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Stoppt die Cannabishysterie in den Medien!

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UsualRedAnt
Am 28.11.06 sendete das ZDF-Politmagazin Frontal21 einen Bericht über Cannabis, der mal wieder extrem hysterische Züge aufwies und unglaubliche Falschbehauptungen aufstellte.

Unter anderem wird in dem Bericht behauptet, THC sei krebsfördernd und verursache Hirnkrankheiten. Auch das Märchen vom stark gestiegenen THC-Gehalt wird wieder aufgewärmt.

Da solche Panikmache in den Medien zu einer verzerrten Sicht auf Cannabis beiträgt, reagiert der DHV auf diesen besonders schlechten Bericht eines öffentlich-rechtlichen Senders mit einem Protestmailer.
Wir bitten Euch, sich zahlreich an der Protestaktion "Stoppt die Cannabishysterie in den Medien!" zu beteiligen!

Mehr Infos unter http://www.hanfverband.de/protestmailer/mitmachen_9.html

Nebenbei feiert das neue Layout des Protestmailers Premiere. Wir hoffen, dass sich so noch mehr Menschen an den Aktionen beteiligen und sind sehr an Eurer Meinung zum neuen Aussehen interessiert.

~schwibelschwabel~
haben wir nicht heute schon den 30.11.06 ?

UsualRedAnt
Ja. Und?

~schwibelschwabel~
soll ich jetzt eine protestmail schreiben?
die doku wurde vor 2 tagen ausgestrahlt!
nach meinen einschätzungen ist es etwas zu spät dafür!

MrsGreen
Offensichtlich richtet sich dieser Protestmailer gegen zukünftige Berichte dieser Art.
Deshalb auch nicht "Stopt diesen Beitrag", sondern eher "Stoppt die Hysterie allgemein"

Dabby
Diese verdammten ... *+polizei* *grmpf*

UsualRedAnt
Mal fix aus der Mail zitiert:

"Ich fordere Sie auf, bei Ihrer nächsten Sendung über Cannabis gründlicher zu recherchieren und keine sensationsorientierten Unwahrheiten zu verbreiten bzw. das Thema nicht völlig verzerrt darzustellen!"

Dabby
Was bringt das denen Überhaupt die ganze Sache so zu dramatisieren?

Ist es das was die Leute hören wollen?

 [user:20988]

MRhemp
Done.

Jerry
habs getan

 [user:4149]

 [user:21486]

Zwürfel - Rated R
Ich frag mich immer, wie man es schaffen kann, 5-6 Gramm am Tag zu verbrauchen. Ich kann das nicht. In einer Woche, in der ich viel kiffe, verbrauche ich ja nichtmal so viel.

Und dann werden mal eben Amphetamine und Cannabis in einem Atemzug genannt, es wird immer von einem hohen THC-Gegalt geredet, aber nicht davon, wie hoch er ist.

Jetzt müsste ich nochmal die Studie raussuchen, die bestätigt, dass Cannabis das Lungenkrebsrisiko nicht erhöht. *such* hier schonmal ein Zeitungsartikel.

Und hier dann der Beitragt bei cannabislegal.de mit Quellenangabe.

Und letztlich fehlt vollkommen, dass der überwiegende ANteil von Konsumenten ohne Probleme auskommt. Auch darf der Jugendschutz nicht als Vorwand zur Kriminalisierung Erwachsener dienen. Ein legaler Markt kann den Jugendschutz besser gewährleisten als ein illegaler.

Ich habe also den Originaltext noch etwas erweitetr (Argumente, Quellen) und beteilige mich an dieser Aktion

Ivoryy
Hab jetzt auch eine losgeschickt *kopfschüttel*

kopfsalat
Jetzt müsste ich nochmal die Studie raussuchen, die bestätigt, dass Cannabis das Lungenkrebsrisiko nicht erhöht. *such* hier schonmal ein Zeitungsartikel.

Quelle: Zwürfel - Rated R

natürlich erhöht gerauchtes cannabis das lungenkrebsrisiko, aber in der doku wird behauptet, thc selbst sei krebserregend, ein fachlicher fehler, der nicht passieren dürfte.

Ich habe also den Originaltext noch etwas erweitetr (Argumente, Quellen) und beteilige mich an dieser Aktion

Quelle: Zwürfel - Rated R

kleiner tipp: betreff umgestalten, sowie die ersten sätze, sonst geht das in der protestmailflut unter.

