's mir in die falsche. Zumal man den Eindruck gewinnt, es wuerde gespielt nach dem Motto "Du kriegst zwar jetzt nur noch Hartz IV, aber dafuer darfst du dich wieder Deutsch fuehlen". Aehnlich wie Sozialimperialismus zu Beginn des 20. Jahrhunderts...und es scheint ja wieder zu klappen. Sogar in einem KifferForum gibt's noch Leute die diesen Schmarrn von Nationalstolz glauben.

Einhalt gebieten muss man allerdings auch diesen Spinnern auf Indy (Kommentare zum oben verlinkten Artikel), die dahinter eine Verschwoerung von Kapital und Think Tanks sehen - und ueberhaupt ist das alles eine geplante Aktion der Kapitalisten um wieder faschistisch zu werden - echt abwechslungsreich.
*grübel* *grübel* *gähn*

MadMann
Also ich denke dieser Kampagne Nationalsozialismus zu unterstellen geht eindeutig zu weit. Aber interessant ist diese Information schon. Die Leute denen es schon zu weit geht das man stolz/bzw. glücklich ist in dem Land in dem man geboren ist und lebt würde ich mal gerne ne Frage stellen....
Hier und allgemein gibt es sauviele Lokalpatrioten....das dürften die dann ja auch nicht sagen oder denken ist ja genauso "schlimm" wie auf ein Land stolz zu sein oder? Ich meine Deutschland bestand vor geraumer Zeit aus zich Staaten. Von daher...*abstink*

VRIL
Nachdenklich werden muss man trotzdem; schliesslich handelt es sich nicht um eine zufaellige Uebereinstimmung, sondern die Kampagne dient eben dem Zweck der Unterstuetzung von patriotischen Ansichten, indem sie diesen eine Plattform in der Oeffentlichkeit gibt.


Du übertreibst total....mit dieser Kampagne wird versucht, uns Deutschen das uns überhaupt total fehlende Nationalgefühl/-empfinden wiederzugeben; in dieser Form jedoch ein Schuss in den Ofen, wie ich finde.
In jedem Land gibt es Nationalempfinden/-bewusstsein/-stolz, in manchen mehr, in manchen weniger. Zum Beispiel in Dänemark sieht man überall den Danebrog flattern; sowas ist in D undenkbar, da man hier nur kein Nazi ist, wenn man "Deutschland ist scheiße!" schreiend durch die Straßen rennt.

An (gesundem, nicht übertriebenen) Patriotismus, Nationalgefühl und -stolz (auch gesunder und nicht übertriebener) ist NICHTS, aber auch GARNICHTS falsch und man muss auch nicht nachdenklich dabei werden, wenn dazu aufgerufen wird, sich zu seinem Land zu bekennen.

Was ist denn das für ein Land hier, wenn sich das Volk nicht dazu bekennen darf?

Ebensowenig sind die Veranstalter der Kampagne "Nazis" im eigentlichen Sinne.

Auch im uneigentlichen Sinne nicht...



@Prosciutto
War ja klar, dass dieser Schmarrn nur von Indymedia kommen kann.


Edit:
Also ich denke dieser Kampagne Nationalsozialismus zu unterstellen geht eindeutig zu weit.

WORD! Es ist schlicht und ergreifend unverschämt und mehr als dreist und armseelig, Leuten die sich in einer positiven und konstruktiven Form für's eigene Land einsetzen, nationalistische oder gar nationalsozialistische Tendenzen vorzuwerfen.

yamcanadian
Also ich denke dieser Kampagne Nationalsozialismus zu unterstellen geht eindeutig zu weit

Falls du dich auf mich bezogst:
Hab ich ja auch nicht gemacht.



Du übertreibst total....mit dieser Kampagne wird versucht, uns Deutschen

Warum ueberhaupt "wir" Deutsche? Warum koennen nicht alle Menschen einfach nur Menschen sein?

Nationalgefühl/-empfinden wiederzugeben

Dahinter steckt: Irgendwer hat es "uns" (ich hasse diesen Plural) genommen. Wer kann das gewesen sein? Oder gibt's vielleicht einfach einen rationalen Grund dagegen? Verstehe aber schon, dass apersonale Verschwoerungstheorien viel besser ziehen *???*


In jedem Land gibt es Nationalempfinden/-bewusstsein/-stolz, in manchen mehr, in manchen weniger. Zum Beispiel in Dänemark sieht man überall den Danebrog flattern; sowas ist in D undenkbar, da man hier nur kein Nazi ist, wenn man "Deutschland ist scheiße!" schreiend durch die Straßen rennt.

