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Cannabis verändert die Hirndurchblutung

Kommentar zu Cannabis verändert Hirndurchblutung.Unterseiten dieses Freds
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Hille
wenn ich "US-Forscher" im Zusammenhang mit Cannabis lese, dann bin ich schon mal skeptisch.

allerdings klingen die Ergebnisse dieser Forscher recht plausibel und das sollte uns alarmieren. ich persönlich hab nämlich weder Bock auf einen Schlaganfall noch auf einen Herzinfarkt. sollte der Zusammenhang zwischen Cannabis-Konsum und Gefäßwiderstand bzw. Bluthochdruck in weiteren Studien bestätigen, wäre das für mich ein Grund, meinen Konsum dauerhaft zu senken; vielleicht auf einmal im Monat.

Dr.Pepper
hmm, ist der effekt, dass sich die adern verengen, nicht weitgehend auf den nikotingehalt zurückzuführen?
man müsste für eine aussagefähige studie auch normale raucher testen, und cannabiskonsumenten, die thc nicht inhalieren, sondern beispielsweise essen.
erst dann akzeptiere ich solche ergebnisse.

 [user:11963]

Dr.Pepper
erweiternd

Hille
nicht, dass das jetzt einige zu der Annahme verleitet, dann wäre Mischkonsum ja die gesündeste Alternative.
*zwinker*

bitte kein offtopic.

Prosciutto
Diese Meldung finde ich so wichtig, dass man sie vielleicht als wichtig kennzeichnen sollte und während 24 Stunden "oben" behalten sollte.

Ich habe mir den Spiegel-Artikel lokal gespeichert. Das würde ich auch euch empfehlen, da nach einiger Zeit alle Spiegel-Artikel nur noch gegen Bezahlung aufrufbar sind.

Es ist schade, dass in diesem Spiegel-Artikel zwei Themen vorkommen, nämlich die (angebliche) Veränderung der Hirndurchblutung durch Cannabis und die Verschlimmerung von Demenz (Alzheimer) durch den Nikotinkonsum. Schade, dass der Spiegel diese beiden Studien nicht in getrennten Artikeln veröffentlicht haben, denn diese Studien haben keinen Zusammenhang, ausser dass in Joints häufig auch Nikotin vorkommt. Doch es gibt genügend Purkonsumenten oder Leute, die einen Tabakersatz in Joints mischen (z.B. Knaster).


Sowohl die Strömungsgeschwindigkeit des Blutes als auch der arterielle Widerstand waren zu Beginn der Studie bei den Marihuana-Konsumenten deutlich größer als bei den Kontrollpersonen, ergab die Auswertung.

Ist diese Aussage nicht ein Widerspruch? Was bedeutet "arterieller Widerstand"? Soll(t)e ein Widerstand nicht die Strömungsgeschwindigkeit verringern? Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die Strömungsgeschwindigkeit des Blutes tatsächlich (viel) höher ist. Ja, ich bin überzeugt davon, dass dies stimmt. Denn erstens habe ich während meiner Arbeit über Cannabis herausgefunden, dass Cannabis blutverdünnend wirkt. Und ausserdem bin ich einer, der sich während dem ganzen Jahr (fast) täglich die Nase schneuzen muss. Und das mache ich sehr gründlich, bzw. fest. Nach intensivem (oder "n"?) Cannabiskonsum fängt meine Nase meistens einen Tag später schon sehr leicht und heftig an zu bluten (während dem Schneuzen). Das Nasebluten hält dann doch ziemlich lange an. Da täusche ich mich nicht. Speziell fällt mir dies auf, wenn ich sehr potentes Gras von einem Kollegen rauche. Bei gutem Hasch (schwarzen Afghane) hingegen ist das selten der Fall.

Doch für besonders aussagekräftig halte ich diese Studie nicht, da nur insgesamt 72 (54 + 18) Teilnehmer daran beteiligt waren.


Mit ungenauen Aussagen wie:
Sowohl die Strömungsgeschwindigkeit des Blutes als auch der arterielle Widerstand waren zu Beginn der Studie bei den Marihuana-Konsumenten deutlich größer als bei den Kontrollpersonen, ergab die Auswertung.

kann ich nichts anfangen. Ich möchte den Faktor wissen, um den die Strömungsgeschwindigkeit und der arterielle Widerstand erhöht ist bei Cannabiskonsumenten. Was heisst "deutlich grösser"?

