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Drogenindizierte Psychose m.v.a Paranoide Schizophrenie
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Spring Heeled Jack |
Ich war mal verrückt. Ja so könnte man diese Geschichte durchaus nennen.
Es fing an das ich plötzlich die Gedanken aus der Nachbarwohnung "spüren" konnte. Der Typ und seine Frau sind wirklich komische leute, gehen selten vor die Tür und so. Der Mann ist selbständiger Versicherungsverkäufer oder sowas. Jedenfalls hat er sein Büro bei sich daheim. Ich fragte mich plötzlich wieso der so selten zu sehen ist. (Logisch er arbeitet daheim) aber irgendetwas sagte mir das da "mehr" dahinter stecken muss. An diesem Tag sahen mich die Leute auf der Straße "seltsam" an. Entweder sahen sie "mürisch und unfreundlich oder aber sie "strahlten" mich förmlich an. Abends lag ich im Bett (ich hatte ca. 4 Tage nicht geschlafen mein Körper konnte nicht mehr aber mein Geist war 100% fit). Ich lag da so im Bett und spürte nun wieder die Gedanken aus der Nachbarwohnung. Ich wußte nun das der Nachbar Nachts immer so lange wach ist weil er "energie" von den anderen Nachbarn "verbrauch". Ich dachet der Typ sitz in seiner Wohnung und saugt die Energie der Schlafenden Leute aus seiner umgebung. Wenn ihr nun meint das ich in die Psychatrie gehöre dann kann ich euch beruhigen, da landete ich auch. Mir fielen die Nummerschilder auf. Jedes Fahrzeug hat Nummern und diese Zahlen bedeuten etwas. Eine art Code, vielleicht kann ich diesen Code bald knacken dachte ich mir. Ich lief durch die Wohnung, rastlos, konnte in keinem Raum bleiben, 500 Gedanken auf einmal. Bin Laden und Bush sind in Wirklichkeit Kumpels die uns nur "ein Schauspiel" vorführen. Der Terrorismus ist nur dazu da abzulenken von dem Plan den die "beiden" aushecken. Was für Plan ? Keine Ahnung für mich stand fest das Bush und Bin Laden unter einer Decke stecken. Ich wieder im Bett. Todesangst, wann ist meine Lebensenergie komplett ausgesaugt? Plötzlich wußte ich das es Gott gibt. Gott würde niemals zulassen das mir irgendetwas zustößt. Obwohl ich nicht mehr alle Tassen im Schrank hatte dachte ich überhaupt nicht daran mich gegen irgendwelche angriffe von "Feinden" zu wehren. Ich muss dazu sagen das ich ein Feind jeglicher art von Gewalt bin. Ich habe mich auch nicht mehr als 1 mal in meinem Leben geschlägert. Ich betete zu Gott und er antwortete mir auch. Er sagte zu mir "alles besteht aus 1 und 0". (Ich habe in der Zeit mit dem Programmieren angefangen). Ich hatte während meiner Psychose die 100%ige gewissheit das es Gott gibt. Ich erinnerte mich an das Turiner Leichentuch von Jesus. Ich sah einen Fernsebericht wieder vor meinem Geistigen Auge (ich habe diesen Bericht ein paar Monate vor meinem austicken gesehen) nun viel mir auf das dieses Tuch echt sein muss. Ich hatte auch bei der Fernsehübertragung so ein komisches gefühl. Das Tuch ist echt, das stand für mich fest. Fernsehen sah ich nicht mehr, den es gibt die "Strahlung" auch Radio hörte ich nicht mehr. PC Spiele sind schlecht, den sie sondern noch mehr schädliche Strahlung ab. Naja kurz und schmerzlos mein Kumpel brachte mich dann in die Psychatrie. Dort habe ich mich selber eingewiesen. Ich dachte das die Ärzte meine telepathischen fähigkeiten testen wollten. Ich bekam das erste mal Medikamente gegen meine Krankheit. Leider dauerte es 30 min bis ich mich dazu überwinden konnte die Pillen zu schlucken. Auch die Ärztin sah mich so "seltsam" an. Ich schluckte die Medis und hoffte darauf das Gott mich nicht vergessen