Suche |
Fahrsteiger |
Ein paar Gedanken zur Nacht...
Wenn man kifft, fühlt man sich im allgemeinen berauscht. Üblicherweise geht man damit leicht um, es ist ja so angenehm. Und nur selten kommt einem der Gedanke, diesen Rausch ernst zu nehmen. Man hats ja, kann sich gönnerhaft zurücklegen und damit fast schon kokettieren, wie gut es einem geht. Manchmal fühle ich depressive Verstimmungen, wenn ich mal ein Wochenende zu viel gekifft habe und einen der rauhe Alltag wieder einholt. Oft war es so, daß ich mir viele Gedanken darüber gmacht habe, woher das kommt, wie es weitergeht und wie schwer das Leben ist. Mit den Jahren gelingt es mir jedoch immer besser damit umzugehen und ich hoffe, das ich die Fähigkeit noch ausbauen kann, mit schlechten Gefühlen umzugehen. Irgendwann reifte in mir die Erkenntnis, das eine Stimmungsschwankung, sofern sie nicht eine tatsächliche Ursache hat (Streit mit Freundin, Trauerfall, Jobprobleme), auch nur eine Art Trip ist. Das schlechte Gefühl ist nicht wichtiger, nicht bedeutsamer und nicht nachhaltiger als der Rausch. Es verdient nicht, ernster genommen zu werden als ein Höhenflug. Sicher, man muss es ertragen und es durchstehen, aber es geht genauso vorbei ein Rausch vorbei geht. Vieleicht ist es der Nachteil einer pessimistischen Einstellung, negativen Dingen mehr Bedeutung beizumessen als positiven. Letztlich kommen die negativen Gefühle einfach über einen wie die positiven. Es gibt manchmal keine Gründe für sie. Sie sind einfach da, wie ein Regenschauer. Man wird nass, aber es will einem nichts böses. Es ist einfach nur da. Der Gedanke ist irgendwie gut. |
[user:2122] |
Joo |
Word |
rookbom |
finde auch das den negativen sachen zuviel beachtung geschenkt wird und zu wenig positves in den medien erscheint!
ich selber versuche das negative wie etwas notwendiges zu sehen damit ich wieder etwas positives erfahren kann (auch wenn es nicht immer klappt) damit lassen sich negative sachen viel besser ertragen und man sieht sie nicht als dominierend sondern als notwendig (ich wiederhole mich) stimmungsschwankungen die nen realen grund haben (stress mit eltern usw) sind bei mir sowieso nach kurzen zeit wieder weg es sei denn man hackt weiter auf der ursache rum dann kann es tage dauern bis ich wieder mit jemanden rede. das sollte ich mal ändern dann wäre manches für mich leichter! so werde nu ins bett gehen da ich eher in einer negativen als positiven stimmung bin vielleicht bleibe ich aber auch noch wach und beobachte diesen thread weiter |
Jemand |
Ja, an dem Vergleich ist etwas dran.
Cannabis bzw. THC greift in den Neurotransmitterhaushalt des Gehirns ein, verschiebt die Gleichgewichte der Botenstoffe indem es an Rezeptoren wirkt, an die es gewissermaßen wahllos per Blutbahn angespült wird. Und dadurch kommt es zu Veränderungen im denken, wollen, fühlen. Ein Rausch durch Substanzeinnahme ist sozusagen eine reversible Beeinflußung der Botenstoffe bzw. ihrer Rezeptoren im Gehirn und dadurch bedingte psychische Veränderungen, z.B. auch der Stimmung. Und analog gibt es auch Neurotransmitterveränderungen spontan ohne genau erkenntliche bzw. bekannte Ursachen die zu Stimmungveränderungen führen. Dabei sind Stimmungsänderungen in beide Richtungen möglich. (Die ausgeprägten Formen solcher Stimmungsänderungen die länger andauern (Woche, Monate) und schwerer sind, Krankheitswert haben, nennt man dann (endogene) Depression als Stimmungstief und Manie als Stimmungshoch. Es gibt Personen bei denen sich beide Zustände, die jeweils Wochen oder Monate dauern, abwechseln.) Kleinere, leichtere und kürzere spontane Stimmungsschwankungen die häufiger sind und die keinen echten krankheitswert haben beruhen möglicherweise z.T. auf ähnlichen Mechanismen. Die Stimmung hoch/tief beeinflußt z.T. die Gedankeninhalte, die Wahrnehmung der Dinge usw.. Wenn das Ganze stark ausgeprägt ist und lange dauert, ist es allerdings kaum möglich diese Veränderungen selbst als "Trip" zu betrachten und sich davon zu distanzieren. Im Extremfall kann z.B. eine depressive Stimmung dazu führen, daß eine Person absolut fest davon überzeugt ist, er/sie sei finanziell völlig ruiniert oder schwer krank, der schlechteste Mensch der Welt usw. obwohl dies völlig unrealistisch ist und nichts und niemand kann ihn/sie vom Gegenteil überzeugen, selbst der Beweis des Gegenteils nicht. Es bestehen also teilweise Gedankeninhalte die alles andere dominieren und die keine Entsprechung in der Realität haben. |
[user:2203] |
[user:645] |
THComas |
Ich hab mir schon mehrfach aus negativen Erfahrungen ein "Erlebnis" gemacht. Als ich zB mal mit dem Mopped gestürzt bin, bin ich aufm Glatteis gerutscht. Und das hat richtig Spaß gemacht .