 [user:4149]

dOpe²
Das ist kein Beitrag, der für Jugendliche zur Abschreckung gedacht ist. Das ist eher was für die Eltern bzw. Ältere. Wieder mal so eine oberflächliche Aufklärung, welche den Cannabiskonsumenten als "Drogenopfer" hinstellen soll und die Älteren Semester glauben das dann wieder, is ja schließlich im Fernsehen bei ZDF...

Ich kann das absolut nachvollziehen , das hier der Vergleich zu Axel Springer kam. Wenn man sich nun unbedingt im Fernsehen, über die Jugend und das Thema Drogen informieren will, sollte man sich eher mal das MTV Masters über "Drogen & Musik" anschauen. Das behandelt die Thematik aus Sicht der Jugend bzw. der Realität und weißt auch eindringlich auf Folgeschäden und Gefahren hin, ohne jeden Konsumenten gleich als "Opfer" zu bezeichnen.

Naja schlechte Nachrichten verkaufen sich halt besser...

...die könnten ja auch mal ne Doku über die Medien von Heute und ihren Einfluß auf die Gesellschaft bringen. *autsch*

Hille
ich hab den Bericht als Video und werde den Text mal zusammentippen.
das Ding war wirklich einseitig. ich möchte mich in einem Brief an die Redaktion wenden und mal nachhaken, wo die denn ihre angeblichen Fakten herhaben.

altepeitsche
bin dabei

Zwürfel - Rated R

natürlich erhöht gerauchtes cannabis das lungenkrebsrisiko


Quelle: kopfsalat


Die Wissenschaftler fanden jedoch, dass selbst die Teilnehmer, die mehr als 20.000 Cannabiszigaretten in ihrem Leben geraucht hatten, kein erhöhtes Risiko für Lungenkrebs aufwiesen.

Quelle: klick

weed-ist-mein-cheat
Seas,

Wie viele Kinds gibt es die Alkohol krank sind?..aber das interessiert keinen..weil ak. ist ja Legal.. auserdem ein legar Markt von Cannabis wird auch dazu führen das man dass was man verkauft(also dann z.b die Coffee shops wie in Holland) kontrolieren könnte und so wüsste man was die Leute Konsumieren.. muss hier mal sagen scheiß Reportage scheiß 2DF!!!!

Muss hier aber auch noch sagen mir ist es egal ob es Legal ist oder nicht, rauchen werd ich Trotzdem weil ich Kiffen immer noch für mich selber besser finde wie alkohol... habe jetzt seit 4 wochen nicht geraucht,.. und es ist nicht so das ich nichts bekommen könnte.. es zeigt mri nur selbere ich bin nicht süchtig.. punkt.

Na dann, auf das unsere Politiker mal die Augen aufmachen..

UsualRedAnt
Hi Hille.

Die Arbeit musst du dir nicht machen. Das ZDF veröffentlciht Manuskripte zu den Magazinen. Den Wortlaut des Berichts findet ihr als Link in der Beschreibung des Protestmailers oder hier - http://www.zdf.de/ZDFde/download/0,1896,2003966,00.pdf

hcirish
bin dabei:)

Weedmaster
gibts den betrag auch irgentwo?

UsualRedAnt
Na klar. Den findest du hier (leider nur zum ansehen) - Frontal21 vom 28.11.06 Unterschätzte Droge - Hasch wird gefährlicher

Illuminati
Hier ist noch ein Frontal 21 Beitrag. Hasch als Medikament

Ab diesem Beitrag, dachte ich eigendlich, dass Frontal 21 eine gute, vernüftige Berichterstattung pfelgt. Fande diesen Beitrag echt gut recharchiert etc. zumahl ich denke, dass sie damit auch einiges an Aufklärung verrichtet haben. Wieso machen die jetzt wieder unwissenschaftliche Urban Legends zu Fakten und verteufeln Cannabis? Sicherlich ist den Reportern bewusst, dass sie sich dann den Beitrag über Cannabis als Medizin hätten sparen können, wenn sie die wissenschaftlichen Erkenntnisse mit Urban Legends totreden.


UsualRedAnt
Der Redakteur des umstrittenen Frontal21- Beitrags hat jetzt auf den Protestmailer "Stoppt die Cannabishysterie in den Medien!" reagiert und bezieht in seiner Antwort Stellung zu den erhobenen Vorwürfen.

