Cannabis » Legalisierung » Cannabis in der Gesellschaft » Kiffen in Gesellschaft und in der Öffentlichkeit
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walter |
Am Wochenende hatte ich auf einer größeren Party folgendes Erlebnis und würde gerne ein paar Meinungen hierzu hören.
Auf der Vereinsfeier ( in Deutschland ), mit einer Vielzahl von geladenen internen Mitgliedern ( es war kein Kiffer - Club ) und natürlich Gästen zündeten sich drei Anwesende so gegen Mitternacht mitten im Raum deutlich sichtbar eine schön gebaute und dadurch auch als solche erkennbare Tüte an. Glücklicherweise waren die übrigen Anwesenden so tolerant, um auf einen Polizeiruf zu verzichten, was bei der in unserem Land leider aufstrebenden Denunziantenmentalität schon als aussergewöhnlich gelten kann. Dennoch sorgte dieser Auftritt natürlich für erhitzte Diskussionen und die schöne Stimmung war erst einmal mächtig zerstört. Vom Grundsatz her unterstütze ich jede "Legalize it"- Aktion aber dies sprengt meiner Ansicht nach doch etwas den Rahmen |
Pantoffelkino Teleshopping |
Gerade in Vereinen finden sich wahrscheinlich meist einige Mitglieder aus dem "bürgerlichen" Milieu, das noch nie mit Cannabis bzw. Konsumenten Kontakt hatte und die klassische Gruppe für Vorurteile und Tabuisierung darstellt. Von daher verwundert es mich nicht, wenn da ein paar Leute richtig empört sind. Je nachdem natürlich, um welchen Verein es sich handelt.
Wenn ich bei solchen Gelegenheiten kiffen würde, würde ich es lieber eher im Verborgenen (z.B. sagen "ich gehe mal kurz 'ne Runde raus") tun, um mir den Streß mit unaufgeklärten Menschen zu ersparen, die im besten Falle noch parallel dazu kräftig beim Alkohol zulangen. Wenn man selbst dabei Alkohol trinkt, baut sich aber vielleicht die Hemmschwelle ab, in solchen Situationen öffentlich zu rauchen. Natürlich kann man solche Situationen auch für Diskussionen und Enttabuisierung des Kiffens nutzen, allerdings gehört dazu eine Menge Mut (die ich persönlich nicht aufbringen könnte) und eventuell handelt man sich auch im Verein eine Menge Ärger ein, auch, wenn niemand die Polizei ruft oder ähnlichen Unfug treibt. |
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[user:4149] |
Pantoffelkino Teleshopping |
Welche Gefühle meinst Du denn hier, mal angenommen, es sind keine Kinder bei der Feier dabei? Der Vergleich mit der Gesellschaftsdroge Alkohol ist zwar reichlich ausgelutscht, aber in jeder Fußgängerzone, in jeder Straßenbahn, auf jeder Party sehe ich Leute, die trinken und häufig auch sichtlich besoffen sind, teils auch am hellichten Tag. Dort fragt auch niemand nach den Gefühlen, die das bei anderen auslöst und es ist den meisten auch egal, solange keine Kinder dabei sind (obwohl selbst das beim Alkohol trinken oft ignoriert wird). |
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Pantoffelkino Teleshopping |
So dramatisch würde ich es nicht sehen. Überschätze Deine Rolle als "Vorbild" auch nicht, ich denke nicht, daß Du durch Deinen Konsum jemals einen Wildfremden zum Kiffen animieren könntest. Wem solltest Du denn mit Deinem Konsum schaden? Mal abgesehen von der Stadtreinigung, die den Tütenstummel entsorgen muß^^ Was die Leute denken, ist doch im Grunde ihre Sache und mit Sicherheit auch durch Vorurteile kiffenden Leuten gegenüber geprägt. Ich kiffe nur nicht (oder kaum) in der Öffentlichkeit, da es mir eher darum geht, selbst keine Probleme mit Strafverfolgung oder dummen Kommentaren zu bekommen. Vor einem Kind fände ich es natürlich auch nicht toll, da die Droge dann in gewisser Weise zu alltäglich gemacht wird und diese Person noch keine gefestigte Meinung dazu entwickelt haben kann. Daß ein Kind schon ständig in der Öffentlichkeit und vielleicht sogar durch die Eltern durch die Trinkerei mit einer Droge konfrontiert wird, ist ja schon schlimm genug. Aber der Vergleich mit Alkohol ist m.E. eben nicht fehl am Platz, denn: - Hersteller von Alkohol sind Großsponsoren, in Werbung und Medien stets präsent, der Besitz von Cannabis hingegen ist illegal. - Kein Stadtfest, keine Familienfeier, kein Konzert, kein Fußballspiel ohne Alkohol. Die Scheinheiligkeit bzw. daß "eine Droge eine Droge" ist sollte ruhig jedem bewußt werden. - Durch das Trinken werden sogar manche Menschen aggressiv und können in der Öffentlichkeit so evtl. gefährlich und zerstörerisch werden, durchs Kiffen niemals. |