hat. Ja, er würde gewiss herkommen und mich auferwecken. Es dauerte ca. 1,5 Wochen bis ich merkte das etwas nicht stimmt. Die Zeitungen schrieben sachen die nur für mich bestimmt waren bzw. nur ich entziffern konnte. Ich bekam Valium zur beruhigung, das wusste ich allerdings nicht. Obwohl ds ein Behrugungsmittel ist putschte es doch extrem auf. Ich hatte so gute Laune und fühlte mich richtig gut. Nach 2 Wochenkam ich von der Geschlossenen auf die Offenen Station. Dort darf man dann ca. 3 Stunden am Tag alleine rausgehen und besorgungen machen. Ich durfte nicht so lange alleine raus wie der Patient der nicht gekifft hatte aber trotzdem die selbe Krankheit hatte. Warscheinlich dachten die ich zieh mir gleich wieder was rein. Nun ich kam nach ca. 4,5 Wochenaus der Psychatrie raus. Die Behandlung geht ambulant weiter. Man muss sich einen Psychater suchen. Das ist notwendig da nur der Psychater die Medikamente verschreiben kann. Die Medikamente hauen teilweise einen Elefanten um (am anfang). Mich machten sie am anfang wirklich übelst müde (13 Stunden schlaf). So, genug davon. Was ich noch sagen wollte im Bezug auf Psychatrien. Es ist ein Unterschied ob man in der Psychatrie in einem Krankenhaussit oder so einer "Anstalt", ich wieß nicht wie ann diese Einrichtung nennt. Jedenfalls braucht man in der Psychatrie keine Angst vor den anderen Patienten habe. Sogar richtige Messer liegen in der Küche. Gabeln auch. Manbraucht also keine Angst haben das da einer auf einen losgeht. Zu meinen Mitpatientenkan ich echt nur gutes sagen. ca. 50 Prozent davon waren Depressive Frauen. Ich dachte auch imer das Depressionen gar nicht so schlimm sind aber das sind sie. der Rest hatte Psychosen. ca. 1/3 der Psychosepatienten bekommen diese nur einmal im Leben. Dann gibt es Leute die eine dauerhafte Psychose haben (geistig Behinderte) und dann gibt es solche wie mich die ca. alle 12 Jahre "durchticken". Im Durchschnitt muss man ca. 12 Monate nach der Psychose Zyprexa oder Seroquel einnehemen. Dannach braucht man keine Medikamente mehr. Irgendwie komisch, 10 Jahre ein ganz normaler Typ dann plötzlich "angst vor strahlen" 4 Wochen in Klappse dann wieder 10 Jahre alles O.K Ich kiffe nicht mehr, trinke auch sehr wenig allohol |
Hille |
danke, dass Du Deine Erfahrungen mit uns teilst. ich hoffe, es weckt bei bislang ahnungslosen ein Problembewusstsein. es freut mich, dass es Dir heute wieder gut geht.
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[user:11828] |
Spring Heeled Jack |
Wie drücke ich mich anders aus, puh, also ich verspürte keine müdigkeit. Trotzdem lag ich abends im Bett schlief vielleicht 30 min und das war eher ein "wacher schlaf": Ich wurde beim kleinste gerräusch wach. Unvorstellbar: Ich ging in dieser Zeit auch arbeiten, keiner meiner Kollegen merkte etwas. O.K war auch eine Halbtagsstelle. Und ich hatte während der Arbeit auch schon das gefühl über alle "bescheid zu wissen". |
Pazifist ist Fowler |
deine geschichte kommt mir bekannt vor. n bekannter von mir hat auch ne psychose, auch nach sehr viel schlafentzug (und konsum von viel alk und haschkeksen.) mittlerweile gehts ihm wieder einigermasen ok, aber er kann nun nichtmehr wirklich lesen, bzw. er vergisst alles was er liest innerhalb kurzer zeit. der bekommt aber soviel ich weis noch ziemlich harte medikamente. |
Spring Heeled Jack |
das ist das paradoxe an der Sache: Ich habe 1,5 Jahre täglich gekifft. Bevor ich Psychotisch wurde habe ich aber eher weniger als sonst gekifft. 2-3 mal die Woche. Das krasse, meine Mitpatienten ging es ähnlich.
