Fundamentalistische Hanfprediger |
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M8 |
„Alkohol ist viel schädlicher als Kiffen“ ich bin es wirklich leid, mir dieses abgedroschene Argument anhören zu müssen. Wahrscheinlich liegt es v.a. daran, dass ich es in den 10 Jahren, die ich fast täglich gekifft habe selber in fast jeder Diskussion zu diesem Thema heruntergebetet habe.
Nun gut, in der zigsten Talkshow zum Thema „Dick sein“ gibt es ja auch immer wieder einen Hanswurst, der sich dazu berufen fühlt, irgendwann im Laufe der Sendung zu verkünden, dass es doch eigentlich die inneren Werte sind auf die es ankommt. Erstaunlicherweise erntet er mit dieser Aussage, die dem Zuschauer etwa so viel neue Erkenntnis liefert wie die, dass das Gras ist grün ist, auch noch Applaus. Womit wir wieder beim Thema sind. Mag sein, dass Gras rauchen in mancherlei Hinsicht nicht so schädlich ist wie Alkoholkonsum. Was genau ist eigentlich mit diesem Argument gemeint? Kalaschnikows sind ja schließlich auch nicht so schädlich wie Atombomben. Diese Tatsache entschuldigt doch deshalb noch lange nicht deren Missbrauch? |
k.aos |
aber sind Kalaschnikows nicht genauso verboten wie Atombomben?
dann müssten aber sowohl alkohol als auch weed verboten sein. |
[user:11963] |
[user:12273] |
weedy-gonzales |
ja und cannabis ist en prima heilmittel... es gibt unzählige bücher, die das beschrieben und wissenschaftlich unterscuht haben... und dies kann ich selbst bestätigen, da ich einen freund hab, der MS hat, und wenn dieser was raucht gehts dem besser (mir natürlich au^^) <- aber bei ihm halt von bewegung vom körper her und so...
und wenn er en bier trinkt kann er danach fast nicht mehr laufen... also denk ich mir meinen teil dazu! |
k.aos |
das leben besteht aus risiken und nebenwirkungen.
es ist an einem selbst ein risiko auszuprobieren, aber die nebenwirkungen müssen dann auch in kauf genommen werden. lasst einen menschen bungee springen, lasst einen menschen drogen ausprobieren, lasst einen menschen autofahren dürfen. er wird es tun und euch beweisen, ob er im stande ist dieses risiko zu handeln(eng.). wenn ihm dies nicht gelingt, er versagt und den eigenen wunsch nach veränderung verspürt, sollte man selbst als mensch ihm hilfestellung leisten, damit er sein leben wieder auf die beine bekommt. der wille des individuums sollte also entscheiden. (versteht mich einer) |
[user:11963] |
Silent Bob |
Vergleiche dieser Art sind meiner Meinung nach von vornenherein hochgradig schwachsinnig. gras ist ne droge, alkohol auch, jede hat aber ihre eigenen spezifischen merkmale in sachen wirkung, nebenwirkung, gefahrenpotential etc., die jeweils zudem noch von konsumment zu konsumment schwanken. hier vergleiche ziehen zu wollen und die drogen auf ihren "gefährlichkeitsgrad" zu reduzieren ist aufgrund dieser komplexität nicht nur völlig unmöglich, sondern macht auch eine Diskussion zum Thema meiner Meinung nach von vornherein unseriös.
Manch einer kommt besser drauf klar sich mal einen reinzukippen, der andere fährt besser mit nem gelegentlichen Tütchen. Feddich. Was ich allerdings trotzdem selbstverständlich nicht gutheißen will sind die Spezialisten die mir als Kiffkopp mit ner Flasche Schnaps in der Hand erzählen wollen dass sie Drogen scheiße finden, aber gibt´s die überhaupt noch? Da find ich´s schon gefährlicher wie harmlos die Kifferei heutzutage von den vielen eingeschätzt wird. |
Kantakukuruz |
Ich mach mal einen auf ganz subversiv und geb dem M8 einfach mal Recht. Natürlich ist Alkohol eine schädliche Substanz. Und wenn man die Toxizität von THC mit der von Alkohol vergleicht, dann ist Alkohol ungleich giftiger.