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Pantoffelkino Teleshopping |
Darum geht es doch gar nicht. Verstehe auch nicht so ganz, was Du in Zusammenhang mit dieser Diskussion mit diesem Beitrag aussagen willst. Ich wundere mich immer nur wieder aufs neue, wie selbstverständlich Alkoholismus überall in der Öffentlichkeit verbreitet ist, während viele Cannabiskonsumenten )mal abgesehen von der Strafverfolgung, auch gesellschaftlich) ihren Konsum verheimlichen müssen. Aber das ist ja hier auch nicht direkt das Thema. Nachträglich off gesetzt. |
[user:10283] |
[user:21486] |
THChefkoch |
Aber nicht von mir, bin voll deiner Meinung!
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walter |
Ich kann es persönlich nun einmal nicht ausstehen, wenn ich mit meinen Kindern durch den Stadtpark laufe und dabei Pennern zusehen muss, wie sie auf der Bank schlafen oder kotzen, Kiffern die den Joint kreisen lassen oder Mitbürger, welche auf der Parkbahnlehne hocken und sich morgens um 11 Uhr schon den Kanal voll laufen lassen. Denn zum einen stellen Kindern dann einem direkte Fragen, Papa warum riecht die Zigarette so komisch, warum grölen die so laut etc. Zum anderen benehmen sich - leider - Leute, die meinen, sie müssten unbedingt im Stadtpark saufen oder kiffen so wie diejenigen, die auf der Parkbank liegen, wobei jene ja sogar meist die friedlicheren und ruhigeren Vertreter sind. Und am rücksichtslosesten finde ich, wenn ich auf den Spielplatz gehe und meine Kinder nicht in das Baumhaus können, weil gerade irgendwelche Kiffer drin sind. Kiffen ja, aber dort wo es hingehört. Auf jeden Fall nicht in die Öffentlichkeit. Alkohol ist schon öffentlich genug, eine solche Droge sollte eigentlich reichen. Versteht mich bitte nicht falsch, habe lange genug selbst gekifft. Es gibt tausende Orte auf dieser Welt, drinnen und draussen, wo man ungestört und friedlich kiffen kann. Aber warum muss man dazu mit aller Macht Zuschauer haben wollen und noch nicht einmal darüber nachdenkt, ob diese die Vorstellung überhaupt sehen möchten. Übrigens sehe ich jedoch gerade den anderen Fred Das Kiffen in der Öffentlichkeit. welcher zur Zeit ebenfalls aktiv ist. Habe ihn bei Frederöffnung wirklich übersehen und bitte um Nachsicht Vielleicht kann ein Mod doch dann diesen bitte schliessen |
The Who |
Ich stimme voll und ganz mit Dir überein Walter.
Zum Teil habe ich auch eine ähnliche Einstellung wie [user:4149]. Ich fühle mich einfach nicht wohl, wenn ich in der Öffentlichkeit einen rauche. Es ist zwar vor einiger Zeit immer einige Male vorgekommen dass ich - vor allem nach oder während derben Besäufnissen - in der Kneipe einen mit-geraucht habe, aber jedes mal am nächsten Tag habe ich mich einfach selbst verachtet warum ich das gemacht habe. Ich finde Cannabiskonsum im privaten ok, aber gerade wenn man Familie und hat und eine gewisse Verantwortung trägt, sollte man es tunlichst vermeiden, seinen Konsum öffentlich oder gar vor seinen Kindern zu betreiben. Leider ist das ganze natürlich hauptsächlich durch die Illegalität und die Folgen bedingt. Generell geht aber auch niemandem etwas an, was und wieviel ich davon konsumiere, das ist jetzt nicht nur auf rauschmittel beschränkt. Edith>>> Das Kiffen in der Öffentlichkeit Hier gehts weiter |
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