Pazifist ist Fowler
da das eineus studie ist, weise ich darauf hin, dass die thcgruppe wahrscheinlich hauptsächlich purraucher und nicht-zigarettenraucher sind.

ich frag mich auch, wie sich dann dieser höhere widerstand und die strömungsgeschwindigkeit auswirkt. herzinfarkt? schlaganfall? beides gefahren, die eigentlich dem rauchen zugeschrieben werden.

höhere strömungsgeschwindigkeit und widerstand: die aterien werden enger, dadurch wird der widerstand größer, das herz pumpt stärker => höherer blutdruck, das but wird schneller durch die engen arterien gepresst.
das sind alles laienangaben, kann keine richtigkeitsgarantie geben, aber so klingt das für mich logisch.

Dr.Pepper
bei verengten arterien steigt die thrombosegefahr. im kopf oder im herz kann das schnell sehr gefährlich bis tödlich werden...
das ist die gefahr, die die forscher aufzeigen. (erhöhter blutdruck auch)

trotzdem bin ich nicht überzeugt, dass dieser effekt speziell von cannabis ausgelöst wird.
wie ich oben schon geschrieben habe, würde mich sehr interessieren, ob es bei oralem konsum auch diese auswirkungen gibt.

Fish-Vamp

1. Sind es wie Prosciutto schon sagte nur gerade 72 Leute von denen hier auf den rest der Menschheit geschlosen wird...

2. steht noch im selben artikel:
Unter Medizinern ist nach wie vor umstritten, ob und welche Langzeitfolgen regelmäßiger Cannabis-Konsum hat.

was für mich tönt wie: "Nehmt's nich so ernst es sagt eh jeder was anderes"

3. steht im grunde genommen hier, dass eine erhöte warscheinlichkeit zu dauerhaft höherem Blutdruck ist, was wiederum eine erhöhte warscheinlichkeit zu schlaganfall, herzinfarkt, usw zur folge hat... also eine erhöhte warscheinlichkeit zu einer erhöhter warscheinlichkeit... ein bisschen zu viel warscheinlichkeiten für mich...

Denn erstens habe ich während meiner Arbeit über Cannabis herausgefunden, dass Cannabis blutverdünnend wirkt.

hab ich auch schon gelesen... wird aber noch gestritten drüber...

na ja... ich denk sollte man schon weiterverfolgen, was daraus wird, aber n'kopf machen nich...

QubiQ
Also Jungx, irgendwie verstrickt sich von Satz zu Satz alles.

Wenn Cannabis blutverdünnend wirkt, ist das ja rein logisch betrachtet, eine Infarkt (Herz-, Lungeninfarkt und Schlaganfall sind ja praktisch das selbe in einem anderen Organ -> "Blutstau") Wahrscheinlihckeitsverringerung! Wie soll das Blut stocken, wenns dünnflüssiger ist als sonst?

Ansonsten kann ich auch nur sagen, dass die Sympthome mehr nach Nikotin als nach THC klingen.
Ein Bsp.: Wenn ich ne Woche nicht geraucht habe und dann an ner Bong ziehe und einen Tabakflash verspüre, bekomm ich Herzrasen und spür so ein Kribbeln im ganzen Körper. Also genau das, was da beschrieben wird. Von THC, also Purrauchen werd ich nur breit und spür körperlich gar nix, außer ein Kratzen im Hals.

Ach und nochwas:
Rote Augen -> erweiterte Blutgefäße. -> Cannaibsprodukte
kalte Finger -> eingeengte Blutgefäße. -> Nikotinprodukte


Zugegeben, im Joint ist meist leider beides :/ und ich wage auch zu bezweifeln, dass das dauerende Erweitern sich positiv auf den Körper auswirkt. Aber ein bisschen mehr hätte eine seriöse Zeitung schon hinterfragen können.

Jemand
Daß Cannabis negative Folgen bei Langzeitkonsum hat, insbesondere wenn es geraucht wird, steht zweifelsfrei fest. Man kann möglicheriwese darüber diskutieren welches Ausmaß diese schädlichen Effekte haben.
Zu den genauen Details dieser Studie kann ich nichts sagen.