Rein Rechnerisch ist die Gefahr zu erkranken bei 1:100. Von 100 Leuten kann es einen "erwischen". Wenn du vielleicht schon zu den Gefärdeten gehörst und auch noch kiffst ist das Risiko etwas höher. Alkohol kann sowas auch auslösen. Wenn ich mal Kinder habe (und das will ich) besteht die Gefahr zu ca. 10% das meine Kinder das vererbt bekomen. Ich muss und werde da meine zukünftigen Kinder Aufklären. Ich gehöre keinesfalls zu den Leuten die das Kraut verteufeln. Sind irgendwelche Geisteskrankheiten in der Familie bekannt? Dann solte man etwas vorsichit sein. Post #643001 Ja sowas sind die "harten" Fälle. Es gibt auch leute die wegen Psychosen nicht mehr arbeiten gehen können. Bei mir Gott sei dank nicht, ich bin wieder topfit. Ich muss aber zugeben das ich mir nicht vorstellen kann ineiner Firma am Band zu arbeiten, bzw. Akkordarbeit. Das ist jetzt keine Ausrede aber Streß ist nicht gerade gesund. Im allegemeinen nicht, bei einer Psychose überhaupt nicht |
[user:471] |
Spring Heeled Jack |
Also ich hatte nie experimentiert mit verschiedene Drogen. Habe nur gekifft, und meist nur Hasch. Konsummenge: Dauerkiffer war ich schon, aber vor dem Ausbruch der Krankheit so jeden 2 Tag gekifft. Habe auch Zaubersalbei gerraucht. Kein Extasy, kein Koks, . Es ist nicht so wichtig wieviel man raucht. Es kann sein das du das nach 5 Monaten Dauerkiffen bekommst, es kann sein das du 20 Jahre Täglich kiffst und es nicht bekommst. Klar kommt es auch auf die Droge an.
Ein Arzt meinte zu meinem Kumpel das es möglich wäre das die Mittel mit denen das Hasch gestreckt wird mitverantwortlich sein kann. |
[user:11963] |
[user:471] |
Spring Heeled Jack |
*verplant ist* Habe das mit den Mengenangaben falsch verstanden. Also gramm mäßig schwer zu sagen. Halt 3-5 Köpfe am Tag, wobei 5 selten war in letzter Zeit |
Pazifist ist Fowler |
hey, bei dem fall den ich kenne war es wahrscheinlich so, dass er auch ne zeit davor weniger geraucht hat (abi) aber reine vermutung von mir. und sich dann aber mit keksen recht heftig gedichtet hat. |
[user:356] |
[user:572] |
Spring Heeled Jack |
Natürlich verurteile ich die Leute nicht die öfters einen Schub haben. Ich stelle mir das auch wirklich schlimm vor das ganze jährlich durchzumachen.
Ich hatte durch die vielen Gedanken Hirnschmerzen, richtig gehört keine Kopfschmerzen ich spürte wie mein Gehirn wehtat. Ich lag da im Krankenbett zog mir die decke über den Kopf und das schlimme war das ich dachte jeder Mensch aus meinem bekanntenkreis kann meine Gedanken lesen. Also versuchte ich an nix zu denken. Das ging aber nicht und so lief in der einen sekunde "htmlcode" vor meinem geistigen Auge ab und im nächsten moment irgendwelche sachen aus meinem Leben als Teenager. Die ersten Tage war ich beim Duschen sehr vorsichtig, ich dachte auch das die ganze Welt "mit meinen Augen" sehen kann. Und da wollte ich nicht das alle mich beim pinkeln l sehen.
Bin froh das der trip vorbei ist Edit: Eins war komisch während dem heftigsten Schub den ich hatte. Ich konnte das Alphabet rückwärts ohne Schwirigkeiten aufsagen. Sogar die schwersten worte konnte ich Rückwärts buchstabieren und das in einer geschwindigkeit.......Normal merkt man ja von seiner Hirnaktivität nicht viel, bei einer Psychose so hatte ich den Eindruck das alle Gehirnregionen "gearbeitet" haben. Alle auf einmal. |
PuNaNi |
hmm ich hab grad was gschrieben, es is aber nich da!
