Drogenpolitik selbst gestalten mit Abgeordnetenwatch |
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UsualRedAnt |
Das Projekt Abgeordnetenwatch bietet jedem die Möglichkeit, Abgeordneten des Bundestages und des Europäischen Parlaments Fragen zu aktuellen politischen Themen zu stellen.
Der DHV hat sich genauer mit Abgeordnetenwatch auseinandergesetzt und empfiehlt die Seite für die tägliche (drogen-)politische Arbeit. http://hanfverband.de/aktuell/meldung_1208962719.html |
pip |
krasse sache... wenn ich mal die zeit finde und so richtig breit bin werd ich ger guten Sabine mal'n schönes briefchen aufsetzen!
...und da wird alles mit fundierten fakten und quellen hinterlegt sein, bin mal gespannt ob sie noch paar andere floskeln auf lager hat! hey, du bist doch der steffen, richtig? hab die folge excessiv- gestrecktes gras gesehen, sehr informativ! wir brauche eindeuteig mehr kiffer wie dich... weiter so!
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poq |
das ist zeitverschwendung.. ich weiß ja nicht wie das funktioniert bzw. ob diese frau da die alleinverantwortliche ist, aber euch dürfte mal aufgefallen sein, dass sich viele menschen einfach nicht überzeugen lassen, egal was man auch sagt.. das ist wie ne schranke im gehirn, sie begreifen es einfach nicht.. das einzige, was man hoffen kann ist, dass irgendwann n neuer drogenbeauftragter kommt, ders halt anders sieht...
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Menschenfresser wetzendie .. |
Parteibindung ;)
Völlig ineffektiv außer es wird medial verbreitet. |
MadMann |
..ich frage mich heute schon den ganzen Tag wie die Frau überhaupt zu dem Posten gekommen ist geschweige den was Sie dafür überhaupt qualifiziert....*kopfschüttel*
Sry fürs Off! |
PsyontheSky |
Hat die überhaupt ein Praxiserfahrung mit den Sachen mit denen sie sich befasst.
Naja werde der auch mal einen Brief schreiben. Fakten dazu gibst ja genug. Auch wenn ich eig Schweizer bin. Auch ihr Deutschen habt ein Recht auf Gras. |
sebb |
danke PsyontheSky das finde ich sehr sozial von dir.
meine letzte Anfrage an die Sabine war allerdings nicht so aufschlussreich, die Frau dreht sich immer alles so hin wie sies braucht. -> http://kiffer.net/cannabis/aktuell/presseschau/news_warum_weniger_cannabis_in_niederlanden |
pip |
frau Bätzing muss einfach mal nach holland in nen guten CS und paar köpfe in der bong ziehen, damit die gute erstmal klar kommt
...und damit die weiß worum es geht im leben ...um's breit sein! ![]() |
Desire |
Ich hab der auch schon zweimal geschrieben, kannste vergessen, kriegst immer die gleichen Antworten. |
Cress |
N paar Köpfe
Sie sollte vielleicht erstmal klarkommen und DANN einen rauchen. Sonst denkt Sie, sie wär abhängig, wenn sie nach dem ersten Kopf einen nächsten rauchen will. Es müsste mal ne Fernsehshow geben, in der die Leute inner Runde sitzen, kiffen und über Themen labern. Einschaltquote 82 Millionen? Natürlich muss es auch Warnhinweise vor und nach der Sendung geben, wie bei Sendungen mit Gewaltinhalt. Es gibt ja auch Freiwillige, die sich innem Boxring die Fressen blutig schlagen. Warum nicht mal ein paar harmlose, schlaue Kiffer als Modetrend in Szene setzen? Man müsste mal ein extrem ausführlichen Projektplan aufstellen, alle rechtlichen Beschränkungen umgehen und dies an die größten Medien schicken... |
Arthur Dent |
Cress, kennst du die Geschichte "Die Radiotrinkerin" von Max Goldt? |
weisserwitwer |
Frau Bräsig ist bräsig, wenn sie allerdings Millionen von Anfragen zum gleichen Thema hätte dürfte ihr es schwerfallen dies noch zu ignorieren, allerdings macht sie auf mich einen ziemlich karrieregeilen und rücksichtslosen Eindruck... genau die richtige Person um drogenpolitische Arbeit zu betreiben *dasletztewarIronie* |
pip |
...wie geil! die würde bestimmt net mehr runter kommen von dem zeug... ...wie wir alles hier! selbst wenn wir wöllten, dieses teufelskraut hat uns gefangen, auch aus mir spricht nur noch das hasch! warum hat mich die regierung nur nicht besser beschützt??? ohhh.... frau Bärstig, ich bin ja schon so aggro von dem ganzen shit! bitte rotten sie auch noch die letzen grower aus damit blos kein jugentlicher mehr gras zu rauchen bekommt, dass alle nur noch dem alkohol und taback verfallen um 50 jahre später 100mal mehr kosten für das gesundheitssystem aufzuwerfen als es ihnen in ihrem kurzem leben möglich war steuern einzuzahlen...
