Bock zum Gärtner gemacht - Thomasius forscht im Auftrag des BMGS |
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JanMehler |
Neuigkeit vom deutschen Hanfverband:
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Kantakukuruz |
JanMehler: Was habt ihr euch denn derart auf den Thomasius eingeschossen? Ich hab den mal auf ner Vortragsveranstaltung gehört und hatte den Eindruck, es mit einem Menschen mit durchaus vernünftigen Ansichten zu tun zu haben.
- Er ist kein Fan einer Drogenfreigabe, weil Cannabis eine gesundheitsgefährliche Substanz ist. - Er hält Alkohol und Tabak für mindestens ebenso gefährlich, ist aber der (realistischen) Ansicht, dass man diese Substanzen nicht verbieten kann. - Er ist gegen eine Kriminalisierung von Drogenkonsumenten. - Er erkennt an, dass es erwachsene Menschen gibt, die einen geregelten und risikoarmen Umgang mit Cannabis haben. |
Hans Wurstsuppe |
Sicher hat man auch schon anderes von ihm gehört, Kantakukuruz.
Aber ihn quasi mit dem Auftrag auszustatten, die mit vorherigen Studien einhergegangenen Hoffnungen auf einen vernünftigeren Umgang wieder zu begraben, ist nicht schön, wenn man das hier liest.
Ich würde es sehr begrüßen, wenn da noch jemand mitforschen würde, der mehr Augenmerk auf die sogenannten unproblematischen Konsumenten legt. Aber am schönsten wäre es natürlich, wenn er uns positiv überrascht... Wir können eh nichts weiter tun, als auf das Ergebnis zu warten. |
JanMehler |
Moin,
hier nochmal ein Artikel, der die Kompetenz von Thomasius zum Thema Cannabis und das erwartete Ergebnis einer von ihm erstellten Sudie etwas beleuchtet:
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JanMehler |
Eine weitere Pressemitteilung des DHV:
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Kantakukuruz |
Ich hatte eigentlich eine Reaktion auf mein Post erwartet.
Möchte der DHV eigentlich ernst genommen werden oder Heiterkeit durch boulevardeske Schlagzeilen verbreiten? |
Cynops |
Quensel mag ein erfahrnerer Forscher sein, dass will ich keinesfalls bestreiten, aber die beiden haben es bestimmt schwer auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen - schließlich ist das "Bremer institut für Drogenforschung", dem Quensel vorsteht, ein Institut der Kriminalistik und der selbst ist Kriminologe (edit: hab gerade mal nachgesehen, er ist Soziologe mit dem arbeitsschwerpunkt "Resozialisation und Rehabilitation"), wähend Thomasius aus der klinischen Praxis kommt. Der eine sieht Drogen aus der sichtweise eines Arztes, der therapeutisch handelt, der andere ist Geisteswissenschaftler und untersucht die kulturellen Aspekte des Drogenkonsums. Wenn man die Diskussion der beiden beurteilen will, sollte man sich klar darüber sein, dass sie die materie bestimmt aus zwei völlig verschiedenen blickwinkeln sehen... |
JanMehler |
Moin Kantakukuruz und andere,
es geht bei diesen PMs nicht um die Person von Prof. Thomasius, sondern um die vom BMGS beauftragte Studie. Diese Studie soll den offiziellen Forschungsstand zu Cannabis darstellen und wird in Zukunft Einfluss auf alle Entscheidungen von staatlichen Institutionen, die im Zusammenhang mit Cannabis stehen, haben. Z.B. könnte die Studie eine wichtige Rolle bei den ausstehenden Regelungen zu den Themen "Cannabis und Führerschein", "Cannabis als Medizin" und "Vereinheitlichung der geringe Menge" haben. Die Ergebnisse der Studie könnten auch Einfluss auf die zurzeit relativ milden Urteile von Gerichten haben. Und man sollte auch nicht vergessen, dass das 94er Urteil des BVerfG maßgeblich von den Ergebnissen der Kleiber/Kovar-Studie bestimmt waren. Die Studie des BMGS sollte deswegen möglichst eine ausgewogene Darstellung des Sachverhalts enthalten. Herr Prof. Thomasius ist aber in meinen Augen der bekannteste wissenschaftlich geschulte Vertreter einer dramatisierenden Darstellung der Folgen des Cannabis-Konsums. Ich will hier gar nicht bestreiten, dass es genügend Beispiele von extremen Cannabis-Konsummustern gibt. Diese sind aber zum einen eher selten und treten zum anderen vor allem bei sehr jungen Konsumenten auf. Herr Prof. Thomasius hat als Leiter einer Drogenambulanz für Jugendliche vor allem mit diesen Extremkonsumenten zu tun. Ohne ihm das zum Vorwurf machen zu wollen, glaube ich nicht, dass er in der Lage ist entsprechend zu berücksichtigen, dass die Mehrheit der Cannabis-Konsumenten erwachsen ist und keine oder nur geringe Probleme durch den Konsum haben. Das Ziel vom DHV und dem VfD, der bei diesem Thema und auch sonst intensiv mit dem DHV zusammenarbeitet, ist es zu erreichen, dass diese Studie nicht alleine von Prof. Thomasius erstellt wird, sondern ein zweiter Wissenschaftler (z.B. Prof. Kleiber) hinzugezogen wird, um dadurch eine wirklich ausgewogene Darstellung zu erreichen. So war es übrigens auch bei der letzten Cannabis-Studie des BMGS. Diese sollte zuerst nur von Prof. Kleiber erstellt werden. Weil dieser aber als zu liberal galt, wurde der konservative Prof. Kovar mit eingebunden. Dass die Formulierungen der PMs relativ scharf sind, liegt daran, dass es bei solchen Dingen immer auch darum geht die Aufmerksamkeit der Medien zu erlangen. Diese sind nun mal mehr auf Sensationen aus als auf sachliche Darstellungen. |
Hans Wurstsuppe |
Internationale Rauschgiftfahnder tagten in Schlangenbad mit Thomasius
Siehe dazu auch: Drugblog
Wir sollten das Ziel von DHV und VfD unterstützen und nicht dagegen feuern. Auch wenn man am Anfang schon den Eindruck hatte, dass die Studie eurer Meinung nach komplett neu vergeben werden sollte. |
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