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Cannabiskonsum & lokale Betäubung: Kein Problem

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Prosciutto
Wenn eine Operation mit Vollnarkose ansteht, wird geraten, einige Wochen vorher keine THC-haltige Mittel zu konsumieren. Doch lokale Betäubungen wirken offenbar auch, wenn man einen Tag zurvor THC konsumiert hat.

Vor ein paar Wochen wurde bei mir ein kleines Loch in einem der unteren Zahnzwischenräume entdeckt. Und das wurde auch nur auf einem Röntgenbild gefunden. "Normale" Löcher habe ich keine. Da der Zahn aber nicht einfach von der Seite her aufgebohrt werden kann, sondern von oben nach unten gebohrt werden muss, ist eine lokale Betäubung nötig. Ich hatte schon Angst, dass die Betäubung (Spritze ins Zahnfleisch...) nicht wirkt, weil ich letzte Woche und auch gestern schon eine Portion THC konsumiert habe. Doch meine Befüchtungen waren grundlos, denn die betäubende Wirkung trat recht schnell ein. Die Bohrung (und anschliessende Kunststofffüllung) war nicht so schlimm, wie ich befürchtet habe. Doch unangenehm war die Bastlerei in meinem Mund aber schon und ein Mund voll Speichel, den man nicht herunterschlucken kann (Blockade durch die Zunge, die aber nicht bewegt werden darf, wenn man keine durchlöcherte Zunge will).

Nach der Füllung habe ich sogar die Taubheit der Zunge, Lippen und Wangen (im unteren Bereich) etwas genossen. Ich hab dieses spezielle Gefühl genossen *lol*. Die Lippen haben sich echt komisch angefühlt bei Berührungen. Ach, ziemlich unbeschreiblich *g*.

Also, vor einer Vollnarkose würde ich den Cannabiskonsum sein lassen, aber bei einer lokalen Narkose (Betäubung) werde ich wohl auch in der Zukunft einen Tag vorher nicht auf den CK verzichten, sofern ich Lust darauf habe. Aber man darf nicht vergessen, dass Cannabis eine narkotisierende Wirkung (mit möglicher Toleranzentwicklung) hat.

Natürlich ist das jetzt nur meine Erfahrung. Ich kann berichten, dass Cannabiskonsum und eine lokale Betäubung bei mir (!) kein Problem darstellt. Bei anderen Leuten kann das wieder anders sein!

Oh, es gibt ziemlich viele Klammern heute in meinem Text. Naja, ich hoffe, ihr kapiert diesen Text trotzdem.

Gruss
Prosciutto

PS: Wie wärs mit einer Unterkategorie "Betäubung", "Narkose" *oder* "kiffen & Operationen" in der Rubik "Gesundheitliche Risiken"? Denn in diesem Zusammenhang können schon einige Gefahren lauern.

bioterror
ich war bei einer Kieferop ... ebenfalls nur örtliche Betäubung. Schätze ic hhab die nicht so richtig super verrtagen, weil ich danach schon irgendwie bedusselt war - so apathisch - und mich der Arzt drei mal besorgt fragte ob es mir denn gut gehe ... hab mich aber nicht schlecht gefühlt, zu dem Zeitpunkt.
Naja ich bin dann vom Arzt weg, zur Apotheke hab mir dort die verschrieben Schmerzmittel geholt und die Tablette direkt dort eingenommen (hätte ich vielleicht erst warten sollen bis die Schmerzen tatsächlich einsetzen). Naja und dann zuhause hab ich gedacht - ey mann - der Tag ist eh hinüber - ziehst Dir ne Tüte, knallst Dich auf Bett und schaust Glotze bis Du einpennst. Kam dann andres ... ca. 30 bis 40 min nach der Tüte wurde mir ganz seltsam zumute .. ich bin irgendwie extrem unruhig geworden und etwsa verpeilt in der Wohnung rumspaziert - dann hab ich gemerkt das nicht ich unruhig bin sondern mein Körper ... naja es wurde dann immer schlimmer bis hin zu einem wirklich wirklich hohen Puls (hab es mit nem Pulsmesser gecheckt aber vergessen wie hoch) und das im liegen - sprich ruhen, dann kamen Zitteranfälle die am Nacken begangen und sich wellenartige von oben nach unten über dem Körper ausbreiteten ... das hielt mehere Stunden an und trat in etwas abgemilderter Form auch noch am nächsten Tag auf. Ich kann euch sagen ... das waren keine schönen Gefühle. Hat mein Körper wohl auch gemeint, denn ich hab davon nen paar Büschel graue Haare bekommen (ohne Scheiss - mir sind Haare aufm Kopf innerhalb von zwei Tagen ergraut .. idst aber nicht so geblieben - hat sich ausgewachsen).
Also das zu meinem Erlebniss mit lokalen Betäubungen und Cannabis - ich weiß natürlich nicht ob das alles wirklich auf den Joint zurückzuführen ist ... vielleicht war es ja auch die dreier Kombination lokale Betäubung schmerzmittel Joint. Für mich gilt kein Thc mehr vor oder direkt nach einem Arztbesuch mit Betäubung ....
*kränkel*

