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Michael
Mittwoch, 22.30 - 23.15 (45 min.) WDR

Kim war dreizehn, als er auf dem Schulhof seinen ersten Joint geraucht hat. Kim, Marlon und ihre Freunde wollen nicht wirklich wahrhaben, dass das Kiffen sie längst verändert hat. Marihuana ist für sie ein Genussmittel und keine Droge.

Kim war dreizehn, als er auf dem Schulhof seinen ersten Joint geraucht hat. "Wir haben die ganze Zeit gelacht, und ich war total beeindruckt, dass ich die Welt um mich herum plötzlich ganz anders wahrnehmen konnte." Heute ist er 18, und das Kiffen ist für ihn alltäglich geworden. Immer öfter wird Kim darauf angesprochen, dass er müde aussieht und schlaff wirkt. Auch seine Leistungen in der Schule haben nachgelassen. Die Ängste und Warnungen seiner Eltern nimmt er nicht ernst - im Gegenteil: "Als ich klein war, hat mein Vater doch selbst gekifft. Ich habe sogar noch Fotos davon".

Was Kim und andere jugendliche Hasch-Raucher nicht glauben wollen: Cannabis ist sehr viel gefährlicher geworden als zu den Hippie-Zeiten ihrer Eltern.

Auch Marlon kifft täglich, manchmal sogar in der Schule. Der Achtzehnjährige lebt zusammen mit zwei Freunden in einer WG. Alle rauchen Marihuana. Irgendeiner hat immer einen Joint in der Tasche; wenn nicht, kann schnell etwas besorgt werden, zur Not auf dem Schulhof. So um die 150 Euro gibt er im Monat für seinen Cannabis-Konsum aus; das Geld dafür verdient er sich als Thekenkraft in einem Café. Ab und zu legen Marlon und seine Freunde einen drogenfreien Monat ein, um sich selbst zu beweisen, dass sie nicht abhängig sind.

Das Kifferparadies ist nach wie vor Holland, der Cannabis-Konsum dort legal. In so genannten "Coffeeshops" gibt es Gras in unzähligen Geschmackssorten. Auch Marlon und seine Freunde fahren ab und zu über die Grenze. "Außer Kiffen sagt mir Holland überhaupt nichts. Das ist ein bisschen traurig. Wir sind immer nur hingefahren, um uns breit zu rauchen", erzählt Marlons Freund Nico.

Kim, Marlon und ihre Freunde wollen nicht wirklich wahrhaben, dass das Kiffen sie längst verändert hat.Marihuana ist für sie ein Genussmittel und keine Droge. Von Langzeitschäden wollen sie nichts hören, schließlich "haben wir genau die gleichen Träume, wie jeder andere Mensch sie auch hat", sagt Kim, "ich möchte später auch eine Familie haben, ein schönes Haus und ein Auto".

Kantakukuruz
Kann es sein, dass da noch der Sender fehlt?

Edit: Ah... danke.

RaveN
auf welchem programm? *???*

Michael
Im WDR *gnicker*

der hanfling von oz
teilweise schon ziemlich komisch - gras in geschmackssorten? wäre neu für mich (kann sein, kenne ich aber nicht)

Und warum soll gras gefährlicher sein, als zu hippie-zeiten?
Wegen der Konzentration? Dazu fällt mir nur der allzu beliebte Vergleich zwischen Schnaps und Bier ein - man trinkt/raucht halt ein bisschen weniger...

Ma schaun, vllt. kann ich mir´s reinziehen...

 [user:433]

RaveN
warum wiederholung?

das wird doch heute abend erstmalig gesendet.

Mittwoch, 22.30 - 23.15 WDR

fl!x
Das Kifferparadies ist nach wie vor Holland, der Cannabis-Konsum dort legal.

Quelle: Siamcat

Wird das ganze nicht nur tolleriert ? Erlaubt sein kanns doch gar nicht, weil das ein Verstoß geg EU Recht wäre und die Niederlande da Mitglied sind.

Bobelkatja
ja, wird toleriert, nichts mehr
toller bericht, gras in geschmackssorten und legales gras in der EU *zwinker*

RaveN
*push*

geht gleich los!

Ijon_Tichy
Gute Reportage! Hat sich gelohnt! *freu*

Herbarius
Sehr interessant, auf jeden Fall.


aber die "Schwerpunktsetzung, die nicht als solche gekennzeichnet wurde"... *???*


naja, später mehr dazu, bin erstmal auf weitere Reaktionen gespannt.


Hat sich auf jeden Fall gelohnt, es zu gucken. Ob es eine gute Reportage war, ist eine andere frage, sicherlich kommt es darauf an, was man unter einer guten Reportage versteht...


HERBARIUS
der Aufmerker

hgom
Ich habs mir auch angeschaut.