Unter anderem behauptet er, "dass sämtliche im Film dokumentierten Recherche-Ergebnisse durch aktuelle wissenschaftliche Studien belegt" seien. Ich frage mich jedoch, welche Studie Hirnschäden durch Cannabiskonsum belegen soll. Mir sind solche Studien jedenfalls nicht bekannt.

Dr. Fromm weiterhin: "Ich denke schon, dass man im Anbetracht dieser Faktenlage einmal als Fernsehmagazin auf die Cannabis-Gefahren hinweisen muss, ohne zu dramatisieren!"
Dann sollte er unnötige Dramatisierungen auch unterlassen! Schlafmohnkapseln neben Haschplatten sind sicherlich kein seriöser Umgang mit der Frage der Gefährlichkeit von Cannabis.

Dr. Fromm erklärt, dass seine "Hintergrundinterviews mit jungen Süchtigen" allesamt bestätigt hätten, "dass sie keinerlei Informationen über die Gefährlichkeit der Droge Cannabis besaßen." Genau wegen dieses Risikos fordern wir seid Jahren eine ehrliche Aufklärung anstelle des gehobenen Zeigefingers zu stellen. Mit Panikmache kann man junge Menschen weder vom Cannabiskonsum abhalten, noch wirksam vor den Risiken des Konsums warnen.

Fromm erklärt in seiner Stellungnahme: "Nicht selten haben Bekannten, Verwandten- und Freundeskreis das Rauschgift bagatellisiert. Die Leier der "weichen Droge" etc ..."
Glaubt er wirklich daran, dass Demonisierung des vergleichsweise harmlosen Rauschmittels Cannabis besser geeignet ist vor den Gefahren zu schützen? Das kann ich mir nicht vorstellen.

Die ganze Antwort des Redakteurs Dr. Rainer Fromm könnt ihr natürlich im Feedbackbereich des Protestmailers lesen.

Freaky FourfingaZ
Wenn er sich, in seiner Antwort, auf wissenschaftlich Studien beruft, wäre es doch angebracht diese auch zu benennen...

 [user:21486]

sebb
gerade eben lief wieder so ein Artikel von Rainer Fromm. Diesmal im Wissenmagazin Mona Lisa *abstink*

Kotek
Done..


Dabby
Sooo, mit dem Focus haben wir ja nicht so gute Erfahrungen gemacht. Heute Abend um 23:10 kommt im Focus TV auf Pro7 unter anderem eine reportage über Cannabis.

Ich habe da ein ganz mieses Gefühl bei diesen Sendern...

Edith:

DAs sieht schonmal schlecht aus:

Hasch-Ernte in Deutschland – Profi-Pflanzer im Visier der Fahnder
Viele Deutsche zieht es über die Grenze nach Holland, um dort eine "berauschende" Erfahrung zu machen. Was die Konsumenten nicht wissen – das angebotene Cannabis stammt nicht selten aus Deutschland. Angepflanzt in illegalen Plantagen, deren Zahl sprunghaft wächst. Dank ausgefeilter Technik ist die Droge aus dem Treibhaus um ein vielfaches stärker als herkömmliches Hasch. FOCUS TV über Drogenkriminelle mit dem grünem Daumen.


Das hört sich schon wieder so an, als würden wir uns heutzutage nur noch hochkonzentriertes Chemie-Hasch geben, wir Junkies.

Edith 2: *pfeif*

Hier list uns der Johan einen alten Focus Artikel vor:

Youtube-Video #FnuSthFj0Hk

malcom-c
ja den focus tv bericht gestern konnte man mal wieder in die tonne treten

der thc gehalt ist in den letzten 15 jahren um knapp 17 % gestiegen, von 3 % auf 20 % *lach*

poq
geil.. da rauch ich jetzt mal meinen 20%igen stoff, ich hab bock auf depressionen angstzustände und sinnestäuschungen, denn das sind laut meinem "PKW-Lehrbuch" die einzigen effekte von cannabis (und warscheinlich auch der grund für 4 millionen menschen in deutschland zu kiffen).. achja ausserdem hab ich noch bock auf ordentlich hirnkrebs.. man gut das es heute den harten stoff gibt, das hippiekraut von damals könnte meine sucht schon garnicht mehr stillen..
*abstink* *autsch* *bombe*

