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reziprok |
hi, bin neu und wollte mal meinungen von erfahrenen (ex-)kiffern zu meinem problem hören...
kiffe seit meinem 15. lebensjahr, seit meinem 16. täglich und bin jetzt 26. 8 jahre davon bong und auch sonst nicht zu knapp. habe mich nun entschlossen, da mir das ganze schon seit jahren nicht mehr das bringt was ich eigentlich wollte - nämlich entspannung, kreativität und eine positive lebenseinstellung, einen drastischen schnitt zu machen und erstmal für mindestens ein halbes jahr kein thc mehr in die birne zu lassen. mein problem ist nun das ich mir nach drei wochen pause selbst recht fremd geworden bin - ich bin sehr schnell auf 180, das leben hat keine 'tiefe' mehr, mein assoziatives denken (das ich sehr geliebt habe) ist grossteils weg und musik, eine meiner leidenschaften ist auch nur noch nebensächlich. die angst deswegen wieder zu kiffen hab ich wenig, ich wollte nur mal wissen wie lange es dauert bis sich zumindest wieder halbwegs "normalität" einstellt. oder gibt es die normalität die ich will gar nicht mehr? erinnere mich mit sicherheit eher an die guten momente, die peaks, der kifferei aber das ganze macht mir schon zu schaffen. zumal mein gesamter freundeskreis immer noch dabaii ist und auch nicht aufhören will. könnte noch detaillierter werden aber ich glaube es ist auch so schon verständlich... wär super mal ein paar reflektierte meinungen zu hören, bitte keine 'yo kiffn'-comments! |
[user:12072] |
Coach Overgrow³³ |
Ich habe mich mit meinem Cannabis-konsum auf die Abendstunden beschränkt und komme ganz gut damit zurecht...
Vielleicht werde ich mich noch ein bisschen weiter einschränken,und versuchen nur noch Abends an Wochenenden zu rauchen(oder zumindest seltener unter der Woche),aber so wie es gerade läuft komm ich ganz gut klar denke ich... Ich denke wenn man sich mit dem Konsum so einschränkt,dass man nicht allzu viel Einfluss auf den Alltag(z.B. Arbeit/Schule) hat,dann bleibt das Kiffen auch was besonderes...man zündet sich Abends seine Tüte zum relaxen an....oder raucht sich hald auch mal wieder richtig dicht...je nachdem...
Unausgeglichen bin ich tagsüber nur,wenn ich die Tage davor recht viel geraucht habe...da muss jeder seine eigenen Grenzen finden... Mal ne Pause zu machen halte ich dennoch für ne gute Sache...ich mach das auch hin und wieder um mir wirklich ein klares Bild von meinem Konsumverhalten und meinem Grad der Abhängigkeit machen zu können...wenn ich dann merke dass sich die Pause negativ auf meine Laune auswirkt,warte ich meistens bis ich auch ohne Kiff wieder gut drauf bin,bevor ich mir Abends dann wieder mal ne Tüte gönne... Es bringt nicht viel ne Pause zu machen,um danach genau so weiterzukiffen wie davor...wer mit seinem Konsummuster nicht mehr zufrieden ist muss anfangen sich einzuschränken...und das nicht nur von der Konsummenge her,sondern viel mehr von der Zeit,die man auf den Rausch verwendet... Wer tagsüber und während seines Tagesablaufs regelmässig kifft,für den kann Cannabis ja auch gar nichts besonderes mehr bleiben... ![]() |
[user:12072] |
Kynega |
na erstmal hallo und herzlich willkommen! schön dass du hier austausch übers nicht-kiffen suchst, auch damit du bist hier richtig
also, ich habe diesen sommer richtig aufgehört, nach mehreren anläufen seit feb. diesen jahres. hab vorher ca 4 jahre täglich geraucht und noch ein ganzes stück länger unregelmäßig. das mal zu den eckdaten. ich muss sagen, das was du beschreibst, abfall des assoziativen denkens, der "tiefe", leidenschaft konnte ich bei mir nur feststellen als ich noch gekifft habe, danach ist es eigentlich sofort wieder besser geworden, wenn auch nicht ganz in dem maße das ich mir erhofft hatte. ich denke, dass die allgemeine "rückbildung" der kiff-bedingten veränderungen sehr lange dauert, so sie denn überhaupt vollständig zu erwarten ist, zumal wenn man so früh angefangen hat, dass man vorher nichtmal ansatzweise erwachsen werden konnte, dieser reifeprozess fand teilweise unter massivem einfluss von THC statt und das wird seine spuren hinterlassen... bis zum lebensende. vielleicht muss man sich da in so einem fall wie deinem (oder meinem) sogar darum bemühen gewisse dinge nachzuholen. dinge wie konzentration, assoziationen, kreativität etc kann man ja trainieren, wenn man das für richtig hält, vielleicht probierst du mal, dich da schlau zu machen. der tiefgang ist wohl wirklich nicht derselbe, so ganz nüchtern betrachtet ;) ist das leben nunmal relativ eintönig. mir passt das ganz gut, weil der tiefgang bei mir wärend des kiffens meist ziemlich unangenehm war. mit der zeit wird dann auch die nüchterne, schnöde welt wieder so normal, dass man die wahren höhen und tiefen wieder intensiver wahrnimmt und auch wieder besser genießen kann. eine gesunde mischung zwischen nachdenken und empfinden auf der einen und alltag, pflichterfüllung und einfach dahinleben auf der andern seite, sollte sich einstellen, aber da musst du dir selbst zeit geben. ist ja irgendwie auch alles eine reine gewöhnungssache
