Schützt Legalisierung die Jugend? |
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Kantakukuruz |
An deiner These ist auf jeden Fall was dran.
Natürlich könnte man sagen, dass es Minderjährige trotz kontrollierter Abgabe irgendwie schaffen würden, an Gras zu kommen. Aber das ist ja auch ohne Legalisierung schon so. Ohne Verstecken des Konsums könnte aber noch offener aufgeklärt werden. Und Aufklärung ist immer effektiver als Verbote, die sich immer umgehen lassen. Nebenbei:
Schon klar, was du sagen willst. Aber ich wünsche dir, dass du nie so weit kommst, dass sich bei dir psychisch nichts mehr entwickelt. ![]() |
[user:4149] |
Zwürfel in Dosen (III. Wahl) |
siehe dazu auch: Cannabis is losing its cool for the young Wichtig bei einer Cannabislegalisierung ist der kontrollierte Verkauf, der übrigens auch bei Tabak und Alkohol notwendig ist, da dadurch in enem gewissen Maße sichergestellt werden kann, dass Minderjährige nicht an Cannabis gelangen. Sicherlich ist dies nie ganz auszuschließen, da z.B. ältere Freunde etwas an minderjährige abgeben könnten usw. Doch wichtig ist die Kaufsituation. Jetzt kann jeder, egal wie alt er ist, auf dem Schwarzmarkt Cannabis erwerben. Ein Verkäufer mit der Lizenz zum Cannabishandel kann sich es nicht erlauben, wie ein Dealer nur nach Profit an jeden zu verkaufen, da, so meine Vorstellung, dies mit hohen Strafen belegt wird. Das Risiko muss also deutlich höher sein, als der mögliche Gewinn durch den Verkauf an Jugendliche. Bei einem gleichzeitgen Einbruch des Schwarzmarktes sind die Quellen für Minderjährige also weniger geworden. ein Schwarzmarkt nur für Minderjährige bringt nicht den Gewinn, der das Risiko rechtfertigt. Weiterhin ist mit einer Legalisierung auch Aufklärung verbunden, weshalb Cannabis auch normalisiert werden würde.
Word
Natürlich kann man sich auch immer am Vorrat der Eltern bedienen (egal ob Alkohol oder andere Drogen), aber effektiv sieht es doch so aus, dass beim Alkoholverkauf kaum Alterskontrollen durchgeführt werden. Und wenn es mal doch passiert, versucht man es eben im nächsten Geschäft, irgendwann kommt man schon durch. So kann es natürlich auch bei Cannabis nach einer Legaliserung sein, aber jetzt gibt es keinerlei Kontrollmöglichkeiten. Diese wären mit einer Legalisierung gegeben. Und wie schon gesagt, bei entsprechenden Konsequenzen für die Händler, werden es sich schon viele überlegen, ob der kleine Gewinn dieses Risiko (Abgabe an Minderjährige) rechtfertigt. |
charkamnil |
word die Kontrollen sollten echt verschärft werden.. wenn ich sehe wie sich "Kinder" (12-15) Nachmittags um 3 die Kanne geben un das in der Stadt.... |
[user:13990] |
[user:4149] |
[user:13990] |
Herbarius |
ob Legalisierung die Jugend schützt, kann man nicht wissen... Eines ist aber sicher, es wird zumindest die Möglichkeit geschaffen, die Jugend zu schützen. Auf die konkrete Umsetzung kommt es dann an, in wie weit dieser Jugendschutz realisiert wird.
Durch die jetzige Situation wird die Jugend auf jeden Fall nicht geschützt, ganz im Gegenteil. (Dazu wurde einiges geschrieben, brauch ich nicht noch einmal ausführen.) |
Avartarde |
Ich kann soviel zu sagen das ich als ich noch klein war (14 Jahre) leichter an dope als an Schnaps gekommen bin. Das sagt ja wohl alles.
