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ENCOD: Cannabis Clubs in Spanien

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ENCOD
Hallo,

wir möchten Euch das Spanische Cannabis Club Modell, als mögliche Lösung vorstellen.

Unsere HP ist www.encod.at

Der Artikel
http://www.encod.at/encod/news/index.asp?ID=1689

Cannabis Clubs II


In Spanien hat sich ein sehr interessantes Model zur legalen Cannabisnutzung entwickelt. Die obersten Gerichtshöfe von Katalonien und vom Baskenland haben das Model der gemeinnützigen Cannabis Clubs bestätigt.


Einleitung

In Spanien hat sich ein sehr interessantes Model zur legalen Cannabisnutzung entwickelt. Die obersten Gerichtshöfe von Katalonien und vom Baskenland haben das Model der gemeinnützigen Cannabis Clubs bestätigt.
Unter Vorsitz des Richters Fernando Grande Marlaska entschied ein dreiköpfiger Berufsrichtersenat am höchsten Gerichtshof der Provinz Bizkaia (Baskenland) das Verfahren gegen einen Cannabis Club einzustellen.
Mit diesem Urteil bestätigt das Gericht einen Freispruch aus dem Jahre 1997, in dem ein anderes Höchstgericht einer spanischen Provinz die Nicht-Strafbarkeit von Cannabis Clubs festgestellt hatte.


Das Model der Spanischen Cannabis Konsumenten Vereine

Erwachsene Patienten und Konsumenten der Cannabispflanze haben einen gemeinnützigen Verein gegründet. Dieser Verein ermöglicht und unterstützt den Eigenanbau der Cannabispflanze. Er berät die Mitglieder über die medizinische Wirkung und er ermöglicht und unterstützt den eigenen Anbau zur Selbstversorgung. Das Mitglied zahlt einen Beitrag der die Kosten des Anbaus deckt und hat danach das Recht einen Anteil der Ernte zu Selbstkosten zu beziehen. Das Mitglied ist namentlich bekannt und geht die Selbstverpflichtung ein das Cannabis nur selbst zu verwenden.


Von einem spanischen Club in der Nähe von Bilbao im Baskenland.

Der Club hat ca. 70 Mitglieder und sich ein Glashaus gemietet. Dort wird der Hanf angebaut und geerntet. Der Verein berät bei der Aufzucht, bzw. kümmert er sich auch um alle Belange der Aufzucht: Samen, Dünger und benötigte Geräte werden gekauft, ebenso werden die Pflanzen auf Schädlinge kontrolliert. Vor allem werden diejenigen Mitglieder unterstützt, die sich nicht selbst um die Aufzucht kümmern können, weil sie entweder berufstätig oder aber schwer krank sind.
Jedem Mitglied steht eine fixe Menge der Ernte an Eigenbedarf zu. Konkret bei dem Club im Baskenland: 1g täglich für nicht-medizinische Nutzer und 3g täglich für medizinische Nutzer.
Es gibt auch ein sehr krankes Vereinsmitglied, welches mehr Marihuana zu medizinischen Zwecken benötigt und auch bekommt. Für dieses Mitglied wird eine spezielle, weniger ertragreiche, dafür aber wirkungsvollere Sorte angebaut.

Auf jeden Fall bekommt niemand mehr als er für sich selbst benötigt.
Somit ist sichergestellt, dass kein "Verein-Cannabis" an Nicht-Mitglieder gelangt.

Die Ernte wird derzeit für 3,- € pro Gramm an medizinische Mitglieder und für 4,- € pro Gramm an Mitglieder abgegeben.

Vorteile


Bekämpfung der Drogenbanden

Das Modell ist der beste Weg, den kriminellen Drogenbanden die Geschäftsgrundlage zu nehmen. Sobald es der Staat ermöglicht, sich legal mit Cannabis zu versorgen, wird es niemand mehr auf der Strasse kaufen. So werden einerseits potentielle Käufer abgehalten und die auf der anderen Seite kann sich die Exekutive voll auf die Bekämpfung des Handels mit harten Drogen konzentrieren.

Billige Eigenproduktion, keine Kosten der Gesellschaft

Die Mitglieder kommen zu Selbstkosten an ihre benötigte Cannabis-Medizin. Sie bekommen kontrollierte Qualität und können nicht an andere gefährliche Drogen gelangen. Sie finanzieren sich die Produktion selber, sodass dem Staat keine Kosten entstehen. Sie helfen sogar damit die Gesundheitskosten zu reduzieren, da ihnen keine teuren synthetisch hergestellt Medikamente mehr verschrieben werden müssen. Eine Monatsration Dronabinol kostet derzeit bspw. mehrere hundert Euro.


Keine Weitergabe an Dritte

Die Mitglieder dürfen kein Cannabis an Dritte weitergeben. Sie wissen, dass sie selbst versorgt und unabhängig sind. Sie haben den Verein als sichere Bezugsquelle und brauchen sich daher nicht weiter um die Beschaffung von Cannabis zu kümmern. Da sie sicher kein Interesse daran haben, ihre sichere Bezugsquelle zu verlieren, werden sie ihr Verein-Cannabis nicht an Dritte weitergeben.
Der Staat hat die Gewissheit, dass der Cannabisanbau und die Weitergabe kontrolliert ist. Der Kreis der Bezieher ist begrenzt. Die spanischen Gerichte haben diesem Punkt viel Bedeutung beigemessen.