du unterschätzt die frau! ....sie is so ignorant! die stirbt nochmal draran, dass sie den atemrefelx ignoriert hat... |
weisserwitwer |
Jemand müsste ihr mal was ins Essen mischen... |
PsyontheSky |
Ich bin grundsätzlich kein gemeiner Mensch.
Aber wie die aussieht ist die noch nie aus ihrer heilen Welt des Kleinbürgertumes rausgekommen Am besten Zwangsflash |
Eule aus Berlin |
Hab auch mal der Frau Bätzing nen netten Brief geschrieben, auch wenn´s wahrscheinlich sinnlos ist, schaut man sich mal ihre Antworten an.
Hier:
Noch ist das nicht auf der Seite zu sehen, wenn´s überhaupt durchkommt. Und für Antworten lässt die gute Frau sich ja auch gut Zeit, scheinbar sucht sie sich auch ihre Fragen aus, die sie beantworten will, da sind schon einige gute Fragen dabei, die schon lange nicht beantwortet wurden, spätere unkritische dagegen prompt. Ich weiß, der Brief ist nicht das höchste der Gefühle, aber 2000 Zeichen ist gar nicht soviel, wie sich´s anhört. Aber am besten ist diese Frage :
Darauf hat sie auch noch nicht geantwortet
Bei dieser Steilvorlage? |
weisserwitwer |
Könnte aber auch ne Fangfrage sein |
pip |
schönes ding eule! sehr sachlich und auf den punkt gebracht das ganze.
obwohl ich das letzte mit dem kiffer-quoten am ende vielleicht weggelassen hätte, das wird wohl die einzige frage sein auf die sie eingehen wird. bei dem rest lassen sich ja defacto keine sinnvollen gegenargumente finden... deine argumente sollten slebst den hinterletzten, daueralkoholisierten vollidioten einleuchten, aber die frau Branstig wird es wohl nicht kümmern... |
Eule aus Berlin |
Danke für das Lob!
Das mit den Prozentzahlen hab ich da reingesetzt, weil sie damit einem Herrn wiedersprochen hat, der zu einem anderen Ergebnis kam, nämlich: nach den Studien würden in D 3,0% kiffen, in NL nur 2,2 (oder so, hab´s jetzt nicht genau im Kopf), und sie versucht dieses Argument mit unsauberen Methoden zu entkräftigen! Ob absichtlich oder nicht, ist da erstmal egal, das kann man nicht so stehen lassen, hier wurde das ja auch schon diskutiert. Und dieses """ sollten mal Anführungszeichen werden. Nach nochmaligem Durchlesen würde ich schon ein wenig was an dem Brief ändern, aber das kennt wohl jeder
Leider ist die Frage immer noch nicht zu sehen, weiß wer, wie lange das immer dauert? |
Desire |
Also bis die Frage zu sehen ist kann es schonmal 2 Tage dauern, war bei mir zumindest so. Und bis ne Antwort kommt kann auch schonmal ne Woche vergehen. Kommt halt drauf an wie Bätzing zeit hat. Kannst dir zum Thema "Zeit" mal die Anfragen an Angela Merkel angucken, da sind fragen, die sind seit Monaten oder Jahren unbeantwortet weil die da einfach keine Zeit für hat. |
Eule aus Berlin |
Heute kam ne Mail von abgeordnetenwatch.de:
War ja klar, dabei waren doch einige interessante Fragen dabei.