Daß der Gefäßwiderstand und die Strömungsgeschwindigkeit erhöht sind ist weder unpräzise noch widersprüchlich. Sondern im Gegenteil ein simples physikalisches Prinzip.
Wenn der Widerstand erhöht ist, steigt dort die Strömungsgeschwindigkeit. Simple Physik. (Wenn in einem Flußbett eine Engstelle kommt gibt es dort eine Stromschnelle und wenn man einen Wasserschlauch mit langsam-plätscherndem Wasserfluß mit dem Finger fast zuklemmt kann man sich von dem dann spritzendem Wasser überzeugen, daß die Strömungsgeschwindigeit steigt). Die Strömungsgeschwindigkeit in den Blutgefäßen kann man z.B. mit einer Dopplersonographie messen und damit Rückschlüsse auf Verengungen ziehen. Das Herz muß dazu nicht mit höherer Frequenz schlagen. Wenn sich der Widerstand im Blutgefäßsystem insgesamt erhöht steigt (bei konstantem Herzminutenvolumen) der arterielle Blutdruck.

Wirklich unpräzise (um nicht zu sagen strenggenommen sogar falsch) ist dagegen der Begriff "blutverdünnend". Das ist der Begriff mit welchem Ärzte den Patienten den Effekt von gerinnungshemmenden Medikamenten zu erklären versuchen, weil es meist nur mit dieser Metapher möglich ist, eine Art Verständnis für die Einnahme bestimmter Medikamente zu schaffen.
@Prosciutto: Woher willst Du wissen daß Cannabis "blutverdünnend" (d.h. gerinnungshemmend) wirkt, woher beziehst Du diese Information, über welchen Mechanismus soll dies geschehen? Ich zweifle stark an, daß es diesen Effekt gibt und wüßte auch nicht über welchen Mechanismus dies bei Cannabis bzw. THC etc. gehen soll.

Warum werden nicht die "Studien" (meist sind es ja gar keine Studien) die vermeintlich positive Effekte von Cannabis behaupten (oder die zumindest von den Cannabis-Anhängern so zitiert werden) so kritisch betrachtet?

GanJah
Warum werden nicht die "Studien" (meist sind es ja gar keine Studien) die vermeintlich positive Effekte von Cannabis behaupten (oder die zumindest von den Cannabis-Anhängern so zitiert werden) so kritisch betrachtet?

Quelle: Jemand

Ich denke, da spielt Suggestion und Wunschdenken eine nicht geringe Rolle.
*zwinker*
Trotzdem bin ich mittlerweile auch bei dem Spiegel vorsichtig, da dieser in letzter Zeit auch sehr tendenziös und voreingenommen über das Thema berichtet hat. Von daher stehe ich dem Bericht (nicht der Studie) auch etwas kritisch gegenüber ...

Der Bericht scheint nämlich nicht klar von der Wirkung des THC und der Wirkung des Cannabis-Rauchens zu unterscheiden. Das einzige, was die Wissenschaftler nämlich nachgewiesen haben, ist, daß das Rauchen von Cannabis zu den dort beschriebenen Effekten führt. Woher diese Wirkung genau kommt, wird dort nicht geklärt.

Ich könnte mir persönlich nämlich auch gut vorstellen, daß diese Effekte durch das Inhalieren verbrannter Pflanzenteile verursacht werden...und nicht durch die psychoaktiven Inhaltsstoffe wie THC oder CBD.
Um das zu prüfen hätte man die Studie anders anlegen müssen. Man hätte z.B. eine Testgruppe vorher Industriehanf rauchen lassen können und diese Gruppe dann mit in die Studie einbeziehen können.

Mich wundert auch, daß solche Erkenntnisse erst durch diese Studie erlangt werden konnten, denn ich kann mir nicht vorstellen, daß mit Labortieren noch keine Langzeitstudien über die Wirkung des reinen THCs durchgeführt wurden. Man hätte doch bereits bei solchen Studien diese Effekte bemerkt, gerade weil bei Labortests häufig mit noch höheren Dosierungen gearbeitet wird.