hmm langsam sollt ich mir gedanken machen.... als kleines kind oder wenn ich drüber nachdenk weis ich nichmehr wie lang das her is hatte ich ähnliche gedanken obwohl ich da noch nicht gekifft hab, also dass das leute meine gedanken lesen können und das dass leute mit meinen augen sehen können, ich glaub ich muss damit aufhören was mir am meisten spass macht kiffen etz hab ich viel zu viel schiss dass ich ne "schlafende" psychose hab scheisse edit: lol etz isses auf einmal in dem post, komischer fehler |
[user:572] |
Melonenmann |
klingt für mich wie eine bagatellisierung eines teilweise schwerwiegenden krankheitsbild. natürlich gibt es psychosen, die sich einigermassen in den alltag integrieren lassen oder die für nicht so schlimm befunden werden... aber trotz allem ist es einfach ne funktionsstörung! |
Mr. Kp |
Eine Fehlfunktion würde ich das nicht nennen. Weil was wäre wenn jeder sag ich mal eine Psychose obgleich durch Drogeneinfluss oder Nicht-Konsum durch die Welt schreiten würde. Dann wäre es wieder "Normal". Bloss aus unserem Blickwinkel erscheint es als wäre da etwas falsch gepolt. Ich bin kein Psychater oder so aber ich denk mir was Tschuffer in Post #643110 im Edit stehen hat doch sehr interessant. Vielleicht ist es ja auch eine Blockade die weg genommen wurde. Bloss wir sind nicht dazu im stande die Gedanken soweit in einen Fluss zubringen das wir nicht so, ich sag jetzt mal einfach "verwirrt" sind. Wäre ja auch eine Möglichkeit. Auf jeden Fall danke Tschuffer das du uns an deinen Erfahrungen teil haben lässt. gez. Mr. Kp |
[user:471] |
Mr. Kp |
[user:471]
Danke Schön das war das was ich sagen wollte.
gez. Mr. Kp |
[user:4666] |
[user:147] |
The Who |
hmmm, was meinst du genau, wie definierst du ursprünglich.
Dieser Gedankengang will sich mir nicht erschliessen.... Inwiefern sind die Gedanken die man als Baby hat mit einer Psychose vergleichbar. *kopfkratz*
Und das das ganze Denksystem aufgrund von Erinnerungen durcheinandergerät und die Psychose ein Erinnerungsmechanismus ist, den man eventuell sogar gutheissen soll? Ist das Dein Ernst?
Wieder mal eine sehr gefährliche These die du da einfach so in den Raum stellst und durch Halbwahrheiten und Vermutungen zu untermauern versuchst...
Eine Psychose ist eine Fehlfunktion des Stoffwechsels im Gehirn, nichts weiter.... |
[user:147] |
RaveN |
ansonsten hilft wikipedia weiter.
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Hans Wurstsuppe |
WORD [user:147], sonst haben mir deine Ausführungen immer recht gut gefallen oder ich konnte sie zumindest nachvollziehen. Aber das hier ist absolut als gefährlich einzustufen, ich bin gespannt was du hier noch nachreichen willst... |
Spring Heeled Jack |
Extrem schlimm ist es beim ersten Ausbruch der Krankheit. Man denkt alle anderen sind anders nur man selbst hat den überlick. Ich hoffe das beim 2. Ausbruch ich den beginn selber merke. 2-3Tage hintereinanander schlecht bzw. Unruhig Schlafen kann schon ein "zeichen" sein. Klar das man sich da nicht verrückt machen sollte. Edit: Wenn ihr das euch absolut nicht vorstellen könnt dann tuts bitte als Gehirnschleim sehen. |
Jemand |
Psychosen (oder psychische Krankheiten insgesamt) irgendwie philosophisch zu deuten bzw. zu verklären ist nichts neues. Das geht meistens ziemlich an der Realität vorbei und meistens stammen diese Vorstellungen von Personen die ein, sagen wir mal, falsches, gewissermaßen romantisches Bild von dem haben was man als Psychose bezeichnet.