Aber der Spruch "Saufen ist viel schädlicher als Kiffen" ist wirklich nicht sehr originell, schon gar nicht, wenn er als Totschlag-Argument von irgendwelchen pubertierenden Überkiffern angebracht wird. Richtig ist: Man kann (als erwachsener und gesunder Mensch) verantwortlich und risikominimiert sowohl mit Alkohol als auch mit Cannabis umgehen. Ungefährlich ist keine Droge - und missbraucht werden kann auch so ziemlich alles. |
M8 |
Bei mir hat es einfach Jahre gebraucht, bis ich angefangen habe mir auch mal die negativen Seiten meines Konsums vor Augen zu führen. Im Nachhinein muss ich aber sagen, dass ich viel zu früh angefangen habe (14) und bis ungefähr 20 ausschließlich die positiven Seiten gesehen habe. Zwischen den Trinkgewohnheiten eines Alkoholikers und meiner Kifferei gab es jahrelang keinen großen Unterschied. Anstelle von 2 Jägermeistern habe ich mir halt 2 Bongs reingeknallt.
Irgendwann hat es mich angefangen zu nervern, immerzu so intorvertiert zu sein und vor der Glotze (mit oder ohne Playstation) dahinzuvegetieren. Zwischen 20 und 23 kam ich dann irgendwie auf den Trichter, dass es sich bei mir genau so verhält wie bei nem "trockengelegten" Alki: "Entweder Ganz oder Gar nicht." Denn auf 4 Monate ohne folgten dann wieder 4 Monate täglichen Konsums, sobald ich mir einmal n kleines Ausnahmetütchen genehmigte. Am nächsten Tag hatte ich immer wieder Lust wieder einen zu kiffen, was ich dann auch meistens tat. Und so verstrichen die Tage, Wochen und Monate wie gewohnt, bis ich mich daran erinnerte, dass ich doch eigentlich mit dem Kiffen aufgehört hatte. Mittlerweile rauche ich nur noch gelegentlich (ca. alle 1 bis 2 Monate) und dann auch nur Gras pur ohne Tabak. Dann ist auch garantiert, das ich am nächsten Tag nicht gleich wieder Lust habe einen zu rauchen, denn jedes Mal wird mir dabei bewußt, was für eine enorme Wirkung diese sog. "weiche Droge" doch haben kann. Ich weiß gar nicht mehr wie ich früher so viel rauchen konnte, denn heute liege ich nach 2-3 Zügen völlig debil in der Ecke. Außerdem habe ich festgestellt das es bei mir persönlich ziemlich lange dauert (fast 14 Tage) bis ich wirklich das Gefühl habe, dass der Stoff wieder komplett aus meinem Gehirn verschwunden ist. Ich merke das dann immer daran, dass ich dann keine Wortfindungsstörungen mehr habe. Grundsätzlich muss ich sagen, dass ich trotz allem auch klar Legalisierungsbeführworter bin, jedoch unter dem Vorbehalt, dass eine Aurklärung stattfindet, die auch ganz klar die Gafahren und negativen Seiten des Konsums hervorhebt und nichts beschönigt. Diese Alkohol=schlecht Kiffen=Heilmittel Debatte führt einfach nirgend wohin. Zumal sich eine ganze Menge kiffer selber widerlegen, indem sie sich erstmal ordentlich einen reinleeren und dann nen Kopf rauchen, damit es richtig knallt. All den jüngeren Dauerkiffern die das hier lesen, kann ich nur empfehlen es mal wirklich mit längeren Phasen ohne Kiffen zu versuchen, ich bin mir sicher ihr werdet zu überraschenden Erkenntnissen kommen. |
Hille |
zum Thema:
diese Aussage ist soweit ja noch kein Argument. Teilaspekte mögen ja korrekt sein, aber es ist eine Pauschalisierung und daher leicht angreifbar. im Grunde soll diese Aussage ja auf die Ungleichbehandlung von Alkohol- und Cannabis-Produkten hinweisen, die ja recht deutlich ist und eine Doppelmoral offenbahrt. dazu muss man natürlich nicht behaupten, dass Alkohol schädlicher ist als Cannabis. Alkohol führt zu massiven Schäden für Einzelpersonen und die Gesellschaft als Ganzes, es ist eine Frage der Konsequenz entweder Alkohol AUCH zu verbieten oder Cannabis freizugeben. überlassen wir es doch einfach den Cannabis-Gegnern, zu belegen, dass CANNABIS schädlicher als ALKOHOL ist... ![]() |
[user:14681] |
k.aos |
ich glaube, dass man bei einem überkonsum von cannabis ebenfalls ein echt dreckiges gefühl haben kann....mit kotzen und allem drum un dran...