Steht im Einklang mit der UN-Konvention

Die spanischen Gerichtshöfe haben festgestellt, dass das Modell nicht im Widerspruch zu den UN-Konventionen steht, da der Teilnehmerkreis begrenzt ist und Cannabis somit nicht an Dritte gelangen kann.

Text wird weiter überarbeitet und erweitert

ENCOD Österreich

www.encod.at


Dr.Pepper
Das Modell finde ich sehr interessant!

Nur bleiben einige Fragen offen, darunter:

-Muss man jeden Tag ein Gramm kaufen (sozusagen ein Abo)?
-Ist dieses Modell auch in Deutschland lauffähig?

Arthur Dent
Hui, habs nur überflogen, da ich gerade wenig Zeit hab (heute Abend mal in Ruhe lesen). Aber mächtig spannend auf den ersten Blick!
Danke für diese Info.

Zwürfel - Rated R
wirklich sehr interessantes Modell, welches auf dem Weg zur Legalisierung helfen kann, denn diese muss letztlich das Ziel sein.

Nur bleiben einige Fragen offen, darunter:

-Muss man jeden Tag ein Gramm kaufen (sozusagen ein Abo)?
-Ist dieses Modell auch in Deutschland lauffähig?


Dazu noch: Was passiert, wenn man "zuviel" Cannabis produziert hat? Wird es einfach vernichtet, um die Abgabehöchstgrenze nicht zu verletzen?

Das Mitglied zahlt einen Beitrag der die Kosten des Anbaus deckt und hat danach das Recht einen Anteil der Ernte zu Selbstkosten zu beziehen.


Was genau bedeutet? Zahlt der Konsument für den Anbau und den Ertrag, also mehr als bei einem eigenen Anbau?

bigbaysen
Ach, das wäre doch in Bilbao nicht nötig gewesen, wo man -zumindest in der Altstadt- in jeder Kneipe auf dem Tresen drehen und überall unbehelligt rauchen kann *lol*

Ansonsten aber natürlich ein vorbildliches Modell und ien weiterer Schritt zur Legalisierung.

Aber, wie wird man dort als mündiger Spanier "Mitglied"? Bewerbung mit Lichtbild? *grins*

 [user:11873]

Pantoffelkino Teleshopping
Hört sich ja sehr interessant an.

Was war denn für die Gerichtshöfe die Begründung, die Cannabis-Clubs straffrei zu belassen? In Deutschland wäre ein so progressives Handeln wohl leider undenkbar.

Und wie sieht es dann mit dem Besitz aus, können die Mitglieder nicht immer noch zumindest als Privatpersonen belangt werden, nachdem sie das Cannabis über die Clubs erworben haben?

ENCOD
So hallo,

Danke fürs Feedback.

Für die Gerichtshöfe war vorallem der "begrenzte Teilnehmerkreis" entscheident. Ganz wichtig war, dass sichergestellt war, dass das Club-Cannabis nicht an Dritte gelangen konnte.

In D wäre das Modell für Cannabis-Patiente ideal. Weil nicht jeder Cannabis-Patient hat die Möglichkeit - selbst wenn er das Recht dazu hat - selber anzubauen. Und die sicherer Verwahrung(z.B. Tresor), Qualtiätskontrolle, kann main im Verein besser machen.

Mitglied werden geht wie in jeden anderem Verein auch(z.B. Fussballverein). Bewerben - Vorstellen - wird vom Club augenommen ja/nein

Wir bleiben am Ball
Besucht bitte unser HP www.encod.at

lg

ENCOD
Hi

Wünsche/Beschwerden/Anregungen ???

Es gibt auch eine sehr lesenswerte New Seite (fast so gut wie hier)

http://www.encod.at/encod/news/

lg

Zwürfel - Rated R
Wünsche/Beschwerden/Anregungen ???


Ja, gibt es Antworten auf die Fragen u.a. in Post #951620?

ENCOD
So hallo,

Ich will versuche so gut es geht die Fragen zu beantworten. Selber habe ich sehr ausführlich mit einem Clubbetreiber gesprochen, aber nicht jedes Detail. Es hängt aus sehr von der Clubführung ab.

1.) Nein, man muss nicht jeden Tag ein g kaufen. Jedoch ist die max Menge begrenzt. Momentan 1 g in dem Club den ich kenne.
2) Wir hoffen, dass das Modell lauffähig wird.

3) Überflüssiges Cannabis wird meist verbrannt ;). Sry ka, aber ich glaube das Problem stellt sich nicht.