Zunaechst muss man einmal differenzieren.

Es gibt Nationen die sich ueber eine einheitliche "Kultur", eine "Ethnie" definieren (z.B. alle europaeischen Staaten z.B.) - in westlichen Demokratien sind Immigranten allerdings auch als Teil dieser Nation erlaubt - unter der Bedingung dass diese schaffen (nicht raffen), sich integrieren (assimilieren), ihren eigenen Wertehintergrund moeglichst aufgeben oder nur im stillen Kaemmerlein praktizieren, und (so kann man es auch euphemisieren) somit eine "Bereicherung" fuer diese Nation darstellen.

Andere Nationen (bestes Beispiel: Die USA) definieren ihre Gemeinsamkeit nicht ueber Kultur (wie auch, die eigentlich indigene amerikanische Kultur wurde schliesslich ausgerottet), sondern ausschliesslich ueber gemeinsame Werte, und zwar die der Menschenrechte, Freiheit des Individuums, Liberalismus, etc.
Letzteres finde ich immerhin ein klein wenig ansprechender; immerhin kann jeder Mensch, wo er auch herkommt (denn da kann er nunmal nichts dafuer), sich vorbehaltlos "dabei" fuehlen. Und doch werden es nie alle sein. Was dann auch schon meine Kritik an Patriotismus ueberhaupt waere (und deswegen ist Patriotismus nicht nur in Deutschland bescheuert - in Deutschland ist er nur BESONDERS bescheuert). Eine Nation hat per se kein Existenzrecht (die deutsche selbst nach ethnischen Vorstellungen nicht, hier tummeln sich mehr als ein Dutzend Misch-Ethnien, nichts mit einem "einheitlichen Volk"). Durch Bildung einer Nation werden alle anderen Menschen auf diesem Planeten von eben dieser ausgeschlossen. Wer das nicht glaubt, oder findet dass "die ja ihre eigene Nation aufmachen koennen, in denen es ihnen auch gut geht", der brauch nur einmal Einwanderer aus Afrika sehen die 3 Wochen durch die Sahara laufen um dann vor den Mauern der Festung Europa im Sand zu krepieren, um einzusehen, dass es eben nicht allen anderen gut genug geht. Es koennen sich darueberhinaus die wenigstens aussuchen, welcher Nation sie angehoeren moechten (Zwangskollektiv auf Lebenszeit, sozusagen). Und damit soll man sich dann identifizieren? Stolz sein? Worauf denn? Dass man zufaellig Glueck gehabt hat und im Industrieland lebt? Dass man in diesem Industrieland mit seiner Arbeit die Vorraussetzungen schafft, damit dieses Land weiterhin Reichtum und Wohlstand besitzen und verteidigen kann - auf Kosten aller anderen Laender?
Die wohlfeilste Art des Stolzes ... ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt. Wer bedeutende persönliche Vorzüge besitzt, wird vielmehr die Fehler seiner eigenen Nation, da er sie beständig vor Augen hat, am deutlichsten erkennen. Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu sein: Hieran erholt er sich und ist nun dankbarlich bereit, alle Fehler und Torheiten, die ihr eigen sind, mit Händen und Füßen zu verteidigen.

Schopenhauer

Dem moecht ich mich anschliessen.


rastapopoulos
ich mußte schon ein bisschen lachen als ich das "denn du bist deutschland" bild heute gesehen hab. aber ein direkter zusammenhang ist für mich auch nicht erkennbar, denn schließlich ist das "denn" in der aktuellen kampagne weggelassen worden...*lol*

>Du übertreibst total....mit dieser Kampagne wird versucht, uns Deutschen das
>uns überhaupt total fehlende Nationalgefühl/-empfinden wiederzugeben; in
>dieser Form jedoch ein Schuss in den Ofen, wie ich finde.

imho fehlt deutschland keineswegs nationalstolz und den meisten anderen ländern würde etwas weniger nationalstolz oder die verschönte form: "patriotismus" sehr gut tun. dadurch, dass man sich eine fahne in den garten hängt wird nichts, aber auch überhauptnichts besser. im gegenteil, je mehr nationalstolz ein volk hat, desto leichter läßt es sich gegen andere staaten, religionen, hautfarben aufhetzen und beeinflussen.
Ich möchte übrigens niemanden eine rechte gesinnung unterstellen, wenn er eine deutschlandfahne hisst, aber verstehen kann ichs nicht.

