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Crion |
Hallo, Leute!
Mein "kleiner" Bruder (wird dieses Jahr 23) ist seit vier (oder ist das gar schon das fünfte?!) Semestern eingeschrieben, und hat (Soweit ich das sehe mit Vorsatz) noch nichts gemacht, wenn er insgesamt mehr als 10x in der Uni war, bekommt er ein Bier von mir. Ich bekomme selbst nicht sonderlich viel auf die Reihe, habe im mindestens 14. Semester aber immerhin einen Bachelor, und hoffentlich auch bald den Master. Ich habe mit Cannabis nichts am Hut, außer dass ich es mal probiert habe, aber es mir nichts gegeben hat. Mein kleiner Bruder scheint es dagegen etwas häufiger zu konsumieren, böse Zungen sprechen davon, er sei regelmäßiger Langzeitkonsument. Und übrigens auch regelmäßiger kiffer.net-User, seit Jahren ;) Darum komme ich auch zu Euch, und vielleicht schreibt er ja sogar in diesem Fred mit, mal schauen, wie sich das entwickelt. Jedenfalls ist es so, dass ihn von sich aus *nichts* zu interessieren *scheint*. Er muss nicht studieren, er kann ja irgendwas machen, mit dem er sich irgendwann selbst und auf eigenen Beinen durchs Leben bringen kann, aber ehrlich gesagt finde ich es, gerade wenn mir/uns die Eltern öfter erzählen, dass sie schon wieder Miese auf dem Konto haben, wenn der Monat gerade erst 10 Tage alt ist, und wenn unsere Mutter extra noch arbeiten geht, ziemlich mies, vom Geld der Eltern einen absoluten Lenz zu schieben, auch, wenn es möglicherweise "nur" das Kindergeld ist. Nun, wie sollte es auch anders sein, unter anderem auch nach einem ausführlichen Gespräch mit einem älteren, mit vielen Drogen erfahrenen Menschen, der seit ewigen Zeiten kifft, kommt bei mir die Befürchtung auf, dass es meinem Bruder gut tun würde, wenn er mal ein halbes Jahr *gar nicht*(!!!) kiffen würde. Oder wenigstens ein paar Monate lang. Der "erfahrene Mensch" meint, er wäre nach einer längeren Kiffabstinenz (Monate) überhaupt erst wieder klar und überhaupt erst wieder in der Lage, die Möglichkeiten, die er hat, zu überblicken, und klar und *selbstbestimmt* und *bewusst* zu entscheiden. Wie seht ihr das? Denkt ihr, es besteht eine gewisse Chance, dass mein Bruder (s)eine "Lebensplanung" auf die Reihe bekommt, wenn er eine ganze Zeit lang nicht kifft? Versteht mich bitte nicht falsch! Er muss um Gottes willen kein Manager werden oder so, aber ganz krass gesagt sind irgendwann auch die Eltern nicht mehr da, und was ist dann mit ihm? Ja, eigentlich ist es schon zu spät für solch ein Posting, vielleicht füge ich nach dem Aufstehen noch was hinzu... Danke für Euren Rat! crion |
GreenDream @ Userbild! |
Wie du ja selbst schon in deinem Post festgestellt hast, ist es ein *bisschen ;-)*
spät..erwarte also erstmal nicht zuviel! Für mich hats auch gerade mal für die 2 Sätze gerreicht..ich geh jetzt Heia machen ... |
fetty board |
Hallo, Crion!