Rückfall in kindliches Denken oder ähnlich halte ich für Unfug um es mal konkret zu sagen. Mag ja sein, daß man die Dinge so interpretieren kann, irgendwie. Jedendalls sind Kinder nicht gewissermaßen dauerhaft psychotisch (und nebenbei: es gibt auch sehr selten kindliche Schizophrenien). Auch wenn es eine starke und nicht völlig korrekte Vereinfachung ist, im Grunde ist es so wie The Who sagt: Psychosen sind Funktionsstörungen des Gehirns. Nur äußern sich Funktionsstörungen des Gehirns eben in Störungen der Hirnfunktionen und bieten damit die Möglichkeit für philosophische, esotherische, theologische, politische "Theorien", anders als eine Funktionsstörung z.B. der Niere (wo sicher niemand auf solche Ideen kommt). Was ich damit meine 1. das Gehirn ist ein Organ wie andere auch, es besteht genauso aus Zellen, es laufen die gleichen Vorgänge ab wie in anderen Organen usw. 2. so wie die Niere bestimmte Funktionen hat oder das Immunsystem usw. so hat auch das Gehirn Funktionen: zum einen sensorische und motorische Funktionen, Koordination usw. und eben die höheren Funktionen: Auffassung, Wahrnehmen, Denken, Fühlen, Wollen, Gedächtnis usw. 3. wie in anderen Organen auch gibt es verschiedene Krankheiten und Funktionsstörungen, die Folge davon ist eine Störung der jeweiligen Funktionen dieses Organs und das heißt im Fall des Gehirns z.B. Störungen des Wahrnehmens, Fühlens, Wollens, möglicherweise in Form einer Psychose. Natürlich, im Falle von psychischen Störungen insgesamt kommen zu biologisch verursachten Störungen auch welche hinzu die durch psychologische Faktoren bedingt oder mitbedingt sind. Man muß hier aber differenzieren, es gibt sehr viele verschiedene psychische Störungen. Die Psychosen, auch die sogenannten endogenen Psychosen (die exogenen per Definition ohnehin), zu welchen die schizophrenen Psychosen gehören, sieht man als weitgehend biologisch bedingte Erkrankungen an, in deren konkreten Verlauf allerdings psychologische Faktoren eine gewisse Rolle spielen können (z.B. können sie den Verlauf beeinflussen oder auch den Ausbruch eines Schubes begünstigen), im Einzelfall unterschiedlich. Man geht von einer Störung auf der Transmitterebene bzw. Rezeptorenebene im Gehirn aus, eine sehr komplexe Störung. Man kann durch Stimulation und Blockade von bestimmten Rezeptoren Psychosen auslösen und man kann durch Blockade von bestimmten Rezeptoren Psychosen zum Abklingen bringen, letztere Substanzen nennt man Neuroleptika und verwendet sie zur Behandlung von Psychosen verschiedenster Art (bzw. neuroleptisch bedeutet antipsychotisch, d.h. es sind keine einfachen "Beruhigungsmittel", hat nichts mit "ruhigstellen" zu tun (wobei eine beruhigende Wirkung bei vielen Neuroleptika -substanzabhänig- mal mehr mal weniger hinzukommt und z.T. auch zusätzlich zur neuroleptischen Wirkung erwünscht ist)). Allerdings sind wie gesagt z.B. die schizophrenen Psychosen sehr sehr komplexe Störungen und zu großen Teilen im Detail unverstanden, als daß damit alles gesagt sei und dies so einfach funktioniert. Wer mehr über Psychosen usw. wissen will sollte sich in den Lehrbüchern der Psychiatrie informieren (Wikipedia mag ganz nett sein, der Artikel ist auch ganz nett, ich würde es aber bei Weitem nicht als seriöse und sichere Quelle bezeichnen). |
Hans Wurstsuppe |
Danke Jemand, dieses Post hat hier gefehlt.
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Deinen Humor hast du nicht verloren, der kam gut...
Du musst doch auch Neuroleptika nehmen? Wie lange soll diese Behandlung noch dauern, 12 Monate? Erscheint mir ziemlich lange, diese Medikamente tun ja nicht nur Gutes. Auf die schnelle gesucht habe ich das hier gefunden, das deckt sich ungefähr mit dem, was ich in "Körpereigene Drogen" von Zehentbauer gelesen habe. |
Spring Heeled Jack |
boah, das wusste ich auch nicht: 397,96 Euro für 100 Pillen Seroquel a 300mg
http://www.seroquel.com/ einen besseren link fand ich nicht. Ich nehme mitlerweile Zyprexa. Die Pillen sollte man mindestens ein Jahr einnehmen. Da es eine Drogenindizierte Psychose war wird mein Arzt die Pillen bald runterstufen. Nebenwirkungen der Pillen:Vom Trockenen Mund bis Dauererektion ist alles drin. Aber nix schlimmes. Zu den Pillen sei gesagt: Die ersten Tage in der Psychatrie bekommt man 2 Tage oder so eine stärkere Dosis der Medikamente, dann wieder schwächer, dann wieder stärkere (bin mir nicht so sicher ich suche weiter). und bis die Medis ihre Antipsychotische wirkung entfalten muss ein bestimmter "Pegel" des Wirkstoffes im Blut erreicht sein. Meist erst nach 2-3 Wochen. (Eigene Erfahrung) |
Melonenmann |
das ist bei den meisten medikamenten so, dass man sie ganz langsam 'ausschleichen' muss... |