Um nochmal zu dem aufgetauchten Bild zurückzukommen:
Der eigentliche zusammenhang besteht für mich aber darin: nämlich, dass die massen in einer propagandistischen art und weise zu beeinflussen - früher wie heute. und das finde ich sehr bedenklich.

yamcanadian
im gegenteil, je mehr nationalstolz ein volk hat, desto leichter läßt es sich gegen andere staaten, religionen, hautfarben aufhetzen und beeinflussen.

Das ist eben die Sache. Cicero hat gefragt: Cui bono? (Fuer wen ist das von Nutzen?)

An dieser Stelle laesst sich sagen; niemandem geht es besser, nur weil er seine Nation mit einer Flagge im Garten zeigt. Was als Demonstration ohnehin ungeeignet ist, lebt er doch in diesem Land (da kann sich jeder denken welcher Nationalitaet er angehoert). Die "Solidaritaet eines Volkes", an sich schon eine sehr fragwuerdige Sache - und nichtmal die wird damit unterstuetzt. Die Deutschland-Flagge gibt leider auch dem Hartz-IV-Empfaenger keine bessere Lebenssituation, niemand hat fuer sein Leben etwas davon. Materiell betrachtet zumindest. Denn in der Psyche der meisten findet sich dann witzigerweise die Nation, der sie u.A. ihre schlechte Lebenslage zu verdanken haben, doch sehr stark repraesentiert wieder. Diese Nation gibt ihnen (und das ist Nationalismus) fuer ihr Scheitern (materiell, d.h z.B. Arbeitslosigkeit) einen Grund ausserhalb dieser Nation, auf den sich dann die Schuld dafuer projizieren laesst. Ob das jetzt der tuerkische "Sozialschmarotzer ist", oder einfach "Die Chinesen" die im "Wettbewerb"(bei dem muss immer einer verlieren - aber Deutschland darf es nicht sein!) um die "billigsten Arbeitskraefte" (damit setzt man dann glatt noch Lohnsenkungen durch, praktisch, sowas) momentan die "Nase vorn haben" (Jede Stunde gehen X-Tausend Arbeitsplaetze ins Ausland! Boese Globalisierung!) - irgendjemand ist Schuld an der Misere der Deutschen.

Nur die Deutschen selbst, oder ihr Staat, der ist natuerlich nicht schuld, die muessen nicht in Frage gestellt werden - eben durch Patriotimus/Nationalismus hat der Staat ein Mittel, sich der Verantwortung fuer sein eigenes Handeln leichter zu entziehen, entgeht er der Frage seiner Legitimitaet im Angesicht von soviel Armut in diesem Land, in dem theoretisch jeder einen Mercedes fahren koennte, aber 5 Mio mit 320 Euro im Monat in Mietskasernen leben. Damit hat der Staat (um wieder auf Cicero zurueckzukommen) genau hier einen absolutes INTERESSE daran, ein gewisses "Wir"-Gefuehl in der Bevoelkerung zu erzeugen. Der "Feind" (ob jetzt fuer Arbeitsplaetze, oder fuer Sicherheit des einzelnen ("die russischen Banden")) sitzt im Auesseren, und der Staat an sich beschuetzt seine Buerger vor diesen aeusseren "Feinden" (den chinesischen/ungarischen/polnischen Billigarbeitern, die" unsere Arbeitsplaetze klauen". Dafuer muessen sie nichtmal in Deutschland leben und nebenbei unser "viel zu grosszuegiges Sozialsystem" ausnutzen. Praktisch, oder?).

Genau dieser Grundgedanke liegt all dem standordnationalistischen Geschwafel von internationalem Wettbewerb und Globalisierung zu Grunde (und das obwohl Deutschland ganz offensichtlich Gewinner der Globalisierung ist - oder fahren die Ungarn schon Mercedes?)- und den geben von PDS.Linkspartei bis REP leider so ziemlich alle wieder. These: Die Grenze verlaeuft nicht zwischen den Voelkern, sondern zwischen Elite und Nicht-Elite. Wer davon ablenkt, tut dies nicht zum Spass oder aus Stolz, sondern ganz bewusst, er hat Profit davon (in diesem Fall nicht-materiellen, der materialisiert sich aber ganz schnell, z.B. in den oben angesprochenen Lohnsenkungen) und loest geschickt sein eigenes Legitimitaetsproblem

MadMann
Ja, aber trotz der wirklich emotional ausgelegtem statements....was ist verkehrt daran eine Deutschlandflagge im Garten zu hissen...ich meine ich würde es nie machen aber was ist daran so schlimm? Als Kind habe ich mit Freude die verschiedenen Flaggen (in Zahnstocherformat) auf dem Kuchen platziert...*knetgrins*

yamcanadian
Als Kind habe ich mit Freude die verschiedenen Flaggen (in Zahnstocherformat) auf dem Kuchen platziert..