Kynega


prosciutto, du ziehst in der überschrift einen rückschluss von deiner einzelerfahrung auf die allgemeinheit der nicht korrekt ist.
du relativierst das zwar selbst dann im posting, aber die überschrift finde ich so ziemlich gefährlich.

ich weiß jetzt nicht, wie es allgemein mit der kombination thc/lokale betäubung ist, vllt sagt da ja Jemand noch was zu.
ich fänds aber gut, wenn du die überschrift änderst, damit keiner hier falsche schlüsse zieht, weil er vllt dein posting nicht genau oder gar nicht ließt.

trotzdem schön dass du die behandlung ohne probleme überstanden hast, größere zahnbohraktionen sind ja schon eine unschöne sache *ohje*

KEV
@bioterror
ich sag nur Medikamente + THC = *kotzrechts*
ist mir leider auch schon mal passiert...ich nahm ein paar Aspirin und rauchte danach 2-3 Köppe und wurde nachts wach um zu kotzen. Danach gings mir aber wieder direkt gut.

 [user:831]

Abraxas
Also ich operiert wurde (letzten Herbst) meine der Anästhesist (Narkosearzt) zu mir, ich solle eben nicht am tag davor kiffen, aber sonst gibts keine Wechselwirkungen...

Ich habe ihm davon erzählt, dass ich kiffe und er meinte nur "Wozu ist der Zivi sonst da... jaja, da kommen die erinnerungen hoch *fettgrins*"
*geil*

 [user:10800]

Prosciutto
bioterror, du hast von schlechten Erfahrungen im Zusammenhang mit Cannabis berichtet. Ich nehme sehr stark an, dass du dieses schlechte Erlebnis hattest, weil du Cannabis und Schmerzmittel kombiniert hast. Über so eine Idee kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Sorry, aber das war wirklich eine dumme Idee. Wenn ich Schmerzmittel bekommen hätte, hätte ich sicher kein Cannabis konsumiert.

Kynega, ich habe weiter unten erwähnt, dass jeder Mensch anders regiert und jede Person selber für ihre Taten verantwortlich ist. Gut, ich hätte vielleicht schon einleitend erwähnen sollen, dass mein Text mein persönliches Erlebnis darstellt und nicht auf andere Personen übertragbar ist, aber ein Beitrag sollte immer vollständig gelesen werden.


Seit wann ist THC ein Narkotikum? Quelle bitte.

Quelle: [user:831]

Eine Quelle: Biogene Drogen im Wandel der Zeit – medizinhistorische Betrachtungen
In diesem PDF-Dokument steht: "Der im 2. Jahrhundert nach Christus in Rom wirkende griechische Arzt kannte bereits die narkotisierende Wirkung des Cannabis."

Ich habe auch in diesem Forum gelesen, dass man bei der Besprechung vor grösseren Operationen mit Vollnarkose den Cannabiskonsum unbedingt erwähnen sollte, damit eine höhere Narkosedosis verabreicht wird. Eigentlich kann man selber darauf kommen, dass Cannabis narkotisierend wirkt. Cannabis hat ja u.a. eine beruhigende und schmerzstillende Wirkung. Schmerzstillende Wirkung bedeutet doch, dass die schmerzenden Stellen betäubt werden. Genau das verursachen ja auch Narkosemittel: Ein taubes Gefühl und Schmerz-Unempfindlichkeit.

Ausserdem berichten ja sehr viele Cannabiskonsumenten, dass sie nach dem Konsum viel besser schlafen können. Einige Leute, dies übertrieben haben mit dem Cannabiskonsum, schlafen sogar ungewollt ein. Na? Ein Narkosemittel versetzt ja den Patienten auch in einen tiefen und unbewussten Schlaf (Koma).

