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Morphium erlaubt, THC nicht?

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ChRoNiC
Irgendwie check ichs nich, warum sind eigentlich in deutschland harte drogen als medizien fuer schwerkranke erlaubt, THC oder halt Hanf nich? Ich stell mir diese fragen, das ja Morphium, wenn man dem pazienten was spritzt, des sehr lebensverkürzend ist! Bei THC hat man doch positive wirkungen gegen schmerzen festgestellt und die schwerkranken, die nicht mehr essen, fangen wieder an zu essen, nachdem ihnen THC verabreicht wurde! *???*

Hannibal Lecter
das ist die Perversion....

Sind alles nur wirtschaftliche Interessen....

*???*

hanfling: DEM ZEBRA DEN TOD!
THC für medizinische Zwecke wurde doch legalisiert, oder irre ich mich da? *???*

Zumindest dachte ich, die hätten das in der Arte-Doku (oder war's ARD-"Die bekiffte Republik") gesagt.

Hannibal Lecter
- da irrst du dich (leider)! auch für medizinische Zwecke ist es -meines Wissens - noch verboten! *autsch*

Kantakukuruz
Präparate mit THC sind in Deutschland sehr wohl zugelassen. Nur eben nicht das (viel billigere) Naturprodukt. Das eine ist ein standardisiertes Arzneimittel, das andere ein laut BtmG "nicht verkehrsfähige", also auch nicht vom Arzt verschreibbares Pflanzenprodukt.

Im übrigen bin ich mir nicht sicher, ob Morphium bei richtiger Anwendung für Schmerzpatienten wirklich lebensverkürzend ist.

Linguistik
Also ich entsinne mich letztens gelesen zu haben das ein Schwerkranker mit chronischen Schmerzen angebaut hat und der wurde dafür auch verurteilt, das krasse war nur das sein Pfleger der Polizei den Tip gegeben hat
*autsch*
Marihuana ist nur in Form von bestimmten Medikamenten erlaubt^^

Kantakukuruz
das krasse war nur das sein Pfleger der Polizei den Tip gegeben hat


Das kommt davon, wenn man seinen Pfleger nicht mitrauchen lässt.
*gnicker*

MadMann
ob Morphium bei richtiger Anwendung für Schmerzpatienten wirklich lebensverkürzend ist.

Quelle: Kantakukuruz


Höhöh...denke nicht das Morphium lebensverkürzend wirken sollte.
*lol*

Aber ich denke unabhängig davon ist der Einsatz von Opiaten nicht zu verurteilen, da er bei Patienten mit sehr starken Schmerzen (ich gehe jetzt mal von Patienten aus die an einer letalen Krankheit leiden) doch Linderung bringt. Diesen Schmerzpatienten wäre mit Cannabis wohl nicht besonders geholfen. Das das unterdrücken des forcierten Einsatzes von Cannabis in der Medizin Fakt ist, ist natürlich reine Dummheit. Es klappt ja sogar in den Staaten besser als hier...

Kantakukuruz
Höhöh...denke nicht das Morphium lebensverkürzend wirken sollte.
*lol*

Hm? Ich glaub, ich versteh die Pointe nicht.

MadMann
...also ich weiß nicht ich habe im Krankenhaus gearbeitet und da wurde Morphium rein zur Schmerzlinderung verwendet und nicht um jemand das Leben zu "verkürzen".....weiß nicht was du schon alles gesehen hast....;)

Kantakukuruz
Anscheinend hast du mich missverstanden. Ich hab nicht behauptet, Morphium wäre lebensverkürzend. Das bezog sich auf den Frederöffner:

Ich stell mir diese fragen, das ja Morphium, wenn man dem pazienten was spritzt, des sehr lebensverkürzend ist!

(Zugegeben... nicht ganz leicht zu verstehen...)

MadMann
OK. Sorry habsch missverstanden, sitzt gerade im Büro unds Windoof hat zich Fenster auf usw. ;)

ChRoNiC
@ Kantakukuruz

Da wird wohl ne erklaerung beraucht:

Also des alles hat bissl mit indirekter sterbehilfe zu tun! In deutschland is des ja nich erlaubt...und deshalb haben eben manche ärtze ihren patienten morphium (in höheren mengen) verabreicht!

@madman War bissl schlechte formolierung von mir! Und ich hab ja den einsatz von morphium nicht verpönt!

Naja und wenn man höhere dosen verabreicht, ist des nach den ärtzen lebensverkürzend, wel den den koerper so fertig macht

*idee*

Cynops
Also des alles hat bissl mit indirekter sterbehilfe zu tun! In deutschland is des ja nich erlaubt...und deshalb haben eben manche ärtze ihren patienten morphium (in höheren mengen) verabreicht!

