Ende des Drogentourismus in Enschede? |
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herr_voss |
Ich hab grade einen Bericht bei RTL Aktuell gesehen, in dem es darum ging, dass der Stadt Enschede der Drogentourismus ein Dorn im Auge ist. Ich hab leider nur das Ende des Berichts gesehen, daher weiß ich nicht, wie weit es andere Städte betrifft und auch nicht wie die Maßnahmen genau aussehen sollen. Der Bürgermeister von Enschede hat aber im Interview gesagt, dass Regulierungen, was die Abgabe anbelangt, stärker werden sollen. Außerdem sollen wohl einige Shops geschlossen werden.
Da ich nicht den ganzen Bericht gesehen hab, würde mich interessieren, was ihr darüber wisst. Habt ihr noch weitere Infos? |
Shorty |
Ist zwar nicht das von heute aber auch aktuell
Enschede : Niederländische Coffeeshops müssen schließen Dichter Qualm und süßlicher Geruch liegen in der Luft. In der Ecke thront ein Porzellan-Buddha mit einem Joint in der Hand. Daneben steht eine Holztheke. Sie ist das Herz des Coffeeshops «De Molen» im niederländischen Enschede. Hier, wenige Kilometer von der Grenze zu Deutschland, werden weiche Drogen wie Haschisch und Marihuana offen verkauft. Das lockt Drogentouristen an. Doch mit der grenzenlos liberalen Drogenpolitik ist es in den Niederlanden vorbei, viele Shops mussten schließen. Allein in der 155.000-Einwohner-Stadt Enschede sank die Zahl seit 1999 von 17 auf 9. Rückgänge verzeichnen auch Maastricht und Arnheim. «Es ist ein Fakt, dass viele Deutsche wegen der Coffeeshops zu uns kommen», sagt Michael Haase, Sprecher der Stadt Enschede. Das zeigt auch die Lage vieler Läden. «300 Meter hinter dem Schlagbaum steht der erste Shop», schildert der Leiter der Drogenberatungsstelle im westfälischen Grenzort Gronau, Franziskus Siegers. Das jedoch ist nicht im Interesse der Kommunen und der niederländischen Regierung. So beklagt das Außenministerium in einer Broschüre, dass Shops in von Drogentouristen besuchten Grenzregionen «häufig» zu Problemen führen. Und auch Haase kennt aus Enschede Fälle, in denen Passanten belästigt wurden. Auf Grund dessen sollte die Zahl der Läden reduziert werden. Seit 1999 dürfen niederländische Kommunalpolitiker sogar Läden schließen, ohne dass es zu Störungen oder Belästigungen gekommen ist. Es müssen nur so viele Shops übrig bleiben, um den Bedarf zu decken. «In der Drogenpolitik herrscht über die Parteigrenzen hinweg Einigkeit», sagt Haase. Das bestätigt auch Christoph Bönig, Sprecher des grenzüberschreitenden Netzwerks Euregio: «Niederländische Kommunalpolitiker sehen den Drogentourismus kritisch und haben die Zügel angezogen.» Und dieser Kurswechsel schlägt sich landesweit in Zahlen nieder: Der aktuellste Drogenreport des Trimbos-Instituts in Utrecht verzeichnete von 1997 bis 2004 einen Rückgang der Coffeeshops von insgesamt 1179 auf 737. Das «De Molen» hat die Schließungswelle überstanden und verkauft weiterhin sieben Sorten Marihuana. Die günstigste heißt «Ketama», 0,8 Gramm sind für fünf Euro zu haben. «Sie können zwischen vielen Geschmacksrichtungen und Stärken wählen», erklärt eine blonde Verkäuferin freundlich. Das tun freilich nicht wenige. In der Regel kommen 50 Kunden pro Tag, sagt die Verkäuferin. An guten Tagen können es auch 100 sein, zum Beispiel vor Feiertagen. Die Zahl der Deutschen und Niederländer im «De Molen» ist etwa gleich hoch. Für Gäste mit längerer Anfahrt gibt es im Haus eine Pension. 