4) Die Kosten für das Cannabis sind Selbstkosten des Clubs. Dazu gehören nicht nur die alleinigen Anbaukosten sonder auch "Gemeinkosten". Miete, Personal, Rechts und Beratungskosten usw usw. Vorallem müssen auch Rücklagen (Justiz) gebildet werden.
Die Kosten sind sicherlich höher als sie ein guter Homegrower vielleicht selber machen könnte. Jedoch ist kein "Gewinn" darin enthalten. Der Verein ist ja gemeinnützig.

Ich hoffe ich konnte helfen.

Weitere Wünsche/Beschwerden/Anregungen posten und das Modell weiterleiten.

lg





ENCOD
Hallo,

Am 6 und 7 November wird mit Unterstützung von 2 Fraktionen in EU Paralament eine Konferenz zur einer alternativen Drogenpolitk ab.
Unter anderem wird auch das Club Modell der EU vorgestellt.

Es wird noch Feedback und Unterstützung gesucht.

www.encod.at

lg

macrocosmic
Einige der Links funktionieren nicht, deswegen hier nochmal:
www.encod.at

p.s. Tolle Sache, möge ihr eine lange und erfolgreiche Zukunft gewährt sein. :)

Tüdeldidürann
ach, ich hab ma wo gelesen, dass in spanien der konsum im öffentlichen raum lediglich als verstoss gegen die öffentliche ruhe oder so geahndet werden kann und privat straffrei ist. stimmt das so?

ENCOD
Stimmt in Spanien gilt noch "My home is my castle". In den privaten Räumen kann man nicht wegen Drogen belangt werden.

Nur wenn was an der Öffentlichkeit passiert wird vorgegangen.

Und thx für den link http://www.encod.at

lg

r0wi aka Sir_sumpf_a_lot
Am 6 und 7 November wird mit Unterstützung von 2 Fraktionen in EU Paralament eine Konferenz zur einer alternativen Drogenpolitk ab.
Unter anderem wird auch das Club Modell der EU vorgestellt.
Quelle: ENCOD


mich würd mal interessieren was daraus geworden ist!?

UsualRedAnt
Mal ein Update vom Stand der Kampagne aus dem DHV- Newsletter:

Belgien: Cannabis Club eröffnet Plantage / Polizei schreitet ein
Seit 27.07. wächst im Botanischen Garten der Belgischen Stadt Antwerpen eine legale Hanfpflanze des Vereins "Trekt Uw Plant" (Ziehe deine Pflanze). Am 12.12.2006 wurde von sechs Mitgliedern dieses ersten Cannabis Clubs Belgiens, unter ihnen auch ein Mitglied des Parlaments, symbolisch je ein Klon von der Mutterpflanze geschnitten. Die Aktion war bei den örtlichen Behörden und der Polizei angemeldet und wurde von zahlreichen internationalen Medienvertretern dokumentiert. Im Anschluss wurde dem Bürgermeister Antwerpens ein Brief übergeben, der neben der Adresse des gemeinsam genutzten Grow- Raumes auch die Zugangscodes für die Tür enthielt.

Kaum waren die Medien verschwunden, wurden vier Aktivisten beim Transport der Pflanzen festgenommen und über Stunden verhört. Darüber hinaus wurden die Wohnungen der Beteiligten wegen des Verdachts der Produktion von Drogen durchsucht; ihre Handys und Terminplaner, sowie die legal geschnittenen Klone beschlagnahmt.
Dabei wurde auch der Computer und große Mengen Unterlagen von ENCOD, dem europäischen Bündnis der drogenpolitisch aktiven Organisationen konfisziert, da einer der Festgenommenen für ENCOD tätig ist.

In Belgien wird der Besitz von 3 Gramm Cannabis und die Aufzucht einer Pflanze durch Erwachsene nicht verfolgt. Allerdings macht man sich mit der Ernte strafbar, weil praktisch keine Pflanze weniger als 3 Gramm Ertrag bringt.
Diesen Regelungswiderspruch will "Trekt Uw Plant" nutzen, um auf die Ungerechtigkeit der Drogengesetzgebung im Allgemeinen hinzuweisen. Der Verein geht davon aus, dass es möglich sein muss, die "legale Hanfpflanze" mehrerer Einzelpersonen in einem gemeinsamen Grow- Raum aufzuziehen und verweist auf die durch diese Maßnahme sinkenden Kosten und die besser kontrollierbare Qualität der entstehenden Cannabisprodukte. Ziel der Vereinsmitglieder ist es durch den Anbau unabhängig vom Schwarzmarkt zu werden und der damit einhergehenden Kriminalisierung zu entgehen.

Der Verein "Trekt Uw Plant" versteht sich als Teil der von ENCOD gestarteten Initiative "Freedom to Farm", die auch der DHV unterstützt. Teil dieser europaweiten Kampagne von Prohibitionsgegnern sind unter anderem auch die Cannabis Social Clubs in Spanien, nach deren Vorbild jetzt auch in Belgien angebaut werden sollte.

Mehr zum Thema:
Meldungen des Vereins "Trekt Uw Plant"
Informationen von Encod.at über die Kampagne "Freedom to Farm"
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ENCOD: Cannabis Clubs in Spanien

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