Besonders die Zahlen von Kiffern in D und NL interessieren mich, genauso wie die anderen legalen psychoaktiven Pflanzen im Kontext zu Cannabis und Zaubersalbei. Soll die Bätzing nur eine Mail mit Cannabisbezug pro Monat erhalten, oder was? Und auch nett, dass mein Briefchen Massenmail genannt wird, können doch gleich schreiben: Die Kiffer spammen uns immer nur zu! Demokratie *juhu* |
sebb |
Hey Eule!
das gleiche habe ich auch zuerst erhalten, dann habe ich aber nochmal nachgehakt weil was bestimmtes in meiner Anfrage tatsächlich noch nicht gestellt wurde. Dann haben sies doch veröffentlicht. Schreib doch nochmal ne Mail an abgeordnetenwatch. |
pip |
genau! immer auf den sack gehen den leuten... nur so kommt man heutzutage weiter, leider^^ |
sebb |
und Eule aus Berlin hast du nochmal nachgehakt? |
Eule aus Berlin |
Ja, aber bis jetzt noch keine Antwort.
Grundsätzlich finde ich die Möglichkeit ja toll, Fragen an bestimmte Abgeordnete zu stellen, aber die sollen doch bitte nicht Fragen, die der Person nicht genehm sind, weil zu viele davon auftreten, "zensieren". Hat schon seinen Grund, dass da viele nachfragen. |
Alex |
War doch klar das die das einfach löschen.
Unsere Politker haben allen einen schuss weg und stehen auf die Gehaltslisten von grossen Firmen, damit sie in deren Intresse abstimmen. |
MadMann |
man lese sich die letzte Antwort von Fr.Bätzing vom 09.05.2008 auf abgeornetenwatch durch und jeder wird feststellen wie sinnlos es ist mit dieser Frau darüber zu diskutieren.... |
pip |
richtig frau bätzing, verharmlosen sie bloß nicht die wattebällchen
*ironie off* die is ja so dumm und fehlinformiert, aber zumindest letzteres wäre ja eigentlich problemlos abzustellen... |
sebb |
Bätzing hat inzwischen wieder zahlreiche Artikel beantworet u.a. diesen hier:
man lasse sich erstmal den letzten Satz langsam auf der Zunge zergehen. Zum Kotzen so eine Aussage. |
kalter Keller |
hihi,den artikel hab ich grade gefunden,du hast ja einen seltenten vornamen :p |
myracle |
Man darf annehmen dass Frau Bätzing durchaus informiert ist - soweit wie es ihre berufliche Karriereleiter mit stabilen Sprossen versorgt. Im Gegensatz zu den Konsumenten, die beim Wort "Drogenbeauftragter" lieber jemanden sähen, der damit beauftragt ist, offen und vorurteilsfrei über erwünschte und unerwünschte Wirkungen von Drogen zu informieren, sieht die Politik an dieser Stelle lieber jemanden, der im Einklang mit der herrschenden Parteilinie (oder sagen wir lieber gleich "Lobbyismus") agiert.
Somit ist da jemand gefordert, der nichts unversucht lässt, die Menschen von der grauenhaften und alptraumhaften Abgründigkeit der Drogen zu überzeugen. Dass diese Überzeugungsarbeit nur bei denjenigen aufgeht, die im vornherein bereits eine kritische Einstellung dazu haben, ist mit einkalkuliert. Was all jene Drogennutzer betrifft, die über ihre bevorzugte(n) Droge(n) informiert sind, lässt sich vom Rhabarbern der Drogengegner keiner davon abbringen, seine Substanz trotzdem weiterhin für das höchste der Gefühle zu halten, und daher auch weiterhin zu konsumieren, und auch das ist einkalkuliert. Mit "Schlag"worten wie "Drogenring zerschlagen" lässt sich eine wesentlich wirksamere Propaganda machen im Sinne von "schaut her, was ich als Drogenbeauftragte dieses Landes alles erreiche", anstatt mit Meldungen, die Akzeptanz und Verständnis zeigen. Und so führen auch grössere Fahndungen nach dem Prinzip des Stocherns im Ameisenhaufen lediglich zu Erfolgsmeldungen für jene, die den Erfolg darin erkennen. Für die geschädigten Drogen"opfer", deren grösste Opferrolle jene ist, Geld, Führerschein und soziale Akzeptanz zu verlieren, ist nichts positives an der Drogenpolitik zu finden: es gibt weder genügend präventive Aufklärung, noch nachhaltig gerechte Gesetzgebung, und die letztere ist wohl der Grund, warum einer, der vor dem Kadi stand, selten Einsicht findet. Die Erkenntnis, dass eigentlich nicht die Droge der soziale Abstieg, sondern die