Hab zwar die ersten Minuten verpasst aber naja.

Wirklich interessant.
Sehr positiv fand ich, dass die auch mal Alles aus der Sicht des Kiffers gezeigt haben und nicht wie sonst nur die ganzen Leute die nur von Rauschgift reden und Kiffer wie Verbrecher behandeln.

*meditier*

chill-o-matic
Da haben sie auch nur die gezeigt, die täglich konsumieren und diejenigen die von der Thematik keine Ahnung haben.
Eine propaganda Reportage wie die meisten.

MadMann
...Also ich fand die Sendung an manchen Stellen echt erschreckend. Wenn sich so ein Konsumverhalten unter Jugendlichen durchsetzt dann gute Nacht. Da hilft dann auch nicht mehr der Vergleich mit Alkohol finde ich denn wenn man dauerbreit den ganzen Tag durch die Gegend Jettet ist das für mich fast so wie ein AlkVollrausch...nur halt nicht so schädlich.

Ijon_Tichy
Gut, "Reportage" war vielleicht das falsche Wort.

Für sich genommen war die Sendung auch etwas einseitig, aber Propaganda würde ich das nicht nennen. Dafür wurde ein Einblick in das Leben verschiedener Dauerkiffer gewährt, was aber wie gesagt ein bisschen Einseitigkeit zur Folge hat.

Auch schön (wenn vielleicht auch blöd), dass die Kiffer augenscheinlich keine Hemmung hatten vor der Kamera zu rauchen und das Gefühl - zwar mehr schlecht als recht, aber besser als gar nichts - zu beschreiben.

Alles in allem war es Interessant und hat sich gelohnt!

maggifix
Wenn sich so ein Konsumverhalten unter Jugendlichen durchsetzt dann gute Nacht.

Quelle: Post #707598

Obwohl ich die "Reportage" garnicht so schlecht fand, da mal die Konsumenten selbst zu Wort kamen und nicht irgendwelche Dr. Dr. Blablabla über die "schreckliche Droge" redeten, muss ich MadMann da zustimmen. Wenn diese Jungs repräsentativ für die heutigen Kiffer sind, dann halt ich das schon für ein großes Problem.
Ansonsten war es echt interessant und lohnenswert die Sendung zu gucken, da die Vorurteilsstrukturen gegenüber Cannabis nicht so sehr bestätigt wurden, wie das in vielen anderen Repertagen der Fall ist.

stony mahony
hab die reportage auch gesehen...
ich fand es gut, das auch so fast alle der gängigen arten des konsums vorgestellt wurden. meiner meinung nach hätte aber auch ruhig etwas zur politschen lage in bezug auf cannabis in dem beitrag vorkommen können............

 [user:433]

MadMann
ich fand es gut, das auch so fast alle der gängigen arten des konsums vorgestellt wurden.

Quelle: stony mahony


Yip, das fand ich auch echt klasse, gerade weil es wirklich recht objektiv gezeigt wurde. Hat ja keiner die Augen nach dem Ziehen gerollt oder irgendnen bullshit erzählt.

Aber gerade die drei Jungs in der WG fand ich schon herb. Das ist man wenn man die Veranlagung hat schon der Weg zum DauerSiffer. Damit meine ich nicht das man unbedingt andere Drogen nimmt und abstürzt. Aber halt keine sozialen Kontakte mehr hat (ausser zu Kiffern) usw. gerade den Aspekt fand ich gut beschrieben. Und in dem Vorankündigungen war ja eigentlich auch schon beschrieben von welcher Art Konsument berichtet wird. Und dazu zählte in dem Fall halt nicht der Gelegenheitsraucher der alle Nase lang mal was raucht und ohne Probs damit klarkommt.

chill-o-matic


Für sich genommen war die Sendung auch etwas einseitig, aber Propaganda würde ich das nicht nennen.


Einseitige Berichte sind imho als Propaganda zu bezeichnen.

MadMann
...sorry aber das war wirklich keine Propaganda.....und einseitig wars auch nicht. Der Bericht hat das Thema getroffen auf das er abgezielt war und nicht anderes. Nur weil die Bilder manch einem nicht gefallen heisst es noch lange nicht das sie falsch sind....;)

Ijon_Tichy
ï|_|_-Ø-™ª†!¢,

nicht unbedingt (imho). Es ging schließlich um ein sehr spezielles Thema. Die _großen_ Medien berichten doch kaum objektiv über diese Thematik.


Einseitig schrieb ich, weil mir eben doch etwas an "qualitativem Volumen" fehlt. Klar, wie gesagt, es ging um ein sehr spezialisiertes Thema, aber trotzdem fehlt mir die Meinung wenigstens eines Nichtkonsumenten (wie z.B. bei "Die bekiffte Republik").