Pazifist ist Fowler
blutverdünnend: könnte meinermeinung nach schon sein, aspirin ist das ja auch, cannabis wirkt bei kopfschmerzen oft mindestens genausogut wie aspirin, vielleicht gibts da ja gemeinsamkeiten... aber ist blutverdünnend immer gleich gerinnungshemmend?

RaveN
blutverdünnend: könnte meinermeinung nach schon sein, aspirin ist das ja auch, cannabis wirkt bei kopfschmerzen oft mindestens genausogut wie aspirin, vielleicht gibts da ja gemeinsamkeiten...


wer hat dir denn den quatsch erzählt? *knet???*

Jemand
Das einzige was wirklich blutverdünnend wäre, wäre eine rasche Infusion einer Elektrolytlösung oder noch besser einer kolloidalen Lösung, das würde eine kurzzeitige "Blutverdünnung" (Hämodilution) bewirken. Der Begriff "Blutverdünnung" wird aber üblicherweise in Zusammenhang mit Medikamenten gebraucht, welche auf die eine oder andere Weise die Blutgerinnung hemmen. Z.B. Acetylsalicylsäure (der Wirkstoff vom Aspirin), es hemmt die Verklumpung der Blutplättchen indem es die Produktion eines die-Verklumpung-fördernden Botenstoff hemmt. Gleichzeitig hemmt es auch die Produktion von Botenstoffen die für die Schmerzentstehung und für Entzündungsvorgänge sowie Fieberentstehung wichtig sind. Ich habe allerdings noch nichts davon gehört, daß Cannabis ebefalls diese Effekte hat. Aus der vom hörensagen kommenden Meinung Cannabis helfe ja wie Aspirin auch bei Kopfschmerzen kann man dies jedenfalls nicht schlußfolgern.

Richtig, rauchen, egal was man raucht ist immer und in jedem Fall schädlich. Bei der Verbrennung (genauer Verschwelung) von pflanzlichem Material entstehen zahlreiche eindeutig krebserzeugenden Stoffe. Der Hauptteil der durch Zigarettenrauchen enstandenen Krankheiten und Todesfälle beruht genau darauf. Man braucht darum auch garnicht über die Schädlichkeit von Cannabis (wenn es wie meist durch Inhalieren von Rauch konsumiert wird) zu diskutieren: es ist Fakt.
Verzerrend ist in diesem Zusammenhang das immer von den tausenden Toten durch Tabak gesprochen wird, aber es sei noch niemand durch Cannabis gestorben. Das ist mit Sicherheit falsch. Das Ausmaß des Krebsrisiko durch rauchen steigt mit der Anzahl der Zigaretten (eigtl. der Menge Rauch pro Tag), der Konsumdauer (beides Zusammen: die pack-years), der Menge an krebserzeugenden Stoffen je Zug (angeblich bei Cannabis höher als bei reinem Tabak) und der Inhalationstiefe (welche einen nicht geringen Effekt hat wie man heute weiß, auch beim kiffen deutlich größer). Insgesamt kann nun jeder selber grob abschätzen in welchem Maß man sich selber einem Krebsrisiko durch Kiffen aussetzt. Ein Statistiker könnte wenn er die entsprechenden Daten hätte ausrechnen welcher Anteil der Krebstodesfälle auf Cannabis zurückzuführen wäre.

Aus der vom Spiegel zitierten Studie kann ich leider auch nicht viel schlußfolgern. Ich gehe mal davon aus (jedenfalls sollte es so sein) daß man den sehr lange und gut bekannten Effekt den TABAKrauchen auf die Gefäße hat berücksichtigt hat. Daß Tabakrauchen die Arteriosklerose neben anderen Risikofakoren (Bluthochdruck, Zuckerkrankheit, zu hohes Cholesterin, Übergewicht, zu wenig Bewegung usw.) sehr stark fördert ist spätestens seit den ersten "Raucherbeinen" in der Medizingeschichte bekannt. Dabei spielen sowohl das Nikotin, als auch Stoffe im Rahmen der Verbrennung eine Rolle.

