Hasch gegen Hass - Mit Musik gegen die Cannabis-Prohibition |
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UsualRedAnt |
Am Anfang des 20. Jahrhunderts war die Welt noch in Ordnung...
Damals, im kaiserlichen Deutschland gab es Zigarettenmarken mit verheißungsvollen Namen wie "Arabische Nächte", "Harem" oder "Wunder des Orients". Das besondere an den Glimmstängeln von Gestern: Neben orientalischen Tabak enthielten sie auch eine gute Portion Hasch – so auch die Zigaretten der Marke ‚Nil’, die heute ohne den berauschenden Zusatz auskommen müssen. Denn: Das 2. Opiumgesetz aus dem Jahre 1929 machte Schluss mit lustig und der Konsum von Hanf zu Rauschzwecken war von nun an illegal. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Zwar ist der Besitz gesetzlich nicht definierter Mengen Hasch und Marihuana für den Eigengebrauch laut Bundesverfassungsgerichtsentscheidung nicht mehr strafbar, aber von einer Legalisierung kann man in der Bundesrepublik nicht sprechen. Kein Wunder also, wenn Knut Knutson, seines Zeichens Bassist und musikalisches Multi-Talent mit seinem Plastikbeutelchen Gras bei der Zugkontrolle durch den Bundesgrenzschutz im bayrischen Augsburg im letzten Jahr keine neuen Freunde gewinnen konnte. Stattdessen bekommt Knutson sein Marihuana abgenommen und als Bonus eine Anzeige gratis oben drauf. Frisch gefilzt, ohne Gras für den Abend, sitzt Knutson nun im Abteil und überlegt, warum ausgerechnet friedliche Cannabiskonsumenten kriminalisiert werden? Genervt von der Verlogenheit greift er zum Stift und schreibt den 82er Hit „Carbonara“ um. Der Refrain passt wie angegossen: „Marie-Johanna e una Coca-Cola“. In den Berliner Westside Studios spielt er gemeinsam mit Rod Gonzales (Die Ärzte), P.R. Kantate und Sebastian Krumbiegel (Die Prinzen) die Coverversion ein. Spliff-Sänger Herwig Mitteregger kriegt Wind von der Aktion, lässt sich nicht lange bitten und singt höchst persönlich die erste Strophe. Die erste Single ist im Kasten und damit der Grundstein für den Longplayer „Hasch gegen Hass“ gelegt. Von dem Song Marie-Johanna animiert, zeichnet der Ausnahme Comic-Künstler Schwarwel ein Video extra-ordinaire, das die Message auf humorvolle Art und Weise rüberbringt und die Atmosphäre des Songs unterstreicht. Unterstützung bekommt Knut unter anderem auch vom Deutschen Hanfverband (DHV), der sich seit langem gegen eine Kriminalisierung von Hanf als Rauschmittel engagiert. Für Knutson steht der Albumtitel ‚Hasch gegen Hass’ übrigens für eine universale Friedensformel: „Wenn die Politiker mal gemeinsam einen Rauchen würden, gebe es vielleicht mehr Understanding und weniger Aggressionen und Kriege“. |
macrocosmic |
[user:4149] |
Günne |
Gefällt mir, auch das Video auf der Seite.
Bevor's noch jemand so geht: Erscheinungstermin ist erst im Oktober, bei Amazon suchen bringt (noch) nichts (oder ich bin zu blöd zum Finden..). |
MadMann |
...gefällt mir auch....krönen würde das Ganze noch wenn man wüsste was mit dem Erlös aus dem Verkauf passiert....
Hab nicht alles gelesen, würde mich halt interessieren. ;) |
Spätzünder |
Ein paar Kommentare der Künstler kommen mir aber seltsam vor:
Sebastian Krumbiegel Ich hab mitgemacht, weil ich finde, dass wir die menschheit aufklären müssen über irreführende behauptungen der illuminati und des vatikan, bezüglich bewusstseinserweiternder substanzen im zusammenhang mit musik, welche vor allem menschen hören, die einen auserlesenen geschmack beweisen, insbesondere, wenn es dabei um frühe formen des jazz-rock und fusion-funk-soul (brotha) geht. rock that shit, man... Ralf Goldkind Ich kiffe nicht.mag aber den Geruch. Man sollte alle Drogen Freigeben, und den Sportlern endlich erlauben hemmungslos zu dopen. Für mich ist ein klarer Kopf die Beste Droge. Ich hätte Knutson so oder so supported, weil er mein West-Berlin Homie ist. |
[user:14681] |
T.O.S.H. |
Naja, ich bin grad n bisschen verwundert...
Soll ich mich nun freuen dass sich weitere Künstler für die Legalisierung einsetzen und mir die single bzw. Album kaufen, oder soll ich das nicht unterstützen weils wieder son Profit-Spiel is? Wird ein Teil des eingenommenen Geldes irgendwie für die Legalisierung eingesetzt oder wandert das in deren Taschen? Oh man, warum hat das nur immer alles nen Haken... |
UsualRedAnt |
Das Label zögert noch, aber Knutson hat angekündigt, dass ein Großteil der Einnahmen verschiedenen Hanforganisationen zukommt.
Soweit ich weiß ist geplant den VfD, das Hanfmuseum Berlin und den Deutschen Hanf Verband zu unterstützen. Das heißt aber nicht, dass wir alle in den Laden rennen und uns die Scheibe holen müssen. Sinnvoller ist es vermutlich möglichst viele (auch Nichtkiffer) darauf hin zu weisen, das es das Album gibt. Der Legalisierung nützt eine von Vielen geführte Diskussion bestimmt mehr als ein paar Euro Tantiemen... |
T.O.S.H. |
Guuuut...
Dann werd ichs mir mal vorbestellen^^ |
UsualRedAnt |
Jetzt gibt es auch das Video zur Single im Netz. |
Gott |
hab mir heut endlich die cd geholt und finde sie eigentlich net schlecht. hab aber erst mal die lieder nur so im schnelldurchlauf durchgehört, ist aber meiner meinung nach empfehelenswert. |
UsualRedAnt |
MeinLiebling is ja die Nr. 4 - Grasdealer. Wurde auch Zeit das denen mal einer Danke sagt! |
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