Aber ich denke das ist eine Geschmacksfrage.

Trotzdem: Wenn man das Puzzle (welches auch immer - es ist egal) lösen möchte, muss/kann/darf/sollte man sich eben mehrerer Quellen bedienen.

chill-o-matic
@Mad
Falsch waren die Bilder auf keinen Fall, allerdings störte mich die Einseitigkeit der Art der Konsumenten.
Sonst fand ich die Reportage in Relation zu den anderen, die ich gesehen habe, gut.


nicht unbedingt (imho). Es ging schließlich um ein sehr spezielles Thema. Die _großen_ Medien berichten doch kaum objektiv über diese Thematik.


Propaganda ist nicht in Relation zu anderen Medien zu sehen, aber ich glaube ich gebe euch Recht, dass es doch keine Propaganda ist.

Michael
Das herausragende an der Dokumentation ist, dass sie an einem Praxisbeispiel genau aufzeigt, was ich schon immer vermutet habe. Nämlich dass Dauerkiffen schädlich ist und welche negativen Auswirkungen genau auftreten. So ist eigentlich aus meiner Vermutung Gewissheit geworden.

RaveN
es ging ja auch ausschliesslich um teenager, die z.t. schon recht früh mit dem kiffen begonnen haben.
sollte sich nichts grundlegendes bei denen ändern, kann man ihren ungefähren lebenslauf jetzt schon schreiben.

ist im prinzip nix anderes wie beim alkohol.
es gibt immer solche und solche.

*sauf*

mir hat die reportage jedenfalls gefallen.

*schmök*

stony mahony
jop, word at fourteil...

Herbarius
Und in dem Vorankündigungen war ja eigentlich auch schon beschrieben von welcher Art Konsument berichtet wird. Und dazu zählte in dem Fall halt nicht der Gelegenheitsraucher der alle Nase lang mal was raucht und ohne Probs damit klarkommt

Das wissen wir. Jemand der sich diese Sendung ohne "Vorwissen" anschaut, weiß das aber nicht und so entsteht für ihm der Eindruck, alle/die meisten Kiffer seien so. Das ist alles andere als Richtig. Ich unterstelle jetzt mal einfach der Frau, die diesen Film gemacht hat, dass sie sich dieses "Effektes" bewusst war und ihn bewusst eingesetzt hat. Aus dem gleichen Grund ist auch vermutlich die "Legalisierungsdebatte" nicht angesprochen worden.

Außerdem wurde versucht den Eindruck zu erwecken, dass nur Dinge "gezeigt" werden, also nur objektiv betrachtet werden, obwohl das nicht der Fall war. Falls jemand die Aufzeichnung auf Video hat, möge er sie sich mal ohne Ton anschauen oder es versuchen sich vorzustellen... Versteht ihr was ich meine?


Ich könnte noch einiges mehr darüber erzählen, aber vieles ist schon gesagt worden und anderes ist nicht ganz so wichtig. Auf jeden Fall fand ich die "Reportage" etwas heuchlerisch. Sicherlich gibt es Fälle, wie die gezeigten. Aber das ist nicht die "breite Masse". Im Film wurde nicht einmal erwähnt, dass Extrembeispiele gezeigt werden.

Achja übrigens: Von allen gezeigten Fällen war doch die WG eigentlich die, die am besten mit ihrem Konsum klar kamen. Nur die Sprecher, die nebenbei etwas erzählten versuchten gerne einen anderen Eindruck zu erwecken, auch durch Kameraführung wurde das zum Teil gemacht. Klar ist es krass, täglich zu kiffen, aber eineige kommen damit ganz gut klar und diese WG - die Leute darin kamen relativ gut klar.


HERBARIUS
der Aufmerker

MadMann
Du zitierst mich und sprichst mich indirekt an also antworte ich darauf. Ich stehe bestimmt nicht auf der anderen Seite nur nervt mich gewaltig das Verhalten diverse Kiffer die sich aufs derbste angegriffen fühlen wenn der eigene ja völlig harmlose und ungefährliche Konsum in irgendeiner Form hinterfragt oder kritisiert wird. Falls du mir ernsthaft positives z.B. aus dem Verhalten Kims erläutern kannst nur zu, mich als Konsumenten haben die Bilder erschreckt und daran gibts auch nix daran schönzureden. Wir sprechen hier von Drogenusern die als Kinder begonnen haben das hat nichts rein garnichts mit kontrolliertem Konsum zu tun.

die Leute darin kamen relativ gut klar.


Ja? Dann haben wir beide eine unterschiedliche Sendung gesehen. Da wurde mehrfach von den Jungs und nicht von der Journalistin erwähnt das sie das DauerKiffen lustlos, unmotiviert macht und wenig andere soziale Kontakte zulässt.