Als Tip bezüglich der Rsikominimierung (ich wurde per SMS darum gebeten) kann ich eigentlich nur einen geben: Rauchen ist letztlich immer schädlich, je mehr desto mehr, egal was man raucht. Je weniger man raucht umso besser und am besten garnicht.
Besonders gefährlich ist die Kombination von Rauchen und Einnahme der "Pille", immer wieder haben sehr junge Frauen durch diese Kombination einen Schlaganfall oder auch eine Thrombose oder Lungenembolie). Das gilt für Tabakrauchen, ob man dies auf Pur-Kiffen ohne Tabak übertagen kann weiß ich nicht. Arteriosklerose tritt auch familiär gehäuft auf. Wer also Herzinfarkte oder Schlaganfälle in der Familie hatte ist besonders gefährdet, noch mehr wenn er oben genannte andere Riskofaktoren hat. Aber wie gesagt: am besten man raucht garnicht, oder zumindest so selten und wenig daß das davon ausgehende Risiko neben anderen Risiken die nicht auszuschalten sind vernachlässigbar ist.

Pazifist ist Fowler
welchen quatsch? ich hab mir das selber gedacht... *bombe*

Clero
Meiner Meinung nach ergibt es wenig Sinn, wenn man sagt, dass nur beim Rauchen von Cannabis die genannten Symptome auftreten. Viel eher ist das wohl beim Inhalieren von jedmöglicher Substanz der Fall. Sei es Cannabis, Tabak oder Papier. Die durch die Verbrennung entstehenden neuen Substanzen lagern sich an und in den Gefäßen ab und verstopfen diese dadurch. Dabei kommt es zum Effekt, dass das Blut schneller zirkuliert, was allerdings so auch nicht ganz stimmt. Vor den Gefäßen sammelt es sich nämlich an und dahinter fließt es dann sehr schnell. Das hat also insgesamt nicht den Effekt, dass das Blut allgemein schneller zirkuliert, sondern, was auch sehr schlecht ist, auf den Körper verteilt unregelmäßig. Dass das Hirn, Herz und Lunge nicht gut tut, versteht sich absolut von selbst. Insofern sagt uns der Test nichts Neues, sondern allgemein bekannte Dinge. Wie gesagt, halte ich es für Unsinn, zu behaupten, dass an den Merkmalen das THC schuld sei. 100%ig kann man etwa dasselbe bei Tabakrauchern feststellen, wahrscheinlich in noch wesentlich stärker ausgeprägter Form, erst recht beim Kettenraucher, als beim Wochenendkiffer. Und deshalb mein Rat: Lasst das Rauchen. Ernährt euch gesund, tut eurem Körper was Gutes, sozusagen als Gegenleistung für das Kiffen. Mit dem Alter wird er es euch danken. Dass durch das Kiffen noch niemand gestorben ist, ist übrigens tatsächlich Unfug, wieso kann man etwas weiter oben nachlesen. Ein nicht geringer Teil an Schlaganfallopfern, Infarktopfern, Krebstoten und vielen weiteren anatomischen Krankheiten sind Kiffer. Denn dass das Inhalieren von Rauch, egal welcher Substanz, schädigend ist, versteht sich, denke ich, von selbst. Und ebenso sicher bin ich mir, dass die Tester Hardcorekiffer genommen haben. Repräsentativ wird die Studie dadurch für den Wochenendkiffer nicht.

Northern Lights
Ich finde es sehr interessant, wenn man sich noch ein paar andere Quellen zur gleichen Studie durchliest.


Hier erfährt man z.B. etwas über die Konsumgewohnheiten der Probanden:


(...)
Das Team um Jean Cadet überwachte den Blutfluss im Gehirn von 54 Marihuana-Rauchern, die bis zu 50 Joints täglich rauchten. Die Ergebnisse der Studie wurden in Neurology http://www.neurology.org veröffentlicht.
(...)
Nach einem Monat ohne Cannabis, den die Teilnehmer in einer Klinik verbrachten, wurden die Sonographien wiederholt. Die Resistenz des Blutflusses leichter und mittelschwerer Konsumenten, die im Durchschnitt zwischen elf und 44 Joints wöchentlich rauchten, wurde nach diesem Zeitraum langsam wieder normal. Bei starken Rauchern konnte keine Verbesserung festgestellt werden. Diese Teilnehmer rauchten durchschnittlich 131 Joints in der Woche. Cadet will als nächstes erforschen, ob es einen Zusammenhang zwischen den Veränderungen des Blutflusses im Gehirn und dem Ausmaß der neuropsychologischen Probleme gibt.