 [user:625]

poq
es ist aber doch trotzdem ein unterschied ob jemand sagen wir mal um 12 uhr mittags die erste zigarette raucht (die meisten raucher machen das sehr viel früher) oder ob er da das erste bier aufmacht.. ich denke auch das ich jetzt nicht mit halbwegs normalen noten in der 13ten klasse wäre wenn ich immer betrunken statt bekifft gewesen wär, ganz im gegenteil..
was ich damit sagen will, ich glaube es kommt auf die "giftigkeit" und die "rauschwirkung" einer droge an, wenn man in etwa bestimmen will wie oft man sagen wir mal relativ risikofrei konsumieren kann.
besonders bei einer so subjektiv verschiedenen wirkung wie bei cannabis ist es schwer zu sagen wie oft man konsumieren kann ohne das es den alltag negativ beeinflusst. ich kann für meinen teil nur sagen, dass es mir in jeder hinsicht besser geht wenn ich gutes marihuana da habe (ich rauch, wenn auch in köpfen über den tag verteilt höchstens 1 g) und die einzigen probleme die ich damit habe resultieren aus der tatsache das es illegal ist... ich empfinde den rauschzustand selbst einfach in keinster weise als hinderlich für den alltag, es ist einfach nur ein angenehmeres körpergefühl, aber ich will nicht sagen das jeder das so empfindet..

creater
Ich glaub das Prolem sind weniger die Medien!!!eher wohl unsre Gesellschaft *frier*

sind doch alles marijunetten *abfeier* die politik will kein gras 20 prozent der Bevölkerrungs wills, 50 nein ,und 30 isses wahrscheinlich voll egal!!Also werden mal 80 prozent mit sowas zugebombt und alle haben Angst um ihre Kinder oder was weiss ich um wehn...die minderheit wird ihre rechte in diesem land nie !!durchsetzen. das is nur wieder ein weiterer Nachdruck um uns das deutlich zu machen finde ich...ZUdem sind ja wirklich einige sachen erstunken und erlogen!!KOPSCHÜTTEL alles von oben

sebb
»Jede Drogenpolitik ist sinnlos«
Drogen finanzieren Regierungen, Revolutionäre und Konterrevolutionäre. Ein Gespräch mit Howard Marks
Interview: Dominik Baur

Vom Drogenexperten Howard Marks sind zwei neue Bücher auf deutsch erschienen, die er kürzlich auf Lesereise vorstellte. Der frühere Haschischhändler arbeitete sowohl mit der Mafia, der IRA als auch der CIA zusammen. 1988 wurde Marks in Spanien verhaftet, in die USA ausgeliefert und dort zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt. 1995 vorzeitige Abschiebung nach England. 1996 wurde er mit seiner Autobiographie »Mr. Nice« zum Kultautor der Bewegung für Cannabis-Legalisierung.

Welche ökonomische Bedeutung hat der Drogenmarkt?
Vom Umsatz her betrachtet sind Drogen wirtschaftlich so bedeutend wie Waffen, Autos oder Öl.

Hat sich der Cannabismarkt in den letzten 30 Jahren verändert?
Die Struktur ist im wesentlichen gleich geblieben. Aber der Preis pro Kilo hat sich seitdem verändert. Es wird mehr Skunk und Marihuana geraucht, das heißt, mehr Homegrown-Stoff. Daher bekommen heute nicht mehr die Schmugglerorganisationen das ganze Geld, sondern einen Teil die Vertriebsorganisationen. Allgemein ist das Klima gewalttätiger geworden. Die Schmuggler haben aufgehört zu rauchen. Schmuggel wird heute von Leuten betrieben, die nicht kiffen. Wohingegen die Leute, die anbauen, für gewöhnlich rauchen. Daher ist die Qualitätskontrolle von Marihuana viel besser als beim Haschisch. Und das erklärt auch den Preis: Für Gras ist er hoch und für marokkanisches Haschisch niedrig. Haschisch ist immer noch ein Importprodukt – hauptsächlich aus Marokko, ein bißchen aus Afghanistan, Indien und Pakistan.

Welches Land ist Ihrer Ansicht nach am meisten durch Drogen beinflußt?
Die USA.