Weil schnaps gabs bei uns nicht auf den Schulhof |
Prosciutto |
Meine Ansicht:
Nein, eine Legalisierung schützt die Jugend nicht. Es ist sogar möglich, dass eine Legalisierung eine massive Zunahme von jugendlichen Cannabiskonsumenten verursachen kann. Und kommt nicht immer mit der Sache "aufklären". Ich wurde nie über Alkohol oder Nikotin aufgeklärt. Ihr etwa? Kaum. Und ausserdem kann man die Jugend auch über illegale Drogen aufklären, oder? Ich teile [user:4149]'s Ansicht bezüglich der Entwicklung des "Schwarzmarkts" (kann es einen Schwarzmarkt für legale Produkte geben?!), wenn es zu einer Legalisierung von tetrahydrocannabinolhaltigen Produkten kommen würde: Er verkleinert sich, wird aber nie ganz verschwinden.
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Zwürfel in Dosen (III. Wahl) |
Mag sein, da vielleicht der ein oder andere es mal probieren würde, aber ein Großteil würde den Konsum wieder einstellen, wie es ja auch jetzt schon der Fall ist. Vielleicht ist ein Blick in die Niederlande nicht verkehrt, denn dort steht allen über 18 der Weg zu Cannabis offen und dennoch gibt es dort prozentual nicht mehr Konsumenten als in prohibitionistischen Ländern...
dazu möchte ich nochmals folgenden Artikel anbringen: Cannabis is losing its cool for the young siehe auch:
Und dabei handelt es sich "nur" um eine Liberalisierung.
Kann man nicht auch eine Liberalisierung so interpretieren? Warum gab es dennoch keinen nennhaften Anstieg des Konsums? Und kann man nicht durch Aufklärungskampagnen dem entgegenwirken? Objektiv und ohne Fehlinformation über die Risiken aufklären?
Nur weil es bisher versäumt wurde, heißt es ja nicht, dass man es bei Cannabis nicht machen kann. (und auch bei Alkohol und Nikotin kann man dies nachholen)
Sicher kann man das. Doch ist es einfacher Illegales zu verteufeln und zu tabuisieren. Setzt man sich ernsthaft mit einer Sache auseinander, so wird viel hinterfragt. Mal ganz ehrlich, glaubst du, dass bei einer objektiven Aufklärungskampagne über Cannabis, die durch die Öffentlichekit geht und eine recht starke Medienpräsenz hat, ein Verbot noch länger zu rechtfertigen wäre? Gäbe es dann nicht zu viele, die die Unstimmigkeiten des Verbots entdecken würden? Könnte man dann wirklich noch mit den jetzigen Scheinargumenten das Verbot aufrechterhalten? |
Hans Wurstsuppe |
Zwürfel in Dosen (III. Wahl): ich finde das Zitat, dass du seit neuestem in deinem Profil hast, hier richtig passend, danke dafür:
Dem ist nicht viel hinzufügen... Außer vielleicht, dass die Erwachsenen trotzdem wussten/wissen, was man unter Schund- und Schmutzschriften zu verstehen hat und welche Gefahren von ihnen ausgehen können. Welche Bedrohung durch Cannabis ausgeht, wissen viele nur aus Märchenstunden mit ungenauen Vergleichen. |
[user:4149] |
[user:4149] |
seele |
Ich kann dazu nur sagen:
Wenn es irgendwann legalisiert wird, will ich mit dem Schwarzmarkt nichts mehr zu tun haben (und die Meinung werden mit sehr großer Sicherheit viele teilen), denn ich gebe lieber 1, 2 euronen mehr aus und weiß, dass es gutes Gras ist und was es ist und vor allem dass keine Sachen drin sind, die nicht hineingehören (Sand o.ä.). Wenn genug Menschen so denken wird der Schwarzmarkt sehr schnell sehr schrumpfen. Und zwar richtig. |
Cyan |
Ich bin zwar ein Legalisierungsbefürworter , aber ich glaube nicht , daß eine Legalisierung (allein) die Jugend schützen würde.