Da ich in den nächsten Tagen viele andere Sachen erledigen muss, werde ich mich nicht so aktiv an den K.NET-Diskussionen beteiligen. Falls noch jemand eine Antwort in irgendeiner Diskussion erwartet, kann er/sie mich per SMS darauf hinweisen.

ganjamann on funk
ich hatte letzten dienstag in der schule böse zahnschmerzen(naja, soooo böse auch wieder nicht).
bin dann nach ein paar stunden heim gegegangen und hab noch den letzten wochenendekopf geraucht.
meine mutter hatte indes nen termin beim zahnarzt gemacht, der mit dann den letzten weisheitszahn herausgehebelt hat. hat mir auch ne lokale betäubung gespritzt. weiter keine probleme.
ich würde aber sagen, dass es nicht ratsam ist vor oder hinter ner op(dieser kleine eingriff war für mich schon eine) cannabis zu konsumieren.
es kann sich bei jedem anders auswirken. von leichter beduselei bis zum kreislaufkollaps kann alles drin sein.

bioterror
bioterror, du hast von schlechten Erfahrungen im Zusammenhang mit Cannabis berichtet. Ich nehme sehr stark an, dass du dieses schlechte Erlebnis hattest, weil du Cannabis und Schmerzmittel kombiniert hast. Über so eine Idee kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Sorry, aber das war wirklich eine dumme Idee. Wenn ich Schmerzmittel bekommen hätte, hätte ich sicher kein Cannabis konsumiert.


Quelle: Prosciutto in Post #634574, Cannabiskonsum & lokale Betäubung: Kein Problem


Ich schliesse mich Deiner Vermutung an - möchte aber auch nicht ausschliessen, das
a) dieser Vorfall nichts mit THC zu tun hat (vielleicht hab ich die Betäubung nicht vertragen - hab mich danach aber vorm kiffen ja schon seltsam gefühlt)
b) es doch eine Wechselwirkung zwischen der lokalen Betäubung und THC gibt
c) die Kombi Schmerzmittel und THC ist halt nur eine von mind. drei Möglichkeiten.

Ich hoffe, Du hast aufgehört Deinen Kopf über mein Verhalten zu schütteln (könnte sonst nen Trauma geben ;-). So klug wie Du war ich damals noch nicht ...
Ich hab die Story, die schon einige Jahre zurückliegt auch weniger geschildert um mir erklären zu lassen, dass das ne dumme Idee von mir war ... das wusste ich in dem Moment wo es begann mir ziemlichst dreckig zu gehen - sondern damit Menschen die wie ich nicht ganz so klug sind von meinen Fehler profitieren können.
Also: ich lasse seit dem sämtliche Kombis mit THC sein (bis auf SEx, TV und THC ) *breit*
ich denke THC hat das Recht einfach und alleine für sich wirken zu dürfen ... schon allein auch deshalb weil man nie weiß, welche Reaktionen man zu erwarten hat .... und die Kombi THC und lok. Betäubung könnte echt nicht gut sein.

Cynops
Eine Quelle: Biogene Drogen im Wandel der Zeit – medizinhistorische Betrachtungen
In diesem PDF-Dokument steht: "Der im 2. Jahrhundert nach Christus in Rom wirkende griechische Arzt kannte bereits die narkotisierende Wirkung des Cannabis."

Naja, sowas - also die vermutungen über das vorgehen von Ärzten von vor fast 2000 jahren - ist sicherlich keine zuverlässige Quelle für die Narkotische Wirkung von Cannabis. So berichten historische quellen ja auch, dass Hua-to, ein legendärer Chinesischer Arzt des 15. Jahrhunderts, patienten mit Ma-joa (einem Cannabistrunk) einschläferte und anschließend selbst Milzentfernungen und operationen im Bauchraum vornahmen.
Wahrscheinlich sind solche dinge immer eine mischung aus legende und halbwahrheiten, wenn es so einen trunk überhaupt gab, dann basierte die Wirkung sicherlich nicht nur auf Cannabis.

Ausserdem berichten ja sehr viele Cannabiskonsumenten, dass sie nach dem Konsum viel besser schlafen können. Einige Leute, dies übertrieben haben mit dem Cannabiskonsum, schlafen sogar ungewollt ein. Na? Ein Narkosemittel versetzt ja den Patienten auch in einen tiefen und unbewussten Schlaf (Koma).