Aber die USA führen doch seit langer Zeit einen »Krieg gegen Drogen«?!
Na ja, jedenfalls sind sie diejenigen, die strafen. Sie sind der internationale Blockwart, vermutlich, weil sie auf diese Weise mehr Geld aus Drogen rausziehen können. Die Antidrogenbehörde der USA, die DEA (Drug Enforcement Agency) und die CIA verdienen an der Illegalität von Drogen. Sie haben jeden Grund, dafür zu sorgen, daß die Nachrichten über Drogen einem Feindbild entsprechen, gegen das sie uns vorgeblich verteidigen. Geheimdienste benutzen den Drogenmarkt, um die Mittel, die sie einsetzen, wieder an sich zurückfließen zu lassen. Sie machen Geld durch Drogen, um Antiterrormaßnahmen zu finanzieren. Auf die gleiche Art machen Terroristen Geld aus Drogen, um ihre Kämpfe zu finanzieren. Drogen finanzieren Regierungen, Revolutionäre und Konterrevolutionäre. Praktisch finanzieren sich alle durch Drogen.

Und die Vereinten Nationen sorgen dafür, daß Drogen illegal bleiben. Sie sagen: »Wenn ihr ein Mitglied der UN sein wollt, müßt ihr Drogen illegal halten.«

Aber es gibt doch Unterschiede bei den nationalen Drogengesetzen?

Wenn ein Land Mitglied der UN ist, muß es Drogen für illegal erklären. Das jeweilige Strafmaß kann das Land selbst bestimmen. Die gleiche Tat wird in den Niederlanden nicht geahndet, aber in Singapur hängen sie dich dafür auf. In den Niederlanden wird Kiffen nur nicht bestraft, das ist alles. Aber das heißt nicht, daß man Cannabis an einen Coffee-Shop verkaufen dürfte. Legalisieren würde heißen, das Gesetz zu ändern. Sie können das Gesetz aber nicht ändern, solange ein Land Mitglied in der UN ist.

Warum ist eine Kontrolle des Drogenmarktes so schwierig?
Weil Menschen Drogen nehmen wollen. Es gibt eine enorme Nachfrage. Auch ist es unmöglich zu verhindern, daß Drogen angebaut werden, weil sie natürlich nachwachsen. Außerdem wollen die Menschen sie anbauen. Man wird das Problem nicht in den Griff bekommen, solange man nicht zu den Mitteln eines ultraextremen Polizeistaats greift, der wirklich jeden umbringt, der Drogen nimmt.

Bewirken Drogen tatsächlich eine Störung der öffentlichen Ordnung?
Das haben sie bereits dadurch getan, daß sie illegal sind. Die Drogen-Prohibition hat die öffentliche Ordnung nachhhaltig gestört. Die Prohibition bedeutet keine Kontrolle des Drogenmarkts, sondern dessen Ausweitung. Die Prohibition führt zu unkontrolliertem Hausieren mit verfälschten Substanzen. Die Prohibition ist ein extrem gefährliches soziales Experiment, das so schnell wie möglich abgebrochen werden sollte. Sie hat nie richtig funktioniert und wird nie funktionieren. Die Auswirkungen sind verheerend: Menschen gehen ins Gefängnis, verlieren ihre Jobs, es gibt Tote.

Was würde eine Legalisierung bedeuten?
Es würde weniger Gangster und mehr Arbeitsplätze geben. Der Drogenkonsum könnte reguliert werden. Qualitätskontrollen würden für einen sicheren und sauberen Konsum sorgen. Der Staat könnte seine Steuereinnahmen steigern.

Allerdings müßte eine Regierung gewählt werden, die bereit ist, aus der UN auszutreten. Das wäre der einzig logische Schritt für ein Land, das Drogen legalisieren möchte. Das wiederum ist eine Position, die keine politische Partei bisher anbietet. Und das ist der Grund, warum Drogen immer noch nicht legal sind. Menschen aber scheinen Drogen zu mögen. Ich sehe keinen Grund, warum man sie dazu bringen sollte, sie nicht zu mögen. Jede Drogenpolitik ist sinnlos. Aber das ist nicht der Fehler der Regierungen, weil sie an die UN-Deklarationen gebunden sind.

Howard Marks: Senior Nice. Edition Steffan Verlag, Köln 2006, 352 Seiten; 14,90 Euro; ders.: Dope Stories, Edition Steffan, Köln 2006, 190 Seiten, 9,90 Euro

Quelle:http://www.jungewelt.de/2007/06-06/012.php

Illuminati
Hat jemand von euch gestern taff gesehen?
Da war wieder mal die Mär vom Gengras !
Unglaublich, was die da erzählten... von wegen, man könnte die neuen Pflanzen bis zu 4 mal im Jahr ernten !

*abstink!*

Wenn ich ein Youtube-Mitschnitt finde, werde ich ihn posten.

poq