Als ich von der Kündigun erfahren habe, war ich auch erst igendwie "Aufgedreht" und ich sah das alles gleich viel lockerer. Kann gut sein das man in solchen Situationen von den eigenen Drogen (Adrenalin..) aufgepuscht wird. Super Beitrag, hättest wieder ne Tüte von mir bekommen! Danke für deine medizinische Kompetenz hier im Knet, woher weist du das eigentlich alles? Und es ist schön beschrieben, das mit dem abwechselnden Befinden bzw Depressionen. |
SmokyYoda |
ich möchte nichts zu dem Thema selbst sagen, aber den Gedanken, den du hattest, den werd ich weiterführen, falls ich auch mal wieder negative gedanken habe. Danke, dass du das niedergeschrieben hast! :) |
joodle |
dass man sich in die negativen sachen mehr reinsteigert, bzw intensiver erlebt, hat zwar auch was mit optimismus und pesimismus, aber vielleicht ist es ja auch so zu erklären: situationen(zahnarztbesuch, arbeiten) die einem unangenehm sidn, kommen einem wie eine ewigkeit vor und situationen die ser angenehm sind gehen sehr schnell vorbei, obwohl beide situationen die gleiche zeitspanne umfassten, versteht ihr? wenn man den führerschein macht is ne halbe stunde autofahren kürzer als ne halbe stunde fahrschulbögen lernen. |
sknic |
mhhhhh was mir sofort aufgegallen ist als ich das gelesen hab:
warst du breit als du das geschrieben hast??? |
Herbarius |
... aber trotzdem ein sehr schöner Fred, freut mich auch mal einen Fred im Cannabis-Board zu sehen, der als "exzellent" gekennzeichnet ist und hab ihn direkt auch mal so bewertet. |
Franklin |
Ich hab´s letzte mal sehr genossen breit zu sein. Ich will in nächster Zeit alle Drogen [(auch Alk und Ziggaretten)ergo alles was ich konsumiere] etwas kürzer treten lassen und deswegen hab ich gestern mal wirklich bewusst meine brighthight erlebt.
Ich denke auch, dass man das öfter bzw. immer so machen sollte, denn sonst tritt das High-Sein in den Hintergrund und ich denke damit ist, wenn der Konsum trotzdem hoch bleibt, ein Hang zur Abhängigkeit leichter gegeben. |
Der hPUNKT |
Ich denke auch, das die Negativen Dinge eher in Erinnerung bleiben, weil das Gehirn so gesteuert ist, das es versucht aus negativen Erfahrungen zu lernen.