Quatsch, natürlich kann man einem Patienten soviel Morphium - oder auch jede andere Form von Opiaten - geben, bis dieser stirbt, aber Opiate sind und bleiben eine sehr wirksame klasse von Schmerzmitteln und der routinemäßige Einsatz von Opiaten, der heute stattfindet, hat erstmal nix mit Sterbehilfe zutun.
Opiate werden in der Medizin in vielen Bereichen eingesetzt, nicht nur bei todkranken Patienten, sondern z.B. auch im Rettungsdienst oder als normales Schmerzmittel im OP. Klar verbinden viele schon alleine mit dem Begriff "Morphium" erstmal eine gefahr für den Patienten, aber der Gedanke ist erstmal beim "normalen" gebrauch in der Klinik unbegründet.

ChRoNiC
Ich hab ja auch nicht gesagt, das opiate schlimm sind oder sowas...sondern nur, das es in dem speziellen fall, was im TV das drankam, dazu verwendet wurde, das der typ schneller gestorben ist! Ich hab ja nich behauptet, oder uebhaupt versucht, morphium ins schlechte licht zu stellen!


Natuerlich nur fuer medizienische zwecke!!!


Cynops
Ich hab ja auch nicht gesagt, das opiate schlimm sind oder sowas

Dann hab ich dich wohl falsch verstanden...

freedom2fight4
mhmm nochmal zum morphium


wird dieses mittel nicht eigentlich nur verabbreicht wenn der tot sowieso unmittelbar bevorsteht??
dann is das mit dem lebensverkürzen ja eh "unwichtig"

 [user:11534]

freedom2fight4
stimmt, mit morphium wird sehr streng umgegangen .....als mein opa gestorben ist ( lungenkrebs) kamen die weissen leute zu uns nach hause und haben alles morphium abgeholt

 [user:11534]

Project_BetA
Also Morphin, bzw. Opiate und Opioide (auch Heroin z.B.) wirken in keiner Weise lebensverkuerzen, wenn sie richtig angewendet werden. Selbst in berauschenden Dosen sind sie nicht toxisch. Es kann hoechstens durch normalerweise unerwuenschten Nebenwirkungen wie einer Atemdepression zu toedlichen Folgen kommen. Doch dazu braucht es normalerweise eine sehr starke Ueberdosierung.

Leb0rKurtbrötchen
wie in den meisten fällen macht die menge das gift ....

bestes beispiel : botox *zwinker*

littlefirefairy
Vor allem ist das Risiko nicht die "Lebensverkürzung"(lol), sondern es geht sich um die Abhängigkeit.
Deshalb wird es nur als einmalige Einzeldosis(Rettungsdienst) oder bei Krankheiten eingesetzt, wo abzusehen ist, dass der Patient den Rest des Lebens mit schlimmen Schmerzen verbringen muss, in Relation dazu nimmt man die Abhängigkeit in Kauf, so siehts aus. *zwinker*

Kalichakra
Ja aber des Problem isch doch, dass man mit der Abhängigkeit auch die Toleranzwirkung in Kauf nimmt und somit nicht nur gezwungen ist sein Leben lang Morhium zu nehmen ,da die Schmerzen auf einmal ohne um ein VIELFACHES das des Ausgangsschmerzes übertreffen würden, sondern auch regelmäßig die Dosis zu erhöhen, so dass bei geringen Einstiegsalter durchaus eine "Lebensverkürzung" stattfinden würde, da halt irgendwann die laetale Dosis erreicht ist.

Sagt mir falls ich mich irr oder falls mich niemand versteht *zwinker*

littlefirefairy
Ich behaupte mal geringes Einstiegsalter gibts allerhöchstens bei einer tödlichen Krankheit, da macht das auch nix mehr...Und die Kriterien die erfüllt werden müssen um Morphium zu erhalten, sind gewiss nicht niedrig gesteckt.

TryMe
Ich hatte auchmal gelesen das man die Morphiummenge auf 30% reduzieren kann wenn man dem Patienten zusätzlich THC "verabreicht".

Oder war das evt. im Zusammenhang mit Narkosemittel? Ich bin mir jetzt unsicher, ich wäre froh wenn jemand genaueres weiß :)

littlefirefairy
Narkose scheint bekifft schlechter zu wirken

Kalichakra
jo,wird wahrscheinlich schon meistens zutreffen, wobeis aber bestimmt auch irgendwelche vom Krankheitsverlauf nicht tödlich endenden Krankheiten gibt, deren chronische Schmerzen eine Morphiumgabe rechtfertigen würden.

littlefirefairy
Ich denke jede Morphiumgabe in der Medizin ist sicherlich gerechtfertigt, und könnte gewiss nicht durch THC ersetzt werden.

sebb
ich glaub sogar, dass es in der bekifften Republik ist, wo ein Cannabisschmerzpatient interviewt wurde, der vorher mit Opiaten behandelt wurde und dadurch zu fast nichts mehr in der Lage war. Jetzt seitdem er mit Cannabis behandelt wird hat sich da geändert.