[user:147] |
Jemand |
So wie Du es beschreibst, ein Widerspruch zwischen dem erwachsenen "westlichen" Denken und dem "ursprünglichen" Denken, was immer das ist, müsste es einen Unterschied in der Häufigkeit von schizophrenen Psychosen zwischen den unterschiedlichen Kulturen, zwischen Entwicklungsländern und ihrer anderen kulturbedingten Denkweise, den westlichen (Du erwähnst sogar direkt das "westliche" erwachsene Denken) Industriestaaten, den asiatischen Ländern usw. geben. Es gibt aber keinen Unterschied dieser Rate zwischen den selbst unterschiedlichsten Kulturen, ob westlich, ob wie auch immer. Die Rate (bzw. Inzidenz) an Schizophrenien ist in Kenia im großen und ganzen genauso hoch wie in Indien und den westlichen Kulturen, trotz der sicher sehr unterschiedlichen kulturell und religiös bedingten Denkweisen. Es gibt hierzu viele Untersuchungen, es gibt allerdings Hinweise, daß die Prognose der Erkrankung in unterschiedlichen Kulturen unterschiedlich ist. (Es gibt ein paar Ausnahmen bestimmter ethnischer Gruppen, bzw. Personengruppen mit bestimmter Abstammung, mit etwas höherer Rate an Schizophrenien die aber sehr wahrscheinlich genetisch bedingt sind). Wie gesagt scheinen ja psychosoziale Faktoren zumindest teilweise eine Rolle beim Krankheitsverlauf zu spielen. Nebenbei bemerkt: auch während Kriegen oder nach Naturkatastrophen usw. gibt es keine Änderung der Rate an neu aufgetretenen Schizophrenien. Was Tschuffer weiter oben als sein damaliges Erleben und Denken beschreibt, sind nahezu lehrbuchhaft die typischsten Symptome eine schizophrenieartigen Psychose. Man kann die ganz typischen Symptome der Wahnwahrnehmung, der Wahnideen, des abnormen Bedeutungserleben, die Ichgrenzstörungen und wenn ich es nicht mißverstanden habe auch akustische Halluzinationen genau ablesen. Alles sehr typisch und für eine bestimmte Variante dieser Psychosen. Ich finde es sehr gut, daß ein ein Betroffener einmal aus eigener Erfahrung hier etwas schreibt und auch ein paar Sätze zur Psychiatrie und den dortigen Behandlungen, den Medikamenten usw. aus eigener und direkter Erfahrung (!). Denn meist schreiben nur Nicht-Betroffene und sonstige Laien oder Pseudoexperten die ihr Scheinwissen aus Hollywoodfilmen oder den Medien zum Besten geben etwas dazu und liefern ein völliges Zerrbild von psychischen Krankheiten, Psychiatrie und Psychopharmaka usw. und tragen damit zu den leider sehr verbreiteten falschen Vorstellungen in der Allgemeinheit bei, welche sie dadurch noch nähren. Danke Tschuffer. Wie es aussieht hast Du die psychotische Episode bestens überstanden und bist auf dem besten Weg. Bleib weiter vertrauensvoll bei Deinem Psychiater in Behandlung, er wird Dich entsprechend beraten und Dir sagen wie lange Du noch Medikamente brauchst und wann und wie die Medikamente reduziert oder abgesetzt werden können. Ich wünsch Dir alles Gute für die Zukunft und bin ganz zuversichtlich diesbezüglich. |
Hans Wurstsuppe |
So, nach eingeholter Erlaubnis poste ich nun von meinem SMS-Wechsel mit Spring Heeled Jack zu #30 relevante Dinge.
Spring Heeled Jack (auf meinen Link bezogen): Einschränkungen von Sexualität und Libido. Stimmt schon, ich hatte in den ersten 3 Wochen nicht einmal eine Erektion. Seroquel gibt es schon länger, aber es wurde vor ein paar Jahren "erneuert". Auf dem Beipackzettel stehen die Nebenwirkungen und bei den "schlimmen" Nebenwirkungen gibt es meist nur 10 unter 1000 Fällen. Ich gehe auch regelmäßig zum Hausarzt und lasse Blutproben machen. Ist bis jetzt alles in Ordnung. Hier der Link zum Wirkstoff von Seroquel Ich: Ok, dann bin ich beruhigt. Ist ja auch anzunehmen, dass die Medikamente mit der Zeit verträglicher werden. Bei den Preisen kann man das denk ich auch erwarten. ---- So Spring Heeled Jack, dann wollen wir mal hoffen, dass du nicht zu den 1% der Patienten mit schlimmen Nebenwirkungen gehören wirst. |
MadMann |
Das ist richtig denn der Begriff "Psychiatrie" wird auch in etwas abfälligem Sinn für psychiatrische Krankenhäuser bzw. deren geschlossene Abteilungen verwendet. |