Deshalb merken wir uns negative Erfahrungen und Ereignisse eher als positive, weil das Gehirn bei positven Dingen denkt: "ok, das ist gut, da muss ich mir nichts merken, das bleibt auch so" Denn letzten Endes sind wir ja immernoch Höhlenmenschen, die von einer Gefahr zur nächsten gehetzt werden ;) Alles nur eine Vermutung meinerseits, ich will das nicht als Tatsache hinstellen, sondern nur die Gedanken weiterspinnen. Offtopic: *hach* ich bin gradmal ein paar Tage als User angemeldet und schon liebe ich das K-net! Einfach toll, von Leuten zu lesen, die sich auch solche Gedanken machen. weiter so! |
poq |
also ich hab mich in letzter zeit und auch früher n paar mal richtig mies gefühlt ohne ersichtlichen grund.. und dann auch wieder richtig gut obwohls grad in der schule garnicht gut lief und ich eigentlich hätte lernen müssen, stattdessen aber gefaulenzt und gekifft hab.. ist eine stimmung komplett körperlich bedingt, also kann man sich eigentlich garnicht dagegen wehren wie man sich fühlt oder kann man doch dagegen "andenken"..? denn eigentlich gibt es ja keine objektiven gründe für gute oder schlechte laune.. irgendwie ist so ne gefühlslage so unglaublich mächtig, wenn ich einmal gut/schlecht draufbin kann mich nur schwer etwas runterziehen bzw. aufheitern... |
[user:22867] |
ALX |
Also in der regel weiß ich woher meine probleme kommen und warum ich häufig schlecht gelaunt bin, aber bekifft (bzw. wenn das bekifft sein nachlässt) fang ich oft an mich da zu sehr hineinzusteigern und mich selbst schlecht zu machen, das dauert dann meist ein paar stunden bis die "komm mal klar" gedanken kommen und ich mir einrede das ich mich nicht in ein loch fallen lassen darf sondern was tun muss, wenn ich dann wirklich was tu gehts mir auch wieder besser
In solchen situationen kiff ich meistens auch nicht, weil der rausch danach eh mies ist. Da sollte man dann lieber kürzer treten, probleme bearbeiten und sobald ein erfolg da ist kann man sich auch wieder n' bisschen was rauchen, ohne nen abturn zu kriegen, so ist das zumindest bei mir. Ich hätte da allerdings ein anderes beispiel für einen negativen rausch.. Eine zeit lang hatte ich immer das gefühl ich bekomme herzrasen (was jedoch nicht stimmte, es fühlte sich nur so an) und auch das gefühl das gleich ne "sicherung knallt" und ich umkipp (keine ahnung wie ich es beschreiben soll) Dabei kamen natürlich auch ängstliche gedanken und ich musste mir die ganze zeit nur einreden das alles in ordnung ist und ich das breit sein lieber genießen sollte, als mir so schwachsinnige gedanken zu machen. Muss anmerken das ich solche symptome nur nach dem bong rauchen hatte, nicht bei ner tüte, deshalb rauch ich mitlerweile auch weniger pfeife, obwohl ich sowas in den letzten monaten nicht mehr hatte. Aber vielleicht kennt ja jemand von euch auch sowas. |
weisserwitwer |
Gutes Gras ist oft sehr psychedelisch und macht ziemlich fertig, was ich teilweise auch als negativ empfinde. Ist zwar ein schönes Gefühl auf Gras, aber die Paras sind doch ungleich größer als bei Standard Piece. Bei Piece komme ich mir teilweise fast normal vor, obwohl ich natürlich auch berauscht bin, es ist bloß nicht ganz so anstrengend. Piece rauche ich täglich, wenn ich mal Gras über mehrere Tage rauche krieg ich gar nichts mehr hin. Der Schlaf verlängert sich und danach fühlt man sich immer noch breit. |
Baldur |
ja genau so gehts mir seit nem nem Monat.Ich hab nur weed und dazu noch sehr Potentes was einen nurnoch fertig macht.Bei Kanten bin ich auch nie so fertig ab abend..
|
InsaneMushroom |
Meine Freundin meint immer 1-2 Tage nach dem ich gekifft habe ( was sie nicht weiß und was auch in letzter Zeit eher selten vorkommt). Das ich viel gereizter reagiere auf dinge wie z.B. Stress beim Arbeiten, Kontakt zu Fremden oder sowas... |
Ixam |
also ich hab hier grad grünes, was bei mir für herzrasen sorgt...hatte ich bisher nur sehr selten und noch nie so sehr, dass es schon unangenehm wär, aber dieses zeug...hui...da muss man echt n bissl aufpassen Oo |
GreenDream @ Userbild! |
Strich |
du aber auch nicht, GreenDream @ Userbild!
|
| littlefirefairy | 00:40 11.04.08 Langzeitwirkungen durch kiffen? (44|830) |
| YourBrainDead | 23:06 09.04.08 dope und weed in ner tüte (42|1889) |
| Starek | 18:23 07.04.08 welche wirkung? (8|256) |
| Strich | 19:46 09.03.08 Todesangst nach Bong (17|444) |
| sour_mash | 15:01 07.03.08 schwebendes high ! (22|1265) |
| boarder | 17:16 04.03.08 abkacker aufwecken, aber wie?? (38|471) |
| [user:628] | 01:46 01.02.08 Musik, was geht euch so stoned im kopf rum wenn ihr mucke hört? (17|506) |
| PsyontheSky | 13:25 31.12.07 Lunge - Nikotin oder THC schneller aufgenommen (21|498) |
| Strich | 01:50 24.12.07 der negative Rausch (23|2156) exzellent! |
| BreitPitt | 21:59 23.12.07 Trip Bericht 22.12.07 (25|452) |
Cannabis-Missbrauch macht psychisch abhängig. |