ich denke, die agressivität sollte sich bei dir innerhalb der nächsten monate noch automatisch legen, das ist bei jedem unterschiedlich, aber im allgemeinen kann man, glaube ich sagen, nach einem halben jahr sollten die meisten nachwirkungen verschwunden sein. (den schluss ziehe ich aus meinen erfahrungen und denen von freunden und bekannten, ist also auch nur eine mutmaßung) schreib doch ruhig noch ein bisschen zu den details, je mehr man ließt desto genauer wird das bild das man sich machen kann... trotzdem, und das wird dir selber schon klar sein, ist so eine erfahrung bei jedem anders, so interessant und evtl auch hilfreich es sein kann, sich auszutauschen, kann man doch nie allgemeingültige aussagen treffen. |
reziprok |
erstmal danke für die rege anteilnahme!
noch ein bissken mehr details: habe sowohl abitur (wenn auch kein besonders gutes) wie auch die bisherigen 10 semester meines studiums kiffenderweise gemacht. im studium auch einsen geschrieben, solange das zeug mich interessiert hat. (ein punkt den kiffen verstärkt ist m.e. die fokussierung, man sieht auf der mikro-ebene sehr genau hin & ist auch motiviert, auf der makro-ebene dafür umso weniger). hab auch sonst noch relativ viel geschossen bekommen, war redakteur bei einer zeitschrift für elektronische musik, war/bin dj & recht guter schachspieler (auch wenn ich mit 16 weit besser war als heute :) etc. sicher hat mich das frühe kiffen zu dem gemacht was ich bin, das ist zum grossteil aber auch ganz ok so (das mit 'bis zum lebensende' kommt ein wenig zu "schwerwiegend" rüber find ich. alles prägt.) habe schon fast zuviel selbstreflektion in meiner jugendphase betrieben, durch die grüne brille natürlich auch manchmal etwas verzerrt, habe jedoch auch bis heute den eindruck das ich mir dadurch fragen gestellt hab die sich manche erst jahrzehnte später stellen. ich bereue die ersten 5 jahre auch keineswegs, hätte nur eher pausieren sollen. der punkt der mir am meisten auf der seele liegt ist der den du so beschrieben hast: 'der tiefgang ist wohl wirklich nicht derselbe, so ganz nüchtern betrachtet ;) ist das leben nunmal relativ eintönig. mir passt das ganz gut, weil der tiefgang bei mir wärend des kiffens meist ziemlich unangenehm war.' genau das fehlt mir momentan... sicherlich sind harte zeiten doppelt so hart wenn man dicht ist, gute dafür aber auch doppelt so gut. (und ich habs einfach geliebt wenn einem die gedanken nur so um die ohren geflogen sind und man sich die besten raussuchen konnte... :) hab das ganze auch als eine art selbst-experiment betrachtet) problem war in letzter zeit nur das gefühl 'wasted', leer und 'hirnwund' zu sein - wahrscheinlich auch kein wunder nach der zeit. ausserdem hat mich mein ehrgeiz immer mehr verlassen und das mag ich gar nicht :) ich werde wohl meine einstellung etwas normalisieren müssen und erkennen das mein sein hirn nicht vergewaltigen darf. ganz aufgeben will ich das kiffen nämlich nicht. ist ja auch immer der punkt ob man kiffen zur entspannung nutzt oder ob man auf die 'bewusstseinerweiterung' (doofes wort, das assoziative denken) abfährt. ich tat fast ausschliesslich letzteres. (und das in den letzten jahren sowieso nur spätnachmittags/abends - naja, momentan gehts mir auch recht gut, ich fang schon wieder an das ganze zu heroisieren ;] btw alkohol ist wirklich vulgär und kein ersatz gegenüber kiffen wie ich festgestellt hab - hab früher kaum getrunken, in den letzten wochen ein bisschen (2mal pro woche) und es ist langweilig. bis denne erstmal |
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| grinsekatze | 06:03 19.07.08 Kiffpause - Jetzt und sofort (1673|26426) exzellent! |
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Rauchen kann zu einem langsamen und schmerzhaften Tod führen. |