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chill-o-matic |
Würde das nicht bedeuten, dass sich Cannabis teilweise positiv auf die Lernfähigkeit auswirkt ? HU-210 edit: Englische Studie zu dem Thema (nicht leicht zu lesen) |
ko'ben |
nette arbeit, die hatte ja in der vergangenheit schon für Aufsehen gesorgt.
Ich bin bei solchen Meldungen aber von Natur aus skeptisch. Der Hippocampus ist teilweise für das Lernen zuständig, richtig. Die Funktion der Zellproliferation (Bilden von Neuronen aus Stammzellen) in der Region ist in seiner Funktion unerforscht. Es wird vermutet, dass die Neubildung für ein schnelleres Vergessen von alten Denkmustern verantwortlich ist. Sozusagen, dass der Ram-Speicher immer gereinigt wird. (quelle: wiki) EIne weiteres Phänomen ist, dass "depressive" Ratten eine verminderte neuronale Zellproliferation haben. quelle Eine Erhöhte Neubildung wirkt also Depressionen entgegen. Naja, wird wohl schon positiv sein, die Neubildung von Nervenzellen, ob man dadurch besser lernen kann sei mal dahingestellt. Aus eigener Erfahrung: Nö
Was ich an der ganzen Sache überdenkenswert finde, ist die Absetzung der Cannabinoide, zu der es in der Veröffentlichung keine Angaben gibt. Wie sieht die Neurogenese nach der HU-210-Behandlung aus? Bleibt sie auf dem hohen Level? Wird sie niedriger als zuvor? Kann sie erneut stimuliert werden? Stichwort Toleranzbildung. P.S.: Bemerkenswert an den Literaturverweisen find ich, dass Kokain, Nikotin und andere Alkaloide die Zellproliferation verhindern. Das hebt THC doch irgendwie hervor ;) |
jindo |
was is denn dieses HU-210...? wirkt das so wie cannsbis? und macht das eher stoned oder high? und in der apotheke wirds ja warscheinlich nich als HU-210 verkauft, sondern hat bestimmt nen anderen namen... weiss da jmd was genaueres zu?
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ko'ben |
Dr Mechoulam von der Hebrew University (daher auch HU) hat das synthetisiert. Die chemische Struktur ist ein wenig verändert (+-Isomer, zweifache Methylierung und längere Heptan-Seitenkette) und hat eine 100%-800% größere Wirkung, wenn man die Bindungsstärke an Cannabinol-Rezeptoren als "Wirkung" sieht.
Man kanns natürlich nicht als Normalsterblicher einfach in der Apotheke kaufen. Hat soweit ich weiss keine Arzneizulassung und ist nur zum Forschen da, man bekommts als Normalo also nicht. Übrigens hab ich gerade gefunden, dass Barry Jacobs den selben Versuch mit normalen d9-THC an Ratten gemacht hat und diese KEINE Wirkung im Hippocampus hatte. Seine Veröffentlichung steht glaub ich noch aus, dürfte aber bald erscheinen. Soviel zu: Kiffen macht schlau ;D |
[user:20716] |
Cynops |
Man muss in der Beurteilung solcher studien immer sehr vorsichtig sein...schliesslich gehts ja weniger um Cannabis als um das körpereigene Endocannabinoidsystem, dass mit Hilfe dieser synthetischen Cannabinoide wie HU210 (davon gibts ja noch einige andere) erforscht wird. Und über dieses System weiss man bisher eben sehr wenig, es ist noch nicht einmal klar, wieviele verschiedene Typen von Rezeptoren es gibt...es gibt verschiedene Cannabinoidrezeptoren mit verschiedener Verteilung im Gehirn und eben auch bestimme synthetische Substanzen, die an diesen Rezeptoren wirken...und nun hat sich eben gezeigt, dass eine dieser Substanzen solche eine Wirkung hat, wie sie in der Studie beschrieben wird. Das ist natuerlich deshalb interessant, weil der Hippocampus als eine "schaltstelle" fuer erinnerungen gesehen wird, die durch den Hippocampus in besteimmte andere Hirnbereiche (den Neocortex) weitergeleitet werden, um dort dauerhaft "eingelagert" zu werden. Das deutet also darauf hin, dass bestímmte teile des Endocannabinoiden Systems eine rolle in der Lern/Gedächtnis"verwaltung" spielen...aber es heisst noch lange nicht, dass Kiffen die Lernleistungen verbessert, dafuer wirkt Cannabis zu verschieden im Vergleich zu (synthetischen) cannabinoiden.
Davon wird man gar nichts...naja, höchstens Arm. Ich glaube 10 mg kosten so um die 300 Euro, oder so... |
ko'ben |
Hey Cynops, das ging ja schnell ;)
Auf der Suche nach Informationen zu den Endocannabinoiden bin ich auf folgenden Artikel gestoßen: "Endocannabinoide können mehr" von Oliver Ullrich und Regine Schneider-Stock, Magdeburg Vlt interessiert es jemanden. Das Endocannabinoid-System scheint sich in der Evolution seit langem bewährt zu haben. Ich finds irgendwie überraschend, dass in einer Pflanze(!) strukturell ähnliche Moleküle (als Frostschutz?) zu finden sind. |
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Rauchen kann die Spermatozoen schädigen und schränkt die Fruchtbarkeit ein. |