Irgendworin muss Erwachsensein ja bestehen. Das faengt z.B. mit dem Bewusstsein der gesellschaftlichen Zustaende an *cool*
Ausserdem stehen zu
was ist verkehrt daran eine Deutschlandflagge im Garten zu hissen.

mehrere Gruende in den obigen posts...

rastapopoulos
schlimm ist am fahnenhissen ja auch nicht wirklich was, aber es drückt für mich in vielen fällen ein unsinniges übersteigertes nationalgefühl aus

Naja mach halt, immer wenn ich durch verträumte schrebergärten gehe und die gartenzwergekolonie sehe, gucke ich am fahnenmast hinter dem goldfischteich hoch - und merke wieder wo ich bin...

Kitty, just Kitty
schlagt euch! wenn jemand ne flagge hissen will, sei es jetzt deutschland, frankreich, holland oder dschibuti, der soll es doch bitte machen, tut doch niemandem weh. daran, dass jemand sein land mag und dazu steht ist noch niemand gestorben und das tut auch keinem weh. nationalstolz ist nichts gefährliches, es ist bedenklich, wenn man anfängt sich selber für besser zu halten als die anderen. aber wieso sollte man sein land nicht mögebn, wenn man zufrieden ist. es zwingt einen ja niemand dazu. ich kanns einfach nicht nachvollziehen, wie man sich da drüber aufregen kann. naja, aber ich bin sowieso der meinung dass eigentlich jeder tun soll, was er für richtig hält, solange er damit keinen anderen in dessen freiheit einschränkt.

 [user:14681]

 [user:10141]

Arthur Dent
@ [user:10141]: mich auch:Post #779850

 [user:10141]

 [user:10141]

yamcanadian
Interessanter Link@ engy.
Irgendwo weitergesurft, das hier gefunden:
http://www.flickr.com/groups/dubistdeutschland/pool/
auch sehr witzig teilweise.

Zwürfel - Rated R
Die Leute denen es schon zu weit geht das man stolz/bzw. glücklich ist in dem Land in dem man geboren ist und lebt würde ich mal gerne ne Frage stellen....
Hier und allgemein gibt es sauviele Lokalpatrioten....das dürften die dann ja auch nicht sagen oder denken ist ja genauso "schlimm" wie auf ein Land stolz zu sein oder?


Quelle: MadMann


Da fühle ich mich doch glatt angesprochen...*knetzwinker*

Ich beziehe mich jetzt auch nur auf das "stolz" in der Ausgangssituation, denn glücklich oder froh kann man ohne Probleme sein.

Aber ich weiß nicht, wie man stolz auf einen Staat sein kann bzw. stolz sein kann, Angehöriger einer Nation zu sein.

Dafür hat man nichts getan, einfach nichts. Durch Geburt erhält man die Nationalität seiner Eltern, ob man nun will oder nicht. Und was ist das denn schon?
Durch Zufall habe ich also etwas mit ein paar Millionen Menschen gemeinsam, nämlich die Nationalität. Gut, daneben auch noch die Muttersprache, aber die auch noch mit anderen. Und sonst? Muss man sich deshalb besonders zusammengehörig fühlen? Kann man darauf stolz sein?

Nein.

Und hier ist auch der Unterschied zum sogenannten Lokalpatriotismus zu sehen. Zu seiner Stadt kann man ein ganz besonderes Verhältnis aufbauen. Man kennt viele Ecken und Menschen. Das lässt sich unter Umständen noch auf die Region ausweiten. Letztlich kann man also seine Stadt/Region mögen. Aber stolz sein auf diese? Wirklich nicht.

Man kann letztlich Regionen/Landstriche mögen, bei denen es aber allerdings total egal ist, ob sie jetzt Deutschland heißen bzw. ein Teil davon sind oder namenlos bleiben.