gesellschaftliche und staatliche Repression ist, führt weder zu Vertrauen in Justiz und Politik, noch zu weiterführend präventiven Erfolgen bei den ordnungshütenden Kräften. Der einzige Erfolg zeigt sich national für die Staatseinnahmen, industriell für den Lobbyismus, persönlich für diejenigen, die auf der Karriereleiter nach oben wollen. Und so sieht man, wie Bätzing weiterhin den Anschein erweckt, ihr momentanes Amt mit einer gesalzenen Dose Halbwissen über Wasser zu halten, um nachher einen zurechtgebogenen Bericht abzuliefern, wie toll sie alles gemacht hat. Was ihr Hauptgrund dafür ist, sei es Karrieresucht, persönliche Verbindungen oder Unterstützungen gewisser Industriezweige, oder schlicht und ergreifend blatante Unwissenheit darüber -was- der Sinn eines Jobs wie "Drogenbeauftragter" ist, da kann man viel spekulieren, muss man aber nicht. Als Tatsache bleibt nämlich weiterhin bestehen, dass sie weder eine flächendeckend gesellschaftliche Aufklärung über Drogen betreibt, noch dass sie die Interessen der Drogennutzer zu schützen weiss, etwa im Sinne von Warnungen vor Streckmitteln. Demjenigen, der Drogen gebraucht, sind für gewöhnlich die Suchtrisiken und anderweitigen Nebenwirkungen der präferiert benutzten Drogen bekannt - und über unbekannte aber interessant wirkende Drogen vermag man sich im heutigen und vernetzten Zeitalter leicht und umfassend zu informieren. Aber wenn, dann bitte nicht bei der Drogenbeauftragten. Schwieriger ist es jedoch, im Gegensatz zu dem was pip sagt, die Unwissenheit abzustellen: sie ist nämlich tief in den Köpfen derer verankert, die sich als fanatische Eiferer hinstellen und erklären, doch nur das Beste für die Menschen im Sinne zu haben. So wird aus den in der Tat modernen Kreuzungen und Züchtungen der Hanfzüchter sehr schnell brutalstes Mörderkraut, genetisch manipuliertes Killergras oder was immer der Schlagworte mehr sind. Nicht zuletzt die Medien tragen ihren Teil dazu bei, dass sich solche Halbwahrheiten über Drogen und ihre Wirkungen weiterhin am Leben erhalten. Zum einen muss man sich fragen, wessen Wort es ist, das die Medien da weitergeben, und wie weit dieses Wort aufgenommen und weitergegeben wird. Zum anderen muss man sich auch darüber im Klaren sein, dass die Medien solche Scheininformationen höchst selektiert wiedergeben. Der Bericht über den heruntergekommenen Junkie, der mit 12 den ersten Joint in den Fingern hatte und nun auf H die Strassen entlang pilgert, um noch einen Schuss für die kommenden Stunden zu ergattern, verkauft sich weitaus besser als ein Bericht, der das kontrollierte Konsummuster eines gewöhnlichen Morphinisten, Acidheads oder eben Kiffers darstellt. Freilich wüsste auch Morphinist, Acidhead und Kiffer über negative Erfahrungen mit seiner Droge zu berichten - aber für den Großteil der Drogennutzer überwiegen die positiven Erkenntnisse - sonst hätten sie ihre Droge doch mit ein wenig Überlegung längst sein gelassen. Fakt ist aber auch, dass Drogen eine Reihe von Dingen im menschlichen Körper und Verstand auslösen, die Wissenschaft und Forschung bis heute noch nicht durchschauen. Das Problem dabei ist weniger guter Willen - die Ansätze von therapeutischer Nutzung diverser Rauschdrogen finden sich allenthalben in einschlägigen Nachrichten - nein, das Problem ist auch hier die repressive Politik. Wenn es einer Forschungsanstalt oder einem einzelnen Forscher nur unter äußerster Anstrengung möglich ist, eine Substanz zu untersuchen, weil sie als illegal gilt, so ist das Interesse daran gleichzeitig wieder sinkend. Die Forschungsunternehmen haben schliesslich aus Sicht des gewöhnlichen Bürgers mit schlechter Publicity zu rechnen: "Firma XY forscht mit Marihuana rum, diese Haschpapis!" Dass eine Menge der modernen Drogen erst dank der Pharmaindustrie existieren, vergessen die Menschen dabei gerne, oder haben davon schlichtweg noch nie im Leben etwas gehört. Wo vorhin das Wort "Rauschdroge" fiel, kommt hier ein weiterer Faktor ins