Um die Auswirkungen des Tabaks in den Joints zu eliminieren, verglich Cadet seine Ergebnisse mit jenen von Rauchern, die einen normalen Blutfluss aufwiesen. William Notcutt vom James Paget Hospital argumentierte, dass die Langzeitwirkungen auf das Gehirn nicht von der gleichen Substanz ausgelöst worden sein könnte, die auch für das Hochgefühl verantwortlich ist. "Jemand, der 50 Joints pro Tag raucht, nimmt eine große Menge von Karzinogenen von den Marihuana-Pflanzen auf. Wir wissen, dass die kardiovaskulären Auswirkungen von Cannabis sehr komplex sind und von vielen Faktoren abhängen. Jetzt müssen Menschen getestet werden, die qualitativ hochwertige medizinische Extrakte nutzen." (Ende)


Quelle: pressetext austria


Kompletter Text:
http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=050208031


Hier auch noch ein interessanter Aspekt:


(...)
Die Beschleunigung des Blutflusses könnte auf Durchblutungsstörungen in anderen als den beobachteten Hirnarealen hindeuten, schreiben die Forscher. Durch eine solche Störung nimmt das zu transportierende Blutvolumen zu, was wiederum die Strömungsgeschwindigkeit erhöht. Die Wissenschaftler können jedoch nicht ausschließen, dass auch Entzugseffekte eine Rolle bei den gemessenen Werten spielen.
(...)


Quelle: www.wissenschaft.de


Kompletter Text:
http://www.wissenschaft.de/wissen/news/248971.html


Ich finde der Spiegel hat doch einige wichtige Informationen komplett weggelassen.

 [user:165]

Clero
Hatte ich mit meiner Hardcorekifferthese also recht. Aber 131 Joints in der Woche. Das ist nicht mehr Hardcore sondern, sorry, wenn ich jetzt jemandem auf den Schlips trete, extrem dämlich.

RaveN
Marihuana-Rauchern, die bis zu 50 Joints täglich rauchten.


das wären knapp 350 joints/woche.
unter gelegenheitskonsum verstehe ich etwas anderes.

*schmök*

Northern Lights
Da fällt mir gerade etwas ein. Wird nicht in der Reportage "Hanf - Das Milliardendollarkraut" gesagt, dass man in Amerika nur Geld für Forschungsprojekte über Drogen bekommt, wenn man Nachteile der Drogen erforscht und aufzeigt. Ich bin mir leider nicht zu 100% sicher. Hat hier vielleicht noch jemand den Film gesehen und kann sich an die Aussage erinnern?

Zwürfel - Rated R
Wüsste ich jetzt nicht...

Warum werden nicht die "Studien" (meist sind es ja gar keine Studien) die vermeintlich positive Effekte von Cannabis behaupten (oder die zumindest von den Cannabis-Anhängern so zitiert werden) so kritisch betrachtet?


Das bringt es gut auf den Punkt. Dass Cannabis schädlich ist, war uns doch vorher schon klar. Wenn das jetzt in einer Studie gezeigt wurde, dann muss man das akzeptieren. In Supersize Me wurde gezeigt, was Mißbrauch von Fast Food anrichten kann, trotzdem gibt es noch an jeder Ecke einen Burgerladen. Und um genau das geht es in der Studie: Mißbrauch! (Der vernünftige Umgang mit Cannabis wurde nicht untersucht. Und wenn wir vernünftigen umgang unterstellen, dann sollte diese Studie kein Grund gegen eine Legalisierung sein.)
131 Joints in der Woche; das ist Mißbrauch. Das ist kein geregeltes Konsummuster mehr.

Die Resistenz des Blutflusses leichter und mittelschwerer Konsumenten, die im Durchschnitt zwischen elf und 44 Joints wöchentlich rauchten, wurde nach diesem Zeitraum langsam wieder normal.

Quelle: Quelle


Das zeigt doch zumindest, dass es sich nicht um dauerhafte Schäden handelt. Und auch hier wird mehr als 1 Joint pro Tag geraucht, weshalb man schon von Dauerkonsum sprechen kann.