...trinken kann man auch jahrzehntelang ohne zu merken, wie sehr es das eigene leben beeinflusst.... |
[user:11963] |
[user:14681] |
M8 |
Zu Hille: Talkshows sehe ich mir nur an, wenn ich völlig bekifft und wehrlos vor der Glotze sitze und mich zwar permenent über diese Trottel aufrege, mich aber trotzdem nicht überwinden kann einfach abuschalten. Denke Du weißt von was ich rede
Die "Ungleichbehandlung von Alkohol und Cannabis" ist das einzige Thema das mir einfällt wo ich dieses Argument gelten lasse. Alkohol ist ein Nervengift und schädigt so ziemlich alle Organe. Es darf jetzt aber deshalb nicht die Gefahr von Cannabisprodukten relativiert werden. Irgendwann habe ich aufgehört zu zählen wie viele Leute aus meinem weiteren Bekanntenkreis durch Cannabismissbrauch (nein sie haben sich sonst keine anderen Drogen eingepfiffen) psychotische Schübe bekamen, und die meisten von Ihnen dann erst einmal auf der Geschlossenen gelandet sind. Diese Leute sind oft Jahre lang, wenn nicht ihr ganzes Leben davon gezeichnet. Wer hier keinen Zusammenhang sieht, der will einen solchen schlicht und ergreifend nicht wahrhaben. Entweder aus Dogmatismus oder, um seinen eigenen Konsum zu rechtfertigen oder aus was für Gründen auch immer. Für alle die jezt sagen dieser Zusammenhang sei wissenschaftlich nicht bewiesen, denen kann ich nur erwidern, dass ich sozusagen selbst jahrelang empirische Feldforschung auf diesem Gebiet betrieben habe und mittlerweile zu meinem eigenen, eindeutigen, wenn auch subjektiven Ergebnis gekommen bin. Und ob das nun genetisch bedingt ist oder nicht, ob die Psychose auch ohne Cannabis als Auslöser aufgetreten wäre (was ich zum Beispiel bei den meisten Fällen die ich kenne nicht glaube), ist für die Betroffenen im Ernstfall belanglos. Und ja es existiert eine Doppelmoral, wie in so ziemlich jedem sozialen Gefüge. Leider ganau so unter den Kiffern. Ganz pauschal würde ich mal behaupten, dass die allermeisten den Anbau u.v.a den Verzehr von genetisch veränderten Nahrungsmitteln ablehenen. Wie viel von denen kleistern sich aber tagtäglich ohne auch nur mit der Wimper zu zucken Lunge und Neuronen mit dem hestigsten Gengras zu? zu ²o~loge: Bin mir ziemlich sicher, dass wenn Du nach 18 Jahren "SCHWEREN hanfmissbrauchs" von einem auf den anderen Tag aufhören würdest, dann könntest Du bestimmt die meisten, der von Dir aufgelisteteten Symptome am eigenen Leibe erfahren.
Denke mal, da Geld die Welt regiert, ließe sich wohl politisch lediglich mit der Kosten Nutzen Argumentation etwas bewegen. Es ist mir unbegreiflich, warum noch keine politische Partei dafür einsteht. Mit der Besteuerung von Cannabisprodukten ließen sich bestimmt einige Millarden in den maroden Haushalt einspeisen. Den deutschen Landwirten würden sich völlig neue Zukunftsperspektiven eröffnen. Alle User wären entkrimanlisiert, womit sich enorme Summen für Gerichtskosten usw. einsparen ließen. Zuguterletzt könnten sie den Dealern das Wasser abgraben. |
Kantakukuruz |
Ich behaupte mal ganz ungeschützt, dass das Leute waren, die irgendwann außer der Kifferei keine Hobbies mehr hatten. Diese Sorte Kiffer gibt es, klar. Aber mindestens genau so häufig sind die Konsumenten, die ein völlig geregeltes Leben führen und am Feierabend ihre ein-zwei Tütchen rauchen. Es sollte nicht darum gehen, irgendetwas zu verteufeln oder zu verharmlosen. Wichtiger als Gejammer über immer jüngere Hardcore-Konsumenten ist Aufklärung und die Erziehung hin zu einem Lebensstil, bei dem es um Genuss geht und nicht um Komakiffen. Das gleiche gilt im Übrigen für den Alkoholkonsum. Zum Stichwort "Gengras": Du weißt hoffentlich, dass das ein Propaganda-Märchen ist. Jedes Blatt schreibt darüber, gesehen oder gar geraucht hat es noch keiner. |
k.aos |
...oder sie wollen uns davon nichts abgeben...
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bahgwan |
..diese junkys |
Avartarde |
Nach meiner Meinug ist es verständlich das jeder Kiffer seine Droge möglichst harmlos darstellen will, weil man als kiffer ständig rechenschaft darüber abgeben muss wieso man das tut.
Is bei biertrinkern och nicht so so. Also ist bei mir zumindestens so.
Ausserdem ist es leider so das jeder Kiffer gleich mit einen Dauerkiffer verglichen wird. Ich setz doch auch nicht den Feierabentbierdrinker auf ein Stufe mit einen der sich gleich zum Frühstück ne Flasche Korn reinzieht. |
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