An einem Staat kann man auch einiges mögen wie z.B. die Politik, das alltägliche Leben in diesem usw. usf. aber den ganzen Staat, das künstliche Gebilde?

ganz konkret: Ich mag Kiel. Auch habe ich so meine Probleme mit Lübeck und Flensburg. Dies würde aber nie unnatürlich ausarten. Will sagen: Niemand wird anders behandelt, nur weil er aus Lübeck oder Flensburg kommt. Ich mag auch Schleswig-Holstein - unsere Regierung mal ausgenommen - und dennoch bin ich nicht stolz auf Schleswig-Holstein.

Warum die Bindung der Menschen durch Nationen und Nationalstaaten trennen?

Zum Beispiel in Dänemark sieht man überall den Danebrog flattern

Quelle: VRIL


Und ist das irgendwie toll? Allerdings muss man dazu sagen, dass "die Dänen" den Danebrog auch schon seit dem 13. Jahrhundert haben, als er in (oder vor) einer Schlacht gegen die Esten vom Himmel fiel...

da man hier nur kein Nazi ist, wenn man "Deutschland ist scheiße!" schreiend durch die Straßen rennt.

Quelle: VRIL


Schwachsinn. Mehr muss man dazu nicht sagen.

An (gesundem, nicht übertriebenen) Patriotismus, Nationalgefühl und -stolz (auch gesunder und nicht übertriebener) ist NICHTS, aber auch GARNICHTS falsch und man muss auch nicht nachdenklich dabei werden, wenn dazu aufgerufen wird, sich zu seinem Land zu bekennen.


Quelle: VRIL


Was ist denn daran richtig?


Letztlich wimmelt Post #801996 ja nur so von Kollektivierung. Wer sind denn bitte "wir Deutsche"? Sowas gibt es einfach nicht. Neben der Zufälligkeit der Nationalität haben "wir" auch nicht mehr gemein als mit anderen Menschen. Eventuell noch die Sprache, wobei dies ja auch nicht bei allen zutrifft...

MadMann
Muss man sich deshalb besondrs zusammengehöri fühlen? Kann man darauf stolz sein?

Quelle: Zwürfel - Rated R


Man muss garnix...;). Aber ich denke schon das man auf sowas auch stolz sein kann auch wenn man nicht selber daran beteiligt ist/war. Man sollte auch das Wort "stolz" nicht in der Form wie in diesem fred überbewerten. Ich finds bei manchen schon kindisch wie sich auf alles was mit Deutschsein zu tun hat negativ geäussert bzw. darauf gestürzt wird. Als würde hinter jedem Busch ein Nazi hocken. Kinderkacke. Oder Mode. Whatever. Das ist jetzt nicht auf dich gemünzt Zwürfel - Rated R! Nur kann ich halt wirklich nicht nachvollziehen das man wie schon öfters geschrieben keine Flagge aufhängen ohne blöde Blicke/Kommentare zeigen kann und scheinbar vielen hier es sogar schon zu weit geht wenn man sagt das man sich über das Land in dem man lebt toll findet bzw. "stolz" ist. Und über Kommentare von Antifas kann ich nur müde lächeln, unser Land (uhhh schon wieder das Wort "unser") hat weitaus schlimmere Probleme als irgendwelches Deutschtum. Das ich selber ja nichtmal praktiziere es aber verstehen und nachvollziehen kann.

Arthur Dent

VRIL
Warum ueberhaupt "wir" Deutsche? Warum koennen nicht alle Menschen einfach nur Menschen sein?

Wir sind Menschen. Menschen die in Deutschland leben und die deutsche Staatsbürgerschaft haben, was uns zu Deutschen macht. Und dann kann man auch "wir Deutsche" sagen.

Dahinter steckt: Irgendwer hat es "uns" (ich hasse diesen Plural) genommen. Wer kann das gewesen sein? Oder gibt's vielleicht einfach einen rationalen Grund dagegen? Verstehe aber schon, dass apersonale Verschwoerungstheorien viel besser ziehen

Ich denke mal, dass ein Großteil der Bevölkerung (ungerechtfertigter Weise) einfach noch ein ungutes Gefühl hat, sich zu diesem Land zu bekennen, da ihnen die Schrecken und das Leid der NS-Diktatur immer noch vor Augen steht. Aber wie ich an anderer Stelle bereits gesagt hatte, wir haben heute ein anderes Deutschland als damals. Und darauf können wir auch stolz sein, wir als Deutsche.
Auch wenn man sich nur mal vor Augen hält, dass schon jemand schief angekuckt wird, der die Farben unserer Fahne zeigt, wird das m. A. schon deutlich.


Zunaechst muss man einmal differenzieren.<