Der bekannte Spruch
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen dass er stimmt. Bei einem "hohen Verbrauch" kann sich durchaus ohne Forderung nach Leistung von aussen (Familie, Job, Freunde usw.), recht schnell eine Phase der Lethargie und "Luftleere" einstellen. Ich war mir bis Mitte des vergangenen Jahres sicher nie in diese Situation zu kommen. Hat es in der Vergangenheit schon den ein oder anderen Bekannten getroffen, war meine Überzeugung, dass nur abgestürzte Typen abstürzen können und Betreffende einfach schwach seien. Bis ich erkannte ebenso abgestürzt und schwach zu sein. Es kam schleichend. Es begann im Frühjahr und endete (sagen wir "normalisierte" sich) im frühen Herbst. Die Monate April bis August sind für mich unbeschreiblich. Positiv gesehen. Ich habe viele interessante neue Menschen in meinen Bekanntenkreis aufnehmen können, mit denen ich viele ausgelassene Nächte verbracht habe. Man hat zwar nach einem durchrauchten Abend am folgenden Morgen keinen dicken Kopf, wie es bei Alkohol der Fall ist, jedoch (so geht es zumindest mir) salopp gesagt, relativ starke Probleme mitm Arsch ausm Bett zu kommen. Meine ständigen Verspätungen sorgten für rege Kommunikation in der Lehrerschaft. Mir egal, die Noten stimmen ja noch. Ernste Gespräche werden mit mir geführt. Man könne trotz guter Leistung, bei einer Fehlzeitenquote von annährend 40% und täglich mehrfachen Verspätungen, nicht ewig beide Augen zudrücken. Doch wirklich schlimm kam es mir nicht vor. Lass sie reden, dachte ich. Eine meiner Stärken im persönlichen Gespräch ist die Fähigkeit auf Menschen zu wirken. Auf ihr denken, wie auch ihr handeln. Dies hat mir bis jetzt immer den Arsch gerettet. Eine Woche vor Schuljahresende musste ich es ein weiteres mal unter Beweis stellen. Meine Versetzung stand auf dem Spiel. Ich hätte nicht versetzt werden dürfen von Seiten der Schulleitung. Ein längeres Gespräch mit meinem Tutor brachte ihn jedoch dazu, gegen die Entscheidung der Schulleitung Einspruch zu erheben und mir somit meine Versetzung zu sichern. In den Sommerferien hat sich nichts bei mir geändert. Freunde, Spaß und ? standen nach wie vor an erster Stelle. Mit Beginn des neuen Schuljahres fuhr ich fort, womit ich sechs Wochen zuvor aufhörte. Verspätungen. Fehltage. Doch nun war die Schulleitung auf mich Aufmerksam geworden. Auf einen Fehltag folgte eine Abmahnung. Diese drohte an, mich bei nächstmaligem unentschuldigtem Fehlen mit sofortiger Wirkung der Schule zu verweisen. Also gab ich der Schule mehr Hingabe und Aufmerksamkeit. Bis ich einen kompletten Tag verschlief. Welch saumässiges Gefühl. Zu wissen; du bist abgestürzt und schwach. Nun erst ist der Moment gekommen, an dem ich mir meiner Situation bewusst wurde. Ich ging am folgenden Tag zur Schule und musste abermals wirken. Nicht nur auf meinen Tutor, sondern auf auf den Stufenleiter und den Schulleiter gleich mit. Doch auch dies habe ich zu meinem Vorteil gemeistert. Am Folgetag trudelte per Post mein Rausschmiss von der Schule bei mir ein. Es war also Haarscharf. Seitdem habe ich meine Prioritäten vom Kiffen aufs zeitige Aufstehen gewandelt. Nur durch diesen Druck von aussen. Wenn er fehlen würde, hätte ich bis jetzt nichts geändert. Warum auch? Es war doch alles gut... Immer genug zu Essen gehabt, das Monatliche Geld meiner Eltern kam auch stehts pünktlich. Seither kann ich vermelden: 0 Fehltage, 0 Verspätungen. So bleibt es auch. Sobald das Kiffen einen festen (noch nicht einmal einen "wichtigen, jedoch einen festen) Platz im Tagesablauf eingenomen hat, passiert es schnell Wichtiges durch "Unwichtiges" (zb. übermässigen Cannabiskonsum) zu ersetzen. Lange Rede, kurzer Sinn: Druck schadet nicht. Wie auch immer er aussehen mag
edith ändert tags... |
[user:628] |
k.aos |
quelle?
dass es von der individuellen persönlichkeit abhängt ist klar, aber eine nichtexistenz will ich nicht unterschreiben. |
TryMe |
Also wenn ich gekifft habe mache ich danach das gleiche wie zu der Zeit wo ich nicht gekifft habe.
Entweder wird am Auto geschraubt oder Software programmiert. Manchmal allerdings ruht man sich dann auch einfach nur aus |
->Jayjay<- |
Es hängt natürlich sehr stark auch von der eigenen Persönlichkeit ab, ob der Cannabiskonsum einen selbst verändert. Grundsätzlich glaube ich aber, dass ein Dauerkonsum die meisten Peronen sehr stark verändert, beim Konsument irgendwelche "Kiffersymptome" auftreten lässt.
Interessant wär natürlich ne Stellungnahme von deinem Bruder, kann mir aber nich vorstelln, dass er hier rumlungert, oder hier drauf antwortet. |
littlefirefairy |
Doch ich kenne das auch, wenn ich wie zur Zeit selten mal rauche, dann macht mich das aktiv, kreativ.
Aber als ich jünger war und eine zeit lang dauerkonsumiert habe, war das ganz anders, da bekam ich überhaupt nichts geregelt. Für mich ist total wichtig, dass es beim Hin und Wieder bleibt, dann "demotiviert" es mich auch nicht. Es kommt aber auch auf die Grundstimmung an. ...Und manchmal muss man sich einfach nur zusammenreissen. |
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Rauchen führt zur Verstopfung der Arterien und verursacht Herzinfarkte und Schlaganfälle. |