Der Schwarzmarkt wäre für die Jugendlichen nach wie vor vorhanden. Er würde sich nur etwas verschieben. Klar : große Dealer würden ihre Hauptabnehmer (also Erwachsene) verlieren und sich deshalb entweder ganz auf die Jugendlichen stürzen oder aber tatsächlich aufhören. Aber : Es würden etliche Leute zu Hobbydealern werden. Sprich : Sie holen sich was ausm Shop und verkaufen es an Jugendliche ausm Freundeskreis. Da der Besitz dann ja legal wäre , wäre diese Art des dealens kaum noch mit nem Risiko verbunden. So in etwa wie heute mit dem Alkohol. Shopbesitzer könnte man natürlich bestrafen , wenn sie an Jugendliche verkaufen , aber Privatleute , die dies tun , sind kaum zu kontrollieren. Selbst wenn bei einem Jugendlichen was gefunden wird , kann der sagen : "gehört meinem großen Bruder" ; und dieser sagt : "Jepp. ist mein Zeug " ; völlig legal. Die Sache mit dem Reiz am Verbotenen zieht m.E. auch nicht so richtig. Für Jugendliche wäre es ja nach wie vor verboten und die Zunahme an Alkoholkonsum sagt auch einiges aus. Die einzigen Wege , Jugendliche tatsächlich vor Cannabis zu schützen , wären Aufklärung , allgemeine Veränderung der Lebenssituation bzw. Zukunftsperspektiven , oder aber eine tatsächliche massive Verringerung der Verfügbarkeit für alle . Und letzteres lässt sich nur durch stark repressive Taktik erreichen. Was ich aber keinesfalls befürworten würde , da damit das eigentliche Problem von jugendlichem Drogenkonsum nicht angegriffen wird. Sprich : wenn die nix zum kiffen haben , dann saufen sie sich eben zu , oder holen sich völlig legal Eisspray aus der Apotheke , etc... Die Drogenproblematik wurzelt viel tiefer. Eine Legalisierung von Cannabis würde an der Drogenproblematik der Jugendlichen nichts ändern. Es würde jedoch die Sache mit den Streckmitteln aus dem Weg räumen , die Situation für erwachsene Kiffer verbessern , den ganzen diesbezüglichen Strafverfolgungsscheiss beenden , und nicht zuletzt der freiheitlichen Grundeinstellung dieser Gesellschaft Rechnung tragen : Ein erwachsener , mündiger Mensch soll schließlich selber entscheiden dürfen , was er in seinem Privatleben konsumieren will ! |
IrieJay |
Natürlich, den gibt es doch. Handys, Computerteile, Waffen (sind ja zum Teil Legal), Autozubehör, Elektrokram, Fürerscheine usw. kann man sich doch auch illegal besorgen. Eben Sachen die teuer sind oder an die man schwer rankommt. Und das wäre doch mit Cannabis auch so, da es wahrscheinlich nur in einigen Großstädten Cofeeshops oder ähnliches geben würde, wäre es denn in deutschland legal oder geduldet. Der Schwarzmankt würde durch eine Legalisierung nur ein wenig geschwächt. Denn höchstwahrscheinlich würde hier wie in Holland das sogenannte Hinterzimmerproblem (heißt das so?) existieren. Vieleicht würde eine Legalisierung die Jugend noch mehr gefährden. Man betrachte die Sache mal so: Sieht ein Erwachsener Jugendliche sich besaufen, denkt er wahrscheinlich: "Ok die sind noch n bisschen Jung, aber hey, des gehört zu den Erfahrungen dazu, ist ja auch Legal und so weiter..." aber sieht ein Erwachsener Jugendliche bei der jetzigen Lage nen Dübel rauchen ist das viel schlimmer, da die Jugendlicher 1. eine Illegale Droge nehmen und 2. noch so Jung sind. Es würde also diese abscheu vor dem Illegalen wegfallen und die Sache würde nach ein paar jahren der Eingewöhnung von Cannabis in der Gesellschaft so enden wie beim Alkohol. |
[user:4149] |
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