Kalichakra
Schon, ich denk es würde bezüglich der Schmerzlinderung (u.a. natürlich) bestimmt mehr Anwendungsmöglichkeiten für THC geben, leider wird man das vermutlich erst nach weiteren unzähligen Jahren der Forschung genau sagen können (was nicht nur mit der rückständigen Cannabispolitik der meisten Ländern zu tun hat, sondern auch damit, dass die körpereigene Entsprechung des Morphiums, das Endorphin schon um einiges länger bekannt ist als die endogenen Cannabinoide, die erst vor 10 jahrn oder so gefunden wurden, da diese nur bei bedarf gebildet werden und ihr Wirkungsprinzip einfach um einiges komplexer ist)

littlefirefairy
Ich glaube dass die Zielgruppe für THC eine andere ist als für Morphium.
Ein paar Überschneidungen mags geben, aber im grossen und ganzen meine ich würde THC eher genau da einsetzbar, wo kein Morphium verschrieben wird.

Kalichakra
Haja,wie ich gesagt hab isch die Wirkweise von Cannabinoiden ja ziemlich komplex und somit Schmerzlinderung nur einer der vielen Aspekte (also viel mehr als bei den meisten andern Neurotransmittern). Aber unter anderem sind die Cannabinoide halt auch für Schmerzlinderung zuständig, was ja die Hauptwirkung von Endorphinen ist, somit denk ich, dass es durchaus möglich sein könnt THC als "ersatzmorphium" zu verwenden. Weil ich denk es würde kaum eine "Zielgruppe" für Morphium mit der starken Abhängigkeitsentwicklung geben, wenn eine vergleichbare Cannabinoidtherapie möglich wäre. Allerdings wird es wohl noch einige Jahre an Forschung benötigen um zu sehen ob des möglich wär.

-N-omen -N-ominandum
Naja Opiate werden anders vom Körper verwendet, wenn er Schmerzen hat. Bei Schmerzen dokken die Opiode nich an die Opiumrezeptoren im Hirn an sondern an den Schmerzrezeptoren. Somit enstehr 1. Kein Rausch sonder Totales Delirium und / oder starke Müdigkeit.

Mein Schwiegeronkel (is das familiär richtig??) hatte Lungenkrebs und hatte starke Schmerzen und Morphium hatte ihm wenigstens ein smerzloses Ableben ermöglicht.

littlefirefairy
Ich glaube kaum dass man in diesem Fall mit THC die selbe Wirkung hätte erzielen können.

-N-omen -N-ominandum
Gut hier ist wohl eine kleine Verwechslung passiert...

THC und CNB Sind zwar schmerzstillend jedoch wenn ein Mensch eine schwere Krankheit hat wie zB. Lugenkrebs und man erwartet das er nicht mehr lange Lebt und dabei auch Schmerzen hat wird Morphiom oder Methadon eingesetzt.

Jedoch bei einer Chemoterapie die den Körper sehr stark belastet und auch körpereigene Zellen zerstört (zB. Haarzellen) ist der Patient sehr schwach, verspührt Übelkeit oder Appetitlosigkeit. In diesem Falle wirkt THC und CNB appentitanregend, entspannend und unterdrückt dem Brechreiz. Somit ist eine Linderun der Folgereaktion des Körpers von der Chemoterapie. Bei einem Menschen der unter Qualen leidet ist THC nutzlos da es nicht stark die Schmerzen lindert.

littlefirefairy
Danke -N-omen -N-ominandum!
Darauf wollte ich die ganze Zeit hinaus, Cannabis sollte auf jeden Fall medizinisch eingesetzt werden, aber man darf nicht meinen, damit könne man die Morphium-Behandlung ersetzen.

Kalichakra
Sorry, weiß immer noch net wie man verlinkt, aber denk diesem Artikel hier
nach zu urteilen, wäre es eventuell doch möglich mit gezielter Behandlung, also nach ausreichender Forschung, Cannabinoide als "Morphiumersatz" zu nehmen, da sie bei Bindung an den CB2-Rezeptor die Endorphinproduktion beeinflussen,also mehr ausgeschüttet wird und somit der Schmerz gelindert wird, wie beim Morphium.
Edith: thx tischn

Tinschn
Klick! So geht das!


edit sah grad ein das so ja keiner was lernen kann:
< link=http://www.......de/> Klick! </link >

smokie2k
man kann THC eigentlich überhaupt nicht mit Morphin bzw. Opioiden allgemein vergleichen (im medizinischen Sinn)...

Es wurde schon von jemand erwähnt, dass es eine ganz andere Zielgruppe ist! Bei THC sind vor allem der Appetitanregende Aspekt und die geringen Nebenwirkungen interessant!

Als "Painkiller" taugt THC nicht wirklich, ausser bei Migräne oder Augenerkrankungen evtl.

Ich weiss nicht wer von euch schonmal ne grössere OP hinter sich hat oder an chronischen Rückenschmerzen leidet...dann würdet ihr auf Opiate/Opioide nicht verzichten wollen!

Ausserdem werden Opioide relativ häufig verschrieben und nicht ausschliesslich an kurz vor dem Tod stehenden Menschen!

edit: Es gibt allerdings viele Patienten, die durch evtl. mit THC behandelt werden könnten, die aber aufgrund des Verbots auf wesentlich "härtere" Medikamente eingestellt werden, vorallem was das Abhängigkeitspotenzial betrifft!

edit2: Der Link ist natürlich sehr interessant! Les ich jetzt zum ersten mal...
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