Die Auswirkungen auf denjenigen, der 1-10 Joints pro Woche raucht, wurde ja gar nicht erfasst.

Die Ergebnisse sollte man nicht verwerfen, Jemands Beiträge legen gut da, welche Risiken mit dem Cannabiskonsum u.a. verbunden sind.

Man muss aber dem Spiegel vorwerfen, dass hier wieder "Politik" gemacht wird. Durch das Zurückhalten wichtiger Informationen über die Studie (Konsummuster der Probanden) wird in massiv in eine Richtung gesteuert in der aktuellen Cannabisdebatte. Es passt sehr gut in die Reihe der Negativmeldungen über Cannabis, mit denen ein Verbot aufrecht gehalten werden soll. Da kann man schlecht erwähnen, dass sich auch wieder eine Normalisierung einstellt. Es ist einfacher die Zahlen unter den Tisch fallen zu lassen, als der Öffentlichkeit zu erklären, dass jeder Kiffer ein ähnlich problematisches Konsummuster von 130 Joints in der Woche hat, da dies nicht zutrifft und ein Versuch kläglich scheitern müsste.

Seriöser Journalismus ist das nicht. Das ist Meinungsmache in bester Springer-Manier. Glücklicherweise gibt es die Möglichkeit, sich an verschiedenen Stellen über diese Studie zu informieren, nur tut dies nicht jeder und dies nutzt der Spiegel aus, um die eigene Verlagspolitik zu vertreten. Diesen Vorwurf muss man machen und diesen Vorwurf muss sich der Spiegel gefallen lassen.

edit: Wenn man die Hintergründe der Studie und die (Konsum-) Muster der Probanden kennt, kann man die Studie einordnen. Wird dieses nicht erwähnt, kann man Tatsachen verfälschen und gefährliche Verallgemeinerungen treffen. (wie beim Spiegel geschehen, auch wenn ohne mahnenden Zeigefinger)

froop
zu diesem thema fällt mir doch spontan der folgende spruch ein:

Alles ist Gift, nichts ist Gift, alleine die Dosis macht's aus.

Quelle: leicht verändert, aber stammt von Paracelsus

Kantakukuruz
Warum werden nicht die "Studien" (meist sind es ja gar keine Studien) die vermeintlich positive Effekte von Cannabis behaupten (oder die zumindest von den Cannabis-Anhängern so zitiert werden) so kritisch betrachtet?

Quelle: Jemand


Hm... in diesem Fall finde ich angesichts der Testmethoden (die Probanden hatten anscheinend Konsummuster, die nicht gerade den Durchschnittskiffer repräsentieren) und insbesondere des Auftraggebers Zweifel an der Seriosität der Studie schon angebracht.

Ich bin kein Verschwörungstheoretiker. Aber es gilt nicht nur: "Traue keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast", sondern auch: "Traue keiner Studie, die du nicht selbst finanziert hast"...

grof
QubiQ schrieb:
kalte Finger -> eingeengte Blutgefäße. -> Nikotinprodukte


kalte Finger gibt es auch von Cannabis.
Rote Augen und kalte Finger: Das Blut wird vermehrt ins Gehirn gepumpt. (?)



Rick Harris
Rote Augen


Das liegt wohl weniger an der Blutverteilung, sondern daran, dass THC den Augeninnendruck verringert, weshalb es ja auch gegen "grünen Star" hilft (eine Augenkrankheit, die durch erhöhten Augeninnendruck verursacht wird - tritt oft bei älteren Menschen auf).

grof
das mit den kalten Händen rührt daher, dass zentrale Körperstellen vermehrt mit Blut versorgt werden, das Gehirn gehört dazu.

elnin0
@grof falsch!

kalte hände = schlechtere Druchblutung der peripheren Körperteile....

Gruß
Elnin0

Fish-Vamp
na eben: zentrale Körperstellen vermehrt mit Blut versorgt -> weniger Blut übrig für die peripheren Körperteile...

*oberlehrer*

chill-o-matic
@ elnin0
if grof=falsch then elnin0=falsch
else sagt nicht das gleiche.

//ahhh very bad code