20 Euro kostet die Nacht, der Eingang ist gleich neben dem Porzellan-Buddha. Bis zu fünf Gramm weicher Drogen dürfen hier pro Person verkauft werden. Dazu gehören die Cannabis-Produkte Marihuana und Haschisch. Marihuana wird aus den getrockneten Blättern und Blüten der Hanfpflanze gewonnen, Haschisch besteht aus dem getrockneten, harzigen Sekret der weiblichen Blüten. Maximal 500 Gramm davon dürfen die Coffeeshops auf Lager haben. Doch in vielen Läden ist eine «Logistik für größere Einkäufe», sagt Alwin Bogan vom Hauptzollamt Krefeld. Zudem ist der Begriff weiche Drogen irreführend. Ihre Wirksamkeit hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Entscheidend ist der Gehalt an Tetrahydrocanabiol (THC). «Der hat sich von zehn auf bis zu 25 Prozent erhöht», sagt der Leiter der Zolldienststelle in Nordhorn, Heinrich Rabe. Hinzu kommt, dass die Rauschmittel teilweise gestreckt werden. Es entstehen gefährliche Mischungen. «Manchmal kommt sogar Rattengift dazu», erzählt Ulrich Schulze vom Zollfahndungsamt Essen. Von all diesen Problemen ist im «De Molen» wenig zu spüren. Der Laden füllt sich zur Feierabendzeit. Reihenweise reicht die blonde Verkäuferin kleine Beutel, auf denen eine Cannabis-Pflanze gedruckt ist, über die Theke. Weniger Coffeeshops bedeuten nicht automatisch weniger Drogenkonsum und Drogentourismus. Und auch manch rechtliche Kuriosität hat trotz des politischen Kurswechsels überlebt. So ist den Shops weiterhin der Transport der Drogen in die Läden verboten. «Wie das Zeug dort hinkommt, bleibt ein Rätsel», sagt Zollfahnder Schulze. Ähnlich äußert sich Enschede-Sprecher Haase: «Es ist widersprüchlich, aber es ist eben so.» |
Selflezz |
Weniger Shops heißt nur weniger Platz für alle!
Und natürlich wird auch wieder auf das "immer stärker werdende Gras" eingegangen. Die sollen Enschede schön in Ruh lassen!! Will nich noch weiter fahren müssen! Außerdem was will die Regierung bitte? Die haben doch schon gute Einnahmen durch "Drogentouristen" gemacht... |
herr_voss |
Shorty: ah ja dankeschön, sehr informativ. aber welche quelle? vorallem der erste satz des letzten abschnittes gibt mir zu denken. |
Cordon goes Enschede |
Marok20 |
ein Grund für die evtl. Schließung von C. Shops ist meiner Meinung nach dass sich manche Ausländer (u.a. Deutsche) in NL wirklich unter aller Sau benehmen. Ich würde sowas niemals sagen wenn ich es nicht schon öfters mit eigenen Augen gesehen hätte.
Ich habe schon einiges gesehen von deutschen die jede Fensterscheibe auf ihrem weg berotzt haben über Randalierer bis hin zu schägereien... Das sind zwar in % gesehen evtl. nur 1-5% aber ich kann schon manche Holländer gut verstehen die von "Drogentouristen" genervt sind. Außerdem werden ja eine menge Steet Dealer angelockt... trotzdem sind so "asoziale" Deutsche wie oben beschrieben die Aussnahme und es gibt auch min. genau so viele Holländer die so abgehen....trotzdem wenn man in einem anderen Land zu Gast ist sollte man auch die dortigen geltenden Regeln beachten und nicht den Ruf von Deutschland durch Pöbeln etc. in den Schmutz ziehen. |
Dabby |
Noch tiefer?
Bedarf keiner Antwort. |
[user:23053] |
Ixam |
och nööö....enschede war immer lustig... :/ |
| Strich | 22:19 10.04.08 Woher haben die Coffeeshops ihr Zeug? (31|2109) |
| MadMann | 23:11 08.03.08 Altersnachweis im Coffeshop (18|480) |
| JabbaTheHut | 13:11 10.12.07 Interview mit Gerd Leers (Bürgermeister Maastricht) (34|1170) |
| MadMann | 16:57 01.12.07 ALLES SUPER, aber wo is der Haken?... (10|657) |
| sebb | 22:38 13.11.07 keine drogen mehr an touries ab 1.1.2008??!! (20|1071) |
| Dr. Hanf | 15:17 24.10.07 Die Fahrt nach holland gefährlich oder nich... (29|2310) |
| Ixam | 21:03 27.09.07 Ende des Drogentourismus in Enschede? (9|1335) |
| der kiffer | 18:45 27.09.07 ..bald kein Weed mehr im gelobten Land? (33|4432) |
| JabbaTheHut | 17:03 27.07.07 Kann ich in Amsterdam in der Öffentlichkeit rauchen? (21|2255) |
| mastablaze | 13:18 19.11.06 Kerkrade als Alternative zu Venlo? (43|10532) |
Rauchen kann zu Durchblutungs- |