Naja, so einfach daher den rückschluss zu ziehen, dass Cannabis ein Narkotikum ist geht natürlich nicht. Nach der Argumentation müsste ja auch jedes Schlafmittel, mit dem man in einen tiefen und traumlosen schlaf fällt, ein Narkotikum sein...
Natürlich hat jeder Stoff eine gewisse Basislinientoxizität, die man auch als Narkotische Wirkung eines Stoffes bezeichnet, dass hängt mit der Membrangängigkeit von Stoffen zusammen - aber das macht diese stoffe nicht gleich zu dem, was wir im allgemeinen unter Narkotika verstehen würden.

Abraxas
Nur mit einem Narkotikum eine OP machen geht nicht... zumindest in der modernen Anästhesie werden zuerst ein Schmerzmittel, dann ein Schlafmittel und dann noch ein Muskelentspannendes Mittelchen gespritzt...
Von den Schmerzreizen wirste ja trotzdem wach, als wenn du nur schläfst und jemand schneidet dir den Bauch auf!
*autsch*

Cynops
Mit nur einem Präparat eine Narkose zu machen geht schon und ist auch in der Modernen Anästhesie nicht ungewöhnlich, dass hängt eben von der notwendigkeit ab. Ist z.B. nur eine ganz kurze Narkosezeit nötig - wie beispielsweise bei einer Magenspiegelung, einer EKT, o.ä. maßnahmen, ist meines wissens nach eine kurze Narkose mit z.B. Propofol standard.
Andere Beispiele gibt es auch, es hängt also immer von der Notwendigkeit ab...

Was Du schreibst ist natürlich richtig, gilt aber eben nicht für jede narkose.
Es gibt dann aber neben Schmerzmittel und Muskelrelaxanz kein Schlafmittel, sondern schon ein richtiges Narkotikum, ein Barbiturat o.ä.
Aufrechterhalten wird das ganze dann aber natürlich noch durch ein Inhaltiatonsanästhetikum, man versucht nur eben, alles möglichst gering zu dosieren und kann das bei diesen balancierten Kombinationsnarkosten schon gut machen - allerdings sind dabei eben diese "Awareness-fälle" berichtet, bei denen patienten die OP mehr-oder-weniger mitbekommen...was man neuerdings durch EEG-Aufzeihnungen während der OP verhindern will, was aber noch längst nicht standard ist.

Hmmm...

Abraxas
okay, ich meinte Vollnarkosen, und nicht Dormicum oder so... *lall* *daaa* Die Leute sind aber lustig drauf

Cynops
Naja, Propofol (beispielsweise, lässt sich natürlich durch jedes andere unspezifisch wirkende Narkotikum ersetzen) ist ein normales, membrangängiges Narkotikum, wie jedes andere auch. Es macht vom Wikrunsmechanismus her keinen unterschied, ob man nun Propofol als eiziges Präparat gibt um eine Maßnahme durchzuführen, bei der das ausreicht, oder ob man damit "nur" eine Narkose einleitet und den Patienten mit einem Inhalationsanästhetikum beatmet oder sie sonstwie aufrechterhält.
Sicher wird es da unterschiede geben, die dann für die Praktiker relevant sind, aber prinzipiel sind beides echte Vollnarkosen. Beides sind standardverfahren, es gibt neben Kombinationnarkosen sehr wohl auch die möglichkeit, sowas mit einem Präparat zu erreichen.

Über den einsatz von anders wirkenden Stoffen, also spezifischen Narkotika wie Ketamin und erstrecht Benzodiazepinen wie ja Dormicum eins ist, habe ich auch nicht gesprochen.

Hmmm, noch offtopicer gehts ja gar nicht....sorry, kommt nicht wieder vor...bestimmt *zwinker*

Abraxas
@Cynops: äh, ja... ich glaub du kennst dich da ein stück besser aus... ich kann nur von 1-jährigem Krankenhauspraktikum sprechen... hab das nur am rande mitbekommen...
(c:

Jemand
Cannabis bzw. THC ist kein Narkotikum.
Das würde sich übrigens auch mit der Tatsache der geringen Toxizität von Cannabis widersprechen. Manche Narkotika sind auch gleichzeitig Schlafmittel (Barbiturate), die meisten jedoch nicht. Umgekehrt sind die meisten Schlafmittel keine Narkotika, auch die Benzodiazepine nicht. Die Kombination von Schmerzmitteln mit Narkotika hat mehrere sinnvolle Effekte. Sie dient aber nicht dazu ein eigentliches Aufwachen durch Schmerz zu verhindern, aus einer echten Narkose wacht man nicht durch Schmerz auf. Schmerz kann aber unerwünschte vegetative Reaktionen im Stadium der Narkose verursachen (Kreislaufreaktionen usw.), dies wird durch die Schmerzmittel verhindert. Außerdem kann man mit Schmerzmitteln Narkosemittel einsparen. Zumal sich die Schmerzmittelwirkungen durch einen Antagonisten aufheben lassen, die Narkotikawirkungen nicht. Sicher, manchmal genügt ein Narkosemittel, oder eine tiefe Sedierung mit einem Sedativum. (@Cynops: Eine EKT geht allerdings nicht mit einem Mittel alleine, denn man braucht ein Muskelrelaxans, das ist ein Grund warum man eine Narkose braucht).

