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shoam |
länger war ich nicht mehr hier, guten t.
nach knapp fünf jahren kifferdasein, wovon ich drei oder vier jahre jeden tag gekifft hat, heißt es nun abschied nehmen vom geliebten rauchstoff. es gibt viele gründe für diese entscheidung. zum einen quält mich da ein gerichtliches verfahren wegen handeltreibens, wo ein negativer drogentest hinsichtlich meiner strafe sich sicherlich positiv bemerkbar macht. desweiteren ist da diese unfassbare kifferlethargie, die einen abstumpfen lässt und vor den fernseher bannt. morgens komme ich nicht aus dem bett, ich habe schlechte laune und bin total vergesslich. auch emotional bin ich mehr oder weniger abgestumpft, kann gefühle nicht mehr richtig ausdrücken und bin ziemlich introvertiert geworden. desweiteren mache ich nun doch mal abitur, als dienstältester schüler meines jahrganges und sollte mittendrin im lernstress stecken. mit zunehmender reife hatte ich zwar immer weniger probleme mit dem stoff klarzukommen, aber ich denke, dass sich als nicht-kiffer meine chancen auf ein abitur ohne großartigen aufwand und mit guten noten bestückt erheblich steigern. immerhin kann ich die schlechten leistungen dann nicht mehr auf mein kifferdasein schieben, was ja ein gängiges muster unter uns kiffern ist. mir ist zudem negativ aufgefallen, dass ich der rhetorik nicht mehr so ganz herr bin, wie ich es vielleicht einmal war. viele wörter haben sich meinem wortschatz entzogen und einige rechtschreibfehler haben sich eingeschlichen. ein weiterer negativer aspekt des kiffens ist die verlorengegangene munterkeit und auch die verlorengegangene kreativität. nur noch wenige dinge konnten mich irgendwie glücklich stimmen und ich war den überwiegenden teil des tages mies drauf, bin wegen banalitäten ausgerastet, habe meinen hass auf meine mitbewohner projiziert und sämtliche interessen, die ich einmal hatte, vernachlässigt. zur kreativität: anfangs hat mich das kiffen echt beflügelt, ich habe lustige sachen gedichtet und hatte ziemlich ideenreiche assoziationen in den texten, die ich geschrieben habe. mittlerweile ist es aber so, dass ich, wenn ich irgendwas schreibe, am nächsten tag beim durchlesen kotzen möchte, weil es so schlecht ist und überhaupt kein künstlerischen oder sonst irgendein gehalt hat. der letzte grund, der aus fast allen zuvor genannten resultiert ist der, dass ich kurz davor war, verrückt zu werden oder es vielleicht sogar schon bin. wie auch immer ich das jetzt näher beschreiben würde, es würde niemand so recht verstehen und deswegen lasse ich es auch einfach sein. es gibt freunde von mir, die wesentlich besser aufs kiffen klar kommen. in gesprächen hat sich immer wieder herausgestellt, dass ich das kiffen a priori dämonisiere, weil ich alles negative, was es mit sich bringt, auf mich beziehe und es auch irgendwann selbst geglaubt habe und auch immernoch davon überzeugt bin, das alles, was ich oben geschrieben habe, zutrifft. keiner der freunde hat die legitimen nebenwirkungen, wie vergesslichkeit, antriebslosigkeit und dergleichen bestritten, aber mir ist aufgefallen, dass sie das kiffen an sich einfach besser verkraften. aber wir menschen sind ja unterschiedlich beschaffen und deswegen ist ja sowieso bei jedem anders. mittlerweile ist zwar erst der vierte tag meiner abstinenz, aber ich kann behaupten, dass viele negative eigenschaften, die das dauerkiffen mit sich bringen, nicht mehr auf mich zutreffen. ich war sogar heute zum ersten mal zu früh in der schule und das ohne dass ich verpeilt hab, dass eine stunde ausfällt. ich treibe wieder sport. denke tiefgründig nach. lese zeitung. esse weniger schwachsinn. bin zufriedener. fluche weniger. schlafe in der schule nicht mehr ein. bin offener. usw. das einzige problem, was jetzt noch überwunden werden muss, ist der abendliche genuss des nachtlebens. wenn ich betrunken bin (der regelfall am wochenende) habe ich einfach immer bock zu kiffen. habe das letzte wochenende schon extra gar nichts gemacht, um nicht gleich wieder in versuchung zu kommen. samstag steht ein punkrockkonzert an, mit einem freund, der nicht kifft und von mir in letzter zeit vernachlässigt wurde. die wahrscheinlichkeit auf kiffende menschen zu stoßen ist beim punkrock (welchen ich auch vernachlässigte) relativ gering. ich bin auch zuversichtlich, dass das kein allzu großes problem darstellen sollte. also, big up ;) |
Hille |
ich denke, das war eine längst fällige Entscheidung.
dass es nicht ohne Folgen bleibt, wenn man sich jeden Tag die Kante gibt, müsste eigentlich jedem klar sein. versuche auch das Saufen für eine Zeit komplett bleibenzulassen. selbst wenn es nur am Wochenende ist. nutze die Zeit lieber, um das aufzuholen, was Du wegen der übertriebenen Kifferei verpasst hast. den Versuch ist es wert und Du bist ja auch selbst schon auf den Gedanken gekommen. |
| Baldur | 12:05 Kiffpause - Jetzt und sofort (1470|20471) exzellent! |
| glas&weed | 10:50 05.04.08 Kiffpausenende - Jetzt und sofort! (14|1056) |
| Franklin | 21:39 07.02.08 nicht mehr richtig breit (45|1164) |
| bahgwan | 10:34 09.12.07 1. Kopf nach 1monatiger pause (33|2358) |
| Mo | 22:58 26.09.07 klar im kopf (67|1630) |
| poq | 23:09 20.09.07 Pause seit 2 oder 3 Monaten schon...? (18|563) |
| pommespuppe | 11:36 26.06.07 nach 4 jahren kiffpause (39|2344) |
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Cannabis-Konsum kann Psychosen auslösen. |