Spiel, den vor allem die Gesellschaft gerne vergisst: Was erwarten wir von einer Substanz? Ein gutes und leckeres Essen erfüllt gleich mehrere Bedürfnisse des Menschen, es sättigt, macht zufrieden, und gibt Energie. Damit ordnen wir diese Mahlzeit ja noch lange nicht als Droge ein, auch wenn wir einige Stunden später die Entzugsentscheinung eines knurrenden Magens kennenlernen. Gleichzeitig aber wissen wir auch von der möglichen Überdosis, nämlich der Möglichkeit sich schlichtweg zu überfressen, bis man alles wieder ausreihert. Freilich aber, so sei an dieser Stelle angemerkt, ist der Vergleich von lebensnotwendiger Nahrung mit nicht zwangsläufig lebensnotwendiger Droge wie der berühmte Vergleich von Äpfeln und Birnen. Aber nun, weiter. Ein guter und leckerer Joint erfüllt ebenso mehrere Bedürfnisse des Menschen, allerdings sind diese hier sehr stark davon abhängig, was der Raucher sich erwartet. So kann man natürlich auf aktivitätssteigernde Euphorie hoffen, sich auf einen gemütlichen und kreativen Musikabend einstellen, oder mit Freunden feiern und die Gemeinsamkeit geniessen. Und da ist auch bereits das erklärende Wort: Genuss. Sicher, wir können das vorhin erwähnte Essen ebenso geniessen. Aber nehmen wir uns doch nochmals die Äpfel und Birnen vor. Es sei angenommen, wir besäßen einen Berg von Äpfeln, ja, zur Hölle, eine ganze Apfelplantage, die täglich mehrere Kilo Äpfel abwirft. Wir können uns daran sättigen, so oft uns danach ist. Mit dem Birnbaum sieht es allerdings mager aus. Es ist zwar eine furchtbar leckere und schmackhafte Sorte, aber der Birnbaum bringt nur einmal in der Woche eine Birne hervor, manchmal auch gar keine. Wir lernen also recht schnell den Genuss der seltener vorkommenden Birne zu schätzen. Wenn einem aber Genuss vorenthalten wird, die Abwechslung vom eintönigen Dauerapfelmus also ausbleibt, dann fragen wir uns, ob es nicht mehr gibt. Aha, kommt die Erkenntnis; es gibt ja nicht nur eine Apfelsorte, also probiert man die anderen durch, mag manche mehr, manche weniger. Und auch die Birnen gibt es natürlich in verschiedenen Sorten, manche schmecken uns, manche nicht. Ein Problem taucht auf, wenn wir nun erklärt kriegen, dass die Birnen zwar in der Tat lecker sind, aber ein fürchterliches Bauchgrimmen am nächsten Tag verursachen kann, wenn man zuviele davon zu schnell isst. Macht bis hierhin nichts, wir essen die Birnen dann einfach ein wenig langsamer und gemächlicher. Wenn wir aber nun eines Tages einen Zaun um den Birnbaum vorfinden, an dem ein Schild hängt, werden wir es kopfschüttelnd durchlesen: "Aufgrund der möglichen Nebenwirkungen des Birnengenusses ist es zu Ihrem Schutz ab sofort verboten, diese Birnen zu ernten - ihr braucht sie ohnehin nicht wirklich, es gibt schliesslich Äpfel." Auf die gegenwärtige drogenpolitische Situation übertragen bedeutet das, was uns der Staat so oft zu erklären versucht: ist doch alles nur zu unserem Besten. Drogen braucht ihr nicht, die sind schlecht und haben furchtbare Nebenwirkungen, also bleibt bei den legalen Genussmitteln. Hier ist auch der Knackpunkt des ganzen Drogenwirrwarrs an und für sich, eine willkürlich wirkende Unterscheidung zwischen dem was illegal ist, und dem was legal ist. Diese Willkür ist bei näherer Betrachtung keine tatsächliche Willkür, sondern ein exakt kalkuliertes Planspiel, welches der erwähnte Lobbyismus fördert; Papier- und sonstige Faserverarbeitende Industrie, Pharmazeutik und diverse weitere Industrie- und anderweitige Forschungsbereiche profitieren schliesslich enorm vom Verbot gewisser Substanzen. Das bedeutet aber für den Konsumenten von illegalen Rauschmitteln desweiteren eine enorme Schwierigkeit darin, seine Überzeugung für die genutzte Droge politisch kund zu tun. Protestkundgebungen sind so zum Beispiel von zweifelhaftem Erfolg gekrönt, wenn die Demonstranten dafür polizeiliche Nachspiele zu erwarten haben. Ebenso sieht es für viele aus, wenn sie ihre persönliche Meinung in Portalen wie dem |