GanJah
Ich bin zwar weder Mediziner noch Anästhesist, aber ich denke nicht, daß es Wechselwirkungen zwischen THC und den bei der Narkose verwendeten Stoffen gibt.
Zumindest werden sie die Wirkung der Narkose wohl kaum beeinflussen, da die heutigen Anästhetika auf ganz andere Weise wirken als THC.

Für lokale Betäubungen benutzt man heutzutage Aminoester und Aminoamide, die ebenfalls einen ganz anderen Wirkungsmechanismus als THC haben.

Bei Alkohol-, Benzodiazepin- oder Opiatmißbrauch sieht die Sache allerdings schon anders aus, da bei diesen Stoffen die Wahrscheinlichkeit einer Kreuztoleranz zu den bei der Narkose verwendeten Mitteln sehr hoch ist. Daher muß der Anästhesist in solchen Fällen teilweise höher dosieren, damit die gewünschte Wirkung eintritt.


@Cynops:
Mit nur einem Präparat eine Narkose zu machen geht schon und ist auch in der Modernen Anästhesie nicht ungewöhnlich, dass hängt eben von der notwendigkeit ab.

Das stimmt im allgemeinen schon...
Eine gewöhnliche Kombinationsanästhesie für Operationen besteht aber in der Regel schon aus Hypnotikum (Schlafmittel) und Analgetikum (Schmerzmittel). Bei tiefen Eingriffen (innerhalb des Brustkorbs oder der Bauchhöhle) kommen zusätzlich noch Muskelrelaxantien und evtl. noch reflexdämpfende Mittel (Atropin, Clonidin) hinzu.

Oft wirken die eingesetzten Stoffe sowohl hypnotisch als auch analgetisch, wobei aber die Schwerpunkte der Wirkungen variieren. Das von Dir erwähnte Propofol hat aber keine analgetische Wirkung. Als alleiniges Anästhetikum ist es also bei Eingriffen, die Schmerzen verursachen würden wohl nicht ausreichend, sondern nur für Untersuchungen.

Es gibt dann aber neben Schmerzmittel und Muskelrelaxanz kein Schlafmittel, sondern schon ein richtiges Narkotikum, ein Barbiturat o.ä.

Das ist so nicht ganz richtig. Ich finde schon, daß man Hypnotika auch Schlafmittel nennen kann, da sie ja einen Schlaf herbeiführen.
Soweit ich weiß kommen Barbiturate in Deutschland so gut wie gar nicht mehr zum Einsatz (bei Epilepsie und Spasmen werden sie teilweise noch angewandt) und die meisten Barbiturate sind auch nicht mehr zugelassen.
Stattdessen benutzt man bei Inhalationsnarkose Lachgas, Xenon (kaum, weil zu teuer) und Flurane und bei Injektion wahrscheinlich am häufigsten Benzodiazepine, Propofol, S-Ketamin, Methohexital, Droperidol, etc oder Etomidate.

Thal
also ich war vor gar nicht allzulanger zeit im krankenhausen wegen einer magenspiegelung - ist ne ziemlich unangehneme sache. da ich davon nicht allzuviel mitbekommen wollte fragte mich der artz ob ich gerne eine vollnarkose hätte hab da natürlich direkt eingewillgt weil ich einfach nicht mitbekommen wollte wie mir dieses stück schlauch in den mund gesteckt wird und das bis zum magen eingeführt wird. hatte auch die tage davor wie immer heftig gekifft nachdem der artz mir die spritze mit den narkosemittel gegeben hat - k.a. welche es war- war ich ruckzuck weg. es traten auch keine probleme auf nachdem ich aufgewacht war ausser das ich mich gefühlt hatte wie auf einen alkoholrausch *g*.

denke aber bei grösseren ops sollten man schon ne woche vorher nix kiffen und jedes mittel wirkt ja bei jeden etwas anders.
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