Aber die negativen Seiten redet man sich als Kiffer halt auch gern wech...nicht wahr?

Herbarius
Auf diesme Niveau habe ich ehrlich gesagt keine Lust mit dir zu diskutieren, MadMann! Dennoch werde ich dir antworten.

Sicherlich sind die Bilder erschreckend. Aber was ich kritisiere ist, dass es sich dabei um Extremfälle handelt, dies aber NICHT erklärt wurde. Auf diese Weise wurde dieses Verhalten generalisiert. Aus dem Verhalten von diesem Kim kann ich dir nichts ernsthaft positives erläutern. Vielleicht sollte man jedoch erläutern, dass er sich auch selbst mit dem Thema Cannabiskonsum auseinandersetzt und kritisch hinterfragt, was bei den anderen gezeigten Beispielen nicht der Fall haben. Aber anscheinend kommt dabei nicht 'raus, das er den Konsum einstellen sollte, also kann man durchaus von einer (mehr oder weniger) starken Abhängigkeit sprechen.

Die Leute in der WG kamen relativ gut klar. Ich sagte nicht "gut", ich sagte "relativ gut", ein bedeutsamer Unterschied. In diesem Fall bedeutet es, verglichen mit anderen, die einen ähnlich heftigen Konsum betreiben, kommen sie ganz gut klar.

Auch möchte ich darauf hinweisen, dass bei den Interviews so gut wie nie die gestelten Fragen zu hören waren, sondern fast immer nur die Antworten. Man weiß nicht wie die Frage ist, daher kann man aus den Antworten auch schwer Rückschlüsse ziehen.


HERBARIUS

 [user:3139]

MadMann
Auf diesme Niveau habe ich ehrlich gesagt keine Lust mit dir zu diskutieren, MadMann!


Uh, was ist jetzt los,? Ich habe schlicht auf dein post hin sachlich meinen Standpunkt dazu wiedergegeben.

Dennoch werde ich dir antworten.

Quelle: Herbarius


*knutsch*

Aber was ich kritisiere ist, dass es sich dabei um Extremfälle handelt, dies aber NICHT erklärt wurde.

Quelle: Herbarius


Also ich finde die Beschreibung der Sendung oben recht schlüssig und das was man in der Sendung sah bzw. beschrieben wurde hat schon darauf schließen lassen das es sich nicht um normale Konsumenten handelt. Aber das ist Ansichtssache, bleiben wir dabei...;)

Ich sagte nicht "gut", ich sagte "relativ gut", ein bedeutsamer Unterschied.

Quelle: Herbarius


Wir sind hier in einem Internetforum in der solche "bedeutsamen" Unterschiede absolut untergehen....wollte ich nur erwähnt haben. Da könnte man bei jedem 2 post anfangen etwas reinzuinterpretieren.


DattyShakaZulu
Also meine Eltern wissen von meinem Cannabiskonsum und sind auch weniger damit einverstanden..Mein Vater hat mich dann auf diese Reportage angesprochen und wollte sie mit mir zusammen anschauen..gesagt, getan..Mir hat die reprtage eigentlich ziemlich zugesagt, leider aber wurden wirklich nur die "täglichen Kiffer" behandelt und für meinen Vater kam es auch so rüber, als würden alle klein anfangen und mein Konsumsei nicht ewig aufs Wochenende zu beschränken, weil ich irgendwann süchtig wäre. Deshalb fände ich es besser, auch einige Kiffer zu zeigen, die weniger rauchen! Der Eindruck den mein Vater nach dieser Reportage ist auf jedenfall schlechter als vorher. Klar stimm ich ihm zu, dass Cannabis irgendwo auch gefährlich ist, und ich auch selbst glaube, dass ich bei täglichem Konsum weniger klarkommen würde. Ich weiß inzwischen selber nicht mehr was ich glauben soll, ich denke einfach, dass sich mein Konsum nicht steigern wird, da er schon seit einem Jahr (von Anfang an) immer nur aufs Wochenende beschränkt ist und ich auch keinen Leistungsabfall in der Schule zu spüren bekomme, ich habe immernoch dieselben Interessen und Ziele, was mir leider von meinen Eltern nicht geglaubt wird. Ich denke ich habe meinen Konsum unter Kontrolle, und es gibt sicher viele denen es genauso geht. Ich finde es einfach Schade dass es keine Reportagen gibt, die dass Bild der Kiffen ein bischen anheben, und wen es solche gibt werden sie von den Leuten meist als Unglaubwürdig eingestuft. Schade!!

bless..

RaveN
und es möchte auch nicht unbedingt jeder kiffer, der seinen konsum einigermassen "im griff" hat vor die kamera treten.

*schmök*

pubertierende teenager sind da schon eher kamerageil. *knetzwinker*
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